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Startseite » Archive für Dieter Holtheuer » Seite 2

200 Jahre Pfarrkirche ST. CÄCILIA

15. November 2023 von Dieter Holtheuer

 Weihetag 20. November 1823

„Dort, wo am Hange die Kirche hoch steht,

 Heimat, bist du;

 Drin man den Segen des Himmels erfleht,

 Heimat bist du;……“

So lautet der Anfang der dritten Strophe des Westönner Heimatliedes. Getextet und komponiert um 1954 von Studienrat Heinrich Meyer (*1888;+1964).

Dieser, hier dichterisch beschriebene Standort, beherbergt noch heute, auf einer Anhöhe im Zentrum Westönnens, das der Heiligen Cäcilia geweihte Gotteshaus.

Am Mittwoch, den 22. November feiert die St. Cäcilia-Gemeinde Westönnen ihr Patronatsfest, das Fest der Heiligen Cäcilia.

Zum festlichen Hochamt um 18 Uhr ist die ganze Gemeinde, sowie die Vereins- und Fahnenabordnungen herzlich eingeladen. Neben der Kirchenorgel werden auch Konzertflöten des Jugendspielmannzuges im Gottesdienst erklingen.

Wir feiern aber nicht nur den Namenstag unserer Pfarrpatronin, sondern auch den 200.Weihetag unserer Kirche. Nach dem Hochamt stoßen wir im Pfarrheim gemeinsam auf das Jubiläum an und erfahren dabei Interessantes und Wissenswertes mit Text und Lichtbildern über die Kirche.

Nach vierjähriger Bauzeit der Kirche schreibt am 30. Oktober 1823 der Westönner Pfarrer Bernhard Voss (Pfarrer in Westönnen 1809-1840 /*1770 +1840) an das Generalvikariat Paderborn und bittet um die Einweihung der neuen Westönner Kirche. Unter anderem mit den Worten:

…„so ist meine und der ganzen Pfarrei gehorsamste Bitte; höchst dieselbe wolle geruhen, einen Geistlichen in der Nähe den Auftrag zu erteilen; nach dem in der Köllnischen großen Agenda pag(ina) vorgeschriebenen Ritus die Benediction (Segnung) vorzunehmen“….

Am 20. November 1823 hatte dann der Belecker Propst Bela Behr, er war zugleich der bischöfliche Kommissar für den sogenannten Haardistrikt, im Auftrag des Paderborner Bischofs Franz Egon von Fürstenberg (Bischof 1789–1825) unsere Kirche eingeweiht/gesegnet (Benediktion). Dies belegt die dargestellte Urkunde, mit „Übersetzung“, aus dem Pfarrarchiv vom 27.11.1823.

Zugleich sehen wir eine Abrechnung (mit „Übersetzung“) des Pfarrers Bernhard Voss über 4 Reichstaler und 29 Stüber. Ausgaben, die für den Besuch des Propstes B. Behr zur Einweihung angefallen sind.

Bei der Grundsteinlegung am 22.11.1819 haben wir erfahren, dass Westönnen kirchlich noch zum Erzbistum Köln gehörte. Nun hören wir, dass der Bischof von Paderborn für die Einweihung 1823 zuständig war. Grund: Durch die Neugliederung der deutschen Bistümer durch Papst Pius VII vom 16. Juli 1821 kam Westönnen zur Erzdiözese Paderborn.

Hochinteressant ist, dass erst 1898 nach 68 Jahren, der Paderborner Weihbischof Augustinus Gockel unsere Kirche konsekriert hat. Dies erfahren wir durch eine Notiz in lateinischer Schrift im Taufregister der Gemeinde zwischen dem 07. und 28. Juli1891. Sie lautet übersetzt:

„Am 15. Des Monats Juli 1891 habe ich die Pfarrkirche, im Jahre 1823 benediziert, mit dem Hochaltar zu Ehren der Hl. Jungfrau und Märtyrerin Cäcilia konsekriert und in ihm (dem Hochaltar) eine Reliquie der Hl. Märtyrerin Fortunata eingeschlossen. Für die jährliche Feier ist das gemeinsame Fest des Herzogtums Westfalen festgesetzt. Augustinus Gockel, Titularbischof von Azotus und Weihbischof von Paderborn.“

