
Zum Abschied von Pater Shijo


von Alfred Risse
Zu unserem Bericht vom 15.6. https://www.westoennen.de/vor-125-jahren-goldene-hochzeit-der-eheleute-schaefer/ reichen wir noch ein Gedicht zur Goldenen Hochzeit nach, welches im Centralvolksblatt veröffentlicht wurde.
In der Ausgabe vom 10. Juni 1896 veröffentlichte das Centalvolksblatt ein Gedicht. Es wurde von den Kindern und Schwiegertöchtern anlässlich der goldenen Hochzeit ihrer Eltern in Auftrag gegeben. An den Wohnorten ist zu ersehen, dass einige ihr Heim im Ruhrgebiet gefunden hatten.

von Alfred Risse
Am 11. Juni 1846 warb der Vorstand der Schützenbruderschaft Mawicke für das Schützenfest, das vom 19. bis 21. 6. 1846 stattfinden sollte. Der 19. Juni war 1846 ein Freitag.
Aus der Mawicker Schützenchronik erfahren wir, dass das Schützenfest beim Schöffen Busemann ausgerichtet wurde. An Mott wurden 2 Thaler für die Aufrichtung des Zeltes bezahlt. Über das Königspaar liegen keine Überlieferung vor. Quelle: Chronik der Schützenbruderschaft Mawicke 1626 e.V.
Vor 100 Jahren – Novum bein Schützenfest in Mawicke

Zum ersten Mal in der Geschichte der Schützenbruderschaft Mawicke wurde beim Schützenfest 1921 Zepter, Reichsapfel und Krone abgeschossen. Das berichtet das Soester Kreisblatt in seiner Ausgabe vom 23. Juni 1921. Heinrich Risse, 1921 Vorsteher der Bruderschaft, schoss das Zepter ab. Den Reichsapfel sicherte sich Joseph Finger, die Krone Theodor Glade. Beide waren bei der Bahn beschäftigt. Schützenkönig wurde der Eisenbahner Joseph Meermann, der sich seine Schwester zur Schützenkönigin erkor. Das Schützenfest wurde beim Landwirt Stoltefaut gefeiert.
Quellen: Zeitungsarchiv und Chronik der Mawicker Schützenbruderschaft St. Hubertus 1626 e.V.
von Klaus Hennemann
In seiner Ausgabe vom 4. Juni 1896 meldet das Centralvolksblatt, dass Gutsbesitzer Kerkhoff eine Sauerkrautfabrik anlegen will. Vorbilder sind Fabriken in Mainz und Magdeburg.
Was auf den ersten Blick als allgemeiner Hinweis erscheint, sollte sich schon einige Jahre später als der Grundstein für ein unternehmerisches Erfolgserlebnis herausstellen.

Schon mehrfach hatte Westönnen Online über die Unternehmerfamilie Kerkhoff, den Bürgermeistern Kerkhoff und über deren Leben und Wirken berichtet. Mit diesem Beitrag möchten wir die Familien- und Unternehmensgeschichte zum 125-jährigen Jubiläum zur Registrierung der Sauerkrautfabrik in Erinnerung rufen.
Der Gründer: Caspar Kerhoff *1865 +1915 Bild aus der Famlienchronik Kerkhoff

