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Grußwort des amtierenden Westönner Schützenkönigspaares

19. Juli 2020 von Steffen Hünnies

Liebe Freunde des Westönner Schützenfestes,

das Corona-Virus hält derzeit die ganze Welt in Atem. Die Auswirkungen spüren wir bis in unser beschauliches Kirchspiel Westönnen. Feste fallen aus, wir dürfen Familie und Freunde nicht wie gewohnt treffen und unsere Kontakte sind auf ein Minimum reduziert. Die Welt scheint stillzustehen.
Auf einmal wird klar, was uns wirklich wichtig ist. Die Gemeinschaft mit Freunden, Familie und der großen Schützengemeinde in regelmäßigem Austausch füreinander und miteinander.

Wenn wir in diesen Tagen an das letzte Schützenfest zurückdenken, sind wir einmal mehr dankbar! Dankbar dafür, dass wir ohne Einschränkungen und ausgelassen miteinander feiern konnten. Dass wir uns ohne Mindestabstand in den Armen liegen und von Samstag bis Dienstag jubeln, singen und tanzen durften. Dass der Kommandeur der Avantgarde seine gesamte Gefolgschaft im 60. Jubiläumsjahr zum Hofstaat erklären durfte. Dass uns dieser Hofstaat unfassbar schöne Tage in Westönnen und Niederbergstraße sowie beim Bezirksschützenfest in Scheidingen und zum 525- jährigen Jubiläum in Werl beschert hat und die Stimmung untereinander immer ausgelassen und fröhlich war. Dass der Schützenvorstand uns während der Festtage so großartig unterstützt hat und Brudermeister Christoph Zeppenfeld immer so tolle Worte für uns übrig hatte. Dass Anette Hagen mit ihren Mädels uns Bergsträßern zum Abholen Türen und Zapfhähne geöffnet hat und uns unsere (Schwieger-)Eltern Cordula und Peter jeden Tag des Schützenfests mit viel Unterstützung zur Seite gestanden haben. Dass die Freunde und Nachbarn, die sich mit uns gefreut haben, uns mit so viel Aufmerksamkeiten sehr glücklich gestimmt haben. Für die viele Unterstützung und Freude über unser Schützenfestglück jedes einzelnen sind wir sehr dankbar!

In diesem Jahr wird das Schützenfest wie wir es kennen, leider nicht stattfinden können. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir auf die Gemeinschaft miteinander verzichten müssen. Ein Sprichwort
sagt: „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen“. Für dieses Jahr bedeutet das, dass wir das Schützenfest an verschiedenen kleinen Orten in Westönnen feiern werden, jeder für sich und doch alle zusammen. Ein Pülleken Bier mit dem Nachbarn trinken oder ein paar Freunde zum Grillen im Garten treffen. Denn Schützenfest ist, wenn man gemeinsam feiert. Heute im Kleinen und nächstes Jahr hoffentlich wieder im großen Kreis!

Corona vergeht, Gemeinschaft besteht!

Auf das wir uns bald alle wieder uneingeschränkt wiedersehen können.

Herzliche Grüße und für alle viel Gesundheit!

Das Königspaar

Steffen und Sophie Hünnies


Kategorie: Allgemein, Schuetzen

PRÄLAT EBERHARD DROSTE

18. Juli 2020 von Dieter Holtheuer

Im Jahrbuch 2004 des Soester Anzeiger wird unter dem Titel: „Kirche hinter Stacheldraht“ Ein hochinteressanter Beitrag vorgestellt. Er beschreibt Erinnerungen aus der Kriegsgefangenschaft nach dem letzten Weltkrieg in den USA.

Unter den Gefangenen befand sich auch der ehemalige Vikar Eberhard Droste. Nach der Entlassung aus der Gefangenschaft war er von April 1946 bis Februar 1949 er als Vikar in der Pfarrei St. Cäcilia Westönnen tätig.

Hermann Josef Dregger aus Körbecke hat uns für diesen Bericht einen ausführlichen Lebenslauf des Priesters Eberhard Droste recherchiert und zusammengestellt.

