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Tanz in den Mai in Westönnen: Feiere mit uns!

24. April 2026 von L L

Am 30. April ist es wieder so weit. Wir begrüßen den Frühling und laden euch herzlich ein, gemeinsam mit uns in den Mai zu feiern. Egal ob ihr aus der direkten Nachbarschaft kommt oder von weiter her anreist: Freut euch auf einen Abend, der den perfekten Mix aus Geselligkeit und Party bietet.

Der Auftakt: Maibaum & Dämmerschoppen

Los geht es um 17:30 Uhr direkt vor der Schützenhalle. Wir starten traditionell mit dem Maibaumaufstellen. Im Anschluss genießen wir die entspannte Biergartenatmosphäre beim Dämmerschoppen. Freut euch auf kühle Getränke und frische Bratwurst vom Grill – der ideale Start in den Abend.

Wetter-Update: Wir lassen uns die Laune nicht verderben! Sollte es regnen, verlegen wir das Geschehen einfach direkt nach drinnen in die Halle.

Ab 20:00 Uhr: Die Halle bebt

Wenn die Sonne untergeht, drehen wir auf! In diesem Jahr legen wir wieder technisch noch eine Schippe drauf: Das Team von MJ Music sorgt mit seinem Licht- und Soundkonzept für die richtige Atmosphäre. An den Reglern steht DJ DROB, der euch mit einem Mix aus aktuellen Hits und den besten Partyklassikern auf die Tanzfläche lockt.

Schnappt euch eure Freunde und feiert mit uns den Start in den Mai. Wir freuen uns auf euch!

Kategorie: Allgemein, Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen Stichworte: Schützen, Tanz in den Mai

Gemeinschaftskonzert mit besonderem Klang: Spielmannszüge setzen auf Konzertflöten

23. April 2026 von Christiane Kiko

Ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis erwartet die Besucher am 14. November im Bürgerhaus Wickede: Der Spielmannszug Bausenhagen und der Jugendspielmannszug Westönnen (zusammen sind das knapp 100 Musikerinnen und Musiker) veranstalten gemeinsam ein Gemeinschaftskonzert, das traditionelle Klänge mit modernen Einflüssen verbindet.
Das Repertoire des Abends verspricht eine große musikalische Bandbreite: Von klassischen Märschen über bekannte Popstücke bis hin zu gefühlvollen Schlagern wird ein abwechslungsreiches Programm geboten, das sowohl Liebhaber traditioneller Blasmusik als auch Freunde moderner Arrangements anspricht.
Eine Besonderheit des Konzerts liegt in der Instrumentierung: Anders als bei Spielmannszügen üblich, kommen ausschließlich Konzertflöten zum Einsatz. Mit diesem Ansatz nehmen die beiden Vereine in der Region eine Sonderstellung ein, denn sie sind die einzigen, die über diese spezielle Ausstattung verfügen. Dadurch entsteht ein besonders klarer und zugleich vielseitiger Klang, der dem Publikum ein neues Hörerlebnis verspricht.
Ergänzt wird das Klangbild durch eine umfangreiche Ausstattung im Bereich der Mallets und Percussion. Die rhythmische Begleitung hebt das musikalische Niveau zusätzlich an und sorgt für ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen Melodie- und Schlagwerk.
Mit dem Gemeinschaftskonzert setzen die beiden Spielmannszüge nicht nur auf musikalische Qualität, sondern auch auf Zusammenarbeit und Austausch. Die intensive Probenarbeit beider Vereine mündet in ein Konzert, das die Vielfalt und Weiterentwicklung moderner Spielmannsmusik eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Weitere Informationen zum Ticketverkauf werden in Kürze bekannt gegeben.

Kategorie: Jugendspielmannszug, Jugendspielmannszug

Ein Milchwagen in Westönnen

9. April 2026 von Klaus Hennemann

Titelbild: Foto aus:“ Werler Zeitreise“ von Helmuth Euler 2005

Bei der Suche nach Material zur alten Molkerei fanden wir einen Zeitungsartikel aus 1929 zum 40-jährigen Bestehen der Westönner Molkerei.

