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100 Jahre Schützenhalle – Teil 1: Die Jahre 1924-1949

7. Juni 2025 von Tobias Baumann

Im Jahre 1924 fassten die Vorstandsmitglieder Heinrich Rienhoff, Heinrich Vogelsang, Franz Keweloh, Kaspar Hering, Ferdinand Düser und Franz Grothe den kühnen Entschluss, eine Schützenhalle zu bauen. Nach vielem Für und Wider unter der Westönner Bevölkerung wurde im Mai des Jahres 1925 der Grundstein zur Halle gelegt. Am selben Tage bewegte sich ein interessanter Schützenzug durch die Straßen des Dorfes: voran die Musik, dann folgten ein von vielen Schützenbrüdern gezogener Handwagen mit dem Grundstein und dann viele Gespanne mit Bruchsteinen. Schützen und Wagen waren buntbekränzt. Jeder Schützenbruder tat nun das Seinige, um den Bau schnell zu fördern.

Der damalige Vorsteher Hubert Kerkhoff überließ der Schützenbruderschaft unentgeltlich die Bausteine aus seinem Steinbruch. In den Feierstunden waren viele Schützenbrüder dabei, den Abraum wegzuschaffen und Steine zu brechen, andere stellten ihr Gespann zur Verfügung und wieder andere halfen auf der Baustelle. Auch finanzielle Opfer wurden gebracht. Die meisten Schützenbrüder zeichneten einen oder mehrere Anteile zu je 25 Mark. So legten alle gern und freudig Hand ans Werk, und 1925 konnte das Schützenfest schon in einem Teil der Halle gefeiert werden.

1926 war der Rohbau fertig und 1927 erhielt die Halle einen Fußboden und 1928 Tische und Bänke. Ein Drittel der Räumlichkeiten wurde mit Holzwänden abgekleidet und als Jugendheim eingerichtet, denn der Pfarrjugend stand kein anderer Raum zur Verfügung. Hier hielt sie ihre Versammlungen ab, hier veranstalteten sie und andere Vereine die üblichen schönen Theaterabende und Feste. Während des zweiten Weltkriegs bis 1945 wurde kein Schützenfest gefeiert. Die Schützenhalle war von der Heeresverwaltung für die Unterbringung einer fliegertechnischen Vorschule und einer Werkstatt beschlagnahmt. Den damaligen Machthabern waren religiöse Bruderschaften ein Dorn im Auge, sie wurden in Vereine „umgetauft“ und der Brudermeister wurde „Führer“. Wahrscheinlich sollte durch die Beschlagnahme der Schützenhalle im Jahre 1939 die Bruderschaft zur Auflösung gezwungen werden, denn es standen dann keine großen Räumlichkeiten mehr zur Verfügung. Bereits 1941 konnte in Ermangelung der Räume keine Versammlung abgehalten werden.

Flugzeugschüler, Lagerräume etc.. Hierdurch entstanden die ersten Schäden. Der an sich in schlechtem Zustand befindliche Boden hatte durch starke Luftentziehung sehr zu leiden. Nach Ende des Krieges sollte der Wiederaufbau starten. Unsere Halle hatte durch Artillerie-Beschuss teils schwere Schäden, insbesondere am Dach erlitten. Es folgten Plünderungen und Überfälle auf Halle und Wohnung. Starke Demolierungen und Abmontierungen der Halle begannen. Polen und Russen bemühten sich, die Halle zu belegen, welches dann an energischen Verhandlungen unseres Bürgermeisters scheiterte. Kurze Zeit diente die Halle als Auffanglager für die zurückströmenden Russen. Monatelang war sie dann Nachtaufenthaltsraum für die Rückwanderer aus den Westgebieten. Täglich konnte man neue Beschädigungen feststellen.

Mit Genehmigung der oberen Behörden schritt man dann zur Räumung der restlich lagernden Heeresbestände. Nun folgte eine Besichtigung nach der anderen durch die Besatzung. Als sich dann noch die finanziellen Nöte einstellten, beschloss der noch vorhandene restliche Vorstand, die Halle zu verpachten. Selbige wurde dann auf 3 Jahre vom 31.Dezember 1945 bis 31. Dezember 1948 an die Veltrup-Werke verpachtet. Die Verpachtung ist leider nicht so günstig ausgefallen wie geplant, da durch die Fabrikation von Zementwaren die Halle leider sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Mit Ausbruch des Krieges wurde die Halle abwechselnd belegt, durch Militär, Arbeitskommandos, Lehrwerkstätten für Anfang September 1948 boten die Veltrup-Werke die Räumung des Jugendheimes (heute kl. Saal) an. Die Schützenbruderschaft nahm diesen Vorschlag gern an und fasste den Entschluss, Anfang Oktober 1948 ein Erntedankfest wieder in der Halle (Jugendheim) zu feiern.

