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Westönnen Online - für unser Kirchspiel

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Startseite » Allgemein » Seite 34

WESTÖNNER GLOCKEN

1. Juni 2020 von Dieter Holtheuer

Tag für Tag hören wir die Glocken von St. Cäcilia Westönnen. Sie rufen unter anderem zum Gottesdienst oder zum „Engel des Herrn“. Sie begleiten uns bei Prozessionen und auch zu Beisetzungen auf dem Friedhof.

Wer die neun Glocken nicht nur hören, sondern sie auch sehen möchte, sollte sich bei You Tube unter Glockentim/Westönnen einloggen.

Glockentim zeigt uns zwei hoch interessante Aufnahmen vom Geläut aus dem Turm von St. Cäcilia. Im Foto zwei der ältesten Glocken aus den Jahren 1597 und 1671.

Aber nicht nur die beiden Videos sind recht interessant, sondern auch seine sehr ausführlichen Beschreibungen unterhalb dieser Videos auf Youtube ist sehr aufschlussreich.

Das 2. Video zeigt das Beiern, welches viele bestimmt so noch nicht erlebt haben.

Diese Beiträge veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung von Glockentim.

Kategorie: Allgemein, Kirche Stichworte: Allgemein, Kirche

Weißkohl in der Pille geboren – Großversuch 1970

27. Mai 2020 von Ferdinand Newe

Mit diesem Bericht setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früher Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Verschiedene Westönner können sich noch gut an den Versuch beim Landwirt Theo Kerkhoff erinnern, wo Weißkohlsamen in Form von Pillensaat mit einem entsprechenden Legegerät auf den gewünschten End-Abstand (ca. 50 cm) in den Boden gebracht wurden.

Allerdings liefen mit den Weißkohlsamen auch die unerwünschten Unkräuter auf und die machten bei der dann notwendigen Pflege der Flächen Probleme.

Flächen, auf denen der Weißkohl herkömmlich gepflanzt worden war, konnten bis unmittelbar vor der Pflanzung noch beackert werden und die Verunkrautung war dadurch wesentlich geringer und der Aufwand für die anschließende Pflege erheblich günstiger.

Auch erwies sich die Pflege mit Striegel und Hackmaschine auf den Flächen mit Pillensaat als äußerst schwierig.

Jedenfalls haben in Westönnen keine weiteren Versuche in dieser Richtung stattgefunden und bis heute werden hier, die im Freien oder auch in Gewächshäusern vorgezogenen Weißkohlpflanzen großflächig mit der Pflanzmaschine gepflanzt.

Ich kann mich aber auch noch sehr wohl daran erinnern als es noch keine Pflanzmaschinen gab und alle Gemüsepflanzen (ob Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Blumenkohl, Kohlrabi, Steckrüben, Grünkohl oder Salat) von Hand gepflanzt wurden.

Das sah dann so aus, dass zunächst von Hand mit einer Reihenharke oder mit einer, von einem Pferd gezogenen, ausgedienten Sämaschine, leichte Furchen bzw. Reihen auf den, für die Pflanzung vorbereiteten Acker, gezogen wurden.

Dann machte eine Person mit einem Pflanzspaten Löcher in diese Reihen, gefolgt von der Person, die die Pflanzen in die Löcher / Erde steckte und mit dem Fuß festtrat.

Bei Landwirten, die größere Flächen zu bepflanzen hatten, konnte man dann mitunter bis zu 20 Personen und mehr ( so bei Kerkhoff) hinter einander zählen, die mit dem Löcher machen und Pflanzen setzen befasst waren.

Kategorie: Allgemein Stichworte: Allgemein, Großversuch

Ludwig Freiherr Vincke in Westönnen

15. April 2020 von Dieter Holtheuer

Porträt Ludwig Freiherr Vincke Ölbild von Karl Friedrich Adolf Boser 1849

Das es in Westönnen eine Vinckestraße gibt, wir wohl mancher wissen. Wer aber der Namensgeber war, ist sicherlich nicht allen bekannt.

Es handelt sich um den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen Ludwig Freiherr Vincke. Am 23. Dezember 1774 ist er in Minden geboren und am 2. Dezember 1844 in Münster gestorben.

Vincke hat eine große Anzahl von Tagebüchern für die Zeit von 1789 bis 1844 hinterlassen. In diesen Büchern gewährt Vincke ausführlich Einblicke in sein Leben, wie Studium, Beruf, Privates und Reisen.

Im zuletzt erschienenen Band von 1840 bis 1844 ist auf Seite 84 folgender Eintrag notiert:

„(1840 Donnerstag) 1. Okt(ober) Um 6 auf. Noch einiges für Münster gearbeitet-noch vor 8 traf auch Georg von Heeren ein, und um 9 fuhren wir, nach schmerzlicher Trennung vom theuren Weibe ab, bei Lünen auf die Chaussee, dann in Werl Brod, bei Westönne dem trotz Regen zalreichen Soester Landwirthschaftlichen Verein begegnet, in Erwitte Kaffee und den A. Bölling begrüßt, um 7 in Paderborn, bei Metternichs Thee , bei Henz, Gehrken, nach Karte gegessen, Tenge – „

Kategorie: Allgemein, Historie Stichworte: Allgemein, Historie

Gruss aus Westönnen

8. April 2020 von Dieter Holtheuer

Heute stellen wir eine Ansichtskarte von Westönnen vor, die 1903 versandt wurde.

