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Startseite » Historie » Seite 27

Dorfabend der Schützenbruderschaft Mawicke vor 50 Jahren

15. September 2020 von Alfred Risse

Auch in Mawicke wurde immer schon gut und gerne gefeiert. So auch im Jahr 1970, als die Mawicker Schützenbruderschaft zu einem recht gut besuchten Dorfabend geladen hatte.

Mit diesem Bericht, der vor 50 Jahren in der Westfalenpost erschien, setzen wir die Serie über Geschehnisse in unserem Kirchspiel fort, über die früher in den Lokalzeitungen berichtet wurde. Unser Dank richtet sich an Alfred Risse, der in unermüdlicher Arbeit die Berichte aus alter Zeit wieder zu Tage bringt.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Historie

Erstes Stiftungsfest des Männergesangverein Eintracht Bergstraße

28. August 2020 von Alfred Risse

Das Soester Kreisblatt berichtete in seiner Ausgabe vom 18. 8. 1920 über das erste Stiftungsfest des Männergesangvereins Eintracht Bergstraße. Dieses fand am 15. 8. statt. Mehrere auswärtige Vereine waren der Einladung der Bergsträßer gefolgt. Nach einem Festzug durch das geschmückte Dorf gab es ein Konzert. Hier wussten die Chöre durch ihre Vorträge zu gefallen.

Leider wurde nicht geschrieben wo das Fest stattfand. Hierzu gibt es auch keine weiteren Unterlagen. Die Gründungsversammlung war am 17. 9. 1919 in der Gaststätte Beyer, die gleichzeitig auch Vereinslokal wurde. Dort traten dem Chor 15 sangesfreudige Männer bei. Dirigent war Lehrer Lehrer Bierbaum.

Mit diesem Bericht, der vor 100 Jahren in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früherer Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kategorie: Historie, Niederbergstraße

Sängerfest Eintracht Bergstraße vor 50 Jahren

25. August 2020 von Alfred Risse

Im August 1970 feierte der MGV Eintracht Niederbergstraße zum 50-jährigen Bestehen ein Sängerfest.

Das Team Dorfchronik Bergstraße hatte im Oktober letzten Jahres ausführlich über den heute nicht mehr bestehenden Verein berichtet. Auszüge ihrer Präsentation stellen wir heute noch einmal vor.

Die Gründung des Männergesangvereins Eintracht Niederbergstraße war am 17. Sept. 1919. Petra Drees-Hagen und Ina Bonnekoh erinnerten daran, dass schon erste Stiftungsfest ein Erfolg war und jedes Jahr ein Sängerfest in Niederbergstraße veranstaltet wurde.

Aber in den Anfangsjahren stand nicht nur der Gesang im Vordergrund, 1928 gab es eine Theateraufführung. Erinnert wurde ebenfalls an die Vorsitzenden und Chorleiter des Vereins. Anfang der 70 er Jahre änderte der Chor seinen Namen in MGV Bergstraße, da auch Sänger aus Oberbergstraße den Chor verstärkten. Das jährliche Gesangsfest fand an Luigsmühle in Oberbergstraße statt.

Auch die vielen Kinderschützenkönigspaare, die auf dem Gesangsfest ermittelt wurden, fanden durch Ursula Schlünder und Heribert Dröllner Erwähnung. Die Königskette mit den Plaketten der Schützenkönige wird in Zukunft in einer Vitrine in der alten Schule präsentiert.

Das Jahr 1990 brachte eine große Änderung in den Verein. Da es immer weniger männliche Sänger gab, fanden Frauen Aufnahme in den Chor, der nun als Gemischter Chor Bergstraße auftrat. 2014 war die Lage so prekär geworden, das sich der Chor auflösen musste, da es nicht mehr genügend Sänger/innen zur Verfügung standen.

Aber neben dem Gesang glänzte der Chor auch durch andere Veranstaltungen. So gab es ein Hammelessen. Im Gedächtnis haften geblieben sind auch die tollen Karnevalsfeste, sowie die zahlreichen Ausflüge. Viele Jahre gab es das Adventssingen in der Kapelle in Niederbergstraße. Aber auch gemeinnützige Zwecke verfolgte der Chor. Jedes Jahr wurde Geld beim Dreikönigssingen gesammelt.

Viele Westönner kennen dieses Sängerfest an der Mühle in Oberbergstraße. Jedes Jahr fiel das Sängerfest und das Bezirksschützenfest auf den gleichen Tag. Also endeten die Rückfahrten vom Bezirksschützenfest nicht in Westönnen, sondern in Oberbergtraße auf dem Sängerfest, wo die Schützen das Bezirksschützenfest noch bis in den frühen Morgen weiter feierten.