Innerhalb des Berichtes taucht der Name Ludmann auf. Zitat: „Für die Werler Bevölkerung ist es vielleicht erwähnenswert, dass seit nunmehr 30 Jahren die Familie Ludmann den Milchwagen fährt“. In der Zeit ein Milchwagen. Es kann in den Jahren eigentlich nur ein Fuhrwerk gewesen sein. Und dann ein Milchwagen?

Das wirft Fragen auf. Der Name Ludmann ist für die älteren in Westönnen nicht unbekannt. Bei der Suche stoßen wir im Archiv Westönnen Online auf zwei Berichte, einmal von unserem verstorbenen Ehrenmitglied Friedrich Schleep – Die Breite Straße – Ihr Anfang, und in einem weiteren Bericht von Dieter Holtheuer, Theater 1908 in Westönnen.

In beiden Berichten wird von Herrn Ludmann berichtet. In erstem berichtet F. Schleep vom „Pourierufer“. Es war das steile Stück Breite Straße vom Hellweg bis zu ehemaligen B1.

„Schlimm wurden diese Probleme, wenn die Straße im Winter glatt wurde. Schon wenig Schnee war oft in kurzer Zeit durch die mit Eisen bereiften Ackerwagen zu Eis geworden. Dann war das Hindernis nur zu überwinden, wenn die Pferde scharf gemacht worden waren. Was bedeutete das?

Die Hufeisen für den Sommer wurden von den Hufen der Pferde gerissen und durch schwerere Eisen ersetzt, in die man spitze Stollen schrauben konnte. Das war teuer und gefährlich. Die Schmiede bekamen Arbeit; wir hatten immerhin drei davon im Dorf. Bei glatten Straßen ließ man die Pferde gerne im Stall, aber das ging nicht immer. So holten drei Milchwagen bei jedem Wetter die Milch von den Bauern und lieferten sie bei der Westönner Molkerei ab“.

„Ich weiß, dass die Wagen in Schneewehen stecken blieben. Sie mussten dann erst freigeschaufelt werden. Die bearbeitete Milch wurde teilweise von zwei kleinen geschlossenen Milchwagen, die nur von einem Pferd gezogen wurden, von Büderich und von Westönnen in die Stadt Werl geliefert. Von Westönnen aus besorgte das die Familie Ludmann vom Opferteich“.

Bild li.: Das Haus am rechten Bildrand ist das Haus, in dem die Familie Ludmann gewohnt haben. Sie brachten die Milch mit dem abgebildeten Milchwagen (im Bild re.) von der Molkerei nach Werl.

Es war zu der Zeit mit den Straßenverhältnissen gar nicht so einfach, das kostbare Gut zu von einem zum anderen Ort zu bringen. Schließlich sollte die Menge am Entladeort gleich der geladenen Menge sein.

In dem Bericht von D. Holtheuer erfahren wir von Herr Ludmann etwas mehr. Am 6. August 1908 stellt der Milchhändler Bernhard Ludmann aus Westönnen folgenden Antrag bei der Amtsverwaltung in Werl.

Als Ausschnitt: „Es erscheint der Milchhändler Bernhard Ludmann aus Westönnen und erklärt: Der Dilletanten Verein „ Frohsinn“ Westönnen beabsichtigt am 16. August er (Sonntag) in Werl im Germaniasaale einen Theaterwettstreit zu veranstalten. Die Feier dauert von Nachmittags 3 Uhr bis Nachts 2 Uhr. Auch findet ein Festzug statt und wird derselbe folgende Straßen passieren: Bachstr.,Kemperstr.,und Steinerstr.„

Der Milchhändler Ludmann wohnte am Opferteich in Westönnen und war scheinbar ein Verantwortlicher des Westönner Dilletantenverein Frohsinn Westönnen. So nannten sich früher mehrere Laientheatergruppen.

Mit freundlicher Unterstützung von Dieter Holtheuer erfahren wir über die Familie Ludmann mehr.