Außer der Gesamtansicht von Westönnen sind noch drei Einzelmotive dargestellt. Es sind die Pfarrkirche, die Molkerei und der Staatsbahnhof.

1903 erhielt ein Fräulein Josepha Schulte Tochtrop in Schoneberg bei Hovestadt tausend Grüße von G. Schulte aus Westönnen. Die Karte ist von dem Verlag Friedrich Pröpsel in Werl gedruckt worden.

Kategorie: Allgemein, Historie Stichworte: Allgemein, Historie

Westönner Bachstraße 1938

22. März 2020 von Dieter Holtheuer

Heute stellt Westönnen Online Ihnen ein Bild vor, dass 1938 von dem Architekten Paul Schennen (*1905 +1994) aus Neheim gezeichnet wurde.

Es handelt sich um ein Aquarell und dieses zeigt einen Teil der Westönner Bachstraße in Nord-Süd-Richtung, mit der Pfarrkirche im Hintergrund. Im Vordergrund ist das Haus des ehemaligen Dekorationsmalers Peter Topp und später des Maler- und Anstreichermeisters Wilhelm Luhmann zu sehen. (über Peter Topp hat Westönnen Online bereits am 30.09.2010 und 28.01.2011 ausführlich berichtet)

In der dargestellten Ansicht ist deutlich der noch nicht verrohrte Westönner Bach mit einer Brücke als Hauszugang zu sehen. Auf der Rückseite des Dokumentes hat der Künstler notiert:

„Meiner lieben Mutter zum 60. Geburtstag – Neheim/Ruhr, den 11. Januar 1938 „zwei Tage vorher, am 9.1.1938, hatte er das Bild gemalt.

Familie Schennen, vorne sitzend Clara Elisabeth

Die Mutter des Architekten Paul Schennen, Clara Elisabeth, war die am 11.Januar 1878 geborene Tochter des Peter Topp und seiner Frau Catharina Elisabeth Wittenkemper gt. Wellie. Am 27. August 1902 hatte sie in Arnsberg den Lohngerber Vinzens Karl Schennen geheiratet.

Eine weitere Notiz auf der Bildrückseite berichtet uns, dass Paul Schennen 40 Jahre später, am 5. November 1978, noch einmal Westönnen besucht hat. (siehe Foto mit Text)

Kategorie: Allgemein, Historie Stichworte: Allgemein, Historie

POSTKARTE VOM DEZEMBER 1945

21. Februar 2020 von Dieter Holtheuer

Heute präsentieren wir eine Postkarte die vor 75 Jahren, ca. ein halbes Jahr nach Kriegsende, auf Haus Köningen geschrieben und nach Radebeul bei Dresden versandt wurde.

Die Freifrau von Oer, eine geborene von Papen, berichtet teilweise vom Leben und von Eindrücken aus den ersten Nachkriegsmonaten; von knappem Heizmaterial und bis hin zu armen Ostflüchtlingen.

Das Foto zeigt die Karte mit der postalischen Stempelung vom 04.12.1945 und 6 Pfennig Porto; und weiter die Textseite mit Datum vom 02.12.1045.

Einige Daten zur Schreiberin der Karte:

Eleonore von Papen war die Tochter des preuß. Forstmeisters Hans von Papen auf Köningen und der Alexandra von Kalckstein. Am 17.08.1912 ist sie in Lüneburg geboren und starb in Hameren bei Billerbeck am 14.01.1994. Am 26.06.1934 heiratete sie in Arnsberg den Freiherrn Joseph Maximiliam von Oer. Nach dessen Tod (+31.01.1939) ein zweites mal, am 08.11.1955, Augustinus Freiherr von Twickel.

Hier die ganze „Übersetzung“ des Beleges:

Anschrift: Herrn Stetefeld 10 Radebeul bei Dresden Ebenberge 17

Absender: Frf von Oer 21 Werl Hs Koeningen German

Lieber Herr Stetefeld! Wie geht es Ihnen noch?, Sind Sie noch zu Haus? Haben Sie wieder eine Anstellung u. nicht zu letzt leben die Hundchen noch? Wie sind Sie doch ganz gut durchgekommen – ist hier nichts zerstört-. Mein letzter Bruder kam Mitte August aus amerik. Gefangenschaft zurück. Er ist jetzt unermüdlich im Betrieb. Wie geht es denn Ihrer Frau. Ich hoffe doch Sie sind zu Haus geblieben, denn das Herumziehen der armen Ostflüchtlinge ist ja grauenhaft. Hier geht es langsam wieder bergauf. Wenn nun der Winter nicht zu schwer wird. Das Heizmaterial ist sehr knapp, auch auf dem Lande. Bienen geht es noch gut. Ich würde Sie ja gerne noch mal wieder sehen. Aber wo? Reisen unmöglich. Züge über füllt. Schreiben Sie mal wieder. Herzliche Grüße

Baronin v. Oer

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie Stichworte: Allgemein, Aus alten Tagen, Historie

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