Mit diesem Bericht, der vor 50 Jahren in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früherer Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kategorie: Allgemein, Historie, Niederbergstraße

Rektor Müller als Erntehelfer

18. August 2020 von Johannes Müller

Vielen in Westönnen ist Rektor Müller noch als Lehrer und besonders als langjähriger Orgelspieler in unserer Pfarrkirche bekannt.

Für den einen oder anderen mag es nicht vorstellbar sein, seine Ferien oder den Urlaub als Erntehelfer zu verbringen. Rektor Müller tat dies lange Jahre und mit viel Herz. Besonders aber ist, wie es dazu gekommen ist. Seinem Sohn Johannes Müller verdanken wir zu erfahren, wie es dazu gekommen ist.

Mein Vater und der Hofbesitzer Paul Schulte-Althoff wurden 1939 beide zur selben Einheit der Wehrmacht nach Dortmund eingezogen. Bis zur amerikanischen Gefangenschaft meines Vaters waren sie in den gesamten Kriegsjahren immer in derselben Einheit, was sie natürlich fest zusammengeschweißt hat. Gemeinsam haben sie viele gefährliche Situationen überlebt. So entstand eine enge Freundschaft zwischen den beiden. Ein Besuch meines Vaters auf dem Hof in Dreierwalde bei Rheine im Münsterland war dann 1946 mehr als selbstverständlich. Bei seiner Abreise nach Bruchhausen bei Arnsberg schenkte ihm Paul ein Ferkel, das mein Vater in einer Holzkiste mit nach Hause nahm. Aus Dankbarkeit über dieses willkommene Geschenk in der Nachkriegszeit war es für meine Großeltern selbstverständlich, dass sie im nächsten Sommer meinen Vater zum ersten Ernteeinsatz wieder nach Dreierwalde schickten. Daraus sollten dann noch viele Einsätze werden, bestimmt auch weil er dabei eine Schwester seines Freundes Paul kennen lernte und 1949 heiratete. Es war also nicht nur die im Zeitungsartikel angeführte gute Landkost die zu diesem Jubiläum führte.

Vielen Dank an Joh. Müller für die freundliche Unterstützung.

Mit diesem Bericht, der vor 50 Jahren in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse und Geschehnisse erinnern, die in früher Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kategorie: Allgemein, Historie

Ordensschwestern bleiben in Westönnen

17. August 2020 von Alfred Risse

Die Nachricht, das die Ordensschwestern in Westönnen abgezogen werden sollten, machte im August 1970 in Westönnen die Runde. Unter den Westönnern herrschte besondere Sorge, „ihre“ Schwestern zu verlieren. Die älteren Westönner wissen um die aufopferungsvolle Arbeit der Ordensschwestern, die sie über viele Jahre hier in und für Westönnen und den umliegenden Ortschaften geleistet haben. Viele haben ihre Gesundheit und auch ihr Leben den Schwestern zu verdanken. Wir erinnern an dieser Stelle besonders noch mal der unvergessenen Schwester Clementis.

Ferdi Newe schrieb am 25.12.2012 folgenden Bericht über die Ordensschwestern.

Im Jahre 1900 gründete, der in den Niederlanden geborene Priester und Missionar, Hubert Linckens, im münsterländischen Hiltrup die Ordensgemeinschaft der „Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu“ (Hiltrup).

Er selbst war im Jahre 1875 der Gemeinschaft der „Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu in Issoudun“ in Frankreich beigetreten. Nur 12 Jahre später, im Jahre 1912, ließen sich zwei Schwestern, dieser inzwischen weltweit missionarisch tätigen Ordensgemeinschaft, in unserem Westönnen nieder, Sr. Christina und Sr. Alexandra.

Die Katholische Kirchengemeinde St. Cäcilia Westönnen hatte zuvor die Besitzung Büscher, einen ehemaligen Bauernhof mit rund 4.200 qm Haus-, Hof- und Gartenfläche im Herzen von Westönnen käuflich erworben und das im Jahre 1829 erbaute Wohnhaus zu einem Schwesterhaus mit integriertem Kindergarten umgebaut. Schon 2 Jahre danach, im Jahre 1914, entsandte die Ordensleitung von Hiltrup zwei weitere Schwestern nach Westönnen. Sr. Juliana und Sr. Adolfine.Sr. Adolfine starb schon 1918 im Alter von nur 32 Jahren und wurde auf dem Westönner Friedhof beigesetzt.

Der Überlieferung nach haben die Schwestern zunächst eine „Kinderverwahrschule“ und eine „Nähschule“ betrieben. Es folgte die Einrichtung einer ambulanten Kranken- bzw. Pflegestation und zeitweilig wurden auch hauswirtschaftliche Kurse wie Kochen und Backen im Schwesternhaus abgehalten.

Inwieweit die Einnahmen aus den genannten Angeboten zur Deckung des Lebensunterhaltes der Ordensschwestern ausreichten, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Allerdings trugen der eigene große Gemüse- und Obstgarten, den die Schwestern natürlich selbst bewirtschafteten, wie auch die eigene Hühnerhaltung zur Versorgung der Schwestern bei.