Prälat Eberhard Droste (1910 –2005)

Eberhard Droste wurde am 06. August 1910 als zweites von acht Kindern der Eheleute Franz Wilhelm Droste (1877 – 1936) und Theresia geb. Kametz (1874 – 1951) in Allagen geboren und in der dortigen Pfarrkirche St. Johannes Baptist am 10. August 1910 getauft. Sein Vater war Kettenschmied in einer kleinen Heimschmiede am Stukenweg. Seine Mutter hatte bereits fünf Kinder aus ihrer ersten Ehe mit Joseph Franz Kaspar Störmann, der am 24. August 1903 verstorben war.

Nach dem Abitur und dem Studium der Philosophie und der katholischen Theologie in Freiburg (Breisgau) und Paderborn, empfing er am 13. März 1937 im Hohen Dom in Paderborn die Priesterweihe. Seine erste Vikarsstelle trat er am 31. März 1937 in der Pfarrei St. Antonius in Ickern, im Nordosten Castrop-Rauxels, an. Währenddessen erfolgte 1938 eine Haussuchung und 1939 ein Verhör durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo).

Im Bild Vikar Eberhard Droste am Tag seiner Heimatprimiz in Allagen am Ostermontag, 29. März 1937

Am 15. Januar 1940 wurde er zum Heeresdienst einberufen und nahm bis 1945 als Sanitätsunteroffizier und Priester am 2. Weltkrieg teil. Im Reservelazarett erhielt er Predigtverbot, weil der Vikar einem sterbenden SS-Mann (Schutzstaffel) christlichen Zuspruch erteilt hatte. Daraufhin erfolgten Verhöre und die Strafversetzung zum Feldheer. Während der einjährigen amerikanischen Kriegsgefangenschaft in Pow Camp Fort Devens im US-Bundesstaat Massachusetts, unweit der Bischofsstadt Boston, wirkte er sehr segensreich als Lagerkaplan und stand manchem seiner Mitgefangenen in schwieriger Lebenslage bei. Außerdem gründete er dort einen Gesellenverein.

Durch die Strapazen der Gefangenschaft gezeichnet, kam er am 17. April 1946 als Vikar in die Pfarrei St. Cäcilia in Westönnen. Nach seiner Genesung war er vom 03. Februar 1949 bis Dezember 1954 als Vikar in der Propsteigemeinde St. Walburga in Werl tätig.

Am 31. Dezember 1954 trat er seinen Dienst als Vikar an der Propsteigemeinde St. Gertrud in Wattenscheid an. Bereits am 08. Dezember 1956 erfolgte seine Ernennung zum ersten Pfarrer der neugegründeten Kirchengemeinde St. Pius in Wattenscheid, deren Aufbau ihm anvertraut wurde. Dort erbaute er die Kirche, das Pfarrhaus, das Pfarrheim, den Kindergarten und das Jugendheim.

Zusätzlich wurde ihm am 17. Dezember 1962 die Aufgabe des Definitors des Stadtdekanates Wattenscheid übertragen. Für die Jahre 1979 bis 1985 wählten ihn die Seelsorger des Dekanates Wattenscheid zum Stadtdechanten und Dechanten des Stadtdekanates Wattenscheid.

Auf Grund seines vielfältigen Engagements und seiner Treue zur Kirche ernannte ihn Papst Johannes Paul II. (1920 – 2005) am 28. Oktober 1983 zum Päpstlichen Ehrenkaplan mit dem Titel Monsignore. Als weitere Ehrung seitens der Stadt Wattenscheid wurde Prälat Droste das Bundesverdienstkreuz am Bande und der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand am 01. Juni 1992 half er in der Pfarrei St. Pius Wattenscheid, als Pfarrer im besonderen Dienst weiter seelsorglich mit.

Im Mai 2003 verlegte Prälat Eberhard Droste seinen Wohnsitz in die Seeufer-Residenz nach Möhnesee-Wamel, in der Nähe seiner geliebten sauerländischen Heimat Allagen. Anfang Januar 2004 zog er in das St. Elisabeth Wohn- und Pflegeheim in Möhnesee-Körbecke.

