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Taschenlampenführung im Paderborner Dom

3. April 2026 von Christian Grümme

Ein ganz besonderes Erlebnis durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BdSJ Westönnen bei einer Taschenlampenführung im Paderborner Dom machen. Gemeinsam mit Diözesanjugendpfarrer Tobias Hasselmeyer erkundeten sie das beeindruckende Gotteshaus in der Dunkelheit.

Ausgestattet mit Taschenlampen erhielten die 41 Teilnehmenden einen völlig neuen Blick auf den Dom. In der besonderen Atmosphäre der Dunkelheit wurden Details sichtbar, die bei Tageslicht oft übersehen
werden. Die Führung bot nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur des Doms, sondern auch die Möglichkeit, den Raum auf eine ganz eigene, intensive Weise zu erleben.

Die außergewöhnliche Stimmung und die anschaulichen Erklärungen von
Domvikar Hasselmeyer machten den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis
für alle Beteiligten.

Kategorie: Allgemein, BDSJ Stichworte: Dom, Taschenlampenführung

Die Dämpfanlage der Molkerei

28. März 2026 von Klaus Hennemann

Zweifellos war den Überlieferungen nach die Dämpfanlage der Molkerei ein echtes Erfolgsmodell. Es war die erste Dämpfanlage im ganzen Kreis Soest zu der Zeit. Im März 1953 wurde während einer Versammlung noch über den Bau einer Dämpfanlage debattiert. Die Anlage sollte mit einem großen ausrangierten Kessel aus der Molkerei betrieben werden und im Jahr zwischen 20.000 und 100.000 Zentner verarbeiten können. Die Finanzierung der Anlage stand zu dem Zeitpunkt schon auf sicheren Beinen.

In Mengen von 30 Zentnern sollen die Kartoffeln durch die Waschanlage und anschließend nach dem Dämpfen wie eine Silage in ein Silo gepackt werden. Im Juni 1953 berichtete die Westfalenpost von begonnenen Bauarbeiten. Ende Oktober 1953 waren bereits 8.000 Zentner Kartoffeln gedämpft. Wie schon zu Beginn der Molkerei ging alles recht zügig.

Aus einem Zeitungsartikel von Oktober 1954 entnehmen wir den Ablauf des Dämpfens, der dort ausführlich beschrieben wird. Die Entlademulde konnte eine Menge von 100 dz in einem aufnehmen. Mit einem Transportband wurden die Kartoffeln zu einer Schnecke und damit weiter zur Waschanlage beförderte.

Von hier aus ging es auf ein turmartiges Gerüst, auf welchem die drei Dämpfbehälter befestigt waren. Der Dampf wurde über isolierte Rohre aus dem Kessel der Molkerei in die Dämpfkessel geleitet. Der eigentliche Dämpfvorgang dauerte nur 20 min. Die Dämpfbehälter wurden zum Schluss auf einer Rutsche entleert und die gedämpften Kartoffeln an dessen Ende durch eine Quetsche gepresst, wobei die Masse direkt wieder auf den Anhängern der Landwirte geladen wurde.  Zuhause wurde die Masse vom Landwirt in Silos umgeladen.

Aus den Überlieferungen von Michael Lampe, dem wir auch die Bilder verdanken, standen die Landwirte mit ihren Traktoren auf der alten B1 bis nach Werl und in der anderen Richtung bis nach Ostönnen.

Die tägliche Kapazität lag während der Kampagne bei einem täglichen Betrieb von 10 Std. bei 450 bis 500 dz. Für den Landwirt entstanden für das Dämpfen 0,40 DM pro 50 KG Kartoffeln. Da die Dämpfanlage steuertechnisch nicht zur Molkerei gehörte, wurde für die Dämpfanlage eine Anschlussgenossenschaft gegründet, zu der jeder Nutzer mit einem Genossenschaftsanteil von zwei DM bei einer Haftsumme von fünf DM beitreten musste.

In einer kleinen Feierstunde wurde der 100.000 Zentner Kartoffeln begossen.

Die Dämpfanlage wurde schon 1968 nach 15 erfolgreichen Jahren abgerissen. Zu hoch wären die Investitionen gewesen, um die Anlage weiter wirtschaftlich in Betrieb zu halten. Dazu ging in der Zeit der Kartoffelanbau stetig zurück.

Bilder und mündliche Überlieferung: Michael Lampen.

Quellen Texte: Zeitungsarchiv Alfred Risse, Herausgeber der Zeitungsartikel nicht mehr erkennbar.