Nicht unwesentlich war sicherlich auch die aus Dankbarkeit und Anerkennung für den uneigennützigen Dienst in unserer Gemeinde erfolgte Unterstützung der Ordensschwestern durch die Bevölkerung mit Geld- und Sachspenden.

Persönlich kann ich mich noch an folgende Begebenheit erinnern: es muss innerhalb der ersten Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges gewesen sein, da suchte Schwester Clementis mit zwei Mitschwestern, bei sommerlicher Hitze und selbstverständlich im steifen Ordenskleid, auf einem abgeernteten Weizenfeld Ähren zusammen, die bei den Erntearbeiten von den Halmen abgebrochen und liegen geblieben waren. Diese wurden anschließend mit dem Handwagen zum Schwesternhaus transportiert und vermutlich den Hühnern zum Auspicken der Körner gegeben.

Im Jahre 1962 konnte die Ordensgemeinschaft der Herz Jesu Schwestern auf 50 Jahre selbstloses Wirken in unsere Gemeinde zurückblicken. Mit einem feierlichen Gottesdienst am 15. Februar wurde dieses Jubiläum begonnen. Neben der damaligen Provinz – Oberin nahmen auch Schwester Alexandra, die von 1912 bis 1934 in Westönnen tätig gewesen war, sowie die Vertreter der Kirchspielsgemeinden und viele Gemeindemitglieder an der Jubiläumsfeier teil.

Im Protokollbuch des Männer-Gesang-Verein „Cäcilia“ Westönnen von 1962 ist zu lesen:

Am 14. Februar 1962 wurde ein großer Fackelzug veranstaltet. Auch der MGV nahm daran teil und sang als Ständchen den Chor „Dankgebet“ von Bernhard Weber. Der Ehrenvorsitzende Josef Weber sprach im Auftrag sämtlicher Vereine den Schwestern Dank und Glückwünsche aus.

Und in den Unterlagen des „Singekreises der Katholischen Landjugend von Westönnen“ von 1962 heißt es: Den Herz Jesu Schwestern ein Ständchen gebracht, gesungen wurde Vespergesang „Jubilate“. 39 Personen teilgenommen.

Da das damalige Schwesternhaus den derzeitigen Anforderungen als Kindergarten, Mädchenbildungsstätte und Unterkunft der Ordensfrauen nicht mehr entsprach und ein Umbau desselben als unwirtschaftlich angesehen wurde, hatte der Kirchenvorstand beschlossen, zu diesem Zweck ein neues Gebäude zu errichten. Am Tag des Jubiläums der Ordensstation wurde dazu der „erste Spatenstich“ gemacht. (Auszug aus dem Heimatbuch des Kirchspiels Westönnen von Heinrich Westhues)

Wie sich Bauingenieur Heribert Buchgeister aus Westönnen heute noch erinnert, er hatte damals zusammen mit dem Architekten Josef Mertin aus Oberbergstraße den Neubau des Gebäudes geplant und begleitet, war die Baumaßnahme seinerzeit für insgesamt 265 Tsd DM geplant.

Da Zuschüsse vom Erzbistum Paderborn und von der öffentlichen Hand flossen, hatte die Katholische Kirchengemeinde, außer dem Grundstück, lediglich 40 Tsd DM beizusteuern. Dafür konnte die Kirchengemeinde ein zinsgünstiges Darlehen aus dem Wohnungsbauprogramm in Anspruch nehmen, so Buchgeister. Den Bauauftrag erhielt die Firma Fritz Buchgeister aus Westönnen.

Im Herbst 1963 konnten die Ordensschwestern dann auf dem bisherigen Grundstück ein neues Gebäude beziehen. Im Erdgeschoss wurden Kinder in 3 Gruppen untergebracht. Im Obergeschoss befanden sich die Räume für die damals 5 Ordensschwestern und im Dachgeschoss des Anbaus war die Hauskapelle. Außerdem befand sich im Haus eine Lehrküche, eine Nähschule und eine ambulante Krankenstation.

Als im Jahre 1974 die Leiterin des Kindergartens, Schwester Ambrosis, 70 Jahre alt geworden war, übertrug sie diese Aufgabe, nach 19 Jahren Führung, an eine weltliche Leiterin.

Aufgrund des Nachwuchsmangels verließen im Jahre 1989, nach 77 Jahren segensreichen Wirkens in unserer Kirchspielsgemeinde, die letzten Ordensfrauen unser Westönnen und die Ordensstation wurde geschlossen.

