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Startseite » Historie » Seite 16

Geschichten von Potthoffs Hof

18. Dezember 2022 von Dieter Holtheuer

Viele Westönner erinnern sich noch an Hubert Bette. Er wohnte am Werler Weg und war Lehrer an einer Wickeder Schule. Zugleich war er bekannt durch die Musik, er war Bassist bei der Wickeder Band „Die Echos“. Mit 75 Jahren verunglückte er in der Silvesternacht 2019/20.

Hubert hat uns eine Schrift mit dem Titel „Die Potthoffs; Wahre Geschichten aus Westönnen; Landwirtschaft und Schelmereien in den 50er und 60er Jahren“ hinterlassen.

In dem Vorwort von 2010 merkt er u.a. an: Auch wenn manches an diesen Geschichten zuweilen etwas unglaubwürdig erscheinen mag. Ich versichere, dass ich sie alle, so wie ich sie als junger Mensch erlebt habe, wiedergegeben habe. Nichts ist frei erfunden!

Huberts Frau, Betti Bette, hat Westönnen Online erlaubt einige Geschichten aus seinem Werk zu veröffentlichen. Wir beginnen mit der Geschichte: „Der Speckpater“

20221206_Der-Speckpater-Potthoff-BetteHerunterladen

Kategorie: Allgemein, Historie, Sonstiges Stichworte: Potthoff, Speckpater

Der Männergesangverein Harmonie Mawicke

22. November 2022 von Alfred Risse

Beim Aufräumen im Keller der St. Josef Grundschule fand Markus Schleep zwei alte Liederbücher für Gesangvereine, die er westönnen.online.de freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. In einem der Bücher, das 1924 erschienen ist, ist handschriftlich der Besitzer Heinrich Risse eingetragen und der Stempel belegt, dass er Sänger des MGV Frohsinn Mawicke war. Vielen ist sicherlich nicht bekannt, dass es in Mawicke überhaupt einen Gesangverein gegeben hat.

Das Soester Kreisblatt berichtet in seiner Ausgabe vom 22. 8. 1924 von der Gründung des Vereins. Die Gründungsversammlung fand in der Gaststätte Keßler statt und ca. 30 Mitglieder traten dem neuen Chor bei. Die Vorstandswahlen ergaben folgendes Ergebnis:

Erster Vorsitzender: Adam Topp

Zweiter Vorsitzender: Fritz Schriek

Schriftführer: Franz Hagen

Kassierer: Kaspar Keßler

Beisitzer: Heinrich Stoltefaut

Wilhelm Mott

Zum Dirigenten wurde Adolf Horsch, der auch Lehrer in Mawicke war, gewählt. Dieser war von 1924 bis 1933 auch Dirigent des Jungmännergesangsvereins Westönnen, wie der MGV Cäcilia für einige Jahre nach dem ersten Weltkrieg, hieß.

Auf einer Programmankündigung zum ersten Bundesfestes des Haar-Börde Bundes findet man beide Chöre. Das war auch gleichzeitig das 25. Jubelfest des MGV Günne, das am 31. Juli 1927 stattfand. Diese Ankündigung findet sich in der Jubiläumsschrift zum 150 jährigen Bestehens des MGV Cäcilia Westönnen.

Leider finden sich kaum weitere Informationen. Lediglich im Juni 1925 wird in einem Zeitungsbericht zu einer Gesangsprobe eingeladen und am 2. Mai 1927 berichtet der Freimüthige an der Haar, dass der Chor Ende des Monats an einem Gesangswettbewerb in Unna teilnimmt. Wie lange der Chor bestanden hat, ist nicht bekannt.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie, Mawicke

Wir benötigen eure Hinweise

9. November 2022 von Klaus Hennemann

Wir haben ein Bild älteren Datums erhalten und würden gerne erfahren, um welche Personen / Familie es sich hier handelt. Auf der Rückseite des Fotos grüßt in dem Text eine „Elisabeth“ und am Ende „Karl-Heinz“. Weiterhin taucht der Name Anna im Text auf. Der Text beginnt mit „Ihr lieben Kurgäste“.

Weiters aus dem Text ist rein privat. Wichtiger ist uns die Herkunft des Bildes und um welche Familie es sich hier handelt.

Kategorie: Allgemein, Historie

Schütt am Opferteich eingeweiht

12. Oktober 2022 von Klaus Hennemann

Im Bild vo.li.: Ortsheimatpfleger Werner Wanders, Dieter Holtheuer, Franz Kunzelmann und Christoph Zeppenfeld, rechte Seite am Schütt: Ortsvorsteher Martin Beudel, Jürgen Jennebach und der Kreisheimatpfleger Norbert Dodt.

Am Samstag Nachmittag fand die Einweihung des Schütt am Opferteich statt.

Martin Beudel eröffnete mit einer kurzen Begrüßung die Gäste, unter denen sich auch der Kreisheimatpfleger Norbert Dodt eingefunden hatte. M. Beudel dankte unserem Ortsheimatpfleger Werner Wanders, (Bild links) der von der Idee über die Planung und Durchführung die gesamte Ausführung des Projektes in seinen Händen hatte. Das wirklich gut gelungene Projekt, einen Schütt nachzubauen um der Nachwelt dieses in früheren Jahren wesentliche Bauteil zur Milchwirtschaft anschaulich zu zeigen, sei schon etwas besonderes. Diese Nachbildung wurde über den Westönner Bach installiert, dessen ursprünglicher Verlauf im Bereich des Opferteiches von einigen Jahren wieder ein Stück weit sichtbar gemacht wurde.

