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Startseite » Alte Bilder » Seite 5

Der „Pengel Anton“

14. Oktober 2019 von Johannes Müller

Seit einigen Jahren bereits wächst die online-Chronik für das Kirchspiel Westönnen. Ein Redaktionsteam im Verein „Gemeinsam für Westönnen“ hat schon zahlreiche Beiträge online stellen können. Schwerpunktthema der Redaktion in diesem Jahr ist der „Pengel Anton“.

Diese Kleinbahnstrecke im Kreis Soest und somit auch in Westönnen an der Strecke Werl – Soest ist sicher noch vielen in Erinnerung. Vielleicht gibt es auch in der Bevölkerung noch alte Fotographien, Geschichten oder anderes Material vom „Pengel Anton“. Für die Arbeit der online-Redaktion sind dies wichtige Dokumente und deshalb bittet die Redaktion darum, diese leihweise zur Verfügung zu stellen. Ansprechpartner sind neben Martin Beudel und Johannes Müller alle Redaktionsmitglieder.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Gemeinsam für Westönnen

Abitur vor 100 Jahren

22. Juni 2019 von Dieter Holtheuer

Am Ursulinen-Gymnasium Werl bestanden vor 100 Jahren zwei Schülerinnen aus Westönnen ihre Reifeprüfung.

Eine Abitur-Zeitung des Jahrgangs 1919 (siehe Foto) berichtet, dass Sepha Hagen und Lene Kerkhoff ihren Schulabschluss erfolgreich meisterten. In witzigen Versen, rückblickenden Gedanken und Begebenheiten wird hier ihre vergangene Schulzeit in Werl vorgetragen.

Die Abi-Zeitung 1919


Wisset, dies ist Sepha Hagen,
Wovon ich jetzt sprechen will;
Sie ist strebsam und bescheiden,
Sanft und friedlich und sehr still.

Ihrer Schulzeit größtes Uebel,
Das war allezeit das Singen;
Selbst der strenge Blick des Lehrers
Konnt‘ sie niemals dazu bringen.

Alles konnte sie ertragen,
Ohne nur ein Wort zu sagen;
Aber, wenn sie dies erfuhr,
Ging‘s ihr wider die Natur.

Doch, nach allem Gram der Schule,
Zu erfrischen ihren Sinn,
Ging sie stets mit Lene Kerkhoff
Gern zum Cafe Göbel hin.

Schnell im lauschigen Cafe
War vergessen alles Weh;
Schnell vergessen alles Weh
War im lauschigen Cafe.

Aus demselben Dorf Westönnen
Ging zur heil‘gen Ursula
Kerkhoffs Lene jeden Morgen,
Hatt‘ den ganzen Kopf voll Sorgen.

Ganz besonders Dienstag morgens,
Wo von 9-10 Geschichte,
Ja, auf diese Wissenschaft
Legt bei uns man viel Gewichte.

Aber ihre ganze Weisheit
Zeigt‘ sie in der Geographie,
Half ihr schnell die ganze Runde
Staunt‘ man über dies Genie.

Max war ihr sehr wohl gesinnt,
War sie doch sein süßer Trost,
Wenn er über uns’re Leistung
Im Gesang oft sehr erbost.

Seht, am heut’gen Tage ist ihr
So von ganzen Herzen wohl,
Sagt sie doch dem ganzen Studium
Heut‘ auf immer Lebewohl.

Freilich, dichten und verreisen
Machen größ’re Freude ihr
Als drücken in den Bänken;
Bald wird sie ‘ne Hausfrau schier.

