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Startseite » Geschichte » Seite 8

Corona ist nicht die erste Epidemie in Westönnen

14. Mai 2020 von Dieter Holtheuer

Der Corona-Virus legt unser gewohntes Leben komplett still. Die ersten Lockerungen zeigen in unserem Leben kaum sichtbares. Treffen, Versammlungen und Feierlichkeiten sind zu unser aller Leidwesen immer noch verboten. Was aber sind für uns diese Einschränkungen und Verbote gegen die Epidemie, die zwischen 1816 – 1819 über unsere Dörfer zog. Ja, Corona ist nicht die erste Epidemie, die unser Kirchspie trifft.

Bräune – eine Diphterie-Epidemie in Westönnen

Schon 2015 schrieb unser Autor Dieter Holtheuer über die Bräune – eine Epidemie, die um 1816 – 1819 über unsere Dörfer zog.

Beim Forschen und Recherchieren über diverse heimatgeschichtliche Begebenheiten bin ich auf ein Ereignis gestoßen, dass bis heute in Westönnen wenig bekannt war. Auch in der Literatur zur Geschichte Westönnens fand sich nur ein kleiner Hinweis. Lediglich Rudolf Preising notiert in seiner Schrift „Westönnen – Geschichte eines Kirchspiels und seiner Höfe im kurkölnischen Amte Werl, 1977“ auf Seite 20, unter Schulte zu Oberbergstraße u. a.:

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Kategorie: Aus alten Tagen, Geschichte, Historie Stichworte: Aus alten Tagen, Geschichte, Historie

JOSEF BARON, KÜNSTLER AUS HEMMERDE, VERSTARB KURZ VOR SEINEM 100. GEBURTSTAG

14. Januar 2020 von Dieter Holtheuer

WESTÖNNEN ONLINE hatte bereits am 9. März 2015 zu seinem 95. Geburtstag über sein Wirken in Westönnen ausführlich berichtet. Zum seinem Tode möchten wir diesen Beitrag nach fünf Jahren nochmals vorstellen.  

Josef Baron, Künstler aus Hemmerde, ist 95 Jahre geworden

“ Die Farben kann er kaum noch erkennen; dennoch setzt Josef Baron mit seiner Kunst immer noch bunte Akzente. „Solange mein Kopf noch läuft“, sagt der Künstler, der am Donnerstag (19.02.2015) seinen 95. Geburtstag feierte“.

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Kategorie: Geschichte, Kirche, Pfarrgemeinde Stichworte: Geschichte, Kirche, Pfarrgemeinde

Jubiläumsveranstaltung zur 200-jährigen Grundsteinlegung

9. November 2019 von Klaus Hennemann

Gut besucht war die erste Jubiläumsveranstaltung zur 200-jährigen Grundsteinlegung unserer Pfarrkirche.

Vikar Martin Hufelschulte, Dieter Holtheuer, Hermann-Josef Dregger und Wolfgang Wiemhöfer hatten in den vergangenen Wochen und Monaten umfangreiches Material von 1819 – 2019 über unsere Pfarrkirche in Archiven gesucht und gefunden.

Zusammen mit zahlreichen Bildern wurde daraus ein sehr unterhaltsamer Vortrag, der das Zeitfenster von der Planung von 1819 – 2019 in Berichten und Geschichten aufzeigte.

Dies ist das bisher älteste Foto von unserer Kirche

Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste durch Michaela Schlummer führten Vikar Martin Hufelschulte und Dieter Holtheuer als Moderatoren durch die Veranstaltung.

Besonders sehenswert waren die originalen Urkunden, Genehmigungen und besonders die Lagezeichnung von 1819, aus denen die unterschiedlichen Planungen und Auffassungen über den neuen Standort der zu bauenden Kirche hervorgingen. Bekannt für sein fundiertes Hintergrundwissen, konnte Dieter Holtheuer zur Auswahl des Standortes bemerkenswerte Informationen liefern.

Im Bild li. die Auflistung über die Kosten zur Einweihung der Kirche.

Aber auch die vielen Informationen zu den Renovierungen und Veränderungen, die unsere Kirche besonders nach 1960 erfahren hat, waren für die Zuschauer sehr wissenswert.

Natürlich wurden auch die sakralen Gegenstände aus unserer Pfarrkirche gezeigt und deren Herkünfte erklärt. Im Anschluss konnten die Gäste sich die sonst nicht zugänglichen Kelche, Monstranzen und Gewänder aus der Nähe betrachten.

Fotos und Urkunden: Dieter Holtheuer

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Gemeinde, Geschichte, Kirche, Pfarrgemeinde

Pfarrkirche St. Cäcilia Westönnen Grundsteinlegung vor 200 Jahren

1. November 2019 von Dieter Holtheuer

„Dort, wo am Hange die Kirche hoch steht,
Heimat, bist du;
drin man den Segen des Himmels erfleht,
Heimat, bist du;………….“

So lautet der Anfang der dritten Strophe des Westönner Heimatliedes. Getextet und komponiert um 1954 von Studienrat Heinrich Meyer (*1888;+1964).