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand am 01. Juni 1992 half er in der Pfarrei St. Pius Wattenscheid, als Pfarrer im besonderen Dienst weiter seelsorglich mit. Im Mai 2003 verlegte Prälat Eberhard Droste seinen Wohnsitz in die Seeufer-Residenz nach Möhnesee-Wamel, in der Nähe seiner geliebten sauerländischen Heimat Allagen. Anfang Januar 2004 zog er in das St. Elisabeth Wohn- und Pflegeheim in Möhnesee-Körbecke.

Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb er am Sonntag, 02. Januar 2005 im hohen Alter von 94 Jahren im Marienkrankenhaus in Soest.

Im Totenbrief des Bistums Essens schreibt Diözesanbischof Dr. Felix Genn: „Ein erfülltes Priesterleben hat seine Vollendung gefunden. Mit beeindruckendem Engagement hat Prälat Droste fast 68 Jahre lang mit großer Treue und Gewissenhaftigkeit seinen priesterlichen Dienst erfüllt und die Pfarrei St. Pius auferbaut. Dank seiner guten Gesundheit war er unermüdlich bis ins hohe Alter seelsorglich tätig. Seine frohe Glaubenshaltung, seine Liebenswürdigkeit und stete Freundlichkeit überzeugten alle. Nicht nur um seine ihm anvertraute Gemeinde, sondern auch um die Belange des Stadtdekanates Wattenscheid und die dort tätigen Mitbrüder hat er sich mit Umsicht und großer Herzensgüte gekümmert.“

Die Totenvesper wurde am Donnerstag, 06. Januar 2005 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Pius in Bochum-Wattenscheid gebetet. Zeitgleich fand in der Pfarrkirche St. Pankratius zu Körbecke ein Vespergottesdienst mit anschließender Eucharistiefeier statt.

Seine letzte irdische Ruhestätte fand er in Wattenscheid, wo er fast 50 Jahre gewirkt hat. Das Requiem war am Freitag, 07. Januar 2005 um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Pius und um 16.00 Uhr die Beisetzung in der Priestergruft des Propsteifriedhofs in der Saarlandstraße.

Quellennachweise:

– Geschichte des Kirchspiels Allagen – Ein Heimatbuch von Hautlehrer a. d. Bernhard Kraft, Herausgegeben von der Gemeinde Allagen, 1967, Seite 106f

– Priester unter Hitlers Terror, Eine biographische und statistische Erhebung, Band II, herausgegeben von Ulrich von Hehl und Christoph Kösters, Petra Stenz-Maur und Elisabeth Zimmermann, 1996, Seite 1152

– Totenbrief des Bistums Essen vom 03. Januar 2005

– Presseartikel „Prälat Eberhard Droste verstorben“ im „Soester Anzeiger“ von Mittwoch, 05. Januar 2005

– Pfarrnachrichten Nr. 1 (2005) für die Zeit vom 08. Januar bis zum 23. Januar 2005 Pastoralverbund Möhnesee, Pfarrer Dr. Gerhard Best, 2005

– Freundliche Auskunft mit Angaben und Fotos durch Dr. Ferdinand Ferber, Gruppe Familienforschung und Heimatpflege Allagen

Kategorie: Allgemein, Geschichte, Historie, Kirche Stichworte: Allgemein, Geschichte, Historie, Kirche

Unser Kirchplatz wird gereinigt

15. Juli 2020 von Michaela Schlummer

Dem Wildwuchs und Unkraut wird am kommenden Samstag, 18.07. von 9 – 12 Uhr rund um den Kirchplatz wieder der Garaus gemacht.

Seit einigen Jahren organisiert der Gemeindeausschuss die Aktion „Kirchplatz-Reinigung“ und freut sich immer über freiwillige Helfer, die gerne draußen gemeinsam Besen, Harke und Heckenschere einsetzen.