Bei der Errichtung des Bauwerkes sind die Sicherheitsaspekte ebenso berücksichtigt worden wie auch die nahezu originalgetreue Nachbildung, die an Stelle von Stahl hier in Holz gebaut wurde. Martin Beudel als Ortsvorsteher, hatte sich um die Genehmigung zur Errichtung bei der Stadt Werl eingesetzt. Ebenso hat er wie auch Franz Kunzelmann bei der Errichtung und beim späteren Aufstellen mit Hand angelegt. Am Schütt ist ein Hinweisschild angebracht, auf dem die Notwendigkeit und die Funktion dieses Schütt erklärt wird.

Was ist nun ein Schütt? Hierzu übernehmen wir den Originaltext von der Hinweistafel, die ebenfalls vom Ortsheimatpfleger Werner Wanders erstellt wurde.

Bewässerungsschleuse – Schütt

Früher muteten die nördlichen Teile der Westönner Flur an der Grenze nach Lohe und Bergstraße wie eine holländische Landschaft an.

Bäche, Wiesen und Weidekoppeln, malerisch von Pappeln und Kopfweiden umsäumt, gaben ihr das Gepräge. Doch hat sich dieses Bild in den vergangenen Jahren gewandelt, weil die Umstrukturierung der bäuerlichen Betriebe anhielt.

Im Zuge der Spezialisierung der Landwirtschaft ging die Kuhhaltung bei den hiesigen Bauern immer mehr zurück. Die Höfe mit Milchvieh sind aus dem Dorfbild verschwunden, es gibt sie nicht mehr.

So wurden die Wiesen und Koppeln weitgehend überflüssig und nach und nach umgebrochen. Angefangen hatte diese Entwicklung bereits nach 1945, als der Baron von Papen-Lohe viele seiner Wiesen, die bis dahin von Bauern gepachtet waren, umpflügte und in einträgliches Ackerland änderte.

Seitdem prägen Getreide-, Rüben-und Kappesfelder die Landschaft.

Auch die eisernen Zeugen, die sogenannten Schleusen (Schütt), die man früher in regelmäßigen Abständen in die Bäche einbaute, wurden Opfer der Umstellung.

Erklärung zum Schütt:

An einem stabilen Eisengerüst hängt ein in der Höhe verstellbares Schütt, mit dem man die Bachläufe stauen konnte. Im Frühjahr ließen die Bauern das Schütt (die Sperren) herunter, so dass das Wasser über die Ufer trat und die anliegenden Wiesen überschwemmte. So wuchs in den feuchten Niederungen das Gras gut heran und lieferte zweimal jährlich eine einträgliche Heuernte.

Bei der Bewässerung galt eine strenge Rangordnung, diese wurde vom Flurschütz streng kontrolliert. Erst kamen die Besitzer der größeren Höfe, dann die der kleineren an die Reihe. Da im Laufe der Zeit die verrosteten Wassersperren verfallen sind, wird sich kaum noch ein Dorfbewohner an dieses Schleusenrecht erinnern.

Mit dieser Anlage möchte der Ortsheimatpfleger mit Unterstützung des Vereins – Gemeinsam für Westönnen – an die alte Schleusenwirtschaft erinnern.

Westönnen im September 2022

Ein letztes nicht frei zugängliches Schütt haben wir noch auf Westönner Boden stehen. Im Nachbau am Opferteich ist zu sehen, wie die als Vorbild genutzten Schütte gebaut waren. Hier musste eine Spindel zum öffnen und schließen gedreht werden. Am rechten Lauf ist die Kette erkennbar, die an der Spindel hängt.

Kategorie: Allgemein, Gemeinsam für Westönnen, Geschichte, Historie, Hobby, Natur Stichworte: Bewässerungsschleuse, Gemeinsam für Westönnen, Opferteich, Ortsheimatpfleger, Schütt

SCHÜTZENFEST 1871

8. August 2022 von Dieter Holtheuer

Nach Beendigung des Deutsch – Französischen Krieges (19.07.1870 – 10.05.1871) vor 151 Jahren wurde das Westönner Schützenfest unter dem Motto

„SIEGES= und FRIEDENSFEST“

gefeiert. Zu dieser Feierlichkeit wurde mit einer umfangreichen Anzeige im SOESTER KREISBLATT eingeladen.

Wie die Anzeige berichtet, fand das Fest beim Gastwirt Buck (heute Hagen) am Dienstag den 1. und Mittwoch den 2. August 1871 statt.

Kategorie: Allgemein, Historie, Schuetzen Stichworte: Historie, Schützen

Bauernglocke wird 425 Jahre

13. Juli 2022 von Dieter Holtheuer

Unsere Bauernglocke in der Pfarrkirche wird in diesem Jahr 425 Jahre.

Dieter Holtheuer, unser bekannter Historiker erinnert uns daran, das Theo Halekotte im Januar 1998 im Werler Anzeiger einen umfangreichen Bericht über unsere Bauernglocke geschrieben hat. Genug Anlass für uns, diesen Bericht zum Jubiläum noch einmal zu zeigen.

Foto Bauernglocke: Archiv Klaus Hennemann

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie, Kirche Stichworte: Bauernglocke, Kirche

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