Es standen nur 14 Tage zur Verfügung, um den kleinen Saal wieder in Ordnung zu bringen. Jetzt war die Dorfgemeinschaft gefragt. Der Sportverein half in den Abendstunden, Schützenbrüder entrümpelten die Bühnen und Kellerräume, dann waren die Handwerker gefragt: Fenster, Tische, Bänke, Rollwand, Fußboden, alles musste repariert werden. Die letzten Handwerker waren die Anstreicher und Elektriker.
Draußen musste der Vorplatz von Material geräumt werden, so dass bis in die Nacht die Trecker rollten. Bei Karbidbeleuchtung entstand das neue Kartenhäuschen und die Fa. Prinz stiftete das neue Tor am Eingang des Schützenplatzes. Diese gewaltige Gemeinschaftsaktion machte es möglich, dass am 1.Oktober 1948 unter Leitung der Schützenbruderschaft das Erntedankfest gefeiert werden konnte. Am Festtag gab es einen prächtigen Umzug durchs Dorf, an dem sich Bürgermeister, Reiterverein. Lehrerkollegium, Genossenschaft, Handwerker mit ihren Symbolen, Eisenbahner, Feuerwehr, Gesang- und Sportverein, sowie verschiedene Erntewagen etc. beteiligten. Im Jugendheim (kleine Halle) fand anschließend ein Festakt mit verschiedenen Vorträgen statt. Die Schützenbruderschaft und alle Gäste waren sichtlich erfreut, dass das Jugendheim wieder dem Dorf und insbesondere dem Vereinsleben zur Verfügung stand.

Die eigentliche Halle (großer Saal) war jedoch noch in sehr schlechtem Zustand. Schienen für Kippwagen lagen auf dem Boden, Maschinen für die Herstellung von Zementpfannen standen im Raum, Zement, Halb- und Fertigziegel waren aufgestapelt. Der Fußboden zeigte große Löcher, alles war verdreckt und dick mit Lehmstaub besetzt. Die Schützenbrüder waren sich einig, diesen Zustand so schnell wie möglich abzustellen, damit möglichst schon 1949 auch das Schützenfest wieder in der Halle gefeiert werden könnte. Der Vorstand appellierte an alle Mitglieder, trotz der schwierigen Lage finanzielle Opfer zu bringen, um die Schützenhalle wieder aufbereiten zu können. Auch bat er um Verständnis, dass kein Freibier ausgeschenkt werden könne, da man jeden Pfennig zunächst für die Renovierung und Einrichtung der Halle verwenden müsse. Der Vorstand ruhte nicht, um jetzt auch die Renovierung des großen Teils der Halle anzufassen. Ferner war man unablässig bemüht, die Vermögenssperre der Militär-Regierung und damit gleichzeitig die Treuhänderschaft zu beseitigen, wobei die Schützenbruderschaft durch den Bürgermeister, Herrn Josef Böhmer-Pieper und seinem Vorgänger, Herrn Heinrich Sasse, unterstützt wurde.

