• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

Westönnen Online - für unser Kirchspiel

  • Historie
    • Recherchen
      • Unsere Recherchen
    • Literatur aus Westönnen
    • Chronikbücher Franz Asshoff
    • Hausinschriften
    • Rittergüter
    • Unglücke
    • Zeittafel
    • Sagen
  • Aktuelles
  • Kalender 2026
  • Adressen
  • Unser Kirchspiel
    • Orts- und Lagepläne
    • Die Ortsvorsteher im Kirchspiel
    • Ortsheimatpfleger Werner Wanders
    • Daten und Fakten
    • Bäche und Teiche
    • Berühmte Westönner
    • Landwirtschaft & Natur
      • Landwirtschaft
      • Jagd in Westönnen
      • Sauerkraut
    • Natur
    • Dorfwettbewerb
    • Infrastruktur
  • Kirche
    • Pfarrnachrichten der katholischen Propstei Werl
    • Kurzinfo
    • Geschichte & Patronin
    • Gemeindeausschuss
    • Kirchturmuhr
    • Orgel
    • Sakrales
    • Gebäude und Orte
    • Gruppen & Vereine
    • Messdiener
    • Bücherei
    • Jakobsweg durch Westönnen
    • Veranstaltungen
  • Vereine
    • RWW allgemein
      • Sport
      • Gesundheitsstudio
      • Fußball & Breitensport
      • Tennis
      • Boule
    • Alte Schule
    • Frauenverein St. Cäcilia
    • Schützenbruderschaft St. Sebastianus
      • Schützen
      • Schießliga Westönnen
      • Unser Maibaum
    • Freiwillige Feuerwehr Westönnen
    • Gemeinschaft Oberbergstraße e.V.
    • Musik
      • Jugendspielmannszug
      • Einigkeit
    • Die Gespannfreunde Hellweg e.V.
    • Gemeinsam für Westönnen
    • Bergstrasse
    • Kapellenverein
  • Familie
    • St.-Josef-Schule
    • Schule
    • Betreuungsangebote
    • Förderverein St. Cäcilia Kindergarten
    • Förderverein Grundschule
  • Bilder des Jahres
  • Videos
  • Wes-Töne
  • Rundumblick
  • Wir über uns
    • Kontakt
    • Wie alles begann
Startseite » Schützenhalle

100 Jahre Schützenhalle – Teil 4: Die Jahre 1999-heute

17. Juni 2025 von Tobias Baumann

2003 wurde an allen Tischen und Bänken eine gründliche Renovierung durchgeführt. Die mittlerweile 33 Jahre alte Vogelstange war in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den rechtlichen und technischen Vorgaben. Somit hatte der Vorstand den Auftrag, bis zum Vogelschießen 2004 eine neue modernere Anlage zu montieren. Im Jahr 2004 wurde die restliche Fahrfläche des Parkplatzes gepflastert und ein neuer Schaltschrank für die Heizung angeschafft. Erstmalig wurde zum Schützenfest auf die neue Vogelstange geschossen. In den ersten Monaten des Jahres 2005 hatten Vorstand und Avantgarde weitere Arbeiten in und an der Schützenhalle zu erledigen. Die Heizung wurde von Öl auf Gas umgestellt und diverse Holz- und Dacharbeiten durchgeführt. Der Speisesaal wurde renoviert und die beschädigte Pflasterflächen ausgebessert. Die Garderobenständer wurden überarbeitet und der Avantgardenkeller gründlich renoviert. Außerdem wurde die Außenbeleuchtung über den Türen erneuert und am Eingangstor eine Tafel aufgestellt.

Anfang März 2009 begann der Vorstand und einige freiwillige Helfer mit der Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schützenhalle. Schneller als gedacht, konnte die 34,5 KWP Anlage am 20. März ihren Betrieb aufnehmen. Der Vorstand hatte sich für diese Investition entschieden, um einen Beitrag im Bereich erneuerbarer Energien zum Umweltschutz zu leisten. Darüber hinaus sollte für die Zukunft eine neue Einnahmequelle erschlossen werden, welche den Bestand der Halle weiter absichern sollte.

Mit dem käuflichen Erwerb des Parkplatzgrundstücks bestand für die Bruderschaft die Möglichkeit, hinter der Halle ein angrenzendes Grundstück aus dem Besitz der Familie Busemann anzupachten. Die ca. 5000 qm große, bis dahin noch als Ackerfläche genutzte Fläche, sollte für die Zukunft als idealer Ort für eine Paradewiese in direkter Nachbarschaft der Halle hergerichtet werden. Folglich standen in den Monaten März bis Mai 2010 zahlreiche Arbeiten auf und an der Paradewiese an. Die Wiese wurde geebnet, gewalzt und eingesät, die Zugänge mit einer Bruchsteinmauer eingefasst und gepflastert. Des
Weiteren wurde die Pflasterfläche hinter der Schützenhalle verbreitert um ausreichend Platz für die größeren Kühlwagen zu bekommen. Außerdem wurden zwei Stehtische, ebenfalls aus Grünsandstein, auf dem Vorplatz erstellt. Zusätzlich wurden bauliche Auflagen, hinsichtlich der Fluchtwegsituation auf dem Schießstand umgesetzt. Umfangreiche Arbeiten an der Beleuchtung wurden durch die Elektriker der Bruderschaft ausgeführt. So konnte z.B. eine neue Werbebeleuchtung der VeltinsBrauerei über den Theken installiert werden.