Johann Bernhard wurde am 04.04.1870 in Westönnen als 3.Kind u. 3. Sohn geboren

die Eltern waren: Bernhard Ludmann, von Beruf Steinhauer und Anna Maria Wichard gen. Rehbein

2. Trauung:

Bernhard Ludmann, Milchhändler in Westönnen, heiratete am 26.11.1902 Westönnen

Sophia Brune aus Herdringen -geb.: 23.04.1881

3. gestorben:

Bernhard Ludmann starb als Invalide am 25.03.1949  Westönnen als Ehemann der Sophie Brune

am  07.10.1962  verstarb Sophia Ludmann , geb.  Brune,  Witwe in Westönnen

   

 

   

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Arbeiten, Aus alten Tagen, Berufe, Geschichte, Gewerbe, Historie Stichworte: Milchwagen, Molkerei

Sicherer 3:0 Erfolg vor heimischen Publikum

21. März 2026 von Leonie Kraning

Im Nachholspiel gegen TuRa Freienohl feierte die Damen-Mannschaft am Dienstagabend vor heimischem Publikum einen verdienten 3:0-Erfolg. Von Beginn an war die Unterstützung durch die Zuschauerinnen und Zuschauer sowie die Juniorinnen deutlich zu spüren. Zwar ging der erste Aufschlag an die Gäste, doch die Westönnerinnen fanden schnell ins Spiel. Eine kurze Angabenserie von Sabrina Reffelmann sorgte früh für Sicherheit. Die Punkte wurden variabel und aus allen Positionen heraus erspielt, während eigene Fehler die Ausnahme blieben. Besonders die starke Annahme legte den Grundstein für das Spiel. Auch im Angriff überzeugte das Team mit viel Durchschlagskraft, die manchmal fast schon zu groß war. Lilli Dörnemann setzte dabei mit ihren kraftvollen Angriffsschlägen immer wieder Akzente und punktete nahezu nach Belieben. Freienohl hielt zu Beginn noch gut dagegen, doch der erste Satzgewinn war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr.

Im zweiten Satz starteten die Gastgeberinnen zunächst etwas unkonzentriert und gerieten durch ungenaue Annahmen kurz in den Rückstand. Doch eine Angabenserie von Stephanie Hershoff brachte die Wende. Hinzu kamen viele Eigenfehler auf Seiten der Gäste, die zusätzliche Punkte einbrachten. Auch das Blockspiel funktionierte gut, sodass viele Angriffe abgefangen werden konnten. Insgesamt dominierten die Westönnerinnen diesen Durchgang klar, und auch Auszeiten der Gegnerinnen konnten daran nichts ändern.

Der dritte Satz begann mit einem Punkt der eingewechselten Ann-Kathrin Becker. Die Mannschaft zeigte weiterhin große Laufbereitschaft und kämpfte um jeden Ball. Durch einige eigene Fehler wie einen Aufstellungsfehler, einen verschlagenen Aufschlag und eine Netzberührung kam jedoch kurzzeitig Unsicherheit auf. Freienohl nutzte diese Phase und ging erstmals in Führung. Eine Auszeit brachte wieder Ruhe ins Spiel. Anschließend übernahm das Team erneut die Kontrolle. Vor allem Paula Bauza-Noll bewahrte am Netz die Übersicht und verwandelte auch schwierige Bälle sicher. Zur Mitte des Satzes entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, doch am Ende setzten sich die Westönnerinnen durch.

Am Ende steht ein verdienter 3:0-Heimsieg, bei dem die Mannschaft ihre Stärken konsequent ausspielte und den Hallenvorteil an den entscheidenden Stellen nutzte.

Kategorie: Rot-Weiß Westönnen, Volleyball Stichworte: Volleyballdamen

Paul Stewen neuer 1. Geschäftsführer

19. März 2026 von Stefanie Grümme

Matthias Gerke, Paul Stewen, Tim Heisener, Franz-Josef Schäfer.

Einige Veränderungen gab es bei den Vorstandswahlen bei der Jahreshauptversammlung der Fußball- und Breitensportabteilung. So wurde Paul Stewen zum ersten Geschäftsführer gewählt. Er löst Ralf Rullich, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, ab. Der Posten des 2. Geschäftsführers, den Stewen bisher bekleidete, konnte nicht besetzt werden. Jan Döbel wurde im Amt als 2. Vorsitzender bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Beisitzer Ender Öztürk, Marvin Hoffmann und Dominik Brunnberg. Thomas Hein fungiert weiterhin als sportlicher Leiter.

