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Startseite » Historie » Seite 23

Bergstraße feiert Karneval am 29. Januar 1971

29. Januar 2021 von Alfred Risse

In der Gaststätte Luigs Mühle traf sich heute vor 50 Jahren die Narrenschar aus Bergstraße zur Karnevalsfeier. Die Westfalenpost berichtete darüber in der damaligen Ausgabe vom 01. Februar 1971. Bunt kostümiert ließen sich die Närrinnen und Narren vom vielseitigen Programm mitreißen.

Zeremonienmeister Alfred Fabianski führte durch das abwechslungsreiche Programm.  Die Akteure, die für eine tolle Stimmung sorgten, waren: Else Lemke, Manfred Kleine, Familie Haarmann, Frau Bloch und Frau Fabianski. Für zünftige Musik sorgte die Kapelle Twittenhoff.

Kategorie: Historie, Niederbergstraße

Alter Dosenöffner Firma Kerkhoff

28. Januar 2021 von Alfred Risse

Vor einigen Tagen habe ich bei Ebay einen Dosenöffner der Firma Kerkhoff erstanden. Auf der Vorderseite steht schräg geschrieben Sieger. Daneben gerade C. Kerkhoff, Westönnen.

Auf der Rückseite findet sich der Schriftzug: 60 Jahre Sauerkraut. Eberhard Holin schreibt in seiner 5-teiligen Serie Sauerkrautwochen 2009, dass Caspar Kerkhoff die Sauerkrautfirma 1896 registrieren ließ. Das Centalvolksblatt berichtet am 4. Juni 1896, dass Gutsbesitzer Kerkhoff eine Fabrik anlegt. Also muss der Dosenöffner von 1956 sein.

Ich habe mir dann den Dosenöffner, den ich immer im Gebrauch und nicht weiter untersucht habe, angesehen. Auch dieser rot lackierte ist von Firma Kerkhoff. Auf der Vorderseite steht bei diesem: C. Kerkhoff, Werl-Westönnen. Auf der Rückseite: 75 Jahre Sauerkraut.

Kategorie: Allgemein, Historie

Westönner Ansichtskarte von 1907

27. Januar 2021 von Dieter Holtheuer

Heute möchten wir eine alte Postkarte von Westönnen, geschrieben im Jahre 1907, vorstellen.

Am 25. September wurde sie in Westönnen aufgegeben und erreichte bereits einen Tag später ihren Bestimmungsort Metz in Lothringen. Metz gehörte derzeit noch bis 1918 zu Deutschland. Man beachte die kurze Laufzeit der Karte!

Die Postkarte zeigt uns drei kolorierte Motive von Westönnen. Erstens die 1904 erbaute Schule mit Lehrern und Schulkindern. Im Hintergrund die Kirche und den Hof Grae. Zweitens die 1889 erbaute Molkerei. Und letztlich das Gast- und Geschäftshaus Kappen westlich der Pfarrkirche.

Leider ist die Schrift der Karte mit Bleistift geschrieben, verblichen und schwer lesbar. Trotzdem ist noch folgendes zu entziffern.

Auf der Anschriftseite:

Herrn

Wolfgang Schnuldt

Hochwohlgeboren

Metz

Kaiser Wilhelms Weg Nr.13

Auf der li.Seite steht: Lebe Wohl und darunter Auf Wiedersehen

Auf der Bildseite:

Oberhalb der Bilder Gruß an Maria

Lieber Wolfgang

Ich habe Luig erst besucht.

Deine Grüße habe ich bestellt.

Es grüßt Franz Rehagen.

Die herzlichten Grüße von

Ihrem früherem Burschen F. Luig

Kategorie: Allgemein, Historie Stichworte: Allgemein, Historie

Jahreshauptversammlung bei den Fußballern vor 50 Jahren

22. Januar 2021 von Alfred Risse

Über die Jahreshauptversammlung berichtete die Presse in ihren Ausgaben vom 18. 1. 1971. Zunächst blickte der erste Vorsitzende Rudi Kliemt zurück auf die großen Pokalerfolge der Rot-Weißen in der vergangenen Saison.

Aber auch die Tabellenstände der ersten und zweiten Mannschaft sind sehr gut. Die Jugend unter ihrem neuen Obmann Klaus Hausmann versucht aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen. Kassierer Berni Kaiser konnte eine zufrieden stellende Kassenlage bilanzieren.

Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Otto Jennebach gewählt. Er löst Rudi Kliemt ab, der zukünftig das Amt des zweiten Vorsitzenden bekleidet. Wieder gewählt wurden der Geschäftsführer Clemens Weber und Kassierer Berni Kaiser.

Hauptaufgaben werden in der nächsten Zeit der Ausbau des Sportplatzes und die Vorbereitungen für das 50jährige Jubiläum 1972 sein.

Kategorie: Fussball, Historie

Feuerwehrkarneval fällt aus

13. Januar 2021 von Hubert Post

Gerne hätten wir hier die Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Westönnen zu ihrem Karnevalsabend 2021 veröffentlicht. Leider fällt diese Veranstaltung dieses Jahr den Corona-Auflagen zum Opfer.

Der Feuerwehrkarneval hat eine lange Tradition und wurde unter verschiedenen Namen bekannt. Eines ist bis heute jedoch geblieben, es wurde immer am dritten Wochenende im Januar gefeiert, egal wie kurz oder lang die Karnevalszession war. Nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Westönnen im Jahr 1911 wurde im Januar 1912 bereits das erste Winterfest bei Hagens im Saal gefeiert. Neben einer Verlosung, Essen und Getränke wurden verschiedene Sketsche aufgeführt.