Anmerkung: Am 21. November 1973 (Buß- und Bettag) hatte Pfarrer Alfred Krause zur 150 Jahrfeier der Kirche geladen. Beim Festgottesdienst standen mit Pfarrer Krause 10 weitere Priester am Altar. Beim anschließenden Festakt war die Schützenhalle bis auf dem letzten Platz gefüllt.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Gemeinde, Historie, Kirche Stichworte: Allgemein, Aus alten Tagen, Gemeinde, Historie, Kirche

Geschichten von Potthoffs Hof

15. Juli 2023 von Dieter Holtheuer

Im Dezember 2022 hatten wir über Hubert Bettes Schrift:

„Die Potthoffs; wahre Geschichten aus Westönnen. Landwirtschaft und Schelmereien in den 50er und 60er Jahren“

berichtet. Heute stellen wir die Geschichte von den BERLINER FEREIENKINDER vor:

13. Berliner Ferienkinder

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Geschichte, Historie Stichworte: Berliner Ferienkinder, Potthoff

Wer kennt die jungen Damen?

10. Juli 2023 von Dieter Holtheuer

Das alte Foto zeigt eine Mädchenklasse um oder nach 1909 vor der Westönner Schule.

In der oberen Reihe, in der Mitte, ist die ehemalige Lehrerin Frau Sophia Mantel zu sehen. Sie war von 1902 bis 1930 in Westönnen tätig.

Links in der Mitte steht der ehemalige Vikar Leo Funke. Er war von 1909 bis 1928 Vikar der St. Cäcilia-Gemeinde. Außerdem unterstützte er 1910 die Gründung der Spar- und Darlehnskasse und war von 1910 bis 1922 auch der Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Nun zum Foto der Schulklasse. Wer erkennt hier vielleicht seine Großmutter, Mutter, Frau oder Tante?

Über jede Information zu den Damen würde sich WESTÖNNEN ONLINE freuen.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Aus alten Tagen, Geschichte, Historie Stichworte: Klassenfoto, Schule Westönnen

Kirchenrenovierung/Decoration vor 150 Jahren in Westönnen

12. Januar 2023 von Dieter Holtheuer

Titelbild: D. Holtheuer, Innenansicht der Westönner Pfarrkirche um / vor 1896

Alle reden vom Niedergang der Kirchen und am lautesten reden die Kirchen selbst davon. Wenn Gläubige ihren Gemeinden heute scharenweise den Rücken kehren (die einen wegen der Skandale und der Skandalberichterstattung, andere, um die Kirchensteuer zu sparen), machen sie sich kaum bewusst, dass sie damit auch die Existenz der Kirchengebäude infrage stellen. Für viele Gemeinden geht damit viel mehr als ein Bethaus verloren: das Wahrzeichen, die Mitte, oft „die Seele“ des Ortes. (Welt am Sonntag, 25.12.2022)

Im vergangenen Jahr 2022 wurde die Seele Westönnens, die Pfarrkirche St. Cäcilia, in gut acht Monaten, gründlich renoviert. Nach mehr als 30 Jahren ohne Renovierung erhielt sie nun eine Erneuerung für eine Summe von ca. 800 000 Euro.

Mit einem feierlichen Gottesdienst am dritten Adventsonntag 2022 wurde das Gotteshaus neu eingeweiht.

