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Feuerwehrkarneval fällt aus

13. Januar 2021 von Hubert Post

Gerne hätten wir hier die Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Westönnen zu ihrem Karnevalsabend 2021 veröffentlicht. Leider fällt diese Veranstaltung dieses Jahr den Corona-Auflagen zum Opfer.

Der Feuerwehrkarneval hat eine lange Tradition und wurde unter verschiedenen Namen bekannt. Eines ist bis heute jedoch geblieben, es wurde immer am dritten Wochenende im Januar gefeiert, egal wie kurz oder lang die Karnevalszession war. Nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Westönnen im Jahr 1911 wurde im Januar 1912 bereits das erste Winterfest bei Hagens im Saal gefeiert. Neben einer Verlosung, Essen und Getränke wurden verschiedene Sketsche aufgeführt.

Als im Laufe der Jahre die Zahl der aktiven Kameraden zunahm und immer mehr Freunde und Förderer sich als passive Mitglieder zu ihrer Feuerwehr bekannten, wechselte das Fest in den kleinen Saal der Schützenhalle. In früheren Zeiten waren als Gäste nur die Aktiven und Passiven Mitglieder mit Begleitung durch Frauen oder Freundinnen eingeladen. Dazu einige Ehrengäste wie der Bürgermeister, der Wehrführer und der Löschgruppenführer der Nachbargemeinde Mawicke. Das Programm wurde aus den Reihen der aktiven Feuerwehrmänner bestritten. Siehe hierzu auch den Zeitungsbericht aus dem Jahr 1971.

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Zuletzt ist dieses Fest von 30 Jahren dem Irak-Krieg vom 17.01.1991 zum Opfer gefallen. In der Nacht zum 17.01.1991 begann die Allianz unter Führung der USA den Angriff auf den Irak zur Befreiung Kuwaits. Die ganze Nacht berichtete das Fernsehen über die Angriffe, zeigte Bilder von abgefeuerten Raketen und anderen Geschossen.

Zur Allianz gehörten damals außer den USA, Kuwait, Saudi-Arabien, Türkei, Ägypten, Syrien,  Frankreich, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Belgien, Bahrain und einige weitere Staaten. Aufgrund der riesigen Beteiligungen von Ländern wurde der Ausbruch eines dritten Weltkrieges befürchtet. Zu einer Karnevalsfeier war den Feuerwehrleuten damals nicht zumute. Kurzfristig wurde die Veranstaltung abgesagt.

Kategorie: Allgemein, Feuerwehr, Historie

Bahnhofsbau in Westönnen 1901

10. Januar 2021 von Dieter Holtheuer

Dieter Holtheuer hat im Landesarchiv NRW Abt. Rheinland; unter Bahndirektion Essen BR 1200/Nr. 906-907; diese interessanten Zeichnungen entdeckt. Die Bauzeichungen zeigen das Empfangsgebäude und den Güterschuppen für die Haltestelle Westönnen.

Aus diesem Anlass veröffentlichen wir an dieser Stelle den Text aus dem Werk „HEIMATBUCH DES KIRCHSPLELS WESTÖNNEN“ von Heinrich Westhues 1966/S.31-32:

„In den Jahren 1853 und 54 wurde die an Westönnen vorbeiführende Eisenbahn Unna-Werl-Soest als „Bergisch-Märkische Eisenbahn“ gebaut und am 9. Juli 1855 in Betrieb genommen. Bei den Bewohnern der an der neuen Eisenbahnstrecke gelegenen Städte und Dörfer herrschte über die nunmehr so bequeme Gelegenheit zum Reisen große Freude. Alle gingen daran, da die Eisenbahnverwaltung für den Bau eines Bahnhofsgebäudes einen Zuschuß von der Stadt bzw. dem Dorf forderte, diesen beizeiten aufzubringen, damit auch ihr Ort Haltestelle werde. Einige Westönner schienen dafür keinen Sinn zu haben. „Man wollte das Dorf vor fremden und bösen Einflüssen bewahren.“