Auch 2011 wurden wieder zahlreiche Arbeiten in und an der Schützenhalle durchgeführt. Dazu kam die Anschaffung von 200 gepolsterten Stühlen zur Erweiterung der Hallenbestuhlung. Die Erneuerung der Außentüren, sowie die Anfertigung zweier Vordächer an der Hausmeisterwohnung und am Speisesaal, ebenso die Renovierung des Treppenaufgangs zur Hausmeisterwohnung. Das Jahr 2012 stand neben den turnusmäßigen Veranstaltungen auch ganz im Zeichen vieler Bau und Investitionsmaßnahmen. Der Holzfußboden im kleinen Saal wurde komplett erneuert. Dazu wurden neue Tische angeschafft.

Teile der Elektroinstallation, sowie die Lautsprecheranlage wurden auf den neuesten Stand gebracht. Nach dem Schützenfest 2013 begannen die Vorstandsmitglieder mit dem Verlegen eines neuen Holzfußbodens im großen Saal der Schützenhalle. Die Treppenaufgänge zur Bühne und die Fensterseite im kleinen Saal wurden mit „Natursteinen“ verkleidet. Neben der Neuinstallation einer Gastherme in der Hausmeisterwohnung wurde eine neue Fußbodenreinigungsmaschine angeschafft. Der Schützenbruder und Künstler Michael Schütz fertigte an der Außenwand der Schützenhalle ein Porträt an, welches die Schützenbrüder im Jahre 1925 im Kerkhoffschen Steinbruch beim Abbau, der für den Bau der Halle so wichtigen Grünsandsteine zeigt.

Noch vor der Generalversammlung 2015 startete die nächste größere Baumaßnahme. Die gesamte Maßnahme sollte in den Monaten Januar bis Mai durchgeführt werden. So wurde in dieser Zeit die gesamte Vorplatz-Oberfläche erneuert. Dazu entstanden Einfassungen und Baumscheiben, welche dem Erhalt des wertvollen Baumbestandes dienen sollten. Dazu wurden Versorgungsschächte und Leitungen montiert, Fußwege gepflastert und 18 Bodenstrahler zum Anleuchten der Bäume eingebaut. So wurden Stromverteiler verlegt und die Ansteuerung der Außenbeleuchtung zentral zusammengelegt. Ein weiterer Schwerpunkt war der Bau neuer Tordurchfahrten im ortsüblichen Grünsandstein, einschließlich der Montage schmiedeeiserner Tore und Geländer. Auf der Ecke zur Schützenstraße/Mawicker Weg wurde ein Grünsandsteindenkmal mit einem eingefassten Sebastianausbildnis erstellt. Der Westönner Neupriester Martin Hufelschulte hatte dafür die Patenschaft übernommen. Parallel zur Maßnahme im Außenbereich, wurden durch den Schützenbruder Willi Schulte weitere Abschnitte der Innenwände in der Schützenhalle mit Natursteinnachbildungen verkleidet.

Ende 2017 fasste der Vorstand der Bruderschaft den Entschluss, weitere umfangreiche Baumaßnahmen einzuleiten. Dank guter wirtschaftlicher Voraussetzungen, bedingt durch erfolgreiche Veranstaltungen, einer plötzlichen Erbschaft, sowie durch Einnahmen aus der Photovoltaikanlage, hatte der Vorstand diese Absicht ins Auge gefasst. Darüber hinaus ergab sich die Möglichkeit, nicht unerhebliche öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen. Im Vergleich zu den großen Baumaßnahmen Anfang der neunziger Jahre, welche ein absolutes Muss darstellten, um die Halle für deren Fortbestand weiterhin wirtschaftlich nutzen
zu können, präsentierte sich nun eine wesentlich komfortablere Situation. Mit den neuen Vorhaben sollte die Infrastruktur der gesamten Anlage hinsichtlich Funktionalität und Barrierefreiheit räumlich und technisch optimiert werden.

Folgende Einzelgewerke sollten bis zum Jahresende 2022 erstellt werden:

Der Neubau einer 70qm großen Doppelgarage als Lager und Funktionsraum, unter Einbezug des ortsüblichen Grünsandsteines. Dazu der Neubau eines modernen 150 qm großen Veranstaltungsraumes mit modernster Technik. Die Anpassung der Heizung, sowie Be- und Entlüftung im neuen Teil. Des Weiteren die Schaffung eines Stuhllagers im Erdgeschoss mit Umstellung der Stühle und Tische auf stapelbare Lagerung. Der Neubau eines modernen elektronischen sechs Bahnen Schießstandes für Luftdruckwaffen, sowie eines Laserschießstandes. Darüber hinaus der Neubau eines Verbindungsflurs zu den neu entstandenen Räumen, sowie der Ausbau und die Einrichtung einer neuen Küche. Dazu der Neubau eines zweiten Behinderten WC, die komplette Erneuerung und Neugestaltung des „großen“ Herren WCs und der Neubau eines weiteren Damen WCs. Aufgrund eines für den Umbau notwendigen Brandschutzkonzeptes wurden noch viele weitere kleinere bauliche Anpassungen im älteren Hallenbestand vorgenommen.

Im September 2018 startete der Neubau eines Gebäudes auf dem Parkplatz der Schützenhalle. Noch vor den Wintermonaten war der neuen Lager- und Funktionsraum inklusive einer PKW-Garage für die Hausmeisterfamilie bereits wetterfest. Ohne die zahlreiche Unterstützung vieler engagierter Schützenbrüder wäre die Umsetzung der ersten Baumaßnahme so schnell nicht möglich gewesen. Die Restarbeiten wurden im Frühling 2019 fertiggestellt.