Eine wichtige Änderung gab es auch im Rahmen der Jugendversammlung, die vorher stattgefunden hatte. Tim Heisener übernimmt den Posten als Jugendobmann von Ingo Schriek.

Im Rahmen der Versammlung wurden verdiente Mitglieder geehrt.

Silberne Vereinsnadel 20 Jahre: Bettina Schumacher, Johannes Schäfer, Heinz Kiko, Lars Ufermann, Friedel

Grote, Kai Luig, Alexandra Gerke

Goldene Vereinsnadel 35 Jahre: Siegfried Hupertz, Thomas Wegener

Vereinsplakette 50 Jahre

Mitgliedschaft: Alfons Preker, Siegfried Schmitt, Albert Nacke, Johannes Hennemann,

Frank Düser, Peter Hünnies, Frank becker, Thomas Buchgeister

Für 15 Jahre Vorstandsarbeit erhielt Alexander Becker die goldene Vereinsnadel.

Ehrungen für verdiente und langjährige Mitgliedschaft. Jahreshauptversammlung der Fußball- und Breitensportabteilung von Rot Weiß Westönnen. Foto: Thomas Nitsche

Die geehrten Mitglieder: v. li. n. re. Matthias Gerke (1. Vorsitzender), Thomas Buchgeister, Heinz Kiko, Frank Becker, Alexander Becker, Siegfried Schmitt, Paul Stewen, Alfons Preker, Franz-Josef Schäfer, Frank Düser

Zahlreiche Ehrungen gab es auch für junge Kicker.

Bericht: Alfred Risse

Bilder: Thomas Nitsche

Kategorie: Rot-Weiß Westönnen Stichworte: RWW

Alte Molkerei weicht Wohnungsbau

18. März 2026 von Klaus Hennemann

In Westönnen ging es schon länger durch die Runden, die Alte Molkerei wird abgerissen, um für neue Wohnungen Platz zu schaffen.

In diesem Bericht möchten wir den Anfang der Molkerei schildern. Mit Hilfe einiger Zeitungsartikel aus dem Digitalarchiv „zeitpunkt.nrw“ können wir den Beginn der Molkerei chronologisch nahezu lückenlos nachzeichnen.

Zu der Zeit ein imposanter Schornstein, nach dem Kirchturm und dem Schornstein der Ziegelei Ebel-Schulte wohl das höchste Bauwerk zu der Zeit in Westönnen.

Nach allen vorliegenden Unterlagen ist dies wohl das älteste Foto der Molkerei und auch der ursprüngliche Bauzustand.

Begonnen hatte alles mit der konstituierenden Sitzung der Molkereigenossenschaft am 29. Januar 1889 mit Wirkung zum 1. Februar 1889. Am 4. Februar 1889 gibt das königliche Amtsgericht Werl die Eintragung der Meierei Westönnen eingetr. G. bekannt. Im Wortlaut:

Bekanntmachung.
In das Genossenschaftsregister des unterzeichneten Amtsgerichts ist unter Nr. 4 folgender Eintrag erfolgt: Firma der Genossenschaft: Meierei Westönnen  eingetr.  G.
Sitz der Genossenschaft: Westönnen.  Rechtsverhältnisse der Genossenschaft: Die Genossenschaft hat sich nach den Statuten vom 29. Januar 1889 am 1. Februar 1889 constituirt. Zweck des Unternehmens ist die höchst möglichste Verwerthung der Milch der Kühe aller Genossenschafter durch gemeinsamen Betrieb und Kredit. Der Vorstand besteht aus 7 Mitglieder:
dem Oekonom Caspar Kerkhoff zu Westönnen als Vorsitzender
dem Oekonom Josef Holthoff daselbst als Stellvertreter
dem Oekonom Philipp Müller daselbst
dem Oekonom Heinrich Wellie zu Oberbergstraße
dem Oekonom Fritz Schulte daselbst
dem Oekonom Wilhelm Kook zu Niederbergstraße und
dem Oekonom Adam Topp zu Mawicke.
Die Mitglieder des Vorstandes werden auf 3 Jahre gewählt, bleiben aber nach Ablauf dieser Zeit so lange im Amte, bis ihre Nachfolger in den Vorstand eingetreten sind. In den ersten zwei Jahren scheiden jedes Jahr zwei Mitglieder durch das Loss aus und nach Ablauf des dritten Jahres die 3 übrigen Mitglieder. Die rechtsgültige Zeichnung für die Genossenschaft geschieht durch den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, welche zu der Firma der Genossenschaft ihre Unterschrift hinzufügen. Die Bekanntmachungen der Genossenschaft werden unter deren Firma in dem Soester Kreisblatt und in dem Central-Volksblatt erlassen. Eingetragen zufolge der Verfügung vom 4. Februar 1889 am 5.Februar 1889 (Genossenschaftsregister Land IV Blatt 1)
Borries Gerichtsschreiber  Das Verzeichnis der Genossenschafter kann jederzeit bei dem Amtsgericht auf der Gerichtsschreiberei II eingesehen werden.