Bei den beiden Westönner Damen handelt es sich um Josephine Kaiser gt. Hagen — Sie war die Tochter des Gastwirts Heinrich Kaiser gt. Hagen und der Josephine Hallermann. Am 16. Dezember 1899 wurde sie als zweites Kind dieses Paares in Westönnen geboren. Sie studierte nach dem Abi in Münster und Rostock Lehramt für höhere Schulen. Zuletzt war sie bis 1964 als Studienrätin an der Wirtschaftsschule in Neuenkirchen/Saar tätig. Mit 94 Jahren starb sie ledig am 11. September 1994

Josephine Hagen

Maria Magdalene Kerkhoff — Ihre Eltern waren der Kaspar Kerkhoff und Magdalene Lengeling. (Gründer der Sauerkrautfabrik) Sie wurde am 5. August 1900 als sechstes Kind dieser Ehe in Westönnen geboren. Bereits ein Jahr nach der Reifeprüfung, wie auch im Text der Abi-Zeitung erfahrbar, heiratete Magdalene Kerkhoff am 19. August 1820 den Franz Anton Scheferhoff aus Körbecke.

Übrigens: Magdalene Kerkhoff war die Autorin der Kerkhoff-Chronik, die Westönnen-Online im Herbst 2018 veröffentlichte. Wir erinnern an den Chronik-Vortrag am 16. November 2018 im Christophorus-Heim.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder Stichworte: Allgemein, Alte Bilder

ALTE WESTÖNNER HEILIGEN-HÄUSER – Teil 1

24. Mai 2019 von Dieter Holtheuer

Wie in jedem Jahr gehen auch 2019 die Westönner Katholiken traditionell die beiden Prozessionen zu Christi Himmelfahrt und Fronleichnam. In diesem Jahr liegen die beiden Festtage um 20 Tage später als 2018, was sich sicherlich im bunten Blumenschmuck der Stationen zeigen wird.

Bei der Brandprozession an Christi Himmelfahrt werden die vier Heiligen Häuschen an der Breiten Str., Am Hackenfeld, Mawicker Weg und am Hellweg besucht. Während Fronleichnam an der West-, Bruch-, Oststraße und am Anfang des Mawicker Weges Halt gemacht wird.

Nach vielen Recherchen und Studien, erfahren wir, dass in früheren Jahren die Westönner Prozessionen andere Wege gingen und somit auch an anderen Stellen zum Gebet verweilt wurde. Betrachtet man eine Karte aus dem Jahre 1840/41 so sieht man dort, in der Vergrößerung, zwei Kreuze entlang der heutigen Bundestraße und am Alten Hellweg stehen. (siehe Fotoausschnitt). Eine weitere Karte, ein Meßtischblatt von 1897, zeigt uns zwei Kreuze in der südwestlichen Westönner Flur und südlich der Bundesstraße.

Zu beiden Stellen erfahren wir aus diversen Akten und Urkunden des Westönner Pfarrarchivs recht interessante Informationen.

Erstens handelt es sich um ein ehemaliges Heiligen-Häuschen, dass auf dem früheren Grundstück der Familie Hoffmann/Kliemt, heute H.P. Gaspers, stand. Wie uns ein Brief des ehemaligen Westönner Pfarrers Bernhard Voss (Pfarrer in Westönnen 1809-1840) vom 16. Januar 1829 berichtet, handelt es sich hier um das sogenannte Westönner Junggesellen Heiligen Häuschen, an dem jährlich die Prozession an Fronleichnam Station machte. Pfarrer Voss schreibt hier u.a.: …
dieser Platz wird seit undenklichen Jahren zur Ausübung einer religiösen, den Katholiken sehr ehrwürdigen Handlung, nämlich zur Haltung einer Station bei der jährlichen Prozession bestimmt… (siehe Foto der ganzen Urkunde, sowie deren lesbaren Text). …