Erst in den Jahren 1898/99 gelang es den Bemühungen das damaligen Vorstehers Kaspar Kerkhoff trotz der hier und da bestehenden Abneigung, die Mittel aufzubringen. Am 3. Februar 1898 wurde eine Liste zur freiwilligen Spende aufgelegt. 70 Personen zeichneten 6645 Mark, die die Gemeindevertretung auf 6700 Mark erhöhte. Außerdem bewilligte sie noch 8000 Mark und nahm 1899 ein Darlehen in Höhe von 16700 Mark bei der Sparkasse der Ämter Werl und Bremen zu 4 Prozent Zinsen und 1 Prozent Amortisation auf.

Oberbergstraße erklärte sich bereit, einen Beitrag von 2000 Mark zu leisten, wenn ein direkter Fußweg von dort zum neuen Bahnhof durch die Westönner Gemeindewiesen angelegt würde. Dem stand nichts im Wege. Auch die erforderlichen Grundstücke für die Bahnhofsanlage wurden von der Gemeinde Westönnen zur Verfügung gestellt.

Nach vielen persönlichen Bemühungen und eingehenden Schriftstücken über die Notwendigkeit und Rentabilität des Bahnhofs und die Bereitwilligkeit der Gemeinde in der Kostenfrage wurde der Bau der neuen Haltestelle für den Personen- und Güterverkehr Ende 1899 von der Königlichen Eisenbahndirektion Elberfeld genehmigt. Sofort ging man ans Werk, und Mitte September 1901 waren die Bauarbeiten beendet. Bauunternehmer war Buchgeister in Westönnen. Am 1. Oktober desselben Jahres hielten zum erstenmal planmäßig die Personenzüge auf dem neuen Bahnhof.

Es war ein großer Tag für Westönnen. Ein jahrelanger Wunsch der Gemeinde, der mit großen Opfern erkämpft war, hatte sich erfüllt.

Der erste Fahrgast, der auf dem Bahnhof Westönnen seinerzeit ausstieg, war Franz Plattfaut, der nach beendeter Militärdienstzeit als Reservist mit dem üblichen Reservestock und mit Blumen geschmückt, in seinen geliebten Heimatort Westönnen zurückkehrte.“

Kategorie: Allgemein, Historie Stichworte: Allgemein, Historie

Müllkippe zum 1. 1. 1971 geschlossen

4. Januar 2021 von Alfred Risse

Das Titelbild zeigt uns die Zufahrt zur ehemalige Müllkippe Ri. Mawicke am Bahndamm entlang. Heute ein belebter Spazierweg durch „Müller´s Wäldchen“.

Zum 1. Januar 1971 wurde die Müllkippe am Bahndamm im Bereich des Sportplatzes geschlossen. Die Bürger wurden aufgefordert ihren Müll zur Deponie an der Scheidinger Straße in Werl zu bringen. Müllreste wurden beim Bau des Mini-Spielfeldes gefunden. Wie lange die Kippe existierte, wissen wir noch nicht. Aber wo blieb der Unrat der Westönner früher?

Aus Berichten unseres verstorbenen Ehrenmitgliedes und langjährigen Autor Friedrich Schleep erfahren wir, das in früheren Jahren aller Unrat in Sassen Steinbruch abgeladen wurde.

Aus einem seiner Berichte vom 16.11.2003 lesen wir:

Für die Westönner Bürger hatte der Steinbruch eine besondere Bedeutung. Da konnte man kostenlos alles abkippen, was nicht mehr gebraucht wurde. Es war erlaubt, und Umweltbedenken gab es noch nicht. Der Besitzer, Heinrich Sasse, wurde nur ärgerlich, wenn der Müll nicht ordentlich abgekippt wurde oder sogar auf dem neuen Acker landete.
Er versuchte mit der Gemeinde Westönnen eine Regelung zu erreichen. Die Gemeinde sollte für Ordnung sorgen. Er bot Westönnen auch den ganzen Bruch an für die Zeit bis zur Verfüllung. Für diese Zeit sollte die Gemeinde ihm anderes Land zur Verfügung stellen.
Man wurde sich nicht einig, und die Westönner wussten nicht mehr, wohin sie mit ihrem Müll sollten. Hinter dem Sportplatz wurde eine provisorische Müllkippe geschaffen. Da konnte man nur schlecht abkippen, und der Platz war bald voll (heute Tennisplätze). Dann erwarb man ein Schachtloch der Eisenbahn an den Schienen nach Mawicke. Dort hatte man Erde ausgehoben, um den Bahndamm errichten zu können. Die Kippe taugte auch nicht. Heute wächst da das „Müller Wäldchen“. Gut, dass bald darauf Westönnen an eine geregelte Müllentsorgung angeschlossen wurde.
Quelle: Friedrich Schleep, Sassen Steinbruch / Sassen Kuhle v. 16.11.2003

Diese besagte geregelte Müllentsorgung ist die heutige ESG an der Scheidinger Straße in Werl. Gerne würden wir die Jahresangaben der beiden Deponien am Bahndamm Richtung Mawicke und am Sportplatz erfahren. Ebenso wünschen wir uns weitere Angaben über die Hilfe der Kanadischen Pioniere beim Sportplatzbau.

Dieser Bericht wurde aus einem Zeitungsbericht vom 4.1.1971 aus dem Zeitungsarchiv von Alfred Risse herausgearbeitet.

Kategorie: Historie

Interessanter Vortrag für die Westönner Siedler 1970

18. Dezember 2020 von Alfred Risse

Die Westfalenpost berichtete in ihrer Ausgabe vom 17. 12. 1970 über einen Vortag der Siedlergemeinschaft Westönnen. Vorsitzender Herbert Kilian konnte an diesem Abend den Fachberater Even begrüßen.

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Er kam von der Geschäftsstelle des Siedlerbundes in Dortmund. Sein Thema, eigentlich heute wieder sehr aktuell: Gesundheit aus dem Garten. Im Laufe von 50 Jahren haben die Gemüsegärten den Rasenflächen Platz machen müssen.

Zum Abschluss des Abends berichtete der damalige Kreisvorsitzende Rüther über das Versicherungswesen, da an einige Versicherungen an eine Mitgliedschaft im Siedlerbund gekoppelt sind.

Kategorie: Historie

Vor 50 Jahren – schwerer LKW-Unfall auf der alten B1

26. November 2020 von Alfred Risse

Vor 50 Jahren schrieb die WP von einem schweren LKW-Unfall auf der alten B1. Zum Glück gab es bei dem Unfall keine Verletzten, obwohl das Bild einen anderen Eindruck erweckt.

Mit diesem Bericht, der vor 50 Jahren in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früherer Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Aus alten Tagen, Historie

Hildegard und Ferdinand Kerkhoff regierten 1970/71 das Westönner Narrenvolk

17. November 2020 von Klaus Hennemann

Am Dienstag, dem 17. Nov. 1970, wurde das große Geheimnis gelüftet. Wer regiert in der kommenden Session die Westönner Narrenwelt?

Wer folgt Annelie und Alfons Theophile auf dem Narrenthron? Traditionell am Abend vor Buß- und Bettag trafen sich die Westönner Sänger mit ihren Frauen zur Prinzenproklamation in der Gaststätte Luigsmühle. Theo Hering sorgte mit seinen Liedern schnell für Stimmung. Aber auch Karnevalisten, wie die Gebrüder Weber oder Berni Schulte, sorgten weiter für gute Stimmung. Dann war es endlich so weit.

Präsident Dr. Franz Potthoff lüftete das Geheimnis. Hildegard und Ferdinand Kerkhoff sind das neue Prinzenpaar. Doch der Narrenexpress startete weiter durch. So stellte Theo Hering seinen neuen Karnevalssong, immerhin den 17., vor: Mini, midi, maxi. Er befasste sich mit der Länge der Damenröcke in der damaligen Zeit. So wurde noch einige Stunden begeistert weiter gefeiert.

Man durfte gespannt sein auf die große Prunksitzung im Februar.

Kategorie: Historie, MGV

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