Um die anstehenden Renovierungsarbeiten angehen zu können wurde ein Darlehen der Thier-Brauerei aufgenommen und von den Schützenbrüdern wurden Schuldscheine gekauft. Der Geschäftsführer, Herr Paul Luhmann, hatte 600 Scheine a DM 5,- und 200 Scheine a DM 10,- drucken lassen, die eine Gesamtsumme von DM 5.000,- erbrachten. Die Aktion verlief so günstig, wie es selbst die größten Optimisten nicht erwartet hatten. Hiermit wurden die Anschaffung eines neuen Fußbodens, die dringend nötigen Anstricharbeiten und die Investition einer Lichtanlage finanziert. Diese Arbeiten wurden natürlich soweit möglich in Eigenleistung durchgeführt. Es ist festgehalten, dass in den Feierabendstunden täglich nicht weniger als 14 Sturzkarren Boden ausgehoben wurden. Nach dem Ausschachten wurde Asche angefahren und verteilt, wofür die Fa. Josef Hering Gerätschaften und Leute unentgeltlich abstellte. Dann setzten Maurer die Pfeiler, worauf die Balken zu liegen kamen. Von den Anstreichern wurden die Pfosten und Fußbodenbretter isoliert, um dauerhaft zu halten. Zum Schützenfest mussten auch die Wirtschaftsräume, Küche und Speisesaal fertig sein, besonders eine neue Lichtanlage wurde erforderlich. Zuletzt war natürlich auch ein neuer Anstrich nötig, angefangen vom Fußboden bis zur Musikbühne (über dem Haupteingang), Fenster, Küche, Speisesaal, Theken, Türen, Toiletten usw.. Die Türen mussten wieder schließbar und die Rollwand wieder gangbar gemacht werden. Hier müssten eine ganze Menge an Namen genannt werden, die an dieser Gemeinschaftsarbeit beteiligt waren. Davon wurde jedoch Abstand genommen und allen Helfern im Namen der Bruderschaft Dank gesagt. Festgehalten wurde jedoch im Jahresbericht, dass die schnelle Renovierung und der reibungslose Ablauf der Arbeiten ein Verdienst des Brudermeisters Heinrich Vogelsang und seines Adjutanten Franz Keweloh jr. war, die sich mit ganz besonderer Hingabe den zu bewältigenden Arbeiten widmeten. Erwähnt ist auch, dass es Bürgermeister und Stellvertreter zu verdanken ist, dass der Weg von der Straße bis zur Halle unentgeltlich asphaltiert wurde.

Die auswärtigen Besucher wunderten sich über die prächtige, in neuem Glanze wieder entstandene Schützenhalle in Westönnen. Das Schützenfest wurde dann am 16., 17. und 18.Juli 1949 erstmals wieder in unserer Schützenhalle gefeiert, wobei das Königsschießen noch mit der Armbrust auf dem Sportplatz erfolgte. Geschäftsführer Paul Luhmann konnte in der Generalversammlung am 10. April 1950 berichten, dass wenige Wochen zuvor durch gerichtlichen Beschluss der zuständigen Behörde in Celle das Vermögen der Bruderschaft von der Sperre befreit wurde und damit auch die Halle wieder in das Eigentum der Schützenbruderschaft übergegangen sei.

Text und Bilder: Schützenbruderschaft Westönnen

Kategorie: Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: 100 Jahre, Jubiläum, Schützenhalle

„Nah bei Jesus“ – Spätschicht im Kirchspiel Westönnen

6. April 2025 von Tobias Baumann

Am Donnerstag, dem 3. April 2025, versammelte sich das Kirchspiel Westönnen erneut zur Spätschicht in der Kirche St. Cäcilia. Die halbstündige Andacht stand unter dem Titel „Nah bei Jesus“ und war die vorletzte in der Fastenzeit vor dem Osterfest.

In stiller Gemeinschaft kamen die Gläubigen zusammen, um sich in der besonderen Atmosphäre der Abendstunde auf das Wesentliche zu besinnen. Um Christus nicht nur im Geiste nahe zu sein, rückten die Anwesenden symbolisch auch räumlich näher an den Tabernakel – die Mitte des Kirchenraums und Zeichen der Gegenwart Jesu Christi.

Auch in der kommenden Woche, am Donnerstag, dem 10. April, lädt der Gemeindeausschuss St. Cäcilia um 18:30 Uhr herzlich zur letzten Spätschicht vor Ostern ein. Alle sind willkommen, gemeinsam innezuhalten, Kraft zu schöpfen – und Jesus nahe zu sein.

Kategorie: Kirche, Pfarrgemeinde Stichworte: Andacht, Spätschicht

Vorstand im Amt bestätigt

30. März 2025 von Stefanie Grümme

von li. n. re: Michael Heinz, Franz-Josef Schäfer, Tim Brüssow, Paul Stewen, Matthias Gerke, Tim Kauke, Ingo Schriek, Sebastian Bonnekoh, Mark Falkenhein, Matthias Plattfaut, Thomas Hein

Zahlreiche Ehrungen gab es auf der Jahreshauptversammlung der Fußball- und Breitensportabteilung des SV RW Westönnen.

von li. n. re.: Paul Stewen, Franz-Josef Schäfer, Wolfgang Hennemann, Horst Ries, Michael Rocholl, Matthias Gerke

