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Startseite » Aus alten Tagen

Motorisierung in Westönnen

19. Juli 2024 von Tobias Baumann

Nach dem 1. Weltkrieg erreichte in den zwanziger und dreißiger Jahren die Motorisierung auch Westönnen. Besitzer der ersten drei Autos in Westönnen waren der Landwirt Ebel-Schulte, der Arzt des Dorfes Dr. Froning und der Fuhrunternehmer Wilhelm Preker. Die Versorgung mit Treibstoff für die später immer zahlreicher werdenden Fahrzeuge wurde durch eine Shell-Tankstelle der Familie Preker an der Weststraße sichergestellt. Bis in die sechziger Jahre konnte dort Benzin und Diesel getankt werden. Heute befindet sich dort der Firmensitz von DreiMeister.

Auf dem Bild oben links sind an der Kreuzung Breite Straße mit dem Westönner Hellweg sitzend Albert Nacke und neben dem Wagen stehend der Stellmacher Fritz Preker zu sehen. Der Wagen ist ein Chevrolet ohne Aufbau, da es früher üblich war nur Chassis zu kaufen und diese dann der späteren Verwendung entsprechend auszubauen. Diesen Chevrolet baute Fritz Preker zu einem Marktwagen für Albert Nacke aus.

Daneben ist die frühere Shell Tankstelle Preker an der Weststraße zu sehen. Zum Tanken steht ein DKW von Wilhelm Preker an der Zapfsäule. Die zu sehenden Personen sind namentlich nicht bekannt.

Die untere Aufnahme zeigt einen Bus der österreichischen Marke Saurer. Diese Aufnahme entstand kurz nach dem 2. Weltkrieg, zu erkennen am Kennzeichen der Britischen Besatzungszone.

Text und Bilder: Johannes Müller

Kategorie: Aus alten Tagen, Geschichte, Infrastruktur Stichworte: Aus alten Tagen, Geschichte, Infrastruktur, Motorisierung, Tankstelle, Verkehr

Wer kann uns bei der Suche helfen?

22. April 2024 von Klaus Hennemann

Wir haben in einem Fundus u. a. ein Bild gefunden, zu dem wir die Namen suchen. Wer uns hier helfen kann, schreibt bitte an klaushennemann@web.de. Vielen Dank für eure Unterstützung.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie Stichworte: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie

Der Krieger- und Landwehrverein Westönnen1930

7. April 2024 von Klaus Hennemann

Heute bitten wir um Unterstützung dabei, möglichst alle Namen von den Mitgliedern des Krieger- und Landwehrvereins von 1930 zusammen zu bekommen. Einige Namen sind schon bekannt, andere mit Fragezeichen oder bisher nicht zu ermitteln. Daher möchten wir alle Familien im Kirchspiel Westönnen bitten, in ihren Familienalben nachzusehen, ob nicht der ein oder andere hier seine Vorfahren erkennt.

Da dieses Bild in sehr guter Qualität vorliegt, sind wir guter Dinge, hier noch einige Namen zu erfahren.

Sollten die Personen in der eingestellten Auflösung nicht so gut zu erkennen sein, meldet euch bitte unter klaushennemann@web.de, dann stelle ich euch das Bild in höherer Auflösung leihweise zur Verfügung.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Aus alten Tagen, Geschichte, Historie Stichworte: Allgemein, Alte Bilder, Aus alten Tagen, Geschichte

Patronats- und Kirchweihfest St. Cäcilia Westönnen

19. November 2023 von Dieter Holtheuer

Wie schon berichtet, hat die Kirchengemeinde in Westönnen doppelten Grund zu feiern: Zum einen das Patronatsfest der Hl. Cäcilia und zum anderen den 200. Einweihungstag der Kirche.

„Altes bekanntes Bild der Kirche; Aquarell von Adolf Stampfer von 1896“

Am 22. November um 18 Uhr ist das Festhochamt und anschließend trifft sich die Gemeinde im Christophorusheim.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Aus alten Tagen, Gemeinde, Historie, Kirche Stichworte: Allgemein, Alte Bilder, Aus alten Tagen, Gemeinde, Historie, Kirche

200 Jahre Pfarrkirche ST. CÄCILIA

15. November 2023 von Dieter Holtheuer

 Weihetag 20. November 1823

„Dort, wo am Hange die Kirche hoch steht,

 Heimat, bist du;

 Drin man den Segen des Himmels erfleht,

 Heimat bist du;……“

So lautet der Anfang der dritten Strophe des Westönner Heimatliedes. Getextet und komponiert um 1954 von Studienrat Heinrich Meyer (*1888;+1964).

Dieser, hier dichterisch beschriebene Standort, beherbergt noch heute, auf einer Anhöhe im Zentrum Westönnens, das der Heiligen Cäcilia geweihte Gotteshaus.

Am Mittwoch, den 22. November feiert die St. Cäcilia-Gemeinde Westönnen ihr Patronatsfest, das Fest der Heiligen Cäcilia.

Zum festlichen Hochamt um 18 Uhr ist die ganze Gemeinde, sowie die Vereins- und Fahnenabordnungen herzlich eingeladen. Neben der Kirchenorgel werden auch Konzertflöten des Jugendspielmannzuges im Gottesdienst erklingen.

Wir feiern aber nicht nur den Namenstag unserer Pfarrpatronin, sondern auch den 200.Weihetag unserer Kirche. Nach dem Hochamt stoßen wir im Pfarrheim gemeinsam auf das Jubiläum an und erfahren dabei Interessantes und Wissenswertes mit Text und Lichtbildern über die Kirche.