Über das ganze Jahr verteilt konnten aber trotzdem Schritt für Schritt weitere Etappen der Investitionsmaßnahme in Angriff genommen werden. Zunächst wurde der Rohbau durch die Firma Rinsche Bau GmbH hergestellt. Hatte man in den zurückliegenden Jahrzehnten fast alle Baumaßnahmen in Eigenleistung umgesetzt, so war es beim Rohbau alternativlos, aufgrund hoher bautechnischer Anforderungen und Gewährleistungsthemen, ein Fachunternehmen hinzuzuziehen. Trotz oder vielleicht auch wegen Corona konnten der Anbau an die alte Garage und der Anschluss zur Schützenhalle schnell fertig gestellt werden. Bereits im Frühsommer wurde Richtfest gefeiert. Da Aufgrund der Pandemie eine Vermietung der Schützenhalle nicht möglich war, gingen die Bauarbeiten bis ins nächste Jahr weiter zügig voran.

Fertigstellung aller Baumaßnahmen und Nutzung der Räumlichkeiten war im Herbst 2022.

Die Schützenhalle hat sich in den letzten 100 Jahren ständig weiterentwickelt und den Anforderungen und Bedürfnissen angepasst und wird dies auch in den nächsten Jahren immer wieder tun.

Text und Bilder: Schützenbruderschaft Westönnen

Kategorie: Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: 100 Jahre, Jubiläum, Schützenhalle

100 Jahre Schützenhalle – Teil 3: Die Jahre 1980-1998

13. Juni 2025 von Tobias Baumann

Eine Gründliche Renovierung setzte 1980 ein. Der Haupteingang wurde in Fachwerkbauweise erneuert und die gesamten Fenster, welche sich in einem sehr schlechten Zustand befanden, durch Kunststofffenster, teils mit Rollladen, ersetzt. Das Bruchsteinmauerwerk, welches zum Teil sehr stark
ausgewaschen und verwittert war, wurde restlos neu ausgefugt. Die Herrentoilette wurde weiter ausgebaut und neu verfliest, während für Veranstaltungen im kleinen Saal der Halle eine
zusätzliche Herrentoilette gebaut wurde, die rechtzeitig zum Schützenfest 1982 fertiggestellt wurde.
Die gesamte Holzkonstruktion wurde gegen Holzwurmbefall behandelt und für die elektrische Anlage wurde der Anschluss an einen zweiten Stromkreis geschaffen. Im Jahre 1984 wurde der gesamte Bühnenbereich neugestaltet. Vor allen Dingen die bisherige Decke musste entfernt und erneuert werden. Es wurde eine Luftabsaugung installiert und die gesamte Beleuchtung in diesem Bereich erneuert und
ein neuer, feuerfester Vorhang angeschafft. Im Jahre 1988 wurde dann der Boden im Seitenbereich der Halle teils mit Fliesen und teils mit Holzfußboden erneuert. In diesem Zuge wurde auch das Abflusssystem in diesem Bereich komplett neu verlegt.

Im Zuge der vorgenannten Arbeiten und bei der Erneuerung der Dachkehlen wurde dann erkannt, in welch katastrophalem Zustand sich die Dacheindeckung befand. Diese Erkenntnis schlug natürlich wie eine Bombe ein, da die finanziellen Möglichkeiten für eine Erneuerung des Daches nicht vorhanden waren. Man wandte sich somit an die Stadt Werl zwecks Unterstützung und bekam für die Jahre 1985 und 1986 je DM 20.000,- Zuschuss, welche zweckgebunden für die Neueindeckung des Daches zu verwenden waren. Die Arbeiten konnten am 18. April 1985 beginnen. In regelmäßigen Großeinsätzen unter Leitung von Schützenbruder Helmut Gockel, hauptsächlich jeweils zum Wochenende, wurden alte Ziegel abgenommen, die Holzkonstruktion intensiv geprüft und imprägniert, eine Wärmedämmung nach derzeitigen Vorschriften angelegt, Folie verlegt und anschließend das Dach mit neuen Ziegeln eingedeckt. Auf Grund des tatkräftigen Einsatzes von Vorstand, Avantgarde sowie der Mithilfe der vielen Schützenbrüder aus den übrigen Vereinen des Ortsteils war es uns möglich, das für 1985 vorgenommene Pensum weit zu überschreiten und das Dach fast völlig fertigzustellen. Es wurden immerhin ca. 17.000 neue Ziegel verlegt und ca. nochmals 10.000 Ziegel, welche sich noch in gutem Zustand befanden, umgehängt, da auch hier Folie verlegt und Wärmedämmung eingebracht werden musste. 1988 wurde dann auch der Bereich an der großen Theke neu verfliest und auch hier das gesamte Abflusssystem erneuert. Ebenfalls wurde der Eingangsbereich an der Nord-Ost-Seite neugestaltet und aus schalltechnischen Gründen eine Schallschleuse mit Einrichtung eines Vorraumes geschaffen.

Ein deutlicher Rückgang an Vermietungen war 1988 zu verzeichnen, was darauf zurückzuführen war, dass die Stadt Werl nicht mehr uneingeschränkt alle Vermietungen in unserer Schützenhalle genehmigte. Angebliche Lärmbelästigungen bei einigen Veranstaltungen, sowie das Parken von PKWs in der angrenzenden Siedlung bei Großveranstaltungen, wegen ungenügenden
Parkraums führte zu Beschwerden, welche die Stadt dazu veranlasste, nicht die traditionellen Feste, wohl aber Veranstaltungen wie Trödelmärkte, Discos, Polterabende auswärtiger Personen, nicht mehr zu genehmigen. Mit dieser Situation musste sich die Bruderschaft zunächst einverstanden erklären, setzte aber alle Hebel in Bewegung, um eine Lösung zu finden, die eine uneingeschränkte Vermietung wieder zulässt. Es wurden daher Gespräche mit Rat und Verwaltung sowie den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke geführt, um langfristig Parkraum zu schaffen, der der Größe unserer Halle und vor allen Dingen den vielen Besuchern unserer Veranstaltungen entspricht, da man langfristig auch auf die Einnahmen aus diesen Vermietungen nicht verzichten kann, wenn die Halle für die Schützenbruderschaft und für den Ort Westönnen erhalten werden soll. Ein erster Teilerfolg war 1990 mit dem Kauf des Grundstücks von Felix Kenter in der Größe von 2.071 m2 zu verzeichnen. Da diese Größe jedoch nicht ausreichend war, wurden weitere Verhandlungen mit der Familie Potthoff geführt, um hier kurzfristig
zu einer Lösung zu kommen. Das Thema zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Geschäftsjahr 1991, ohne jedoch bereits zu dem erwünschten Erfolg zu kommen.

