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Westönnen Online - für unser Kirchspiel

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Startseite » Aus alten Tagen » Seite 2

Obstdiebstahl

5. November 2021 von Dieter Holtheuer

Am 22.10.2021 hat WESTÖNNEN ONLINE über die Garten- und Feldfruchtdiebstähle im September 1946 berichtet. Zum gleichen Thema hier nun eine weitere interessante Geschichte aus dem Jahre 1948.

Der Landwirt Theodor Nieder (1878 – 1973) an der heutigen Bundesstraße, hatte in seinem Garten und Obsthof ein kleines Gebäude errichtet. Hier sollte durch eine Aufsichtsperson die Überwachung des Obsthofes erfolgen, um Obstdiebe abzuschrecken.

Die Baumaßnahme wurde durch den Westönner Polizeiposten dem Werler Bauamt gemeldet, da er der Ansicht war, dass diese Maßnahme genehmigungspflichtig sei.

Es erfolgt ein Schriftwechsel der sich ca. eineinhalb Jahre, von April 1948 bis zum Oktober 1949 (Ausstellung des Bauscheins), zwischen Landwirt Nieder, Bauamt, Kreisbauamt und letztlich Staatshochbauamt hinzog.

Dem Amtsschimmel sei Dank!

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Van Dage gifft et Siuermius

7. August 2021 von Dieter Holtheuer

Vor ca 30 Jahren erschien in der Schrift „Unser Westfalen“ Jahrbuch 1982/83; S. 110/111; vom Westf. Heimatverlag Hamm, ein Beitrag von einem „Sauerkrautdorf“ in der Soester Börde.

Der Titel lautet: Van Dage gifft et Siuermius. Auf gut Deutsch heißt dies: Heute gibt es Sauerkraut.

Passend zur bald beginnender Kohlernte möchten wir den zitierten Artikel nochmals vorstellen.

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Doppelhochzeit von 100 Jahren

23. April 2021 von Dieter Holtheuer

Braut, Bräutigam und Trauung mal zwei ist ein nicht alltägliches Ereignis. Dies geschah aber vor fast genau 100 Jahren in Westönnen. Zwei Geschwister aus Westönnen gaben sich in der hiesigen Pfarrkirche das Ja-Wort.

Am 20. April 1921 fand also eine sogenannte Doppelhochzeit statt. Die Geschwister Elisabeth und Eberhard Luig-Kaune aus der Kirchstraße, 25 und 24 Jahre alt, Kinder des Landwirts Ferdinand Luig-Kaune und seiner Frau Anna geborene Hollmann, waren die glücklichen Brautleute.
Elisabeth ehelichte den Landwirt Franz Christian Vogelsang aus Sintel bei Wiedenbrück, Sohn des Bernhard Vogelsang und der Christina Heihaus.

Eberhard heiratete die Maria Menne aus Liesborn. Sie war die Tochter des Landwirts Gerhard Menne und der Anna Senger. Es war sicherlich eine große Bauernhochzeit mit sehr vielen Gästen.

Von dieser Feier ist ein interessantes Schriftstück erhalten geblieben. Es handelt sich um ein kleines Liederheft mit zehn Liedern, die auf der Hochzeitsfeier gesungen wurden.

Die einzelnen Lieder waren betitelt:

Hochzeitshymne – Dem Brautpaare – Den Eltern – Den Gästen – Den Damen – Junggesellenlied – Trinklied – Westfalenlied – Abschied vom Brautpaar – Schlußkantus.

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Karneval in Westönnen vor 142 Jahren

11. Februar 2021 von Dieter Holtheuer

Schon 1879, vor 142 Jahren, wurde in Westönnen vielleicht das erste Mal Karneval gefeiert.

Dies berichtet uns eine interessante Anzeige im CENTRAL-VOLKSBLATT für den Regierungsbezirk Arnsberg vom 22. Februar 1879. Die erste närrische Sitzung sollte am gleichen Tag um acht Uhr beginnen. Gefeiert wurde im Saal des Herrn Wulf. Es handelt sich hier um einen Vorbesitzer der heutigen Gaststätte Hagen.

Das Motto der Westönner Karnevalisten lautete:

„Keiner draf no achte kummen,

süs wät vom Narren übel nommen.“

Auf gut Deutsch heißt das: „Keiner darf zu spät oder nach acht Uhr erscheinen, sonst wird es einem von den Narren übelgenommen. Alle sollen pünktlich sein.“ Die Damen hatten sogar freien Eintritt.

Übrigens: Das CENTRAL-VOLKSBLATT erschien erstmalig am 1. Januar 1856 mit einer Auflage von 3000 Stck für den Regierungsbezirk Arnsberg. Gegründet und verlegt wurde die Zeitung von dem Werler Buchhändler Anton Stein.