Dieser, hier dichterisch beschriebene Standort beherbergt noch heute, auf einer Anhöhe im Zentrum Westönnens, das der Heiligen Cäcilia geweihte Gotteshaus.

Die Pfarrnachrichten der Propstei Werl berichten in der Ausgabe Anfang Februar 2019: „Das Jahr 2019 ist ein Jahr mit vielen Jubiläen; u.a. auch: die Grundsteinlegung der Westönner Kirche St. Cäcilia ist am 12. November 2019 200 Jahre her.“

Leider irren hier die Pfarrnachrichten und auch der Werler Anzeiger vom 24.10.2019, denn 1977 schreibt Rudolf Preising in „Westönnen, Geschichte eines Kirchspiels im Kurkölnischen Amte Werl“ auf Seite 275: Am 22. November 1819 wurde der Grundstein zum Neubau der Westönner Kirche gelegt. Dieses Datum hat auch seinen Grund; denn am 22. November feiert die katholische Kirche das Namensfest der Heiligen Cäcilia, der Patronin der Westönner Kirche.

Im Band 6/Abt.3 im Westönner Pfarrarchiv erfahren wir durch eine Urkunde vom 18. November 1819 eine schriftliche Bestätigung. Aus Köln-Deutz erhält der Westönner Pfarrer Bernhard Voss (Pfarrer in Westönnen von 1809 – 1840) nachstehende Nachricht:

Liebster Herr Confrater!

Hierbei übersende ich Ihnen die verlangte Vollmacht zum
Einsegnen und Legen des ersten Steins
zur neuen Kirche.

Der Herr Vicarius Generalis war wegen
einer kleinen Unpäßlichkeit abwesend,
und deswegen konnte die Expedition (Zusendung)
nicht ehender geschehen,
obgleich Ihre Vorstellung am 16. t(en) hier eintraf.

Die vorigen Gebühren sind richtig eingegangen,
und die diesmaligen betragen 2 Rthlr 40 Stbr.
Ich empfehle mich bestens zur Freundschaft,
und bin mit aller Hochachtung.


Deu(t)z den 18 t(en) 9ber (=November) 1819.

Ihr ergebenster Diener Hirschmann

Confrater = Mit-oder Amtsbruder Rthlr = Reichstaler; Stbr = Stüber

Offensichtlich hatte Pfarrer Voss den Generalvikar in Köln um die Vollmacht zum Legen des Grundsteins für die neue Kirche gebeten und gleichzeitig auch den 22. November als Datum vorgeschlagen. Leider ist sein Schriftstück, weder im Westönner Pfarrarchiv noch im Historischen Archiv des Erzbistums Köln auffindbar.

Es muss gefragt werden: Wieso findet der Schriftwechsel zwischen Pfarrer Voss und dem Erzbistum Köln statt? Westönnen gehörte bis 1821 kirchlich zum Erzbistum Köln. Erst durch die Neugliederung der deutschen Bistümer, durch die Bulle „De salute animorum“ von Papst Pius VII vom 16. Juli 1821, kam Westönnen zur Erzdiözese Paderborn.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Geschichte, Kirche Stichworte: Allgemein, Alte Bilder, Geschichte, Kirche

Unsere Kirche ist ein Baudenkmal

20. Oktober 2019 von Klaus Hennemann

Zum 200-jährigen Bestehen unserer  Pfarrkirche St.Cäcilia möchten wir in mehreren Berichten an die Entstehung der heutigen Kirche erinnern. Beginnen möchten wir mit einem Bericht unseres verstorbenen Ehrenmitgliedes Friedrich Schleep aus dem Jahr 2007.

Die Ankündigungen zu den jeweiligen Jubiläumsveranstaltungen im November werden wir rechtzeitig einstellen.

[Weiterlesen…] ÜberUnsere Kirche ist ein Baudenkmal

Kategorie: Geschichte, Kirche

WESTÖNNER HEIMATLIED von HEINZ MEYER

3. September 2019 von Dieter Holtheuer

Wenn die Musikkapelle aus Müschede gemeinsam mit Franz Sauer, beim Frühschoppen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft, das WESTÖNNER HEIMATLIED anstimmen, dann ist sicherlich einer der Höhepunkte des Westönner Schützenfestes, erreicht.

Wer aber war der Texter und Komponist dieses Liedes? Einige wenige wissen, dass es sich um den Bochumer Studienrat Heinz Meyer handelt.