Nach vierjähriger Bauzeit der Kirche schreibt am 30. Oktober 1823 der Westönner Pfarrer Bernhard Voss (Pfarrer in Westönnen 1809-1840 /*1770 +1840) an das Generalvikariat Paderborn und bittet um die Einweihung der neuen Westönner Kirche. Unter anderem mit den Worten:

…„so ist meine und der ganzen Pfarrei gehorsamste Bitte; höchst dieselbe wolle geruhen, einen Geistlichen in der Nähe den Auftrag zu erteilen; nach dem in der Köllnischen großen Agenda pag(ina) vorgeschriebenen Ritus die Benediction (Segnung) vorzunehmen“….

Am 20. November 1823 hatte dann der Belecker Propst Bela Behr, er war zugleich der bischöfliche Kommissar für den sogenannten Haardistrikt, im Auftrag des Paderborner Bischofs Franz Egon von Fürstenberg (Bischof 1789–1825) unsere Kirche eingeweiht/gesegnet (Benediktion). Dies belegt die dargestellte Urkunde, mit „Übersetzung“, aus dem Pfarrarchiv vom 27.11.1823.

Zugleich sehen wir eine Abrechnung (mit „Übersetzung“) des Pfarrers Bernhard Voss über 4 Reichstaler und 29 Stüber. Ausgaben, die für den Besuch des Propstes B. Behr zur Einweihung angefallen sind.

Bei der Grundsteinlegung am 22.11.1819 haben wir erfahren, dass Westönnen kirchlich noch zum Erzbistum Köln gehörte. Nun hören wir, dass der Bischof von Paderborn für die Einweihung 1823 zuständig war. Grund: Durch die Neugliederung der deutschen Bistümer durch Papst Pius VII vom 16. Juli 1821 kam Westönnen zur Erzdiözese Paderborn.

Hochinteressant ist, dass erst 1898 nach 68 Jahren, der Paderborner Weihbischof Augustinus Gockel unsere Kirche konsekriert hat. Dies erfahren wir durch eine Notiz in lateinischer Schrift im Taufregister der Gemeinde zwischen dem 07. und 28. Juli1891. Sie lautet übersetzt:

„Am 15. Des Monats Juli 1891 habe ich die Pfarrkirche, im Jahre 1823 benediziert, mit dem Hochaltar zu Ehren der Hl. Jungfrau und Märtyrerin Cäcilia konsekriert und in ihm (dem Hochaltar) eine Reliquie der Hl. Märtyrerin Fortunata eingeschlossen. Für die jährliche Feier ist das gemeinsame Fest des Herzogtums Westfalen festgesetzt. Augustinus Gockel, Titularbischof von Azotus und Weihbischof von Paderborn.“

Anmerkung: Am 21. November 1973 (Buß- und Bettag) hatte Pfarrer Alfred Krause zur 150 Jahrfeier der Kirche geladen. Beim Festgottesdienst standen mit Pfarrer Krause 10 weitere Priester am Altar. Beim anschließenden Festakt war die Schützenhalle bis auf dem letzten Platz gefüllt.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Gemeinde, Historie, Kirche Stichworte: Allgemein, Aus alten Tagen, Gemeinde, Historie, Kirche

Buntes Treiben zum Harkemei in Niederbergstraße

23. September 2023 von Steffen Hünnies

Nach einem feierlich geschmückten Feldgottesdienst im Schatten der Kapelle fanden sich am vergangenen Sonntag bei sonnigem Spätsommerwetter viele Schaulustige in Niederbergstraße ein, um das letzte Bergstraßer Getreidefuder 2023 einzufahren. 

Die Geschichtsgruppe des Vereins Miteinander alte Schule Niederbergstraße e.V. hatte die Unterlagen der ehemaligen Dreschgenossenschaft Ehningsen-Niederbergstraße (1922 -1962) aufgearbeitet. Zu diesem Anlass wurde ein in Westfalen traditionell üblicher Harkemei (=Erntefest) organisiert.

Das Highlight des Erntefests waren mehrere Dreschgänge mit der von einem Lanz Bulldog angetriebenen Dreschmaschine aus den 30er Jahren. Die vor einigen Wochen mit einem Mähbinder geernteten Weizengarben wurden auf diese Weise traditionell verarbeitet. So trennte sich vor vielen gespannten großen und kleinen Augen die Spreu vom Weizen. Der Maschinensammler Dieter Gerwin aus Flerke hatte zahlreiche Gerätschaften der letzten 100 Jahre landwirtschaftlicher Maschinenentwicklung aufgefahren.

Viele Dorfbewohner packten mit an und ließen das Fest zu einem echten Gemeinschaftsprojekt werden. Neben westfälischen Schmalzschnitten wurde Sauerkraut mit Speck gereicht. Für die Kinder gab es neben einer Schatzsuche im Stroh und einem Quiz die Möglichkeit, das gedroschene Getreide vor Ort zu vermahlen und mit nach Hause zu nehmen. Außerdem konnten kleine und große Besucher einen modernen Mähdrescher bestaunen und darauf Platz nehmen. Für die Älteren gab es neben Kindheitserinnerungen ein Schätzglas zum Raten der Anzahl von Getreidekörnern. Die Gewinner konnten tolle regionale Preise mit nach Hause nehmen.

Alles in Allem zeigten sich die Organisatoren glücklich über den guten Zuspruch. Den Besuchern wurde deutlich, welcher Aufwand nötig war und ist, um qualitativ hochwertige Lebensmittel zu erzeugen und dass diese schweißtreibenden und teils gefährlichen Tätigkeiten der Getreideernte damals viel Anstrengung, aber auch eine tolle Gemeinschaft bedeutet haben.

Fotos: Steffen Hünnies und Petra Drees-Hagen

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie, Kirche, Niederbergstraße Stichworte: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie

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