2003 wurde an allen Tischen und Bänken eine gründliche Renovierung durchgeführt. Die mittlerweile 33 Jahre alte Vogelstange war in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den rechtlichen und technischen Vorgaben. Somit hatte der Vorstand den Auftrag, bis zum Vogelschießen 2004 eine neue modernere Anlage zu montieren. Im Jahr 2004 wurde die restliche Fahrfläche des Parkplatzes gepflastert und ein neuer Schaltschrank für die Heizung angeschafft. Erstmalig wurde zum Schützenfest auf die neue Vogelstange geschossen. In den ersten Monaten des Jahres 2005 hatten Vorstand und Avantgarde weitere Arbeiten in und an der Schützenhalle zu erledigen. Die Heizung wurde von Öl auf Gas umgestellt und diverse Holz- und Dacharbeiten durchgeführt. Der Speisesaal wurde renoviert und die beschädigte Pflasterflächen ausgebessert. Die Garderobenständer wurden überarbeitet und der Avantgardenkeller gründlich renoviert. Außerdem wurde die Außenbeleuchtung über den Türen erneuert und am Eingangstor eine Tafel aufgestellt.
Anfang März 2009 begann der Vorstand und einige freiwillige Helfer mit der Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schützenhalle. Schneller als gedacht, konnte die 34,5 KWP Anlage am 20. März ihren Betrieb aufnehmen. Der Vorstand hatte sich für diese Investition entschieden, um einen Beitrag im Bereich erneuerbarer Energien zum Umweltschutz zu leisten. Darüber hinaus sollte für die Zukunft eine neue Einnahmequelle erschlossen werden, welche den Bestand der Halle weiter absichern sollte.
Mit dem käuflichen Erwerb des Parkplatzgrundstücks bestand für die Bruderschaft die Möglichkeit, hinter der Halle ein angrenzendes Grundstück aus dem Besitz der Familie Busemann anzupachten. Die ca. 5000 qm große, bis dahin noch als Ackerfläche genutzte Fläche, sollte für die Zukunft als idealer Ort für eine Paradewiese in direkter Nachbarschaft der Halle hergerichtet werden. Folglich standen in den Monaten März bis Mai 2010 zahlreiche Arbeiten auf und an der Paradewiese an. Die Wiese wurde geebnet, gewalzt und eingesät, die Zugänge mit einer Bruchsteinmauer eingefasst und gepflastert. Des
Weiteren wurde die Pflasterfläche hinter der Schützenhalle verbreitert um ausreichend Platz für die größeren Kühlwagen zu bekommen. Außerdem wurden zwei Stehtische, ebenfalls aus Grünsandstein, auf dem Vorplatz erstellt. Zusätzlich wurden bauliche Auflagen, hinsichtlich der Fluchtwegsituation auf dem Schießstand umgesetzt. Umfangreiche Arbeiten an der Beleuchtung wurden durch die Elektriker der Bruderschaft ausgeführt. So konnte z.B. eine neue Werbebeleuchtung der VeltinsBrauerei über den Theken installiert werden.

Auch 2011 wurden wieder zahlreiche Arbeiten in und an der Schützenhalle durchgeführt. Dazu kam die Anschaffung von 200 gepolsterten Stühlen zur Erweiterung der Hallenbestuhlung. Die Erneuerung der Außentüren, sowie die Anfertigung zweier Vordächer an der Hausmeisterwohnung und am Speisesaal, ebenso die Renovierung des Treppenaufgangs zur Hausmeisterwohnung. Das Jahr 2012 stand neben den turnusmäßigen Veranstaltungen auch ganz im Zeichen vieler Bau und Investitionsmaßnahmen. Der Holzfußboden im kleinen Saal wurde komplett erneuert. Dazu wurden neue Tische angeschafft.
Teile der Elektroinstallation, sowie die Lautsprecheranlage wurden auf den neuesten Stand gebracht. Nach dem Schützenfest 2013 begannen die Vorstandsmitglieder mit dem Verlegen eines neuen Holzfußbodens im großen Saal der Schützenhalle. Die Treppenaufgänge zur Bühne und die Fensterseite im kleinen Saal wurden mit „Natursteinen“ verkleidet. Neben der Neuinstallation einer Gastherme in der Hausmeisterwohnung wurde eine neue Fußbodenreinigungsmaschine angeschafft. Der Schützenbruder und Künstler Michael Schütz fertigte an der Außenwand der Schützenhalle ein Porträt an, welches die Schützenbrüder im Jahre 1925 im Kerkhoffschen Steinbruch beim Abbau, der für den Bau der Halle so wichtigen Grünsandsteine zeigt.