Für 45 jährigen Mitgliedschaft erhielten Michael Rocholl und Wolfgang Hennemann die Vereinsehrenplakette. Alfons Preker und Horst Ries halten dem Verein schon seit 50 Jahren die Treue. Sie wurden mit der Vereinsehrenplakette ausgezeichnet. Für ihre Verdienste für den Verein erhielten Mark Falkenhein und Heinz Bernd Gerke die Vereinsehrennadel in Gold. 15 Jahre im Vorstand arbeiten Thomas Hein und Alfred Risse. Sie erhielten dafür die Vereinsehrennadel in Gold. Mit der silbernen Ehrennadel bedacht wurden Tim Brüssow und Michael Heinz. Ebenso Tim Kauke als Betreuer der zweiten Mannschaft. Für seine Tätigkeit im Vorstand bekam Ingo Schriek die silberne Vereinsehrennadel. Ebenfalls Patrik Deitelhoff und Steffen Schmidt für ihre Vereinszugehörigkeit.

Eine besondere Ehre wurde Manuel Miracco und Mark Falkenhein (nachträglich) zuteil. Ihnen überreichte der Vorsitzende des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen des Kreises Soest Gerald Bankamp die Verbandsehrung in Silber für den 10 jährigen Einsatz im Verein. Manuel Miracco erhielt außerdem noch für seine Tätigkeit als Funktionär eine Ehrung vom Stadtsportverband.

von li. n. re.: Mark Falkenhain, Manuel Miracco, Gerald Bankamp

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung erhielten Matthias Plattfaut die Vereinsehrennadel in Gold und Sebastian Bonnekoh diese in Silber.

von li. n. re: Michael Heinz, Franz-Josef Schäfer, Tim Brüssow, Paul Stewen, Matthias Gerke, Tim Kauke, Ingo Schriek, Sebastian Bonnekoh, Mark Falkenhein, Matthias Plattfaut, Thomas Hein

Dass die Anwesenden mit der geleisteten Arbeit des Vorstandes äußerst zufrieden waren zeigte sich bei den Neuwahlen. Matthias Gerke (1. Vorsitzender), Franz-Josef Schäfer (zweiter 1. Vorsitzender), Philipp Peuler (zweiter 2. Vorsitzender), Frank Becker (Kassierer), und Paul Stewen (2. Geschäftsführer) wurden wiedergewählt. Auch die Leiterinnen des Gesundheitsstudios Melissa Peuler und Carina Padberg wurden in ihren Ämtern bestätigt.Auch die Beisitzer Alexander Becker, Christopher Clarysse, Mark Falkenhein, Jürgen Franke, Andreas Haiduk, Stefan Hennemann und Stefan Schwarze gehen in eine neue Amtsperiode.

Das Osterfeuer wird am ersten Feiertag am Sportplatz entzündet. Hier hat sich die Zusammenarbeit mit der Avantgarde bewährt. Am 14. und 15. Juni finden die Sporttage statt. Im Dezember wird wieder der beliebte Adventsmarkt veranstaltet.

Das Gesundheitsstudio bekommt einen neuen Anstrich.

Kategorie: Fussball, Rot-Weiß Westönnen Stichworte: RWW

Spannender Schießwettkampf des Bezirks Werl-Ense in Westönnen

28. März 2025 von Stefanie Grümme

Vom 17. bis 20. März 2025 fand der Schießwettkampf des Bezirks Werl-Ense auf dem hochmodernen Schießstand der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen statt. Über 200 Schützinnen und Schützen aus dem Bezirk traten an, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Ausgerichtet wurde der Wettkampf von der Schützenbruderschaft St. Kunibert aus Büderich.

Ein besonderes Highlight war die Übertragung der Schießergebnisse per Livestream in den Grünsandsteinsaal der Schützenhalle. So konnten alle Gäste die Einzelergebnisse in Echtzeit mitverfolgen, was für eine elektrisierende Atmosphäre sorgte. Die Begeisterung und das Mitfiebern glichen der Stimmung eines packenden Bundesliga-Spiels.

Die Ergebnisse des Wettkampfes werden im Rahmen des Bezirksjungschützentages in Büderich bekannt gegeben. Dort wird es eine feierliche Siegerehrung geben, bei der die besten Schützen des Bezirks für ihre herausragenden Leistungen geehrt werden.

Die Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen und die Schießabteilung des Bezirks Werl-Ense bedanken sich bei allen Teilnehmenden, Helfern und Unterstützern für das Gelingen dieses besonderen Ereignisses. In freudiger Erwartung blickt man auf den Bezirks- und Diözesanjungschützentag in Büderich.