Der neu gewählte Vorstand entwickelte viele Aktivitäten, so dass das erste Geschäftsjahr 1992 zu einem echten Verhandlungsmarathon wurde. Mit der Familie Busemann (Potthoff), welche nicht zu einem Verkauf des angrenzenden Grundstücks bereit war, bahnte sich schon bald ein Landnutzungstausch an. Hierfür musste aber geeignetes Land gefunden werden, was sich als sehr schwierig erwies. Schließlich erklärte sich Schützenbruder Heinz Böhmer aus Mawicke bereit, auf von ihm gepachtetes Kirchenland zu verzichten und dasselbe der Bruderschaft zwecks Tausches mit der Familie Busemann zu überlassen.
Daraufhin wurde ein Antrag gestellt, welcher zunächst von der Gewerbeaufsicht und der Unteren Landschaftsbehörde geprüft wurde.

Ein Gutachten zeigte dann die zu erfüllenden Maßnahmen und zu beseitigenden Schwachstellen auf. Das Gesamtvolumen der Kosten belief sich auf ca. DM 600.000,-, welches allein von uns nicht verkraftet werden konnte, weshalb die Stadt Werl um Hilfe gebeten wurde. Unser Antrag wurde nach anfänglichem Gerangel dann schließlich auch vom Rat der Stadt Werl abgesegnet, so dass für den Beginn der Arbeiten „grünes Licht“ gegeben werden konnte.

In der Generalversammlung am 23. Januar 1993 stellte Brudermeister Friedel Grümme den anwesenden 207 Mitgliedern nochmal die gesamte Baumaßnahme vor. Daraufhin folgte bei 2 Stimmenthaltungen ein fast einstimmiger Beschluss, was den Vorstand veranlasste, alle Vorbereitungen für einen kurzfristigen Start einzuleiten. Vorstand, Avantgarde, Jungschützen und viele Schützenbrüder aus allen Vereinen des Ortes standen in den Startlöchern, um nach Eintreffen der Genehmigung mit den Arbeiten zu beginnen.


Nachdem am 26. Februar 1993 die Genehmigung erteilt wurde, ging man mit großem Eifer ans Werk. Der Umfang dieser Baumaßnahme stellte sicherlich die größte Herausforderung für den Vorstand nach dem Hallenbau in den 20er Jahren dar. Gleich am 26. Februar 1993 begannen wir mit den Erdbewegungen und konnten in knapp 9 Wochen einen Parkplatz für etwa 100 PKWs erstellen.

Durch Auflage der Unteren Landschaftsbehörde waren wir verpflichtet, auf dem Parkplatz 25 Bäume (Eiche, Ahorn oder Rotbuchen) anzupflanzen und ca. 1/3 der Gesamtfläche mit Büschen und Bodendeckern zu begrünen. (ca. 1000 Gehölze und ca. 1500 Bodendecker) Es sei hier auch festgehalten, dass sämtliche 25 Hochstämme von Schützenbrüdern, Vereinen und Verbänden oder Unternehmen gestiftet wurden.

Am kleinen Saal der Schützenhalle musste eine Schallschleuse angelegt werden. Dieser Vorbau wurde architektonisch hervorragend dem Stil der Halle angepasst und durch die Verwendung des Grünsandsteines eine stilvolle Ergänzung zur bisherigen Außenansicht der Halle geschaffen.

Die Fenster in der gesamten Halle, welche noch nicht mit Doppelverglasung ausgestattet waren, mussten erneuert werden und mit Isolierverglasung wegen der Geräuschdämmung versehen sein. Wegen der Auflage bezüglich des Verschließens der Fenster musste eine Be- und Entlüftung installiert werden.

Auf vielfachen Wunsch wurde bei dieser Aktion die Möglichkeit geschaffen, den kleinen Saal von der Westönner Schützenstraße aus zu bedienen. Wir haben dort einen Eingang geschaffen und die Bereiche entlang der Hallen -Ostseite, Nordostseite am Eingang zum Speisesaal und die Verbundsteinfläche am kleinen Saal neu verlegt bzw. erweitert.

Die bereits seit langem geforderte Behindertentoilette wurde in diesem Zusammenhang für den kleinen Saal der Schützenhalle gebaut und der Übergang von der Hallenfläche zum Thekenbereich behindertengerecht ausgebaut. Die Wände hinter den Theken wurden 1994 einheitlich verfliest, die Thekentische verklinkert und die Thekenabdeckungen mit Granitstein belegt. Damit erschienen ab sofort alle Theken in einem einheitlichen Design.