St.R. Meyer hat das Lied als sein op(us)45 Weihnachten 1952 in Münster niedergeschrieben. Am Kommersabend, der Feier zum 100 jährigen Bestehen des MGV Cäcilia Westönnen, am 15. Mai 1954, hat der MGV in Begleitung der Feuerwehr-Kapelle, das Westönner Heimatlied vorgetragen; und es dirigierte der Komponist.

Wir möchten hier das Leben und Lebenswerk des Heinz Meyer der Westönner Bürgerschaft etwas ausführlicher vorstellen. Heinz Meyer wurde am 10.11.1888 in Witten, als Sohn des Kaufmanns Wilhelm Meyer und der Lehrerin Johanna Ellinghaus, geboren. Von 1894 bis 1898 besuchte er die Volksschule in Witten, und ging anschließend bis 1903 auf das Realgymnasium zu Witten.

Die Eltern erkannten schon früh, dass er sehr musikalisch begabt war. Er erhielt recht bald Klavier- und noch weiter Orgel- und Geigenunterricht. Von 1904 an besuchte er das Königlich Katholische Lehrer-Seminar zu Werl. Mit einem sehr guten Zeugnis über die erste Lehrerprüfung vom 24. März 1909 beendete er diese Ausbildung. Zum ersten April 1909 wurde er mit seiner ersten Schulstelle in Oedingen bei Elspe im Sauerland betraut. Neben seinem Schuldienst war er in der Kirchengemeinde auch als Organist und Küster tätig. Anschließend fand er in seiner Heimatstadt Witten 1913 bis 1920 seine zweite Lehrerstelle. In dieser Zeit, und zwar am 3. April 1918, heiratete er die Maria Elfriede Ebell gt. Schulte, eine 1894 geborene Tochter des Landwirt Heinrich Ebell gt. Schulte und der Maria Poggel gt. Luhmann, aus Westönnen.

Für die Zeit vom 1. Oktober 1920 bis Ende März 1922 ließ er sich vom Schuldienst beurlauben, um am Akademischen Institut für Kirchenmusik Berlin zu studieren und sich musikalisch weiter zu bilden. Anschließend erhielt er eine Stelle als Musikerzieher und Lehrer an der Bochumer Hildegardisschule, ein staatlich neusprachliches Mädchengymnasium.

In Bochum wohnte er bis zur Zerstörung seiner Wohnung durch die Kriegswirren, um dann 1945 nach Westönnen, auf den elterlichen Hof seiner Frau, eine vorläufige Wohnstätte zu finden. 1951 zog er nach Münster wo er am 23. August 1964 starb und auf dem Waldfriedhof Lauheide begraben wurde. Seine Frau Frieda (Elfriede) Maria starb 16 Jahre später, am 21. August 1980 in Nottuln/Krs. Coesfeld.

Kommen wir zurück auf sein musikalisches Wirken. Neben seinem Schuldienst wirkte er als Pianist und Orgelspieler. Er spielte in einem Trio mit Geiger und Cellist vom Städtischen Orchester Bochum. Seine musikalische Hauptarbeit bestand jedoch im Komponieren verschiedenster Musikwerke. Die Spannweite reichte vom Marsch bis Walzer; und weiter von religiösen bis profanen Werken.

Hier einige Textbeispiele: 1921= In memoriam Konzert-Fantasie op.15; 1941/45=Spanische Rhapsodie – nach original-spanischen Motiven für Klavier op.43 ; 1953=Tantum ergo op.46; 1927/35= Weihnachtsoratorium op.23

Das letztgenannte Werk hatte er seiner Mutter gewidmet. Ferner schrieb er: Dieses Werk hat meine besondere Liebe und Pflege, sowie die größte und eindrucksvollste Aufführungszahl erhalten.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, alle Kompositionen aufzuzählen. Allein im Musikarchiv im Stadtarchiv Hagen sind über 35 Titel deponiert. Im Archiv der Stadt Werl lagern drei Titel, darunter auch das WESTÖNNER HEIMATLIED. Heinz Meyer notiert auf dem Deckblatt: „Westönner Heimatlied (Marschlied) komponiert nach eigenem Text von Heinz Meyer op.45; Münster – Weihnachten 1952.“

Zum Schluß noch eine Notiz von Heinz Meyer auf dem Deckblatt seiner Komposition: Spanische Rhapsodie.

„Bochum im Kriege 1939/44 – beendet im Frieden 1945

Westönnen, 23/IX.45

Quellen: Stadtarchiv Münster; Schreiben v. 6.8.2019

Stadtarchiv Werl; Akten Nr. 3706 u.6333

Stadtarchiv Hagen; Westf.Musikarchiv; Akte H.Meyer

Stadtarchiv Witten; Akte 8/81/ZZ/Nr.200.243

Kategorie: Allgemein, Geschichte Stichworte: Allgemein, Geschichte

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