Von 1912 bis 1989 waren, laut Auskunft durch die Leitung der Ordensgemeinschaft in Hiltrup, insgesamt 35 Ordensfrauen in unserer Gemeinde tätig. Nicht mitgezählt wurden dabei jene Schwestern, die sich weniger als 12 Monate in Westönnen aufgehalten haben. (als Vertretung oder zur Erholung).

Länger als 10 Jahre waren folgende 9 Ordensfrauen in Westönnen zu Hause:

  • Sr. Alexandra von 1912 – 1934
  • Sr. Rosaria von 1923 – 1924 und 1936 – 1946
  • Sr. Liftildis von 1926 – 1936
  • Sr. Redempta von 1927 – 1944
  • Sr. Alana von 1934 – 1946
  • Sr. Clementis von 1944 – 1989
  • Sr. Traudlinde von 1946 – 1987
  • Sr. Osmana von 1947 – 1969
  • Sr. Ambrosis von 1955 – 1986

Schwester Clementis, die letzte Oberin der Westönner Ordensstation (von 1966 bis 1989), ist am 09.08.2012 im gesegneten Alter von 97 Jahren im Elisabeth-Schwesternheim von Arnsberg-Oeventrop gestorben. Von den 76 Jahren ihres Ordenslebens hat sie allein 45 Jahre, von November 1944 bis Oktober 1989, in unserer Kirchspielsgemeinde St. Cäcilia Westönnen gelebt und segensreich gewirkt.

Die Beisetzung fand am Dienstag, 14. August 2012 auf dem Friedhof in Oeventrop statt. Eine Abordnung aus unserer Pfarrgemeinde hat Schwester Clementis das letzte Geleit gegeben.

Auf dem Westönner Friedhof, der „RUHESTÄTTE DER MISSIONSSCHWESTERN VOM HLST. HERZEN JESU“ wurden folgende vier Schwestern beerdigt:

  • Schw. M. Adolfine geb. 1886, in Westönnen von 1914 – gest. 1918
  • Schw. M. Lucilla geb. 1892, in Westönnen von 1958 – gest. 1966
  • Schw. M. Osmana geb. 1892, in Westönnen von 1947 – gest. 1969
  • Schw. M. Ambrosis geb. 1904, in Westönnen von 1955 – gest. 1986

Allen Ordensschwestern, die in den 77 Jahren, von 1912 bis 1989, in unserer Pfarrgemeinde selbstlos und aufopferungsvoll tätig gewesen sind, gilt der Dank und die Hochachtung aller Gemeindemitglieder.

In diesem Jahr, am 16. September 2012, feierte der Katholische Kindergarten St. Cäcilia Westönnen sein 100-jähriges Bestehen. Darüber wurde schon an anderer Stelle mehrfach berichtet.

Schwester M.Traudlinde und Schwester Clementis, die Ordensschwestern, welche die meiste Zeit ihres Ordensleben in Westönnen gelebt und gewirkt haben. Sr. Trautlinde verstarb am 15. Juli 1995 in Arnsberg-Oeventrop und wurde, wie auch Sr. Clementis, auf dem dortigen Friedhof beigesetzt.

Autor: Ferdi Newe

Kategorie: Historie

9. August 1970 – Westönner Pokaltraum nach 1:5 geplatzt

12. August 2020 von Alfred Risse

Aus nach Niederlage gegen Siegen

Mit einer 1:5 Niederlage verabschiedeten sich die Rot-Weißen aus dem DFB Pokal auf Landesebene. Endstation war der Westfalenligist Sportfreunde Siegen.

Dieser zeigte von Anfang an, dass er das Spiel gegen den Kreisklassenverein nicht auf die leichte Schulter nahm. Westönnen musste auf einige verletzte oder im Urlaub weilende Stammkräfte verzichten. Schon nach dem Abtasten rollten die Siegener Angriffe aus das von Franz Stemper gehütete Tor. Bis zur Pause spielte sich Siegen eine 2:0 Führung heraus. Die Treffer fielen in der 20. und 32. Minute.

Kurz nach Wiederanpfiff wurden die Westönner kalt erwischt. Siegen erzielte in der 48. Minute das 3:0. Jetzt begann die beste Phase der Westönner. Sie erarbeiteten sich einige Chancen. Willi Kirchhofff erzielte aus spitzem Winkel in der 55. Minute den Anschlusstreffer. Beim Anhang keimte Hoffnung auf das Spiel eventuell noch zu wenden. Doch Siegen übernahm wieder sie Spielkontrolle und erzielte in der 75. und 80. Minute die Treffer zum 1:5 Endstand.

Im Westönner Lager war man nach dem Ausscheiden stolz auf die Mannschaft, die tolle Spiele gezeigt hatte. Auch den Zeitzeugen sind diese Pokalspiele im Sommer 1970 noch in bester Erinnerung.

Mit diesem Bericht, der vor 50 Jahren in der Westfalenpost erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früher Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kategorie: Aus alten Tagen, Fussball, Historie

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