Das Hallendach im unteren Bereich der Ostseite war so flach, dass immer wieder Probleme auftraten. Daher entschloss man sich nach eingehender Beratung durch Herrn Bau-Ing. Heinrich Austmeyer, bei ca. der Hälfte der Dachfläche die Schräge zu vergrößern, wozu die Dachpfannen abgenommen werden mussten. Die Arbeiten wurden 1995 durchgeführt. Für 1994 war sie bereits vorgesehen, wurde aber aus Kostengründen zunächst zurückgestellt. Nach dem Schützenfest 1995 wurde sie dann aber in Auftrag gegeben und auch kurzfristig installiert.

Da wir über die erforderlichen Steine verfügten und diese auch durch Witterungseinflüsse (Nässe, Frost etc.) zum Teil unbrauchbar wurden, entschlossen wir uns, 1998 nochmals zum absoluten Baujahr zu erklären und rechtzeitig zu unserem Jubelfest noch einige bereits länger geplante Baumaßnahmen in Angriff zu nehmen. Diese vorgenommenen Baumaßnahmen erreichten ein Ausmaß, das nach dem Bau der Halle und der von uns erfüllten Lärmschutzmaßnahmen mit Bau eines Parkplatzes als drittgrößte Baumaßnahme einzuordnen ist.
Anfang März wurde begonnen und im Einzelnen folgendes gemacht:

  • Der Vorraum der Herrentoilette am großen Saal wurde neu verfliest, 3 neue Handwaschbecken installiert, die Decke vertäfelt und mit neuer Beleuchtung ausgestattet, die Durchgangstür erneuert und im Vorraum eine Heizung installiert.
  • Die Damentoilette wurde um 3 Toiletten erweitert und der Deckenbereich neu vertäfelt und ebenfalls neue
    Beleuchtung angelegt.
  • Das alte Kartenhäuschen wurde zu klein und daher abgerissen und größer und zum Stil der Halle passend
    wieder aufgebaut. Natürlich wurde mit Grünsandstein und alten Ziegelsteinen gearbeitet, um sich optisch dem
    Bild der Schützenhalle anzupassen.
  • Neue Garage mit Abstellraum, Unterkellerung und Dachboden
    Hierbei handelt es sich um den kosten- und arbeitsaufwändigsten Teil der Baumaßnahme.
    Der Vorstand hat sich trotz der Geräumigkeit unserer Schützenhalle für eine Unterkellerung entschieden, da doch
    immer wieder Lagerraum für Inventar benötigt wird, was nur sehr selten gebraucht und ständig „hin und her“
    transportiert wird. Auch dieses Gebäude wurde natürlich mit Grünsandsteinen verblendet.
    Der Eingang zum Kellerraum wird von der Rückseite der Halle geschaffen.

Wenn man das Jahr 1998 mit den dargestellten Baumaßnahmen betrachtet, so war es wieder ein Kraftakt, der seinesgleichen sucht.

Text und Bilder: Schützenbruderschaft Westönnen

Kategorie: Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: 100 Jahre, Jubiläum, Schützenhalle

100 Jahre Schützenhalle – Teil 2: Die Jahre 1950-1979

11. Juni 2025 von Tobias Baumann

Da im Jahre 1949 die Renovierung des großen Teils der Halle noch nicht so rechtzeitig abgeschlossen war, um zu dem großen Fest mehrere Gastvereine einladen zu können, wurde das 325-jährigeJubiläum um ein
Jahr verschoben und im Jahre 1950 gefeiert. Angesichts dieses großen Ereignisses sah man es als erforderlich an, die Halle weiter auszubauen und die Damentoiletten zu erweitern. Um dies alles bewältigen zu können, benötigte man erneut ein Darlehen der Thier-Brauerei in Höhe von DM 3.000,-, welches H. Janke kurzfristig organisierte. Zusätzlich sollte die Empore über der Haupttheke gebaut werden.

Um mehr Lagerraum zu schaffen, wurde unter dem Speisesaal ein abschließbarer Keller angelegt, welcher teils von den Schützen und teils von den in der Halle wohnenden Familien Schmitz und Kleine
genutzt wurde.

Am 9. Oktober 1955 wurden die Schützenbrüder zu einer außerordentlichen Generalversammlung eingeladen, auf der der Beschluss gefasst wurde, die Verschalung der Decken und die Beheizung der Halle mittels einer Warmluftheizung schnellstens in Angriff zu nehmen. Die Arbeiten sollten vergeben werden, wofür die Kosten ca. DM 10.000,- betragen und für deren Deckung ein Darlehen aufgenommen wurde. Nach dieser Investition war es möglich, die Halle auch in den Wintermonaten zu nutzen oder zu Veranstaltungen anderer Vereine und Verbände zu vermieten.

Dringend erforderlich war die Erweiterung der Herrentoilette. Nachdem der Vorstand den Beschluss bereits 1955 gefasst hatte, musste der Ausbau jedoch aus finanziellen Gründen nochmals verschoben werden. Auch 1957 berichtet der Geschäftsführer, der Beschluss sei nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. So konnte man die Maßnahme 1958 in Angriff nehmen und auch rechtzeitig zum Schützenfest fertigstellen.

Durch immer größeren Zuspruch zu den Veranstaltungen in der Schützenhalle, ob von den Mietern oder der Schützenbruderschaft selbst, war auch eine Erweiterung der Theken an der Ostseite der Halle dringend notwendig. Dieser Beschluss wurde am 16. Januar 1963 herbeigeführt und kurze Zeit später konnte mit den Ausschachtungsarbeiten durch die Avantgarde und den Vorstand begonnen werden. Die Fertigstellung erfolgte bis Ende des Jahres.

