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Startseite » Historie » Seite 14

NHGV Werl e.V. lädt ein zu einer ungewöhnlichen Stadtführung

19. Oktober 2023 von Ursula Schlünder

Im Jahre 1673 belagerten kurbrandenburgische Truppen die Stadt Werl und versuchten sie einzunehmen. Doch mit Mut und Unerschrockenheit schafften die Werler es, der Belagerung von 8000 Mann standzuhalten. Westönnen blieb bei den Angriffen allerdings nicht verschont. 

„Aber Westönnen musste es entgelten“ , so steht es in der alten Chronik von Mehler geschrieben. In ihrem Zorn, weil sie es nicht geschafft hatten, Werl einzunehmen, brannten die Brandenburger dort 7 oder 8 Häuser nieder. Möglicherweise konnte durch den Einsatz der Westönner Bürgerwehr (als Vorläufer der Schützenbruderschaft) Schlimmeres verhindert werden?

Einige Geschehnisse der „merkwürdigen Belagerung Werls“ werden in Spielszenen an historischen Orten zum Leben erweckt….

Karten gibt es in der Stadtinfo oder bei Ursula Schlünder.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie Stichworte: Stadtführung

Erntedankfest 1948

18. Oktober 2023 von Klaus Hennemann

Im Zeitungsarchiv von Alfred Risse finden wir einen Bericht zum Erntedankfest 1948.

Lt. dem Zeitungsbericht hatte das Erntedankfest in Westönnen einen hohen Stellenwert, den man mit dem Schützenfest auf eine Stufe stellt. Interessant auch, dass das „Jugendheim“ – der kleine Teil der Schützenhalle, 1928 von der Schützenbruderschaft zusammen mit der katholischen Jugendorganisation errichtet wurde. Dieser Teil wurde während des Krieges als Wehrmachtsdepot genutzt und anschließend kurzzeitig an ein Dachziegelunternehmen verpachtet.

Mit großer Beteiligung der Bevölkerung wurde die Schützenhalle zum Erntedankfest wieder auf Vordermann gebracht.

Üblich war die Teilnahme und Mitwirkung aller Westönner Vereine im Festzug wie auch beim späteren Festakt. Alle brachten sich zum Erntedankfest ein.

Nach dem Erntedankfest sollte mit der Einrichtung der Schützenhalle begonnen werden.

Das Erntedankfest wurde in Westönnen mit einem großen Festzug mit geschmückten Wagen gefeiert. Nicht nur die Landwirte, auch die Handwerker waren mit einem geschmückten Wagen vertreten.

Kategorie: Allgemein, Geschichte, Historie Stichworte: Allgemein, Geschichte, Historie

Schwere Zeiten vor 100 Jahren

14. Oktober 2023 von Klaus Hennemann

Schwierige Zeiten waren es vor 100 Jahren. Berichte über zahlreiche Diebstähle in den Zeitungen lassen erkennen, wie schwierig die Zeiten in den 1920-Jahren für viele Zeitgenossen waren. Wie wir aus dem Zeitungsarchiven von Alfred Risse erfahren, hatten es die Spitzbuben besonders auf Lebensmittel abgesehen. Und nicht alle Spitzbuben kamen ungeschoren davon.

Der heimische Kappes war schon immer unter Genussfreunden beliebt.

Auch Wäsche war unter den Dieben gefragt. Es fehlte in den schwierigen Zeiten eben an allem. Da wurde bei jeder Gelegenheit hingelangt.

Feldfrüchte wie Kappes waren gängiges Diebesgut, aber auch ein Rind wurde direkt auf der Weide geschlachtet. Für die damaligen Zeiten, richteten die Diebe beträchtlichen Schaden an.

Aber nicht immer kamen die Diebe ungeschoren davon. Für deren „Arbeit“ gab es an Ort und Stelle gleich die gerechte Strafe. Eine ordentliche Tracht Prügel gab es als „Belohnung“.

Kartoffeln, Steckrüben und der fertige Schinken gehörten ebenfalls zum bevorzugten Diebesgut. Letzterer fand nach einer Verfolgung allerdings wieder den Weg zum Besitzer. Auch die Steinbrüche wurden heimgesucht. Die Holzpfosten der Umzäunung zur Absicherung der steil abfallenden Seitenwände der Steinbrüche wurden gestohlen.

Und Wilddieberei gab es auch. Die hohe Geldsumme, die während der Inflation üblich war, sollte zur Ergreifung der Täter beitragen.

Kategorie: Allgemein, Geschichte, Historie Stichworte: Geschichte, Historie

Buntes Treiben zum Harkemei in Niederbergstraße

23. September 2023 von Steffen Hünnies

Nach einem feierlich geschmückten Feldgottesdienst im Schatten der Kapelle fanden sich am vergangenen Sonntag bei sonnigem Spätsommerwetter viele Schaulustige in Niederbergstraße ein, um das letzte Bergstraßer Getreidefuder 2023 einzufahren. 