Bericht und Bild: Hendrik Schüngel

Kategorie: Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: Schützen

Straßennamen in Westönnen (2)

25. März 2025 von Johannes Müller

Im ersten Teil über die Straßennamen in Westönnen ging es um einen Artikel aus dem Anzeiger vom 13. Juni 1955, in dem die Straßennamen für die Westönner Straßen festgelegt wurden.

Hier soll es um die Erklärung der Straßennamen gehen. Deutung, Ursprung und Ableitung der Namen können teilweise durch alte Flurkarten, Geschichte, Kultur, Persönlichkeiten oder Geographie abgeleitet werden, haben aber auch manchmal volkstümlichen Ursprung der nicht immer wissentschaftlich belegt werden kann. Oft standen beispielsweise Erinnerungen an die Vergangenheit, ländliche Wirtschaftsstrukturen, Geographie und Landschaft oder Persönlichkeiten und Traditionen Pate bei der Namensgebung von Straßen. Soweit Flurnamen Namenspaten von Straßennamen waren wird hier auf einen Beitrag von Friedrich Schleep bei Westönnen Online aus dem Jahr 2003 verwiesen.

In Westönnen finden wir heute 44 Straßen.

Adenauerstraße

Konrad Adenauer wurde am 5. Januar 1876 in Köln geboren und starb am 19. April 1967 in Köln. 1917 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt Köln gewählt. Ab 15. September 1949 war er bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Auf´m Buchenfeld

Flurbezeichnung südlich der ehemaligen B1.

Am Börn

Der Name Börn ist abgeleitet von Born, was so viel wie Quelle bedeutet. Hier entspringen die Quellen des Siepenbaches.

Am Kleegarten

Diese Straßenbezeichnung deutet auf einen Bereich hin, der früher landwirtschaftlich oder als Gärten genutzt wurde, vornehmlich mit Kleewiesen.

Am krummen Rücken

Diese Straßenbezeichnung kann auf ein krummes, nicht rechtwinkeliges Flurstück hinweisen. Man könnte den Namen den Namen aber auch so deuten: Der Name geht darauf zurück, dass die Landwirte von der schweren Arbeit einen krummen Rücken bekamen (vgl. Dieter Holtheuer 13.12.2020 bei Westönnen Online). Dies ist sicherlich eher eine eher volkstümliche Deutung.

Am Humpertspfad

Namenspate war hier eine Flurbezeichnung. In alten Flurkarten findet man das Flurstück „am Humbertspfad“ im Westen von Westönnen. ( siehe auch Dieter Holtheuer 24.2.2016 Westönnen Online )

Am Notgraben

Zum Notgraben sind keine weiteren Angaben zu finden. Man könnte den Namen aber so deuten, dass hier früher ein Graben war, der zur Entwässerung des Bruchs ( feuchtes Gebiet ) diente und in den Westönner Bach geführt wurde. Nach dem großen Brand 1829 sorgte der Notgraben auch durch Aufstauen für einen Löschwasservorrat für diesen Bereich.

Am Siepenbach

Dieser Name geht auf den in der Nähe fließenden Siepenbach zurück, der im und am Börn entspringt.

Am Teekamp

Der Teekamp wurde schon 1828 ( vgl. Feldmann/Lefarth Straßennamem der Stadt Werl ) als Flurbezeichnung in einer Katasterkarte von Westönnen erwähnt. Historisch können Namen mit “ Tee- “ auch von Thing oder Tie abgeleitet sein, was so viel wie Gerichts- oder Versammlungsstätte bedeutet.

Am Scheidedorn

Am Scheidedorn oder früher auch am Scheidebusch weist auf einen ehemaligen Busch an der Grenze zwischen Westönnen und Mawicke hin.

An Luigs Weiden

Diese Straße wurde nach den früher sich dort befindenden Weiden eines Bauern Luig benannt.

Auf´m Hackenfeld

Auf´m Hackenfeld geht auf eine Flurbezeichnug in diesem Beriech zurück. Hier ist bei der Namensgebung allerdings ein Fehler unterlaufen, da die Flurbezeichnung eigentlich „Auf dem Mahenfeld“ lautet.

Breite Straße

Als frühere Hauptstraße durch Westönnen von der alten B1 bis nach Oberbergstraße war dies die breiteste und längste Straße im Ort.

Bruchstraße

Im Bereich dieser Straße befand sich ein feuchtes und nasses Gebiet. ( Bruch )

Bockum-Dolffs-Straße

Florens II. und Florens III. Bockum Dolffs waren Landräte des Kreises Soest im 19. und 20. Jahrhundert.