Kategorie: Allgemein

Dorf- und Flursäuberungsaktion 2026

25. März 2026 von Martin Beudel

Bei strahlendem Sonnenschein kamen über 50 Freiwillige zur diesjährigen Dorf- und Flurreinigung an der
Schützenhalle zusammen.

Ausgestattet mit Warnwesten, Handschuhen und Müllzangen zogen dann Gruppen durch das Dorf und zwei Schlepper mit Anhänger fuhren in die Feldflur, um Unrat sowie wilde Müllkippen einzusammeln.

Auch in luftiger Höhe wurde nach Unrat Ausschau gehalten. Organisiert wird die Aktion jedes Jahr von den Westönner Jagdpächtern und den BdSJ Gruppen. Unterstützt von Eltern und freiwilligen war nach rund zwei Stunden ein knapper Anhänger voll Müll gesammelt. Als Dankeschön und zur Stärkung spendierten Franz Sauer und die Jagdpächter danach Fleischwurst im Brötchen und
erfrischende Getränke.


Allen Beteiligten herzlichen Dank für ihren Einsatz. Bis zum nächsten Jahr…..

Kategorie: Allgemein, BDSJ Stichworte: Flurreinigung

Alte Molkerei – Veränderungen in Bildern

23. März 2026 von Klaus Hennemann

Neben den Veränderungen der Molkerei in Bildern möchten wir zuvor noch den Anfang der Molkerei vervollständigen.

Im ersten Bericht zur Gründung der Westönner Molkerei haben wir mit der konstituierenden Sitzung der Molkereigenossenschaft am 29. Januar 1889 begonnen.

Heute können wir nachreichen, das schon am 11. Januar 1889 auf Einladung eines Herrn  G. Heuermann eine Besprechung zur Gründung einer Molkerei stattgefunden hat, auf die am 29.1. 1889 die Einladung zur Versammlung zur Gründung der Molkerei stattgefunden hat.  

Aus der Bekanntmachung zur Eintragung in das Genossenschaftsregister erfahren wir, das am 29. Januar in eben dieser Versammlung die Gründung stattgefunden hat und auch die Statuten festgelegt wurden.

Die alte Molkerei ist in den langen Jahren ihres Bestehens mehrfach erweitert worden. Besonders in den 1950er und 1960er Jahren. Das Titelbild und die beiden Zeichnungen zeigen den ursprünglichen Zustand der Molkerei.

Im Vergleich zum Bild li. die noch bestehende Einfahrt mit einer Doppeltür.

Dieses Bild (oben li) könnte Mitte der 1950er bis Ende der 1950er Jahre entstanden sein. Links im Bild sind bereits mehrere Umbauen erkennbar.  Ab 1954 begann der damalige Geschäftsführer Lampen die Vergrößerung der Molkerei mit großen und besonders erfolgreichen Schritten.  Der kleine Ausschnitt re zeigt ein Doppeltor, welches im großen Bild li. zugemauert ist.

Im Bild links ist noch der Balkon links vom Hauptgebäude zu sehen. Nach den Bauzeichungen wurde dieser Bereich der Molkerei um 1964 umfassend umgebaut.

Mit uns zur Verfügung gestellten Bauzeichnungen können wir in etwa die Veränderung der Molkerei in Jahren festlegen.

Bilder oben: Familie Lampen, Ansicht nach Süden. Erweiterung Heizöltank. (Im Bild der linke Teil) Der Anbau erfolge um 1965.

Im Bild oben re. ist die Südseite der Molkerei vor 1964 zu sehen, hier noch ohne den Anbau für den Heizöltank, der erst 1964 geplant wurde. Der Teil mit der Tür rechts und den beiden Fenstern war der Kühlraum mit den Kühlfächern. Erkennbar in den Bauzeichnungen 1961. Bild in Farbe u.li. der Zustand kurz vor dem Abriss.

Das Bild unten li. stammt aus der Hochzeit der Molkerei Mitte der 1960er Jahre mit der Dämpfanlage zur Nordseite. Das Gebäude selbst ist bis zu seinem Abriss im März 2026 nicht mehr verändert worden, während der Betrieb der Dämpfanlage Ende der 1960er Jahre eingestellt wurde und die Dämpfanlage Anfang der 1970er Jahre abgebrochen wurde. Die Aufstockung und der Umbau zu dieser Ansicht begannen 1961.

Im Hintergrund die weit bekannte Dämpfanlage der Westönner Molkerei. Bauzeit mitte der 1950er Jahre. Dazu später mehr. Im Bild re ist am linken Rand die Firma Wälter zu sehen. Heute Dreimeister.