Die im Jahre 1956 angelegte Heizung ist mit einer Leistung von 100.000 Wärmeeinheiten für die inzwischen zahlreichen Veranstaltungen und die gestiegenen Ansprüche nicht mehr ausreichend. Wegen der enormen Kosten wurde das Thema mehrfach verschoben, musste aber jetzt unbedingt gelöst werden. Am 24. März 1973 beschließt der Vorstand daher, dass Angebote eingeholt werden sollen, um die genauen Kosten zu ermitteln. Den Auftrag erhält die Firma Nagel, Westönnen. Zur Begleichung der Kosten wird in der Generalversammlung am 12. Januar 1974 der Beschluss gefasst.

Rechtzeitig zum Jubelfest wurde der Hallenvorplatz neu asphaltiert, was durch die Fa. Bauunternehmung Josef Hering KG, Westönnen, vorgenommen wurde. Die Damentoiletten waren in schlechtem Zustand und mussten unbedingt erneuert und erweitert werden. Der Vorstand beschäftigte sich mit diesem Thema bereits in den Jahren 1973-1975, wollte jedoch erst Klarheit wegen der bevorstehenden Kanalisation haben. Im Jahre 1976 wurde dann jedoch eine großzügige und mit hohem Kostenaufwand verbundene Erweiterung durchgeführt. Der unter dem Speisesaal befindliche Kellerraum wurde 1973 mit nicht unerheblichem Kostenaufwand zu einer Kellerbar hergerichtet und erstmals beim Schützenfest in Betrieb genommen, und zwar erfolgreich. Im Geschäftsjahr 1977 wurden Küche und Speisesaal renoviert. Insbesondere wurde die Küche mit neuen Einrichtungen bestückt.

Bild und Text: Schützenbruderschaft Westönnen

Kategorie: Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: 100 Jahre, Jubiläum, Schützenhalle

100 Jahre Schützenhalle – Teil 1: Die Jahre 1924-1949

7. Juni 2025 von Tobias Baumann

Im Jahre 1924 fassten die Vorstandsmitglieder Heinrich Rienhoff, Heinrich Vogelsang, Franz Keweloh, Kaspar Hering, Ferdinand Düser und Franz Grothe den kühnen Entschluss, eine Schützenhalle zu bauen. Nach vielem Für und Wider unter der Westönner Bevölkerung wurde im Mai des Jahres 1925 der Grundstein zur Halle gelegt. Am selben Tage bewegte sich ein interessanter Schützenzug durch die Straßen des Dorfes: voran die Musik, dann folgten ein von vielen Schützenbrüdern gezogener Handwagen mit dem Grundstein und dann viele Gespanne mit Bruchsteinen. Schützen und Wagen waren buntbekränzt. Jeder Schützenbruder tat nun das Seinige, um den Bau schnell zu fördern.

Der damalige Vorsteher Hubert Kerkhoff überließ der Schützenbruderschaft unentgeltlich die Bausteine aus seinem Steinbruch. In den Feierstunden waren viele Schützenbrüder dabei, den Abraum wegzuschaffen und Steine zu brechen, andere stellten ihr Gespann zur Verfügung und wieder andere halfen auf der Baustelle. Auch finanzielle Opfer wurden gebracht. Die meisten Schützenbrüder zeichneten einen oder mehrere Anteile zu je 25 Mark. So legten alle gern und freudig Hand ans Werk, und 1925 konnte das Schützenfest schon in einem Teil der Halle gefeiert werden.

1926 war der Rohbau fertig und 1927 erhielt die Halle einen Fußboden und 1928 Tische und Bänke. Ein Drittel der Räumlichkeiten wurde mit Holzwänden abgekleidet und als Jugendheim eingerichtet, denn der Pfarrjugend stand kein anderer Raum zur Verfügung. Hier hielt sie ihre Versammlungen ab, hier veranstalteten sie und andere Vereine die üblichen schönen Theaterabende und Feste. Während des zweiten Weltkriegs bis 1945 wurde kein Schützenfest gefeiert. Die Schützenhalle war von der Heeresverwaltung für die Unterbringung einer fliegertechnischen Vorschule und einer Werkstatt beschlagnahmt. Den damaligen Machthabern waren religiöse Bruderschaften ein Dorn im Auge, sie wurden in Vereine „umgetauft“ und der Brudermeister wurde „Führer“. Wahrscheinlich sollte durch die Beschlagnahme der Schützenhalle im Jahre 1939 die Bruderschaft zur Auflösung gezwungen werden, denn es standen dann keine großen Räumlichkeiten mehr zur Verfügung. Bereits 1941 konnte in Ermangelung der Räume keine Versammlung abgehalten werden.

Flugzeugschüler, Lagerräume etc.. Hierdurch entstanden die ersten Schäden. Der an sich in schlechtem Zustand befindliche Boden hatte durch starke Luftentziehung sehr zu leiden. Nach Ende des Krieges sollte der Wiederaufbau starten. Unsere Halle hatte durch Artillerie-Beschuss teils schwere Schäden, insbesondere am Dach erlitten. Es folgten Plünderungen und Überfälle auf Halle und Wohnung. Starke Demolierungen und Abmontierungen der Halle begannen. Polen und Russen bemühten sich, die Halle zu belegen, welches dann an energischen Verhandlungen unseres Bürgermeisters scheiterte. Kurze Zeit diente die Halle als Auffanglager für die zurückströmenden Russen. Monatelang war sie dann Nachtaufenthaltsraum für die Rückwanderer aus den Westgebieten. Täglich konnte man neue Beschädigungen feststellen.