Noch vor der Generalversammlung 2015 startete die nächste größere Baumaßnahme. Die gesamte Maßnahme sollte in den Monaten Januar bis Mai durchgeführt werden. So wurde in dieser Zeit die gesamte Vorplatz-Oberfläche erneuert. Dazu entstanden Einfassungen und Baumscheiben, welche dem Erhalt des wertvollen Baumbestandes dienen sollten. Dazu wurden Versorgungsschächte und Leitungen montiert, Fußwege gepflastert und 18 Bodenstrahler zum Anleuchten der Bäume eingebaut. So wurden Stromverteiler verlegt und die Ansteuerung der Außenbeleuchtung zentral zusammengelegt. Ein weiterer Schwerpunkt war der Bau neuer Tordurchfahrten im ortsüblichen Grünsandstein, einschließlich der Montage schmiedeeiserner Tore und Geländer. Auf der Ecke zur Schützenstraße/Mawicker Weg wurde ein Grünsandsteindenkmal mit einem eingefassten Sebastianausbildnis erstellt. Der Westönner Neupriester Martin Hufelschulte hatte dafür die Patenschaft übernommen. Parallel zur Maßnahme im Außenbereich, wurden durch den Schützenbruder Willi Schulte weitere Abschnitte der Innenwände in der Schützenhalle mit Natursteinnachbildungen verkleidet.
Ende 2017 fasste der Vorstand der Bruderschaft den Entschluss, weitere umfangreiche Baumaßnahmen einzuleiten. Dank guter wirtschaftlicher Voraussetzungen, bedingt durch erfolgreiche Veranstaltungen, einer plötzlichen Erbschaft, sowie durch Einnahmen aus der Photovoltaikanlage, hatte der Vorstand diese Absicht ins Auge gefasst. Darüber hinaus ergab sich die Möglichkeit, nicht unerhebliche öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen. Im Vergleich zu den großen Baumaßnahmen Anfang der neunziger Jahre, welche ein absolutes Muss darstellten, um die Halle für deren Fortbestand weiterhin wirtschaftlich nutzen
zu können, präsentierte sich nun eine wesentlich komfortablere Situation. Mit den neuen Vorhaben sollte die Infrastruktur der gesamten Anlage hinsichtlich Funktionalität und Barrierefreiheit räumlich und technisch optimiert werden.
Folgende Einzelgewerke sollten bis zum Jahresende 2022 erstellt werden:
Der Neubau einer 70qm großen Doppelgarage als Lager und Funktionsraum, unter Einbezug des ortsüblichen Grünsandsteines. Dazu der Neubau eines modernen 150 qm großen Veranstaltungsraumes mit modernster Technik. Die Anpassung der Heizung, sowie Be- und Entlüftung im neuen Teil. Des Weiteren die Schaffung eines Stuhllagers im Erdgeschoss mit Umstellung der Stühle und Tische auf stapelbare Lagerung. Der Neubau eines modernen elektronischen sechs Bahnen Schießstandes für Luftdruckwaffen, sowie eines Laserschießstandes. Darüber hinaus der Neubau eines Verbindungsflurs zu den neu entstandenen Räumen, sowie der Ausbau und die Einrichtung einer neuen Küche. Dazu der Neubau eines zweiten Behinderten WC, die komplette Erneuerung und Neugestaltung des „großen“ Herren WCs und der Neubau eines weiteren Damen WCs. Aufgrund eines für den Umbau notwendigen Brandschutzkonzeptes wurden noch viele weitere kleinere bauliche Anpassungen im älteren Hallenbestand vorgenommen.
Im September 2018 startete der Neubau eines Gebäudes auf dem Parkplatz der Schützenhalle. Noch vor den Wintermonaten war der neuen Lager- und Funktionsraum inklusive einer PKW-Garage für die Hausmeisterfamilie bereits wetterfest. Ohne die zahlreiche Unterstützung vieler engagierter Schützenbrüder wäre die Umsetzung der ersten Baumaßnahme so schnell nicht möglich gewesen. Die Restarbeiten wurden im Frühling 2019 fertiggestellt.
Über das ganze Jahr verteilt konnten aber trotzdem Schritt für Schritt weitere Etappen der Investitionsmaßnahme in Angriff genommen werden. Zunächst wurde der Rohbau durch die Firma Rinsche Bau GmbH hergestellt. Hatte man in den zurückliegenden Jahrzehnten fast alle Baumaßnahmen in Eigenleistung umgesetzt, so war es beim Rohbau alternativlos, aufgrund hoher bautechnischer Anforderungen und Gewährleistungsthemen, ein Fachunternehmen hinzuzuziehen. Trotz oder vielleicht auch wegen Corona konnten der Anbau an die alte Garage und der Anschluss zur Schützenhalle schnell fertig gestellt werden. Bereits im Frühsommer wurde Richtfest gefeiert. Da Aufgrund der Pandemie eine Vermietung der Schützenhalle nicht möglich war, gingen die Bauarbeiten bis ins nächste Jahr weiter zügig voran.
Fertigstellung aller Baumaßnahmen und Nutzung der Räumlichkeiten war im Herbst 2022.
Die Schützenhalle hat sich in den letzten 100 Jahren ständig weiterentwickelt und den Anforderungen und Bedürfnissen angepasst und wird dies auch in den nächsten Jahren immer wieder tun.
Text und Bilder: Schützenbruderschaft Westönnen