Blumenweg

Der Blumenweg im Südwesten von Westönnen hieß vor der kommunalen Neuordnung Gartenweg. Da es in Werl aber auch einen Gartenweg gab wurde der Gartenweg in Blumenweg umbenannt.

Elwieden

Diese Straße heißt im Volksmund auch Prozessionsweg. Elwieden könnte eine Ableitung von El=Erle und Wieden=Weide sein. Grundsätzlich geht der Name auf eine Flurbezeichnung zurück, die aber nicht Elwieden sondern „An den Ehwieden“ lauten müsste.

Grünsandsteinweg

Der Grünsandsteinweg erinnert mit seinem Namen an die früher südlich der alten B1 vorhandenen Steinbrüche. Im Dorf findet man noch viele Gebäude und Mauern, die aus diesem Grünsandstein errichtet wurden.

Heideweg

Beim Heideweg leitet sich der Name von der Bezeichnung Hude ab. Eine Hude war ein gemeinschaftliches Weideland für ein Dorf. Aus Hude wurde Heide. Dieser Weg führte zur Hude.

Hohle Straße

Die Hohle Straße deutet darauf hin, dass diese Straße tiefer lag als das umliegende Gelände.

In den Birken

Der Name „In den Birken“ könnte daran erinnern dass hier früher Birken das Erscheinungsbild prägten. Es könnte aber auch ein Hinweis auf eine Gemeinschaftshude sein, die sich allerdings 2 Km südlich von Westönnen befand (vgl. Heideweg) und von Bauern aus Westönnen und Gerlingen gemeinsam genutzt wurde. Birken bestimmten hier das Erscheinungsbild. (vgl. Dieter Holtheuer Westönnen Online 4.3.2017) Nach einer alten Flurkarte dieses Gebietes müsste diese Straße eigentlich auch „In der Olpke“ heißen.

Im Winkel

Der Verlauf dieser relativ kurzen Straße ist durch zwei rechtwinkelige Kurven gekennzeichnet.

In der Olpke

An dieser Stelle ein Zitat aus: Feldmann/Lefarth Straßennamen der Stadt Werl, 2003 Verlag A. Stein´sche Buchhandlung Werl: “ Wahrscheinlich ist Olpke eine Abwandlung von Alp oder Alb wie im Begriff Albtraum.“ Der Name selber entstammt einer Flurbezeichnung. Die Flur selber befand sich jedoch zum allergrößten Teil nördlich der Bahnlinie zwischen Loher Weg und Wiesenweg. Die heutige Straße „In der Olpke“ ist in einer alten Flurkarte als Weg zu diesem Flurstück zu erkennen.

Kolpingstraße

Adolph Kolping wurde am 8.12.1813 in Kerpen geboren. Als Priester setzte er sich als Seelsorger und Sozialreformer besonders für die Belange der arbeitenden Menschen ein. 1849 gründete er den Kolpingverein. Am 8.12.1946 wurde die Kolpngsfamilie Westönnen gegründet. Er starb am 4.12.1865.

Loher Weg

Der Weg, der vom Bahnhof nach Lohe führt.

Menzestraße

„Im 16. Jahrhundert wird ein Hof Menze mit Speicher in der Nähe des Friedhofs erwähnt.“ (Zitat Feldmann/Lefarth s.o.)

Mummelstraße

Die Entstehung oder Deutung dieses Straßennamens ist bis heute nicht geklärt. Sie könnte auf eine alte Flurbezeichnung hinweisen oder auch aus dem Volksmund hervorgegangen sein.

Mawicker Weg

Der Mawicker Weg ist eine Verbindungsstraße zwischen Westönnen und Mawicke.

Oststraße

Der Name bezieht sich auf deren Verlauf im Osten von Westönnen.

Ringweg

Bei der Planung dieses Baugebietes wurde dessen Erschließung ringförmig angelegt und wurde später zur Straßenbezeichnung.

Vinckestraße

Ludwig Freiherr von Vincke war Oberpräsident der Provinz Westfalen. Er wurde am 23.12.1774 in Minden geboren und starb am 2.12.1844 in Münster.

Walbkestraße

Der Name Walbkestraße weist auf einen heute verrohrten Bach hin, der von der Haar kommend Westönnen durchfloss. ( vgl. Dieter Holtheuer Westönnen Online 1.9.2015 )

Westönner Bundesstraße

Der Verlauf der früheren B1 durch Westönnen ist die Westönner Bundesstraße. Heute ist diese Straße die Landesstraße 969.