Mit Genehmigung der oberen Behörden schritt man dann zur Räumung der restlich lagernden Heeresbestände. Nun folgte eine Besichtigung nach der anderen durch die Besatzung. Als sich dann noch die finanziellen Nöte einstellten, beschloss der noch vorhandene restliche Vorstand, die Halle zu verpachten. Selbige wurde dann auf 3 Jahre vom 31.Dezember 1945 bis 31. Dezember 1948 an die Veltrup-Werke verpachtet. Die Verpachtung ist leider nicht so günstig ausgefallen wie geplant, da durch die Fabrikation von Zementwaren die Halle leider sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Mit Ausbruch des Krieges wurde die Halle abwechselnd belegt, durch Militär, Arbeitskommandos, Lehrwerkstätten für Anfang September 1948 boten die Veltrup-Werke die Räumung des Jugendheimes (heute kl. Saal) an. Die Schützenbruderschaft nahm diesen Vorschlag gern an und fasste den Entschluss, Anfang Oktober 1948 ein Erntedankfest wieder in der Halle (Jugendheim) zu feiern.

Es standen nur 14 Tage zur Verfügung, um den kleinen Saal wieder in Ordnung zu bringen. Jetzt war die Dorfgemeinschaft gefragt. Der Sportverein half in den Abendstunden, Schützenbrüder entrümpelten die Bühnen und Kellerräume, dann waren die Handwerker gefragt: Fenster, Tische, Bänke, Rollwand, Fußboden, alles musste repariert werden. Die letzten Handwerker waren die Anstreicher und Elektriker.
Draußen musste der Vorplatz von Material geräumt werden, so dass bis in die Nacht die Trecker rollten. Bei Karbidbeleuchtung entstand das neue Kartenhäuschen und die Fa. Prinz stiftete das neue Tor am Eingang des Schützenplatzes. Diese gewaltige Gemeinschaftsaktion machte es möglich, dass am 1.Oktober 1948 unter Leitung der Schützenbruderschaft das Erntedankfest gefeiert werden konnte. Am Festtag gab es einen prächtigen Umzug durchs Dorf, an dem sich Bürgermeister, Reiterverein. Lehrerkollegium, Genossenschaft, Handwerker mit ihren Symbolen, Eisenbahner, Feuerwehr, Gesang- und Sportverein, sowie verschiedene Erntewagen etc. beteiligten. Im Jugendheim (kleine Halle) fand anschließend ein Festakt mit verschiedenen Vorträgen statt. Die Schützenbruderschaft und alle Gäste waren sichtlich erfreut, dass das Jugendheim wieder dem Dorf und insbesondere dem Vereinsleben zur Verfügung stand.

Die eigentliche Halle (großer Saal) war jedoch noch in sehr schlechtem Zustand. Schienen für Kippwagen lagen auf dem Boden, Maschinen für die Herstellung von Zementpfannen standen im Raum, Zement, Halb- und Fertigziegel waren aufgestapelt. Der Fußboden zeigte große Löcher, alles war verdreckt und dick mit Lehmstaub besetzt. Die Schützenbrüder waren sich einig, diesen Zustand so schnell wie möglich abzustellen, damit möglichst schon 1949 auch das Schützenfest wieder in der Halle gefeiert werden könnte. Der Vorstand appellierte an alle Mitglieder, trotz der schwierigen Lage finanzielle Opfer zu bringen, um die Schützenhalle wieder aufbereiten zu können. Auch bat er um Verständnis, dass kein Freibier ausgeschenkt werden könne, da man jeden Pfennig zunächst für die Renovierung und Einrichtung der Halle verwenden müsse. Der Vorstand ruhte nicht, um jetzt auch die Renovierung des großen Teils der Halle anzufassen. Ferner war man unablässig bemüht, die Vermögenssperre der Militär-Regierung und damit gleichzeitig die Treuhänderschaft zu beseitigen, wobei die Schützenbruderschaft durch den Bürgermeister, Herrn Josef Böhmer-Pieper und seinem Vorgänger, Herrn Heinrich Sasse, unterstützt wurde.

Um die anstehenden Renovierungsarbeiten angehen zu können wurde ein Darlehen der Thier-Brauerei aufgenommen und von den Schützenbrüdern wurden Schuldscheine gekauft. Der Geschäftsführer, Herr Paul Luhmann, hatte 600 Scheine a DM 5,- und 200 Scheine a DM 10,- drucken lassen, die eine Gesamtsumme von DM 5.000,- erbrachten. Die Aktion verlief so günstig, wie es selbst die größten Optimisten nicht erwartet hatten. Hiermit wurden die Anschaffung eines neuen Fußbodens, die dringend nötigen Anstricharbeiten und die Investition einer Lichtanlage finanziert. Diese Arbeiten wurden natürlich soweit möglich in Eigenleistung durchgeführt. Es ist festgehalten, dass in den Feierabendstunden täglich nicht weniger als 14 Sturzkarren Boden ausgehoben wurden. Nach dem Ausschachten wurde Asche angefahren und verteilt, wofür die Fa. Josef Hering Gerätschaften und Leute unentgeltlich abstellte. Dann setzten Maurer die Pfeiler, worauf die Balken zu liegen kamen. Von den Anstreichern wurden die Pfosten und Fußbodenbretter isoliert, um dauerhaft zu halten. Zum Schützenfest mussten auch die Wirtschaftsräume, Küche und Speisesaal fertig sein, besonders eine neue Lichtanlage wurde erforderlich. Zuletzt war natürlich auch ein neuer Anstrich nötig, angefangen vom Fußboden bis zur Musikbühne (über dem Haupteingang), Fenster, Küche, Speisesaal, Theken, Türen, Toiletten usw.. Die Türen mussten wieder schließbar und die Rollwand wieder gangbar gemacht werden. Hier müssten eine ganze Menge an Namen genannt werden, die an dieser Gemeinschaftsarbeit beteiligt waren. Davon wurde jedoch Abstand genommen und allen Helfern im Namen der Bruderschaft Dank gesagt. Festgehalten wurde jedoch im Jahresbericht, dass die schnelle Renovierung und der reibungslose Ablauf der Arbeiten ein Verdienst des Brudermeisters Heinrich Vogelsang und seines Adjutanten Franz Keweloh jr. war, die sich mit ganz besonderer Hingabe den zu bewältigenden Arbeiten widmeten. Erwähnt ist auch, dass es Bürgermeister und Stellvertreter zu verdanken ist, dass der Weg von der Straße bis zur Halle unentgeltlich asphaltiert wurde.