Die Famliengeschichte beginnt mit Philipp Romberg, genannt Kerkhoff. Er wurde am 28. Juni 1787 als Sohn der Eheleute Friedrich Romberg und Elisabeth Kerkhoff geboren. Am 11.Oktober 1813 hat er die Ehe geschlossen mit Anna Maria Elisabeth Schulte. Ihre Geburtsurkunde besagt, dass sie am 25.September 1781 in Werringsen bei Menden geboren ist. Als sie am 8.Novemebr 1842 starb, war der Hoferbe, Heinrich, erst 17 Jahre alt.
Diese haben das große Bauernhaus im üblichen Fachwerkstil erbaut. Das Innere des Hauses ist im Laufe der Zeit mehrfach um- und ausgebaut und den jeweiligen Bedürfnissen seiner Bewohner angepasst worden.
In der Familienchronik wird aus dem Heimatbuch von H.Westhues wie folgt zietiert: „Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, Anfang dieses Jahrhunderts (1850-1910) wurde auf dem Kerkhoff´schen Hof, einem Hof in der Nähe der Kirche, der laut einer Urkunde in Corvey kurz nach dem 30jährigen Kriege von einem Vorfahren namens Romberg in Besitz genommen wurde, eine Ziegelbrennerei betrieben. Hergestellt wurden Hohlziegel (Dachziegel) und Ziegelsteine„. Soweit zur Herkunft und Entstehung des Hofes Kerkhoff.
Wir übernehmen an dieser Stelle einen Teil der Berichte in Westönnen Online von Eberhard Holin vom 11. März 2009 auf, Sauerkrautwochen: Teil 3 – Sauerkrautfabrik Caspar Kerkhoff.
1896 ließ sein Sohn Caspar Kerkhoff beim Königlichen Amtsgericht in Werl eine „Sauerkrautfabrik mit Dampfbetrieb“ registrieren, die er am 10.August gegründet habe“, zitiert nach Werler Anzeiger, Ausg. vom 28.07.1971.
Im Archiv der Stadt Werl finden sich Angaben über die „durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeiter“ vom Winter 1918/19 bis Winter 1924/25. Die Belegschaftsstärke wird nicht für die einzelnen Monate ausgewiesen sondern lediglich nach „Sommer“ und „Winter“ getrennt aufgeführt. Beginn der täglichen Arbeitszeit ist morgens um 7.00 Uhr, das Ende abends um 18.00 Uhr. Sie betrug damit 11 Stunden, abgezogen davon 2 Stunden Pause. Nach genannter Fundstelle schwankt in den Sommern die Zahl der Beschäftigten zwischen 4/Sommer 1919, 6 Sommer/1920, 2 Sommer/1921, 4 Sommer/1922, 3 Sommer/1923 und in den Wintern zwischen 16/Winter 1918/19, 18 Winter 1919/20, 18 Winter 1921/22, 20 Winter 1922/23, 18 Winter 1923/24. Für den Winter 1924/25 werden nur 2 Belegschaftsmitglieder angegeben, zitiert nach Katasterblatt für die gewerbliche Anlage, 2 Blätter, zuletzt unterschrieben am 3.2.1925.
Auf Caspar Kerkhoff folgte dessen Sohn Hubert Kerkhoff, der zu den eigenen 200 Morgen im weiteren Verlauf jährlich rd. 600 Morgen entweder selbst hinzupachtete oder mit den heimischen Landwirten entsprechende Lieferverträge abschloss, um die Auslastung bzw. Vergrößerung seines Produktionsbetriebes zu sichern.
Ab 1956 übernahm sein Sohn Theo Kerkhoff die Leitung des Hofes und der „Sauerkraut- und Konservenfabrik“.
Infolge des Todes des Firmeninhabers Theodor Kerkhoff 1978 wurde die Firma noch bis 1980 weitergeführt und dann geschlossen. Ein Teil der früheren Betriebsstätten sind inzwischen abgebrochen.
Ein Steinbruch südlich der damaligen B1 sicherte der Familie Kerkhoff in früheren Jahren ihre Einkünfte. In seinen besten Tagen verdienten hier über 20 Arbeiter ihren Lebensunterhalt. Zum Bau unserer Schützenhalle haben die Schützenbrüder damals den Grünsandstein aus dem Kerkhoff´schen Steinbruch kostenlos brechen dürfen. Weiterhin produzierte die Fa. Kerkhoff einige Jahre Rübenkraut sowie eine Molkerei, aus der später die Molkereigenossenschaft entstand.
Ein sprichwörtlich bahnbrechendes Ereignis geht auf die Mitwirkung der Familie Kerkhoff zurück. Aus der Familienchronik erfahren wir: „Die bedeutendste Entscheidung, mit der mein Vater, Caspar Kerkhoff, in seiner Amtszeit sich durchgesetzt hat, ist der Anschluss des Dorfes an die Eisenbahnstrecke Soest-Unna.
Zitat: Heinrich Westhues:
„…alle gingen daran, da die Eisenbahnverwaltung für den Bau eines Bahnhofsgebäudes einen Zuschuss von der Stadt, bzw. von dem Dorf, forderte, diesen beizeiten aufzubringen, damit auch ihr Ort Haltestelle werde. Einige Westönner schienen allerdings dafür keinen Sinn zu haben. Man wollte das Dorf vor fremden und bösen Einflüssen bewahren. Erst in den Jahren 1898/99 gelang es den Bemühungen des damaligen Vorstehers Caspar Kerkhoff, trotz der hier und da bestehenden Abneigung, die Mittel aufzubringen.
Und tatsächlich, der Bahnhof wurde gebaut.