Kategorie: Allgemein

Alte Molkerei weicht Wohnungsbau

18. März 2026 von Klaus Hennemann

In Westönnen ging es schon länger durch die Runden, die Alte Molkerei wird abgerissen, um für neue Wohnungen Platz zu schaffen.

In diesem Bericht möchten wir den Anfang der Molkerei schildern. Mit Hilfe einiger Zeitungsartikel aus dem Digitalarchiv „zeitpunkt.nrw“ können wir den Beginn der Molkerei chronologisch nahezu lückenlos nachzeichnen.

Zu der Zeit ein imposanter Schornstein, nach dem Kirchturm und dem Schornstein der Ziegelei Ebel-Schulte wohl das höchste Bauwerk zu der Zeit in Westönnen.

Nach allen vorliegenden Unterlagen ist dies wohl das älteste Foto der Molkerei und auch der ursprüngliche Bauzustand.

Begonnen hatte alles mit der konstituierenden Sitzung der Molkereigenossenschaft am 29. Januar 1889 mit Wirkung zum 1. Februar 1889. Am 4. Februar 1889 gibt das königliche Amtsgericht Werl die Eintragung der Meierei Westönnen eingetr. G. bekannt. Im Wortlaut:

Bekanntmachung.
In das Genossenschaftsregister des unterzeichneten Amtsgerichts ist unter Nr. 4 folgender Eintrag erfolgt: Firma der Genossenschaft: Meierei Westönnen  eingetr.  G.
Sitz der Genossenschaft: Westönnen.  Rechtsverhältnisse der Genossenschaft: Die Genossenschaft hat sich nach den Statuten vom 29. Januar 1889 am 1. Februar 1889 constituirt. Zweck des Unternehmens ist die höchst möglichste Verwerthung der Milch der Kühe aller Genossenschafter durch gemeinsamen Betrieb und Kredit. Der Vorstand besteht aus 7 Mitglieder:
dem Oekonom Caspar Kerkhoff zu Westönnen als Vorsitzender
dem Oekonom Josef Holthoff daselbst als Stellvertreter
dem Oekonom Philipp Müller daselbst
dem Oekonom Heinrich Wellie zu Oberbergstraße
dem Oekonom Fritz Schulte daselbst
dem Oekonom Wilhelm Kook zu Niederbergstraße und
dem Oekonom Adam Topp zu Mawicke.
Die Mitglieder des Vorstandes werden auf 3 Jahre gewählt, bleiben aber nach Ablauf dieser Zeit so lange im Amte, bis ihre Nachfolger in den Vorstand eingetreten sind. In den ersten zwei Jahren scheiden jedes Jahr zwei Mitglieder durch das Loss aus und nach Ablauf des dritten Jahres die 3 übrigen Mitglieder. Die rechtsgültige Zeichnung für die Genossenschaft geschieht durch den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, welche zu der Firma der Genossenschaft ihre Unterschrift hinzufügen. Die Bekanntmachungen der Genossenschaft werden unter deren Firma in dem Soester Kreisblatt und in dem Central-Volksblatt erlassen. Eingetragen zufolge der Verfügung vom 4. Februar 1889 am 5.Februar 1889 (Genossenschaftsregister Land IV Blatt 1)
Borries Gerichtsschreiber  Das Verzeichnis der Genossenschafter kann jederzeit bei dem Amtsgericht auf der Gerichtsschreiberei II eingesehen werden.

Werl, den 4. Februar 1889 königliches Amtsgericht

Am 11.2.1889 wurden in einem Zeitungsinserat im Soester Kreisblatt die Mitglieder aufgerufen, den Beitrag ihrer Anteile an den Rendanten der Genossenschaft Herrn Kaufmann Fantini zu zahlen. Bis zum 1.April 1889 wurden neue Mitglieder pro Anteil zu 10 Mark aufgenommen.

Die Genehmigung des Bauplatzes wurde in der Versammlung vom 9. Februar 1889 beschlossen, kurze Zeit später werden die Mitglieder ersucht, ihren Betrag auf ihre Anteile beim Kaufmann Fantini zu zahlen.

Das ursprüngliche Gebäude entstand scheinbar zwischen Februar 1889 und November 1889, nachdem in einer außerordentlichen Generalversammlung am 9. Februar 1889 u. a. der Bauplatz genehmigt wurde. Wie der Bau der Molkerei innerhalb so kurzer Zeit von der Hand ging, ist nicht überliefert. Lt. Einladung zur ordentlichen Generalversammlung am 20. September 1890 wird in der ersten Bilanz die Eröffnung des Betriebes am 25. November 1889 erwähnt, obwohl der Bauplatz erst am 4. Februar 1889 beschlossen wurde.

