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Startseite » Historie » Seite 11

Foto der Kriegerkameraden 1911

10. November 2024 von Klaus Hennemann

Bei Fotos aus dieser Zeit fällt auf, das selbst nach Skalierungen die Gesichter stark vergrößert werden können und gut zu erkennen sind.

In nächster Zeit möchten wir in loser Folge die Geschichte des Krieger- und Landwehrvereins des Kirchspiels Westönnen 1905 näher betrachten. Zu einem Foto aus 1911 haben wir dazu in den originalen Protokollbüchern Einträge in dem Versammlungsprotokoll vom 22. Oktober 1911 gefunden.

Für das früheste uns vorliegende Foto von 1911 können wir nach Durchsicht der originalen Protokolle feststellen, wann das Foto tatsächlich entstand und wer der Fotograf war.

Das Original ist folgendes:

In der Übersetzung, bei der uns Dieter Holtheuer behilflich war, erfahren wir:

Versammlung vom 22. Oktober 1911

Die Tagesordnung der heutigen Versammlung war Aufnahme neuer Mitglieder, Zahlung der Beiträge, Verschiedenes, als neues Mitglied ist zu verzeichnen Kamerad W. Gerke das diesjährige Kriegerfest wurde am 13. August beim Kameraden  H. Hagen gefeiert.                                                                       

An diesem Tage erschien Herr Elsässer* Werl und machte eine photographische Aufnahme des Vereins welche ganz gut ausgefallen ist, leider fehlte an dieser ein großer Teil des Vereins welcher viel auf die an diesem Tage in Werl stattfindenden Krönungsfeier zurückgeführen war. Die Musik wurde von der Feuerwehr Kapelle Berge gestellt welche sehr mangelhaftes leistete. Zum Schluß sprach unser Vorsitzender in der heutigen Versammlung.      

Es ist beeindruckend, das obwohl etliche Mitglieder auf der Krönungsfeier in Werl waren, immer noch eine so stattliche Anzahl von 77 Kriegerkameraden und 5 Musiker für das Vereinsfoto zusammen kamen. 

Das Abzeichen bei den Musikern gehört zur Feuerwehr, wir können jedoch nicht mit Gewißheit sagen, um welche Musiker aus welchem Ort es sich hier handelt.   

                            

*Der Name Elsässer findet sich sehr oft bei älteren Fotos auf der Rückseite.

Wir danken Michael Jolk vom Stadtarchiv Werl für seine freundliche Unterstützung.

                                                                   

Kategorie: Allgemein, Brauchtum, Ehrenmal, Friedhof, Gemeinde, Gemeinschaft, Geschichte, Historie, Historisches Allgemein, Vereine Stichworte: Bilder, Fotos, Kriegerkameraden

Herbstkonzert des Jugendspielmannszugs Westönnen

5. November 2024 von Tobias Baumann

Nach dem erfolgreichen und musikalischen Samstagabend, fanden am Sonntag die letzten Aufräumarbeiten statt. Rundum ein gelungener Abend zwischen den Klängen der Konzertflöte und der Spielmannszugsflöte hat die Atmosphäre in der Westönner Schützenhalle melodisch erklingen lassen.
Nach nunmehr sieben Jahren gab der Jugendspielmannszug Westönnen erneut ein Herbstkonzert
und startete mit seinen neuen Aktiven, die sich derzeit noch in der Ausbildung befinden, den Abend.
Sie hatten die Bühne für sich und performten mit ihren AusbilderInnen ein Stück, um zu zeigen was
sie bisher schon lernen durften. Danach folgten klassische Märsche, Titelsongs bekannter Filme und
moderne Konzertstücke aus dem Bereich der Pop-Musik, die der Gesamtverein präsentierte. Der
Geschmack eines jeden Hörers und jeder Hörerin wurde bedient, wodurch sich die unzähligen Proben
ausgezahlt haben. Seien es Registerproben, Gesamtproben oder Wochenendproben, an den sich so
viele MitgliederInnen Zeit genommen haben, um das Gerüst des Herbstkonzerts zu errichten. Sie und
das Publikum haben das Konzert zu einem unvergesslichen Abend gemacht, der hoffentlich allen in
Erinnerung bleibt. Gefeiert wurde bis in die Morgenstunden mit DJ Doka.

Text: Leonie Kraning
Bilder: Tobias Baumann

Kategorie: Allgemein, Jugendspielmannszug Stichworte: Herbstkonzert, Jugendspielmannszug

Das Westönner Ehrenmal

3. November 2024 von Klaus Hennemann

Über das Ehrenmal in Westönnen wurde schon einige Male geschrieben. Nun aber, nach Einsichtnahme in die Protokollbücher des ehemaligen Krieger- und Landwehrverein Kirchspiel Westönnen 1905 wollen wir uns die Entstehung des ersten Ehrenmales näher ansehen.