Die Kerkhoff´s waren nicht nur Unternehmer, sie waren auch Bürgermeister von Westönnen, Heinrich Kerhoff von 1853 – 1890, Caspar Kerhoff von 1890 – 1905, der Sohn von Caspar Kerkhoff, Hubert Kerkhoff, war von 1924 – 1945 Bürgermeister von Westönnen, dessen Sohn Theodor war von 1966 – 1979 stellvetr. Bürgermeister der Stadt Werl und Ortsvorsteher von Westönnen.
Weitere interessante Berichte zur Famlie Kerkhoff finden Sie von unseren Autoren Ehrenmitglied Friedrich Schleep +, Dieter Holtheuer und Eberhard Holin.
Quellen: Famlienchronik der Familie Kerkhoff, Archiv der Lokalzeitung, Zitate aus dem Heimatbuch von H.Westhues
Fotos: Archiv Lokalzeitung, Familienchronik der Familie Kerkhoff
von Alfred Risse

In seiner Ausgabe vom 10. Juni 1896 berichtet das Central Volksblatt über die bevorstehende Goldene Hochzeit der Eheleute Schäfer, die am 13. 6. (Samstag) mit einem feierlichen Hochamt begann. Anschließend fand eine Familienfeier statt.
Franz Schäfer und Angela, geb. Stratmann, heirateten in der Westönner Pfarrkirche am 13. 6. 1846.
Im Kirchenbuch findet sich folgender Eintrag:
Franz Schäfer, Ackerknecht zu Oberbergstrasse, Sohn des Tagelöhners Theodor Schäfer und Elisabeth Micus, 22 Jahre alt und Angela Stratmann, Tochter des Heinrich Stratmann, Tagelöhner zu Werl, und der verstorbenen Anna Maria Mimberg, 24 Jahre alt.
Zeugen waren: der Küster Kenter und Bernhard Keweloh, Leineweber zu Oberbergstrasse.
Franz Schäfer wurde am 15. Januar 1924 geboren und am gleichen Tag getauft. Die Taufpaten hießen Franz Schäfer, Beilieger und Tagelöhner zu Lohe; sowie Sophia, der Ferdinand Bause gt. Klenter, Eingesessner und Schmied zu Westönnen, eheliche Hausfrau, geborene Luig gt. Brinkmann.
Am 25. 1905 starb Franz Schäfer mit 81 Jahren an der Altersschwäche und hinterließ vier großjährige Kinder.
Angela Stratmann, Tochter des Heinrich Stratmann, Tagelöhner zu Werl, und der Anna Maria Mimberg, wurde am 14 April 1822 in Werl geboren und einen Tag später getauft.
Als Paten werden genannt: Angela Ruefaut, Ehefrau des Ferdinand Hagen, Verwalter zu Uffeln und Jposeph Dalkemeier, Bürger und Schmied zu Werl.
Angela Schäfer starb am 18. 1. 1900, vier Jahre nach der Goldenen Hochzeit, an Altersschwäche und Schlagfuß (Schlaganfall). Drei Tage später wurde sie zu Grabe getragen. Sie hinterließ den Gatten und fünf majorenne Kinder.
Die Lebensdaten von Angela und Franz Schäfer wurden von Dieter Holtheuer recherchiert.
von Alfred Risse
Vor 50 Jahren – Westönner Leichtathletinnen erzielten hervorragende Ergebnisse

Im Mai 1971 erzielten die Westönner Leichtathletinnen Vernika Hasler (Schülerin B) und Angela Thiemann (Schülerin A) bei verschiedenen Wettkämpfen ausgezeichnete Ergebnisse. Beide Sportlerinnen gingen für den Werler TV an den Start.

Vereinsbestenkämpfe Werler TV
Kreisbestleistungen erzielten Angela im Speer- und Diskuswurf, Veronika im Weitsprung. Vereinsrekorde stellte Angela im 800 m Lauf, Veronika im 75 m Lauf, bzw. 600 m Lauf, über 60 m Hürden und im Hochsprung auf.
Werfertag Oberaden
Angela belegte vordere Plätze
Kreismehrkampfmeisterschaften
Hier stellte Angela vier Vereinsrekorde im 100 m Lauf, im Weit- und Hochsprung auf. Im Vierkampf erreichte sie mit 3214 Punkten einen ausgezeichneten dritten Platz.
Mehrkampftag Bergkamen
Angela belegte in ihrer Altersklasse von 35 Starterinnen einen hervorragenden zweiten Platz.