2000: Der Traum muss warten
Eigentlich sollte es schon im Jahr 2000 klappen: Martin Wulf trat zum Vogelschießen an und hatte das Ziel fest vor Augen. Auch Gaby Höbrink hätte ihn damals gerne als Königin begleitet. Doch das Schießen nahm einen anderen Verlauf. Rainer Wiemer bewies die sicherere Hand und wurde neuer Schützenkönig.
Die Enttäuschung bei Martin und Gaby war zunächst groß. Ihren Traum, einmal gemeinsam das Königspaar zu stellen, gaben sie jedoch nicht auf. Auch viele Freunde, die später den Hofstaat bilden sollten, hielten an ihrer Zusage fest und warteten auf die nächste Gelegenheit.
2001: Endlich Königspaar
Nur ein Jahr später bot sich die nächste Chance und diesmal sollte es klappen. Nachdem die Insignien gefallen waren, verabschiedeten sich die übrigen Bewerber einer nach dem anderen aus dem Wettbewerb. Martin Wulf blieb als letzter Schütze übrig und holte schließlich den Vogel von der Stange.
Direkt nach dem entscheidenden Schuss wurde der Hofstaat zusammengerufen. Für viele der insgesamt 21 Hofstaatspaare war es ein verspäteter Start: Sie hatten ihre Zusage bereits im Vorjahr gegeben und konnten nun endlich gemeinsam mit dem neuen Königspaar feiern.
Zum Hofstaat gehörten auch zahlreiche Freunde aus Werl. Martin Wulf führte dort damals noch sein Geschäft, war Mitglied der 1. Kompanie in Werl und gehört bis heute seit mittlerweile 33 Jahren der Einigkeit Westönnen an.

Ein Schützenfest wie aus dem Bilderbuch
Nach dem verregneten Schützenfest im Jahr 2000 zeigte sich das Wetter ein Jahr später von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein begleitete nicht nur das Schützenfest, sondern auch das Bezirksschützenfest.
Die Parade fand auf der roten Asche des Sportplatzes statt. Für einen besonderen Moment sorgte dabei eine humorvolle Einlage: Bevor die Parade begann, musste König Martin mit einem Kettcar eine komplette Runde über den Sportplatz drehen. Hinter ihm saß Königin Gaby im festlichen Kleid in einem kleinen Anhänger. Eine Szene, die vielen Besuchern bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Auch abseits der offiziellen Programmpunkte genoss das Königspaar seine Regentschaft in vollen Zügen. Jede Gelegenheit wurde genutzt, gemeinsam mit Hofstaat, Schützen und Freunden zu feiern.
Die Festtage
Sonntag
Am Sonntag wurde das Königspaar traditionell im Kleegarten abgeholt. Die Nachbarschaft hatte das Wohnhaus zuvor festlich gekränzt. Eine besondere Überraschung hielt der Hofstaat bereit: Er überreichte Martin und Gaby eine der damals erstmals eingeführten Schützenfahnen, die direkt ihren Platz am Haus fand.
Montag
Am Montag führte der Weg des Schützenzuges zur Bockum-Dolffs-Straße. Auch dort hatten die Nachbarn das Haus festlich geschmückt. Erneut überreichte der Hofstaat dem Königspaar eine neue Schützenfahne, die ebenfalls sofort aufgehängt wurde.
So wurden die beiden Festtage für Martin Wulf und Gaby Höbrink zu einem unvergesslichen Höhepunkt ihrer Regentschaft und an viele dieser Momente erinnern sie sich auch 25 Jahre später noch gerne.