Werl, den 4. Februar 1889 königliches Amtsgericht

Am 11.2.1889 wurden in einem Zeitungsinserat im Soester Kreisblatt die Mitglieder aufgerufen, den Beitrag ihrer Anteile an den Rendanten der Genossenschaft Herrn Kaufmann Fantini zu zahlen. Bis zum 1.April 1889 wurden neue Mitglieder pro Anteil zu 10 Mark aufgenommen.

Die Genehmigung des Bauplatzes wurde in der Versammlung vom 9. Februar 1889 beschlossen, kurze Zeit später werden die Mitglieder ersucht, ihren Betrag auf ihre Anteile beim Kaufmann Fantini zu zahlen.

Das ursprüngliche Gebäude entstand scheinbar zwischen Februar 1889 und November 1889, nachdem in einer außerordentlichen Generalversammlung am 9. Februar 1889 u. a. der Bauplatz genehmigt wurde. Wie der Bau der Molkerei innerhalb so kurzer Zeit von der Hand ging, ist nicht überliefert. Lt. Einladung zur ordentlichen Generalversammlung am 20. September 1890 wird in der ersten Bilanz die Eröffnung des Betriebes am 25. November 1889 erwähnt, obwohl der Bauplatz erst am 4. Februar 1889 beschlossen wurde.

Recht beeindruckend, in welch kurzer Zeit alle Formalitäten abgearbeitet wurden. Beginn der Genossenschaft am 1. Februar, am 9. Februar Genehmigung des Bauplatztes und schon am 25. November Aufnahme des Geschäftsbetriebes. (s. weiter unten, erste Bilanz) Nach heutigen Erfordernissen schlicht undenkbar.

Mit Eintragung vom 8. November 1889 erhielt die Genossenschaft mit Wirkung zum 1. Oktober 1889 den Zusatz „mit unbeschränkter Haftpflicht“. (Bild re.) In der Versammlung vom 27. Oktober 1889 wird über das Gehalt des Verwalters und über die Entschädigung für den Geschäftsführer entschieden. (Bild li.)

In der Versammlung vom 16. Januar 1890 wurde ein Mitglied zum Aufsichtsrat gewählt und neue Mitglieder aufgenommen. Wozu mag die Anleihe gedacht gewesen sein? Nach der konstituierenden Sitzung vom 29. Januar 1889 ist mit Wirkung zum 1. Februar 1889 nun Josef Holthoff neuer Vorsitzender der Molkereigenossenschaft. (S. weiter unten)

Am 3. März werden die Interessenten per Zeitungsanzeige darüber informiert, das sie ihren Antrag zum Beitritt zur Genossenschaft bis zum 15. März 1890 schriftlich beim Vorsitzenden des Vorstandes einzureichen haben. Am 30. September 1890 fand die Ordentliche Generalversammlung der Meierei Westönnen e.G. mit unbeschränkter Haftpflicht statt. Hier wurde über das erste Ergebnis des Geschäftsbetriebes vom 25. November 1889 /90 bis zum 31. März 1890 berichtet.

Wir werden in der nächsten Zeit weiteres zur alten Molkerei zu berichten.

Quellnachweise: Foto Molkerei – Dieter Holtheuer

Zeitungsausschnitte: zeit.punktNRW

Kategorie: Allgemein, Geschichte, Gewerbe, Häuser / Gebäude, Historie, Historisches Allgemein, Infrastruktur Stichworte: Alte Molkerei

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