Zu der Neugestaltung des Ehrenmals um 1955 kommen wir später.

In dem 1. Protokollbuch von 1905 – 1929 finden wir im Protokoll der Versammlung vom 24.1.1915 im unteren Absatz kurz und knapp aufgeführt: Die Kriegerdenkmalsfrage wurde beschlossen. Der Vorstand sollte sich mit der Gemeinde und Kirchspielvertreter in Verbindung setzen und dem Vereine Bericht erstatten.

Zwischen 1914 und 1918 – dem 1. Weltkrieg – ließen die Kriegerkameraden den bestehenden Vorstand im Amt und warteten auf die Rückkehr der Kameraden im Felde.

Die nächste Protokolleintragung zum Kriegerdenkmal finden wir am 28.8.1921 wieder.

Unter Punkt 7 wird die Einweihung des Denkmals für die gefallenen Soldaten angesprochen. Der Vorsitzende Kamerad Dregger regt an, dass der Kriegerverein sich bei der Einweihung des Denkmals für die gefallenen Helden wesentlich betätigen müsse. Er schlägt vor, aus dem Vorstande des Kriegervereins eine Abordnung zu wählen, die mit der örtlichen Denkmalskommission in beratende Verbindung treten soll. Das anwesende Mitglied der Kommission, Kam. Hufelschulte sagt ein Zusammenarbeiten mit der Kommission zu, worauf zu Vertretern die Kam. Dregger, Brand und Horsch gewählt werden. Ergänzend wird dann beraten, der Kriegerverein möge mit Vorschlägen an die Kommission herantreten und sich zu ihren Sitzungen laden zu lassen.

Im Versammlungsprotokoll vom 11.9.1921 wird die Teilnahme zur Einweihung des Denkmales angesprochen. Hier wird aufgeführt: Da inzwischen eine Sitzung mit der Denkmalskommission stattgefunden hat, ist dem Kriegerverein die Einweihungsfeierlichkeit in die Hand gegeben. Es wird daher ein Vergnügungsausschuß gebildet, bestehend aus den Kameraden Theodor Böhmer, Josef Schulte, Heinrich Rocholl, Kaspar Meermann, Ferdinand Bonnekoh und Kam. Horsch.

Dies ist eine der frühesten Aufnahmen vom Kriegerdenkmal.

In der Generalversammlung am 12.1.1922 wurden die Einweihungsfeierlichkeiten zurückgestellt. Später, in der Versammlung vom 8.4.1922 erfahren wir aus den Aufzeichnungen, dass wegen der Ungunst des Wetters das Denkmal noch nicht fertig gestellt werden konnte und die Einweihung daher in den Nachsommer verschoben werden muss. Unter Punkt 5 der Versammlung war das Denkmal ein weiteres Mal Tagesordnungspunkt. Die ganze Angelegenheit wurde reiflich beraten und besprochen. Mit den hierbei gemachten Vorschlägen erklärten sich sämtliche Mitglieder einverstanden. Alle, mit einem Ehrenposten bedachten Kameraden versprachen ihr Möglichstes zu tun, um die Einweihung recht glanz- und würdevoll zu gestalten. Der Tag der eigentlichen Einweihung sollte noch besonders festgelegt und besprochen werden.

Aus dem u.a. Zeitungssbericht erfahren wir, dass das Denkmal im Frühjahr 1922 fertig gestellt wurde. Der Entwurf ist eine Idee des Dombaumeisters Matern aus Paderborn. Die Durchführung zum Bau des Denkmals lag in den Händen des Bildhauers Kemper aus Werl.

In einer Zusammenfassung von Protokollen zu dem Ehrenmal wird berichtet, „errichtet und gemauert ist das Ehrenmal aus Anröchter Steinen von dem Kameraden und Maurermeister Rudolf Bömelburg“.

Die Zeitung schrieb zu der Einweihungsfeier im Anfang des umfassenden Textes: „Die Einweihung des Kriegerdenkmals für das Kirchspiel Westönnen gestaltete sich zu einer imposanten Feier“. Es nahmen fast alle Bruderschaften, Feuerwehren und Vereine sowie ein großer Anteil der Bevölkerung an der Einweihungsfeierlichkeit teil.

In der Versammlung am 4. August 1922 bot sich Kamerad Schmitz an, die Wege und die dazugehörigen Sträucher dicht um das Denkmal in Ordnung zu halten, wofür ihm seitens des Kriegervereins der Dank und die Grasnutzung unmittelbar um das Denkmal zuerkannt wurde. Die Blumenpflege übernahm gegen Erstattung der Unkosten Kam. Lange.

Zum Ehrenmal folgt ein weiterer Bericht.