Die Geschichtsgruppe des Vereins Miteinander alte Schule Niederbergstraße e.V. hatte die Unterlagen der ehemaligen Dreschgenossenschaft Ehningsen-Niederbergstraße (1922 -1962) aufgearbeitet. Zu diesem Anlass wurde ein in Westfalen traditionell üblicher Harkemei (=Erntefest) organisiert.

Das Highlight des Erntefests waren mehrere Dreschgänge mit der von einem Lanz Bulldog angetriebenen Dreschmaschine aus den 30er Jahren. Die vor einigen Wochen mit einem Mähbinder geernteten Weizengarben wurden auf diese Weise traditionell verarbeitet. So trennte sich vor vielen gespannten großen und kleinen Augen die Spreu vom Weizen. Der Maschinensammler Dieter Gerwin aus Flerke hatte zahlreiche Gerätschaften der letzten 100 Jahre landwirtschaftlicher Maschinenentwicklung aufgefahren.

Viele Dorfbewohner packten mit an und ließen das Fest zu einem echten Gemeinschaftsprojekt werden. Neben westfälischen Schmalzschnitten wurde Sauerkraut mit Speck gereicht. Für die Kinder gab es neben einer Schatzsuche im Stroh und einem Quiz die Möglichkeit, das gedroschene Getreide vor Ort zu vermahlen und mit nach Hause zu nehmen. Außerdem konnten kleine und große Besucher einen modernen Mähdrescher bestaunen und darauf Platz nehmen. Für die Älteren gab es neben Kindheitserinnerungen ein Schätzglas zum Raten der Anzahl von Getreidekörnern. Die Gewinner konnten tolle regionale Preise mit nach Hause nehmen.

Alles in Allem zeigten sich die Organisatoren glücklich über den guten Zuspruch. Den Besuchern wurde deutlich, welcher Aufwand nötig war und ist, um qualitativ hochwertige Lebensmittel zu erzeugen und dass diese schweißtreibenden und teils gefährlichen Tätigkeiten der Getreideernte damals viel Anstrengung, aber auch eine tolle Gemeinschaft bedeutet haben.

Fotos: Steffen Hünnies und Petra Drees-Hagen

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie, Kirche, Niederbergstraße Stichworte: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie

Tag des Denkmals – Pfarrkirche St. Cäcilia

14. September 2023 von Klaus Hennemann

Am vergangenen Sonntag fand in der Pfarrkirche St. Cäcilia zum Tag des offenen Denkmals eine Führung durch die Kirche und ein Orgelkonzert statt. In seiner Begrüßung der Gäste ging Propst Feldmann auf den Ursprung und die Bedeutung zum Tag des Denkmals ein.

In seiner Ansprache führte Propst Feldmann weiter die Erbauung der heutigen Kirche auf, aber auch bedeutsames zur Herkunft und Geschichte zu den sakralen Gegenständen in der Pfarrkirche. Wem ist
z.B. noch bekannt, das die Anschaffung der Heiligenfigur des Hl. Sebastianus auf die Prinzenwürde von Hendrik Schüngel zurückgeht? „Der Dom“ hatte über das Prinzenschiessen und den Sieger Niclas Schüngel aus Westönnen geschrieben. Diesen Bericht hatte eine Kunstsammlerin gelesen und nahm Kontakt mit Propst Feldmann auf. Über den schließlich die Heiligenfigur in unsere Pfarrkirche gelangte.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Kohlmann zeigte sich erfreut, das die Westönner Kirche 200 Jahre nach ihrer Einweihung zum Tag des offenen Denkmals im Mittelpunkt steht. Seit fast 40 Jahren wird die Kirche in der Denkmalliste geführt. Frau Kohlmann zeigte sich besonders erfreut über die
gelungene Renovierung der Pfarrrkirche in 2022.

Anschließend folgte ein Orgelkonzert des Kantors Ziesche, in dem sich zeigte, welch umfangreiches Klangvolumen unsere Orgel bietet.

Die anschließende Führung der Archtiktin B. Maas zeigte den Besuchern, welch umfangreiche Arbeiten während der Renovierung durchgeführt wurden. Sie zeigte auch auf, welche Umstände und Probleme dabei auftraten und wie sie mit Hilfe heimischer Betriebe zeitnah und erfolgreich abgearbeitet werden konnten.

Abschließend gab es ein Glockenkonzert von der Beier-Gruppe um Pastor Martin Hufelschulte. Mit einem kleinen Imbiss und einem Umtrunk endete die Veranstaltung auf dem sonnigen Kirchplatz.

Kategorie: Allgemein, Gemeinde, Historie, Kirche Stichworte: Pfarrkirche, Tag des Denkmals

Geschichten von Potthoffs Hof

15. Juli 2023 von Dieter Holtheuer

Im Dezember 2022 hatten wir über Hubert Bettes Schrift:

„Die Potthoffs; wahre Geschichten aus Westönnen. Landwirtschaft und Schelmereien in den 50er und 60er Jahren“

berichtet. Heute stellen wir die Geschichte von den BERLINER FEREIENKINDER vor:

13. Berliner Ferienkinder

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Geschichte, Historie Stichworte: Berliner Ferienkinder, Potthoff

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