Recht beeindruckend, in welch kurzer Zeit alle Formalitäten abgearbeitet wurden. Beginn der Genossenschaft am 1. Februar, am 9. Februar Genehmigung des Bauplatztes und schon am 25. November Aufnahme des Geschäftsbetriebes. (s. weiter unten, erste Bilanz) Nach heutigen Erfordernissen schlicht undenkbar.

Mit Eintragung vom 8. November 1889 erhielt die Genossenschaft mit Wirkung zum 1. Oktober 1889 den Zusatz „mit unbeschränkter Haftpflicht“. (Bild re.) In der Versammlung vom 27. Oktober 1889 wird über das Gehalt des Verwalters und über die Entschädigung für den Geschäftsführer entschieden. (Bild li.)

In der Versammlung vom 16. Januar 1890 wurde ein Mitglied zum Aufsichtsrat gewählt und neue Mitglieder aufgenommen. Wozu mag die Anleihe gedacht gewesen sein? Nach der konstituierenden Sitzung vom 29. Januar 1889 ist mit Wirkung zum 1. Februar 1889 nun Josef Holthoff neuer Vorsitzender der Molkereigenossenschaft. (S. weiter unten)

Am 3. März werden die Interessenten per Zeitungsanzeige darüber informiert, das sie ihren Antrag zum Beitritt zur Genossenschaft bis zum 15. März 1890 schriftlich beim Vorsitzenden des Vorstandes einzureichen haben. Am 30. September 1890 fand die Ordentliche Generalversammlung der Meierei Westönnen e.G. mit unbeschränkter Haftpflicht statt. Hier wurde über das erste Ergebnis des Geschäftsbetriebes vom 25. November 1889 /90 bis zum 31. März 1890 berichtet.

Wir werden in der nächsten Zeit weiteres zur alten Molkerei zu berichten.

Quellnachweise: Foto Molkerei – Dieter Holtheuer

Zeitungsausschnitte: zeit.punktNRW

Kategorie: Allgemein, Geschichte, Gewerbe, Häuser / Gebäude, Historie, Historisches Allgemein, Infrastruktur Stichworte: Alte Molkerei

Generalversammlung Gemeinsam für Westönnen 2025

16. März 2026 von Martin Beudel


Am Dienstagabend, 10.März, fand im Christophorusheim die diesjährige Generalversammlung von Gemeinsam für Westönnen statt.

Den erschienen Mitgliedern wurde nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Martin Beudel und dem anschließenden Totengedenken ein Rückblick auf 2025 und ein Ausblick auf 2026 gegeben. Ein Höhepunkt wird das Weinfest an Pfingstsonntag auf dem Schulhof sein. Mit dem Winterzauber am 29.12.2026 soll das Jahr wieder einen harmonischen Ausklang am Repaircafe auf dem Hof Kenter finden. Diese Veranstaltung wird, wie im letzten Jahr, gemeinsam mit dem Repaircafe und der Caritas Westönnen veranstaltet. Besonders erfreulich ist der Mitgliederzuwachs auf nun 150 Mitglieder.

Die Versammlung votierte nach einer ausführlichen Vorstellung einstimmig für die Unterstützung zur Umsetzung eines umfangreichen Förderprojekts im Bereich des Kleinspielfelds am Sportplatz. Auf dem vielbespielten Kleinspielfeld wird der Belag erneuert. Das gesamte Umfeld wird neu strukturiert. Neben einer Treppe zum Spielfeld sichert eine Rampe mit Schotterrasen den Barrierefreien Zugang. In der bereits vorhandenen Böschung zwischen dem Parkplatz und dem Kleinspielfeld werden Quadersteine als Sitzplätze „tribünenartig“ eingesetzt. Weiter wird der Bereich mit dem Aufstellen einer Bank-Tischkombination und einer Tischtennisplatte aufgewertet.

Dieser neu strukturierte Bereich wird mit einer neuen Hecke und dem Pflanzen zusätzlicher Bäume vom Parkplatz räumlich getrennt.


Bei den Vorstandswahlen wurde Olaf Kohlmann zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt. Sein Vorgänger Peter Gontrum wird dem Vorstand zukünftig weiter als Beisitzer angehören. Peter Gontrum hatte diesen 2. Vorsitz seit der Gründung im Jahr 2012 bekleidet. Die Beisitzer Maurice Wegener und Werner Wanders wurden ebenso einstimmig wiedergewählt, wie auch die Schriftführerin Alina Hennemann.

Kategorie: Allgemein, Gemeinsam für Westönnen Stichworte: Generalversammlung

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