Am Pfingsmontag zog eine Schafherde von Büecke an der Möhnesee über Westönnen in den Märkischen Kreis. Die über 350 Schafe waren so nah vor der eigenen Tür schon ein recht ungewöhnliches Bild. Den Rasen mussten die Anwohner dennoch selbst mähen.

von Dieter Holtheuer
Am Pfingsmontag zog eine Schafherde von Büecke an der Möhnesee über Westönnen in den Märkischen Kreis. Die über 350 Schafe waren so nah vor der eigenen Tür schon ein recht ungewöhnliches Bild. Den Rasen mussten die Anwohner dennoch selbst mähen.

von Dieter Holtheuer
Tag für Tag hören wir die Glocken von St. Cäcilia Westönnen. Sie rufen unter anderem zum Gottesdienst oder zum „Engel des Herrn“. Sie begleiten uns bei Prozessionen und auch zu Beisetzungen auf dem Friedhof.
Wer die neun Glocken nicht nur hören, sondern sie auch sehen möchte, sollte sich bei You Tube unter Glockentim/Westönnen einloggen.
Glockentim zeigt uns zwei hoch interessante Aufnahmen vom Geläut aus dem Turm von St. Cäcilia. Im Foto zwei der ältesten Glocken aus den Jahren 1597 und 1671.
Aber nicht nur die beiden Videos sind recht interessant, sondern auch seine sehr ausführlichen Beschreibungen unterhalb dieser Videos auf Youtube ist sehr aufschlussreich.
Das 2. Video zeigt das Beiern, welches viele bestimmt so noch nicht erlebt haben.
Diese Beiträge veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung von Glockentim.
von Dieter Holtheuer
Der Corona-Virus legt unser gewohntes Leben komplett still. Die ersten Lockerungen zeigen in unserem Leben kaum sichtbares. Treffen, Versammlungen und Feierlichkeiten sind zu unser aller Leidwesen immer noch verboten. Was aber sind für uns diese Einschränkungen und Verbote gegen die Epidemie, die zwischen 1816 – 1819 über unsere Dörfer zog. Ja, Corona ist nicht die erste Epidemie, die unser Kirchspie trifft.
Bräune – eine Diphterie-Epidemie in Westönnen
Schon 2015 schrieb unser Autor Dieter Holtheuer über die Bräune – eine Epidemie, die um 1816 – 1819 über unsere Dörfer zog.
Beim Forschen und Recherchieren über diverse heimatgeschichtliche Begebenheiten bin ich auf ein Ereignis gestoßen, dass bis heute in Westönnen wenig bekannt war. Auch in der Literatur zur Geschichte Westönnens fand sich nur ein kleiner Hinweis. Lediglich Rudolf Preising notiert in seiner Schrift „Westönnen – Geschichte eines Kirchspiels und seiner Höfe im kurkölnischen Amte Werl, 1977“ auf Seite 20, unter Schulte zu Oberbergstraße u. a.:
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von Dieter Holtheuer
Porträt Ludwig Freiherr Vincke Ölbild von Karl Friedrich Adolf Boser 1849
Das es in Westönnen eine Vinckestraße gibt, wir wohl mancher wissen. Wer aber der Namensgeber war, ist sicherlich nicht allen bekannt.
Es handelt sich um den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen Ludwig Freiherr Vincke. Am 23. Dezember 1774 ist er in Minden geboren und am 2. Dezember 1844 in Münster gestorben.
Vincke hat eine große Anzahl von Tagebüchern für die Zeit von 1789 bis 1844 hinterlassen. In diesen Büchern gewährt Vincke ausführlich Einblicke in sein Leben, wie Studium, Beruf, Privates und Reisen.
Im zuletzt erschienenen Band von 1840 bis 1844 ist auf Seite 84 folgender Eintrag notiert:
„(1840 Donnerstag) 1. Okt(ober) Um 6 auf. Noch einiges für Münster gearbeitet-noch vor 8 traf auch Georg von Heeren ein, und um 9 fuhren wir, nach schmerzlicher Trennung vom theuren Weibe ab, bei Lünen auf die Chaussee, dann in Werl Brod, bei Westönne dem trotz Regen zalreichen Soester Landwirthschaftlichen Verein begegnet, in Erwitte Kaffee und den A. Bölling begrüßt, um 7 in Paderborn, bei Metternichs Thee , bei Henz, Gehrken, nach Karte gegessen, Tenge – „
von Dieter Holtheuer
Heute stellen wir eine Ansichtskarte von Westönnen vor, die 1903 versandt wurde.
Außer der Gesamtansicht von Westönnen sind noch drei Einzelmotive dargestellt. Es sind die Pfarrkirche, die Molkerei und der Staatsbahnhof.
1903 erhielt ein Fräulein Josepha Schulte Tochtrop in Schoneberg bei Hovestadt tausend Grüße von G. Schulte aus Westönnen. Die Karte ist von dem Verlag Friedrich Pröpsel in Werl gedruckt worden.

von Dieter Holtheuer
Heute stellt Westönnen Online Ihnen ein Bild vor, dass 1938 von dem Architekten Paul Schennen (*1905 +1994) aus Neheim gezeichnet wurde.
Es handelt sich um ein Aquarell und dieses zeigt einen Teil der Westönner Bachstraße in Nord-Süd-Richtung, mit der Pfarrkirche im Hintergrund. Im Vordergrund ist das Haus des ehemaligen Dekorationsmalers Peter Topp und später des Maler- und Anstreichermeisters Wilhelm Luhmann zu sehen. (über Peter Topp hat Westönnen Online bereits am 30.09.2010 und 28.01.2011 ausführlich berichtet)
In der dargestellten Ansicht ist deutlich der noch nicht verrohrte Westönner Bach mit einer Brücke als Hauszugang zu sehen. Auf der Rückseite des Dokumentes hat der Künstler notiert:
„Meiner lieben Mutter zum 60. Geburtstag – Neheim/Ruhr, den 11. Januar 1938 „zwei Tage vorher, am 9.1.1938, hatte er das Bild gemalt.

Die Mutter des Architekten Paul Schennen, Clara Elisabeth, war die am 11.Januar 1878 geborene Tochter des Peter Topp und seiner Frau Catharina Elisabeth Wittenkemper gt. Wellie. Am 27. August 1902 hatte sie in Arnsberg den Lohngerber Vinzens Karl Schennen geheiratet.
Eine weitere Notiz auf der Bildrückseite berichtet uns, dass Paul Schennen 40 Jahre später, am 5. November 1978, noch einmal Westönnen besucht hat. (siehe Foto mit Text)