Die letzten großen Überholungen erfolgten 1991/93 durch Pfr. Gotthard Spannenkrebs (1935-2016) und 1965/69 durch Pfr. Paul Witte. (1908-1969)

Nach dem Bau der Kirche (1819-1823) erfolgten in den nächsten Jahren natürlich weitere Maßnahmen zu ihrer Innen- und Außengestaltung. Aus einer Akte (Bd.7/I/3) aus dem Pfarrarchiv erfahren wir eine Maßnahme aus dem Jahre 1870/71. Der Werler Dekorationsmaler Johann Hoffmann hat am 1. Mai 1870 einen Kostenanschlag von 800 Reichstalern vorgestellt und nach Durchführung der Arbeiten diese Summe auch erhalten. Er quittiert am 26. Januar 1872. Die Kopie des handgeschriebenen Kostenanschlages, sowie dessen „Übersetzung“ sehen Sie in der Anlage.

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Bereits 1869 hatte der Dekorationsmaler Johann Hoffmann der Westönner Schützenbruderschaft St. Sebastian eine neue Fahne mit dem Hl. Sebastian gestaltet. Weiter führte er 1866 die Ausmalung der neugebauten Büdericher Kirche durch.

Übrigens: Johann Hoffmann wohnte 1864 in Werl in der Kämperstraße 107. Er stammte aus Nuttlar im Sauerland und wurde dort am 20.04.1837 geboren und drei Tage später in Velmede getauft. Seine Eltern waren der Handelsmann Florenz Hoffmann und Franziska Schröer zu Nuttlar. Am 27. Januar heiratete er in Werl die 24 jährige Elisabeth Schetter, Tochter des Fruchthändlers Eberhard Schetter und seiner Frau Elisabeth Sodenkamp. Am 07. April 1913 ist er in Dortmund im Alter von 75 Jahren, als Witwer, gestorben.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Geschichte, Historie, Historisches Allgemein, Kirche, Kirche Stichworte: Allgemein, Kirche

24. Dezember 2022 von Dieter Holtheuer

Ao diu fräohe Tuit,

ao wiu gnaodenruik

Friäen brengende Wuihnachtstuid!

Welt geng verluoren,

Christ ies gebuoren.

Fräögge, fräögge di, Freue, freue dich,

ao Christenheit!

Christ, dai ies kuemen,

hiät ues annuemen

Fräögge, fräögge di,

ao Christenheit!

Engel dao uowen,

dauet di luaowen.

Fräögge, fräögge di,

ao Christenheit!

O du fröhliche

o du selige, gnadenbringende

Weihnachtszeit!

Welt ging verloren,

Christ ist geboren.

Freue, freue dich,

o Christenheit!

Christ ist erschienen,

uns zu versühnen.

Freue, freue dich,

o Christenheit!

Himmlische Heere

jauchzen dir Ehre.

Freue, freue dich,

o Christenheit!

Weihnachtslied „ O du fröhliche..“ übersetzt ins Plattdeutsche

von Pfarrer Richard Luig (1910 – 1993) aus Mawicke

https://www.westoennen.de/73237-2/

Kategorie: Allgemein

Geschichten von Potthoffs Hof

18. Dezember 2022 von Dieter Holtheuer

Viele Westönner erinnern sich noch an Hubert Bette. Er wohnte am Werler Weg und war Lehrer an einer Wickeder Schule. Zugleich war er bekannt durch die Musik, er war Bassist bei der Wickeder Band „Die Echos“. Mit 75 Jahren verunglückte er in der Silvesternacht 2019/20.

Hubert hat uns eine Schrift mit dem Titel „Die Potthoffs; Wahre Geschichten aus Westönnen; Landwirtschaft und Schelmereien in den 50er und 60er Jahren“ hinterlassen.

In dem Vorwort von 2010 merkt er u.a. an: Auch wenn manches an diesen Geschichten zuweilen etwas unglaubwürdig erscheinen mag. Ich versichere, dass ich sie alle, so wie ich sie als junger Mensch erlebt habe, wiedergegeben habe. Nichts ist frei erfunden!

Huberts Frau, Betti Bette, hat Westönnen Online erlaubt einige Geschichten aus seinem Werk zu veröffentlichen. Wir beginnen mit der Geschichte: „Der Speckpater“

20221206_Der-Speckpater-Potthoff-BetteHerunterladen

Kategorie: Allgemein, Historie, Sonstiges Stichworte: Potthoff, Speckpater

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