Für die Unterstützung zu diesen Berichten danken wir Michael Jolk vom Stadtarchiv Werl.

Kategorie: Allgemein, Ehrenmal, Friedhof, Gemeinde, Gemeinschaft, Geschichte, Historie, Historisches Allgemein, Persönlichkeiten Stichworte: Ehrenmal, Krieger und Landwehrverein, Kriegverein

Herbstkonzert fast ausverkauft!

30. Oktober 2024 von Christiane Kiko

Der Countdown für das Herbstkonzert des Jugendspielmannszugs läuft und die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Auch der Vorverkauf ist seitdem vergangen Wochenende erfolgreich beendet. Daher sind an der Abendkasse nur noch sehr wenige Resttickets verfügbar. Diese werden nach dem Motto „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben. Sind alle Plätze in der Schützenhalle vergeben, wird die Abendkasse geschlossen.

Kategorie: Jugendspielmannszug, Jugendspielmannszug Stichworte: Ausverkauft, JSZ, KOnzert

 Motorisierung in Westönnen

24. Oktober 2024 von Tobias Baumann

Nach dem 1. Weltkrieg erreichte in den zwanziger und dreißiger Jahren die Motorisierung auch Westönnen. Besitzer der ersten drei Autos in Westönnen waren der Landwirt Ebel-Schulte, der Arzt des Dorfes Dr. Froning und der Fuhrunternehmer Wilhelm Preker. Die Versorgung mit Treibstoff für die später immer zahlreicher werdenden Fahrzeuge wurde durch eine Shell-Tankstelle der Familie Preker an der Weststraße sichergestellt. Bis in die sechziger Jahre konnte dort Benzin und Diesel getankt werden. Heute befindet sich dort der Firmensitz von DreiMeister.

An der Kreuzung Breite Straße mit dem Westönner Hellweg sitzend Albert Nacke und neben dem Wagen stehend der Stellmacher Fritz Preker. Der Wagen ist ein Chevrolet ohne Aufbau, da es früher üblich war nur Chassis zu kaufen und diese dann der späteren Verwendung entsprechend auszubauen. Diesen Chevrolet baute Fritz Preker zu einem Marktwagen für Albert Nacke aus.

Frühere Shell Tankstelle Preker an der Weststraße gelegen. Zum Tanken steht ein DKW von Wilhelm Preker an der Zapfsäule. Die zu sehenden Personen sind namentlich nicht bekannt.

Ein Bus der österreichischen Marke Saurer. Diese Aufnahme entstand kurz nach dem 2. Weltkrieg, zu erkennen am Kennzeichen der Britischen Besatzungszone.

Bilder und Text: Johannes Müller

Kategorie: Alte Bilder, Handwerk, Handwerk, Historie, Infrastruktur, Straßen Stichworte: Auto, Mobilität, Omnibus, Verkehr

Motorisierung in Westönnen

19. Juli 2024 von Tobias Baumann

Nach dem 1. Weltkrieg erreichte in den zwanziger und dreißiger Jahren die Motorisierung auch Westönnen. Besitzer der ersten drei Autos in Westönnen waren der Landwirt Ebel-Schulte, der Arzt des Dorfes Dr. Froning und der Fuhrunternehmer Wilhelm Preker. Die Versorgung mit Treibstoff für die später immer zahlreicher werdenden Fahrzeuge wurde durch eine Shell-Tankstelle der Familie Preker an der Weststraße sichergestellt. Bis in die sechziger Jahre konnte dort Benzin und Diesel getankt werden. Heute befindet sich dort der Firmensitz von DreiMeister.

Auf dem Bild oben links sind an der Kreuzung Breite Straße mit dem Westönner Hellweg sitzend Albert Nacke und neben dem Wagen stehend der Stellmacher Fritz Preker zu sehen. Der Wagen ist ein Chevrolet ohne Aufbau, da es früher üblich war nur Chassis zu kaufen und diese dann der späteren Verwendung entsprechend auszubauen. Diesen Chevrolet baute Fritz Preker zu einem Marktwagen für Albert Nacke aus.

Daneben ist die frühere Shell Tankstelle Preker an der Weststraße zu sehen. Zum Tanken steht ein DKW von Wilhelm Preker an der Zapfsäule. Die zu sehenden Personen sind namentlich nicht bekannt.

Die untere Aufnahme zeigt einen Bus der österreichischen Marke Saurer. Diese Aufnahme entstand kurz nach dem 2. Weltkrieg, zu erkennen am Kennzeichen der Britischen Besatzungszone.

Text und Bilder: Johannes Müller

Kategorie: Aus alten Tagen, Geschichte, Infrastruktur Stichworte: Aus alten Tagen, Geschichte, Infrastruktur, Motorisierung, Tankstelle, Verkehr

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