Franz Kunzelmann und Werner Wanders übernehmen die Koordination, Willi Gerke stellt seinen Anhänger für den Strauchschnitt und die Grünabfälle zur Verfügung. Nach getaner Arbeit gibt es als Dankeschön einen stärkenden MittagsImbiss. Der Corona-Abstand kann auf dem weitläufigen Gelände ohne Probleme eingehalten werden.

Kategorie: Allgemein, Kirche

Schützenfest 1845 unterm Zelt

14. Juli 2020 von Alfred Risse

In der Zeitung von 1845 wird zum Westönner Schützenfest bei Colon Schulte unterm Zelt eingeladen. Besonders wird hier auf die starke Besetzung der Musik hingewiesen. Was nicht bedeuten mag, das schon damals 3 oder gar 4 Musikkapellen wie heute auf unserem Schützenfest aufgespielt haben.

Bei Colon Schulte kann es sich eigentlich nur um den Hof Ebel-Schulte handeln. Jedoch erfahren wir aus den Archiven, das der Johann Heinr. Theodor Ebell gt. Schulte fünf Tage vor dem Schützenfest am 7.7.1845 gestorben ist. Man hat ihn tot am Werler Weg gefunden. Er hinterließ die Witwe u. 10 Kinder! Ob das Schützenfest tatsächlich, wie angekündigt, auf seinem Hof statt gefunden hat, können wir leider nicht sagen.

Mit freundlicher Unterstützung von Dieter Holtheuer

Kategorie: Allgemein

12. Juli 1970 – Auch Welver strauchelt am Bahndamm

13. Juli 2020 von Alfred Risse

Mit einem 2:1 Sieg gegen den SV Welver erreichte Westönnen die zweite Pokalrunde auf Kreisebene. Die Begegnung begann mit einem Paukenschlag. Schon in der 3. Minute erzielte Werner Schulte nach einem Alleingang das 1:0 für seine Farben. Welver konnte bis zur Pause seine Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. RWW verteidigte mit Geschick.

Nach dem Wechsel erhöhte Welver den Druck und kam zu guten Chancen. Dann war es aber so weit. Manni Brill erzielte per Kopf den Ausgleich. In der regulären Spielzeit fiel kein weiterer Treffer. Zumal auch der Pfosten Westönnen half. In der Verlängerung konnte RWW das Spiel wieder ausgeglichener gespalten. Und dann kam der große Auftritt des wiederum eingewechselten Willi Kirchhoff.

Er erlief sich einen Pass und nezte zum 2:1 Siegtreffer ein. Kurz vor dem Ende dann der unrühmliche Höhepunkt der Begegnung. Nach einer Attacke der Welveraner Torhüters Jürgen Kühmel musste Klaus Glade, der auf das Tor des Gegners zugeeilt war, mit einem Schienbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden.

Kategorie: Allgemein, Fussball, Historie

Westönner Wallfahrt nach Werl 1895 an Mariä Heimsuchung

7. Juli 2020 von Alfred Risse

Mit diesem Bericht, der am 7. Juli 1895 in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früher Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kurz nach dem Schützenfest am 2. und 3. Juli 1895 machten sich die Westönner am 7. Juli, dem Fest Mariä Heimsuchung, zur traditionellen Fußwallfahrt nach Werl auf. Dorthin waren auch Pilger aus Hildesheim, Delbrück, Warstein, Werne, Brilon, Medebach, Olpe und Much gekommen.

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Aber auch die Pilger aus der Umgebung wie Büderich, Scheidingen und Wickede hatten sich auf den Weg gemacht. An der Prozession nahmen 5000 Personen teil. Es gab aber auch Zeiten, da waren es 15000. Eine Zahl, die wir uns heute nicht vorstellen können. Das Festhochamt auf der Gänsevöhde hatte 8000 Teilnehmer. Zum Glück gab es keinen Regen, aber die Straßen waren staubig. Auch zu den Bedingungen bei schlechtem Wetter gibt es in dem Artikel interessante Informationen.

Kategorie: Allgemein

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