Da im Jahre 1949 die Renovierung des großen Teils der Halle noch nicht so rechtzeitig abgeschlossen war, um zu dem großen Fest mehrere Gastvereine einladen zu können, wurde das 325-jährigeJubiläum um ein
Jahr verschoben und im Jahre 1950 gefeiert. Angesichts dieses großen Ereignisses sah man es als erforderlich an, die Halle weiter auszubauen und die Damentoiletten zu erweitern. Um dies alles bewältigen zu können, benötigte man erneut ein Darlehen der Thier-Brauerei in Höhe von DM 3.000,-, welches H. Janke kurzfristig organisierte. Zusätzlich sollte die Empore über der Haupttheke gebaut werden.
Um mehr Lagerraum zu schaffen, wurde unter dem Speisesaal ein abschließbarer Keller angelegt, welcher teils von den Schützen und teils von den in der Halle wohnenden Familien Schmitz und Kleine
genutzt wurde.
Am 9. Oktober 1955 wurden die Schützenbrüder zu einer außerordentlichen Generalversammlung eingeladen, auf der der Beschluss gefasst wurde, die Verschalung der Decken und die Beheizung der Halle mittels einer Warmluftheizung schnellstens in Angriff zu nehmen. Die Arbeiten sollten vergeben werden, wofür die Kosten ca. DM 10.000,- betragen und für deren Deckung ein Darlehen aufgenommen wurde. Nach dieser Investition war es möglich, die Halle auch in den Wintermonaten zu nutzen oder zu Veranstaltungen anderer Vereine und Verbände zu vermieten.
Dringend erforderlich war die Erweiterung der Herrentoilette. Nachdem der Vorstand den Beschluss bereits 1955 gefasst hatte, musste der Ausbau jedoch aus finanziellen Gründen nochmals verschoben werden. Auch 1957 berichtet der Geschäftsführer, der Beschluss sei nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. So konnte man die Maßnahme 1958 in Angriff nehmen und auch rechtzeitig zum Schützenfest fertigstellen.
Durch immer größeren Zuspruch zu den Veranstaltungen in der Schützenhalle, ob von den Mietern oder der Schützenbruderschaft selbst, war auch eine Erweiterung der Theken an der Ostseite der Halle dringend notwendig. Dieser Beschluss wurde am 16. Januar 1963 herbeigeführt und kurze Zeit später konnte mit den Ausschachtungsarbeiten durch die Avantgarde und den Vorstand begonnen werden. Die Fertigstellung erfolgte bis Ende des Jahres.
Die im Jahre 1956 angelegte Heizung ist mit einer Leistung von 100.000 Wärmeeinheiten für die inzwischen zahlreichen Veranstaltungen und die gestiegenen Ansprüche nicht mehr ausreichend. Wegen der enormen Kosten wurde das Thema mehrfach verschoben, musste aber jetzt unbedingt gelöst werden. Am 24. März 1973 beschließt der Vorstand daher, dass Angebote eingeholt werden sollen, um die genauen Kosten zu ermitteln. Den Auftrag erhält die Firma Nagel, Westönnen. Zur Begleichung der Kosten wird in der Generalversammlung am 12. Januar 1974 der Beschluss gefasst.
Rechtzeitig zum Jubelfest wurde der Hallenvorplatz neu asphaltiert, was durch die Fa. Bauunternehmung Josef Hering KG, Westönnen, vorgenommen wurde. Die Damentoiletten waren in schlechtem Zustand und mussten unbedingt erneuert und erweitert werden. Der Vorstand beschäftigte sich mit diesem Thema bereits in den Jahren 1973-1975, wollte jedoch erst Klarheit wegen der bevorstehenden Kanalisation haben. Im Jahre 1976 wurde dann jedoch eine großzügige und mit hohem Kostenaufwand verbundene Erweiterung durchgeführt. Der unter dem Speisesaal befindliche Kellerraum wurde 1973 mit nicht unerheblichem Kostenaufwand zu einer Kellerbar hergerichtet und erstmals beim Schützenfest in Betrieb genommen, und zwar erfolgreich. Im Geschäftsjahr 1977 wurden Küche und Speisesaal renoviert. Insbesondere wurde die Küche mit neuen Einrichtungen bestückt.
Bild und Text: Schützenbruderschaft Westönnen