Die Übersetzung der Urkunde…

Es ist mir unterschreibenen Pastor zu Westönnen von mehreren Seiten angezeigt worden, daß der Bäcker Joseph Stewen am alten Hellwege sich den Platz, wo das so genannte Westönner Junggesellen Heiligen Häuschen steht; zueignen wolle. Da aber dieser Platz seit undenklichen Jahren zur Ausübung einer religiösen, den guten Katholiken sehr ehrwürdigen Handlung, nämlich zur Haltung einer Station bei der jährlichen Prozession bestimmt, gewidmet und benutzt ist; so kann ihn weder die Gemeinde noch irgendeine Behörde ohne Verletzung eines unbestreitbaren Prozessions-Rechtes zu neuen profanen Zwecke vereußern, und es ist nun so auffallender, daß ein in Westönnen geborner und erzogener Privatmann sich wider alles Recht zueignen will. Da ich nun als zeitlicher Pastor die kirchlichen Gerechtsame zu bewahren verpflichtet bin, so protestiere ich vorerst gegen jede fremde Anmaßung dieses Platzes und ist dieses fruchtlos; so muß ich einen andern Weg einschlagen, und die dadurch veranlaßten Kosten hat sich dann der Joseph Stewen selbst zuzuschreiben – den tausend Zeugen aufzubringen, welche eidlich darthun können, daß der fragliche Platz immerwährend nur zur jährlichen Ausübung einer religiösen Handlung bei der feierlichen Prozession gedient hat, und zu keinem andern Zweck benutzt werden ist, wird eben nicht schwer seyen. Daher muß der fragliche Platz in der Beschaffenheit bleiben, wie er früherhin immer gewesen ist.

Westönnen, den 16 ten Januar 1829
der Pastor B. Vohs

Das Original von Vorstehendem habe ich unterschriebener dem Bäcker Joseph Stewen insinuiert (= vorlegen / zustellen)

Pfarrer Voss berichtet hier von der jährlichen Prozession zu Fronleichnam. Es handelt sich um die älteste Westönner Prozession, die sogenannte Hagelfeier-Prozession. Sie war der Vorgänger der erst 1870 in Westönnen eingeführten Fronleichnamsprozession.

Ergänzend zu diesem Bericht zeigen wir Fotos von zwei Devotionalien, die auf diesem Grundstück bei Garten- und Ausgrabungsarbeiten gefunden wurden. Danach folgt der Ausschnitt aus dem Kataster von 1912.


Unten blau eingekreist das Heiligenhaus am Hellweg (Kataster 1912)

Teil 2 dieses Berichtes folgt in den nächsten Tagen…

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Gemeinde, Geschichte, Kirche, Pfarrgemeinde Stichworte: Allgemein, Alte Bilder, Gemeinde, Geschichte

HOF KENTER

21. April 2019 von Dieter Holtheuer

Am 03. April 2019 hat Westönnen-Online über das neue Reparatur-Cafe informiert. Wie berichtet, befindet sich das Cafe in der Westönner Oststraße im Hof Kenter. Heute stellen wir eine Ansichtskarte vor, die den Hof Kenter um 1912 zeigt.

Die Textseite beginnt mit der Frankierung einer 5 Pfg. Germania-Briefmarke und der Stempelung vom 30.7.1912. Adressiert ist die Ansichtskarte an: Fräulein Lehrerin Maria Rohrer Gut Darup Nottuln Bez. Münster

Es handelt sich offensichtlich um gute Freundin der Familie Kenter.

Hinweis: Ausführlicher Bericht über den Hof Kenter hat Westönen-Online bereits am 29.12.2008 veröffentlich.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Geschichte Stichworte: Allgemein, Alte Bilder, Geschichte

Bilderschau Westönnen – 2. Auflage (Bilder 0032 – 0036)

22. November 2010 von Manfred Zeppenfeld

Immer auf der Suche nach alten Bildern ist die Redaktion von WestönnenOnline. Eine ganze Menge an alten Bildern haben wir schon präsentiert. Sowohl auf den vergangenen Bilderschauen im Pfarrheim wie auch hier im Netz.

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Kategorie: Alte Bilder, Geschichte, Online

Bilderschau Westönnen – 2. Auflage (Bilder 0027 – 0031)

8. November 2010 von Manfred Zeppenfeld

Immer auf der Suche nach alten Bildern ist die Redaktion von WestönnenOnline. Eine ganze Menge an alten Bildern haben wir schon präsentiert. Sowohl auf den vergangenen Bilderschauen im Pfarrheim wie auch hier im Netz.

[Weiterlesen…] ÜberBilderschau Westönnen – 2. Auflage (Bilder 0027 – 0031)

Kategorie: Alte Bilder, Geschichte, Online

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