Westönner Kirchstraße

Die Westönner Kirchstraße verbindet die Breite Straße mit der Weststraße und verläuft an der Kirche vorbei.

Wiesenweg

Der Name dieser Straße lässt auf die frühere Nutzung dieses Gebietes schließen.

Wippe

Laut Feldmann/Lefarth könnte der Name Wippe eventuell auf eine frühere Gerichtsstelle hinweisen oder auf eine Art der Betsrafung ähnlich wie in Soest die Wippe am Großen Teich. (Feldmann/Lefarth s.o.)

Werler Weg

Hier ist die geografische Erklärung eindeutig, es handelt sich hier um einen Weg, der nach Werl führt.

Westdahler Weg

Der Name ist abgeleitet von „Im Westtale“.

Weststraße

Auch hier war die geografische Lage der Straße im Westen von Westönnen Pate bei die Namensgebung.

Westönner Bachstraße

Diese Straße verläuft entlang des heute verrohrten Westönner Baches.

Westönner Hellweg

Der Name Hellweg kann verschiedene Bedeutungen haben. er könnte abstammen von „Heerweg“ als Weg für Soldaten wie z.B. Napoleon. Wahrscheinlicher aber ist die Bedeutung des Hellwegs als Handelsstraße auf der Salz transportiert wurde. Hier leitet sich der Wortbestandteil Hell- von Hal=Salz ab. Aus Halweg könnte Hellweg geworden sein. Da es vor der kommunalen Neuordnung auch in Werl schon einen Hellweg gab wurde in Westönnen der Zusatz Westönner vorangestellt.

Westönner Schützenstraße

Der Name weist auf das lebendige Schützenwesen in Westönnen hin und verläuft an der Schützenhalle her. Wegen der erforderlichen Eindeutigkeit von Straßennamen steht auch hier die Bezeichnung Westönner voran.

Zum Wietborn

Zum Wietborn ist der Name eines neuen Baugebietes östlich der oberen Weststraße zwischen Weststraße und der Hohlen Straße. Der Bestandteil „Born“ im Namen Wietborn weist auf Quellen hin (vgl. Börn)). Diese Quellen liegen auf dem ehemaligen Grund der Familie Kerkhoff und bilden den Ursprung des in den 50er Jahren verrohrten Westönner Baches.

So weit einige Informationen zu den Straßennamen in Westönnen. Weitere interessante und ausführlichere Berichte zur Entstehung und Deutung einiger Straßennamen in Westönnen sind unter Westönnen Online zu finden.

Kategorie: Infrastruktur Stichworte: Deutung, Straßennamen, Ursprung

Generalversammlung der Avantgarde Westönnen

1. März 2025 von Lennart Zeppenfeld

Am 22.02.2025 hielt die Avantgarde Westönnen im neuen Speisesaal der Schützenhalle Westönnen ihre jährliche Generalversammlung ab. Die Jahreshauptversammlung fand in Form eines Dämmerschoppens statt. Der Beginn erfolgte um 17:47 Uhr durch den Kommandeur Janis Hennemann. 

Schüler- und Jugendprinz

Zunächst wurden, durch den Schießmeister der Bruderschaft Karsten Heimann, die Ergebnisse des Prinzenschießens verkündet: Finn Ullmann ist neuer Jugendprinz und Lukas Theophile ist neuer Schülerprinz der Westönner Schützenbruderschaft. 

Nach Begrüßung aller Anwesenden wurde das Protokoll der Jahreshauptversammlung aus dem Jahr 2024 durch Tobias Schlünder verlesen. Im Anschluss wurde eine Schweigeminute in Gedenken an das verstorbene Gründungsmitglied Josef Wulf gehalten.  

Daraufhin wurde der Jahresrückblick für das zurückliegende Kalenderjahr durch Florian Becker verlesen. Dieser Bericht stellte durch lustige Anekdoten traditionsgemäß einen unterhaltsamen Höhepunkt der Versammlung dar und rief die ein oder andere Erinnerung lebhaft in die Köpfe der anwesenden Mitglieder. 