Als im Laufe der Jahre die Zahl der aktiven Kameraden zunahm und immer mehr Freunde und Förderer sich als passive Mitglieder zu ihrer Feuerwehr bekannten, wechselte das Fest in den kleinen Saal der Schützenhalle. In früheren Zeiten waren als Gäste nur die Aktiven und Passiven Mitglieder mit Begleitung durch Frauen oder Freundinnen eingeladen. Dazu einige Ehrengäste wie der Bürgermeister, der Wehrführer und der Löschgruppenführer der Nachbargemeinde Mawicke. Das Programm wurde aus den Reihen der aktiven Feuerwehrmänner bestritten. Siehe hierzu auch den Zeitungsbericht aus dem Jahr 1971.

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Zuletzt ist dieses Fest von 30 Jahren dem Irak-Krieg vom 17.01.1991 zum Opfer gefallen. In der Nacht zum 17.01.1991 begann die Allianz unter Führung der USA den Angriff auf den Irak zur Befreiung Kuwaits. Die ganze Nacht berichtete das Fernsehen über die Angriffe, zeigte Bilder von abgefeuerten Raketen und anderen Geschossen.

Zur Allianz gehörten damals außer den USA, Kuwait, Saudi-Arabien, Türkei, Ägypten, Syrien,  Frankreich, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Belgien, Bahrain und einige weitere Staaten. Aufgrund der riesigen Beteiligungen von Ländern wurde der Ausbruch eines dritten Weltkrieges befürchtet. Zu einer Karnevalsfeier war den Feuerwehrleuten damals nicht zumute. Kurzfristig wurde die Veranstaltung abgesagt.

Kategorie: Allgemein, Feuerwehr, Historie

Bahnhofsbau in Westönnen 1901

10. Januar 2021 von Dieter Holtheuer

Dieter Holtheuer hat im Landesarchiv NRW Abt. Rheinland; unter Bahndirektion Essen BR 1200/Nr. 906-907; diese interessanten Zeichnungen entdeckt. Die Bauzeichungen zeigen das Empfangsgebäude und den Güterschuppen für die Haltestelle Westönnen.

Aus diesem Anlass veröffentlichen wir an dieser Stelle den Text aus dem Werk „HEIMATBUCH DES KIRCHSPLELS WESTÖNNEN“ von Heinrich Westhues 1966/S.31-32:

„In den Jahren 1853 und 54 wurde die an Westönnen vorbeiführende Eisenbahn Unna-Werl-Soest als „Bergisch-Märkische Eisenbahn“ gebaut und am 9. Juli 1855 in Betrieb genommen. Bei den Bewohnern der an der neuen Eisenbahnstrecke gelegenen Städte und Dörfer herrschte über die nunmehr so bequeme Gelegenheit zum Reisen große Freude. Alle gingen daran, da die Eisenbahnverwaltung für den Bau eines Bahnhofsgebäudes einen Zuschuß von der Stadt bzw. dem Dorf forderte, diesen beizeiten aufzubringen, damit auch ihr Ort Haltestelle werde. Einige Westönner schienen dafür keinen Sinn zu haben. „Man wollte das Dorf vor fremden und bösen Einflüssen bewahren.“

Erst in den Jahren 1898/99 gelang es den Bemühungen das damaligen Vorstehers Kaspar Kerkhoff trotz der hier und da bestehenden Abneigung, die Mittel aufzubringen. Am 3. Februar 1898 wurde eine Liste zur freiwilligen Spende aufgelegt. 70 Personen zeichneten 6645 Mark, die die Gemeindevertretung auf 6700 Mark erhöhte. Außerdem bewilligte sie noch 8000 Mark und nahm 1899 ein Darlehen in Höhe von 16700 Mark bei der Sparkasse der Ämter Werl und Bremen zu 4 Prozent Zinsen und 1 Prozent Amortisation auf.

Oberbergstraße erklärte sich bereit, einen Beitrag von 2000 Mark zu leisten, wenn ein direkter Fußweg von dort zum neuen Bahnhof durch die Westönner Gemeindewiesen angelegt würde. Dem stand nichts im Wege. Auch die erforderlichen Grundstücke für die Bahnhofsanlage wurden von der Gemeinde Westönnen zur Verfügung gestellt.

Nach vielen persönlichen Bemühungen und eingehenden Schriftstücken über die Notwendigkeit und Rentabilität des Bahnhofs und die Bereitwilligkeit der Gemeinde in der Kostenfrage wurde der Bau der neuen Haltestelle für den Personen- und Güterverkehr Ende 1899 von der Königlichen Eisenbahndirektion Elberfeld genehmigt. Sofort ging man ans Werk, und Mitte September 1901 waren die Bauarbeiten beendet. Bauunternehmer war Buchgeister in Westönnen. Am 1. Oktober desselben Jahres hielten zum erstenmal planmäßig die Personenzüge auf dem neuen Bahnhof.

Es war ein großer Tag für Westönnen. Ein jahrelanger Wunsch der Gemeinde, der mit großen Opfern erkämpft war, hatte sich erfüllt.

Der erste Fahrgast, der auf dem Bahnhof Westönnen seinerzeit ausstieg, war Franz Plattfaut, der nach beendeter Militärdienstzeit als Reservist mit dem üblichen Reservestock und mit Blumen geschmückt, in seinen geliebten Heimatort Westönnen zurückkehrte.“

Kategorie: Allgemein, Historie Stichworte: Allgemein, Historie

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