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Heiligenhäuschen von vor 1896

27. September 2020 von Dieter Holtheuer

Das Bild stammt aus der Zeit um 1970

4. Station der Westönner Fronleichnamsprozession

Der Werler Anzeiger berichtete am 18. Juni 2008 ausführlich über die Neugestaltung des Heiligenhäuschen an der Ecke Breite Straße/ Mawicker Weg in Westönnen. (Siehe Originalbericht)

Es wird hier beschrieben, dass das Heiligenhäuschen erstmals im Jahre 1913 erwähnt wird. Das entspricht nicht ganz den Tatsachen; denn ausführliche Studien und Überlegungen deuten vielmehr auf die Errichtung in der Mitte des 19. Jahrhunderts hin.

Leider fehlen konkrete Unterlagen und Zeugnisse, die eine genaue Auskunft über die Aufstellung geben. Die Stifter eines Denkmals stellten gewöhnlich keine Urkunde aus. Es wurde sehr oft aus besonderen und persönlichen Anlässen errichtet. So z.B. zur Verehrung eines bestimmten Heiligen, als Dankbarkeit für eine glückliche Heimkehr, auch für die Heilung von einer schweren Krankheit oder zur Erfüllung eines Gelübdes etc.

Das Heiligenhaus Fronleichnam 2019

Bei diesem Heiligenhäuschen können wir urkundlich beweisen, dass es bereits 1896 vorhanden war. Der Hof Hennemann, heute Linzbach, zentral in Westönnen gelegen, war auf Grund keiner direkten Erbfolge frei. Die Erben der 1895 verstorbenen Besitzerin Angela Franziska Hennemann gaben den Hof auf und beauftragten den Werler Auktionator Schlichting diesen zum Kauf anzubieten. Am 3. August 1896 legte er die Kaufbedingungen in elf Sparten vor. Unter Punkt neun lesen wir folgenden Passus:

„Der Ankäufer vom Hofe – Gebäuden – hat die Pflicht das Heiligen Häuschen bei Plattfaut für alle Zeiten in Stand zu halten und wie bisher auszuschmücken; ebenso hat Ankäufer von dem Ackergrundstücke am Mawickerwege das daselbst stehende Kreutz in Stand zu halten“.

Das hier auch erwähnte Kreuz stand früher an der Kreuzung Mawicker Weg/Elwieden, diagonal gegenüber dem alten Heiligenhäuschen von 1750.

Außer dem konkreten Datum von 1896 kann gesagt werden, dass der Stil und die Bauweise des Denkmals auf die Mitte bzw. zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hinweisen. Wir sehen hier typische neugotische Attribute.

Das Foto zeigt das alte Kreuz von vor 1896

Unter anderem das kreuzförmige Satteldach, den typischen gotischen Spitzbogen sowie ein sogenannter Dreipass mit JHS im Giebel. Dies alles deutet darauf hin, dass das Heiligenhäuschen von dem Hofbesitzer Johann Franz Henneman errichtet wurde. Er wurde am 5.Dezember 1800 geboren und starb am 3.August 1874 am Brustfieber. Am 8.Juli 1836 heiratete er Anna Gertrud Deitelhoff aus Mawicke.

Nach dem der Vater von Johann Franz 1852 gestorben war, hatte er wohl mit seiner Frau die Bewirtschaftung des Hofes übernommen.

Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Maria Theresia, geboren 1838 und gestorben 1846. Elisabeth, geboren 1845 und gestorben 1848. Die zweitgeborene Tochter Angela Franziska, geboren 1841, war die bereits erwähnte Erbin. Sie starb am 19.Juni 1895 im Rochus-Hospital zu Telgte.

Nach diesen Überlegungen könnte das Heiligenhäuschen zwischen 1852 und 1874 errichtet worden sein.

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Corona ist nicht die erste Epidemie in Westönnen

14. Mai 2020 von Dieter Holtheuer

Der Corona-Virus legt unser gewohntes Leben komplett still. Die ersten Lockerungen zeigen in unserem Leben kaum sichtbares. Treffen, Versammlungen und Feierlichkeiten sind zu unser aller Leidwesen immer noch verboten. Was aber sind für uns diese Einschränkungen und Verbote gegen die Epidemie, die zwischen 1816 – 1819 über unsere Dörfer zog. Ja, Corona ist nicht die erste Epidemie, die unser Kirchspie trifft.

Bräune – eine Diphterie-Epidemie in Westönnen

Schon 2015 schrieb unser Autor Dieter Holtheuer über die Bräune – eine Epidemie, die um 1816 – 1819 über unsere Dörfer zog.

Beim Forschen und Recherchieren über diverse heimatgeschichtliche Begebenheiten bin ich auf ein Ereignis gestoßen, dass bis heute in Westönnen wenig bekannt war. Auch in der Literatur zur Geschichte Westönnens fand sich nur ein kleiner Hinweis. Lediglich Rudolf Preising notiert in seiner Schrift „Westönnen – Geschichte eines Kirchspiels und seiner Höfe im kurkölnischen Amte Werl, 1977“ auf Seite 20, unter Schulte zu Oberbergstraße u. a.:

[Weiterlesen…] ÜberCorona ist nicht die erste Epidemie in Westönnen

Kategorie: Aus alten Tagen, Geschichte, Historie Stichworte: Aus alten Tagen, Geschichte, Historie

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