Nach Verlesung des Kassenberichts durch Roland Hennemann wurde der Vorstand durch die Kassenprüfer Marius Kohlmann und Ole Ullmann entlastet. Die Kassenprüfer lobten die sorgfältig geführte Kasse der Avantgarde und zeigten sich beeindruckt von der akribischen sowie umfangreichen Arbeit des Geschäftsführers. Marius Kohlmann übernimmt für ein weiteres Jahr und Hendrik Wessel für zwei Jahre das Amt des Kassenprüfers. 

Anschließend ergriff der Westönner Brudermeister Wolfgang Hennemann das Wort. Er bedankte sich bei der Avantgarde für die gute Unterstützung im vergangenen Jubiläumsjahr. Dabei hob er besonders die Abordnungen hervor, mit denen die Avantgarde bei kirchlichen Veranstaltungen präsent sei. Er zeigte sich erfreut, dass das Osterfeuer und Schützenfest WarmUp im vergangenen Jahr so gut angekommen seien. Ebenso lobte er die Auswahl des Spendenzieles der Tannenbaum Sammelaktion in diesem Jahr.  

Schließlich erfolgten die Ehrungen verdienter Mitglieder. Für 10-jährige Mitgliedschaft wurden Julian Elsner und Hendrik Hufelschulte geehrt. Für herausragende 15 Jahre als aktiver Avantgardist wurde David Hennemann geehrt. Auch aktive Vorstandsarbeit galt es auszuzeichnen. Florian Becker sowie Janis Hennemann wurden für 5 Jahre Vorstandsarbeit geehrt. 

Neuaufnahmen

Die Avantgarde konnte sich über die 7 Neuaufnahmen (Florian Fromm, Alexander Bungart, Julian Risse, Lenny Schriek, Paul Schriek, Niclas Zuch, Felix Keweloh) und einen neuen Jahreshospitant (Dino Pajazetovic) freuen.  







Leider musste die Avantgarde in diesem Jahr auch acht Austritte verzeichnen: Tobias Heimann, Jan-Niklas Bettenbrock, Joel Gruchot, Roland Hennemann, Lutz Hennemann, David Hennemann, Alexander Kroner und Hendrik Schüngel. 

Austritte

In diesem Zuge wurde das austretende Mitglied David Hennemann nach einem schriftlichen Antrag eines Avantgardenmitgliedes zum Ehrenstandartenoffizier der Avantgarde ernannt. Durch einen „Fahnennagel“, welcher bei zukünftigen Auftritten die Standarte ziert, bekommt David die Möglichkeit, sich an der Standarte der Avantgarde zu verewigen.








Anschließend wählte die Versammlung alle Vorstandsposten für die kommenden zwei Jahre neu. Somit setzt sich der neue Avantgardenvorstand wie folgt zusammen:

  1. Kommandeur: Janis Hennemann 
  2. Stellvertretender Kommandeur: Tobias Schlünder (vorher: Nicolas Schüngel) 
  3. Geschäftsführer: Florian Becker (vorher: Roland Hennemann) 
  4. Stellvertretender Geschäftsführer: Phil Kaiser (vorher: Florian Becker) 
  5. Säbeloffizier: Lennart Zeppenfeld 
  6. Standartenoffizier: Lars Bettenbrock (vorher: Tobias Schlünder) 
  7. Logistiker: Ole Ullmann (vorher: Lars Bettenbrock) 
  8. Schriftführer: Jonas Müseler (vorher: Joshua Schmidt) 
  9. Schießmeister: Justus Kohlmann (vorher: Phil Kaiser) 
  10. Passivenbeauftragter: Joshua Schmidt (vorher: Tim Brüssow) 
Der neue Vorstand

Zum Ende der Versammlung gab Janis Hennemann noch eine Vorschau auf das kommende Jahr. Hier steht sicherlich das diesjährige Biwak im Vordergrund, welches erstmalig im Sauerland stattfinden wird. 

Nach verschiedenen Redebeiträgen unter Tagesordnungspunkt Verschiedenes konnte die Versammlung um 22:55 Uhr durch den Kommandeur Janis Hennemann beendet werden. 

Die Avantgarde Westönnen verzeichnet seit dem 22.02.2025 um 22:55 Uhr 43 aktive Mitglieder.

Ehrung für 15 Jahre Mitgliedschaft (David Hennemann)
Ehrungen für 10 Jahre Mitgliedschaft (Julian Elsner und Hendrik Hufelschulte)
Ehrungen für 5 Jahre Vorstandsarbeit (Janis Hennemann und Florian Becker)

Kategorie: Allgemein, Avantgarde, Schuetzen, Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: Generalversammlung

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