Die auswärtigen Besucher wunderten sich über die prächtige, in neuem Glanze wieder entstandene Schützenhalle in Westönnen. Das Schützenfest wurde dann am 16., 17. und 18.Juli 1949 erstmals wieder in unserer Schützenhalle gefeiert, wobei das Königsschießen noch mit der Armbrust auf dem Sportplatz erfolgte. Geschäftsführer Paul Luhmann konnte in der Generalversammlung am 10. April 1950 berichten, dass wenige Wochen zuvor durch gerichtlichen Beschluss der zuständigen Behörde in Celle das Vermögen der Bruderschaft von der Sperre befreit wurde und damit auch die Halle wieder in das Eigentum der Schützenbruderschaft übergegangen sei.

Text und Bilder: Schützenbruderschaft Westönnen

Kategorie: Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: 100 Jahre, Jubiläum, Schützenhalle

100 Jahre Schützenhalle – die Schützen suchen alte Fotos

11. März 2025 von L L

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Schützenhalle am 19. Juni 2025 möchten wir euch herzlich zu einem besonderen Familientag an der Schützenhalle einladen. Ab 11:00 Uhr, direkt nach der Fronleichnamsprozession, die an unserer Schützenhalle endet, wollen wir gemeinsam einen gemütlichen und unterhaltsamen Tag verbringen.

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens unserer Schützenhalle planen wir an diesem Tag eine historische Ausstellung. Dabei sollen alte Bilder und Geschichten aus den letzten hundert Jahren gezeigt werden. Damit diese Ausstellung so lebendig wie möglich wird, rufen wir alle dazu auf, alte Fotos oder Erinnerungsstücke rund um die Schützenhalle mit uns zu teilen. Wer solche Schätze besitzt, kann sie einem Mitglied des Schützenvorstands zur Digitalisierung übergeben – natürlich werden alle Stücke sorgfältig behandelt und schnellstmöglich zurückgegeben.

Die Einigkeit und der Jugendspielmannszug werden uns musikalisch begleiten und für die richtige Stimmung sorgen. Es gibt eine Hüpfburg und viele weitere spannende Mitmachaktionen für Kinder.

Ein besonderes Highlight ist unser Vogelschießen, bei dem jeder, der es einmal ausprobieren möchte, die Gelegenheit hat, auf dem großen Schießstand sein Glück zu versuchen.

Außerdem haben wir uns etwas für alle Ratefreunde ausgedacht: Es wird eine sicherlich interessante Rätselfrage geben, bei dem nicht nur Können gefragt ist, sondern es auch etwas zu gewinnen gibt! Mehr möchten wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Natürlich soll auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Es gibt eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken, sodass wir den Tag gemeinsam rund um und in der Schützenhalle genießen können.

Bericht: Ludwig Lienkamp

Kategorie: Allgemein, Schuetzen Stichworte: Schützen, Schützenhalle

Erstmalig Ferienlager in Westönnen bezogen

26. Juni 2022 von Carolin Becker

Anders als gewohnt begann der Westönner BdSJ gestern sein Ferienlager nicht in Bruchhausen, sondern in der eigenen Schützenhalle in Westönnen. 

Gegen 09:00 Uhr trafen die gut gelaunten Teilnehmer*innen planmäßig in der Westönner Schützenhalle ein. Die Ferienlagergemeinschaft fand eine fertig bestellte Schützenhalle vor, die an den Vortagen für die kommende Woche durch viele Helfer*innen liebevoll hergerichtet worden ist. 

Viel Zeit blieb den Ferienkindern nach der Ankunft jedoch nicht. Nach einer kurzen Einweisung durch die Lagerleiter Olaf Kohlmann und Carolin Becker ging es für alle mit dem Fahrrad gegen 10:30 Uhr nach Werl. Dort machten die 130 Teilnehmer*innen das Freizeitbad unsicher. Im Anschluss an den anstrengenden Schwimmtag sorgten die Küchenkäfer mit verschiedenen Pizzen für die Stärkung der Kinder. Die spontan vorbereitete Lagerrunde am Abend brachte das letzte Stimmungshoch des Lagertages, bevor die Kinder um 21:00 Uhr die Heimreise antraten. 

Im kommenden Jahr ist das Ferienlager erneut in Bruchhausen geplant. Dieses findet vom 24.06. bis 07.07.2023 statt.

Kategorie: Allgemein, BDSJ Stichworte: BdSJ, Ferienlager, Schützenhalle

Seitenspalte

Kommende Veranstaltungen

Suchen & Finden

Ergebnisse Rot-Weiß

Pfarrnachrichten

Pfarrbriefe der katholischen Propstei Werl

Hilfe im Katastrophenfall

Archiv

Schießliga

Westönnen Online

  • FAQ
  • Mitgliedsantrag
  • Impressum
  • Datenschutzhinweise
  • Satzung
  • Ansprechpartner

Untermenü

  • Downloads
  • Historie
  • Veranstaltungen 2026
  • Bücherei
Copyright © Westoennen Online e.V.
Impressum Datenschutz Westoennen Online e.V.