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 Fahrradwallfahrt nach Werl!

20. April 2026 von Stefanie Grümme

Auf den Sattel, fertig, los! Am Mittwoch, den 06.05.2026, macht sich der Frauenverein St. Cäcilia e.V. auf den Weg zur Gottesmutter nach Werl.
​Hier ist der Zeitplan für den Tag:
​08:45 Uhr: Treffpunkt an der Pfarrkirche St. Cäcilia
​10:00 Uhr: Hochamt in der Basilika
​12:00 Uhr: Abschlussandacht
Das diesjährige Motto lautet:
​„Wenn es dir guttut, dann komm.“

Bericht: Bianca Nieder

Kategorie: Allgemein, Frauenverein St. Cäcilia e.V. Stichworte: Frauenverein St. Cäcilia e.V.

Ein Milchwagen in Westönnen

9. April 2026 von Klaus Hennemann

Titelbild: Foto aus:“ Werler Zeitreise“ von Helmuth Euler 2005

Bei der Suche nach Material zur alten Molkerei fanden wir einen Zeitungsartikel aus 1929 zum 40-jährigen Bestehen der Westönner Molkerei.

Innerhalb des Berichtes taucht der Name Ludmann auf. Zitat: „Für die Werler Bevölkerung ist es vielleicht erwähnenswert, dass seit nunmehr 30 Jahren die Familie Ludmann den Milchwagen fährt“. In der Zeit ein Milchwagen. Es kann in den Jahren eigentlich nur ein Fuhrwerk gewesen sein. Und dann ein Milchwagen?

Das wirft Fragen auf. Der Name Ludmann ist für die älteren in Westönnen nicht unbekannt. Bei der Suche stoßen wir im Archiv Westönnen Online auf zwei Berichte, einmal von unserem verstorbenen Ehrenmitglied Friedrich Schleep – Die Breite Straße – Ihr Anfang, und in einem weiteren Bericht von Dieter Holtheuer, Theater 1908 in Westönnen.

In beiden Berichten wird von Herrn Ludmann berichtet. In erstem berichtet F. Schleep vom „Pourierufer“. Es war das steile Stück Breite Straße vom Hellweg bis zu ehemaligen B1.

„Schlimm wurden diese Probleme, wenn die Straße im Winter glatt wurde. Schon wenig Schnee war oft in kurzer Zeit durch die mit Eisen bereiften Ackerwagen zu Eis geworden. Dann war das Hindernis nur zu überwinden, wenn die Pferde scharf gemacht worden waren. Was bedeutete das?

Die Hufeisen für den Sommer wurden von den Hufen der Pferde gerissen und durch schwerere Eisen ersetzt, in die man spitze Stollen schrauben konnte. Das war teuer und gefährlich. Die Schmiede bekamen Arbeit; wir hatten immerhin drei davon im Dorf. Bei glatten Straßen ließ man die Pferde gerne im Stall, aber das ging nicht immer. So holten drei Milchwagen bei jedem Wetter die Milch von den Bauern und lieferten sie bei der Westönner Molkerei ab“.

„Ich weiß, dass die Wagen in Schneewehen stecken blieben. Sie mussten dann erst freigeschaufelt werden. Die bearbeitete Milch wurde teilweise von zwei kleinen geschlossenen Milchwagen, die nur von einem Pferd gezogen wurden, von Büderich und von Westönnen in die Stadt Werl geliefert. Von Westönnen aus besorgte das die Familie Ludmann vom Opferteich“.

Bild li.: Das Haus am rechten Bildrand ist das Haus, in dem die Familie Ludmann gewohnt haben. Sie brachten die Milch mit dem abgebildeten Milchwagen (im Bild re.) von der Molkerei nach Werl.

Es war zu der Zeit mit den Straßenverhältnissen gar nicht so einfach, das kostbare Gut zu von einem zum anderen Ort zu bringen. Schließlich sollte die Menge am Entladeort gleich der geladenen Menge sein.

In dem Bericht von D. Holtheuer erfahren wir von Herr Ludmann etwas mehr. Am 6. August 1908 stellt der Milchhändler Bernhard Ludmann aus Westönnen folgenden Antrag bei der Amtsverwaltung in Werl.

Als Ausschnitt: „Es erscheint der Milchhändler Bernhard Ludmann aus Westönnen und erklärt: Der Dilletanten Verein „ Frohsinn“ Westönnen beabsichtigt am 16. August er (Sonntag) in Werl im Germaniasaale einen Theaterwettstreit zu veranstalten. Die Feier dauert von Nachmittags 3 Uhr bis Nachts 2 Uhr. Auch findet ein Festzug statt und wird derselbe folgende Straßen passieren: Bachstr.,Kemperstr.,und Steinerstr.„

Der Milchhändler Ludmann wohnte am Opferteich in Westönnen und war scheinbar ein Verantwortlicher des Westönner Dilletantenverein Frohsinn Westönnen. So nannten sich früher mehrere Laientheatergruppen.

Mit freundlicher Unterstützung von Dieter Holtheuer erfahren wir über die Familie Ludmann mehr.

Johann Bernhard wurde am 04.04.1870 in Westönnen als 3.Kind u. 3. Sohn geboren

die Eltern waren: Bernhard Ludmann, von Beruf Steinhauer und Anna Maria Wichard gen. Rehbein

2. Trauung:

Bernhard Ludmann, Milchhändler in Westönnen, heiratete am 26.11.1902 Westönnen

Sophia Brune aus Herdringen -geb.: 23.04.1881

3. gestorben:

Bernhard Ludmann starb als Invalide am 25.03.1949  Westönnen als Ehemann der Sophie Brune

am  07.10.1962  verstarb Sophia Ludmann , geb.  Brune,  Witwe in Westönnen

   

 

   

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Arbeiten, Aus alten Tagen, Berufe, Geschichte, Gewerbe, Historie Stichworte: Milchwagen, Molkerei

Feuerwehr Werl und Feuerwehr Soest trainieren den Ernstfall

6. April 2026 von Kevin Teipel

Eine groß angelegte Einsatzübung führte am Gründonnerstag die Einsatzkräfte des Zuges 3 der Feuerwehr Werl sowie des Zuges 5 der Feuerwehr Soest zusammen. Übungsobjekt war die Schützenhalle in Westönnen, in der ein anspruchsvolles Szenario simuliert wurde: Gemeldet wurde ein „Feuer4_Y – Kellerbrand“ mit insgesamt acht vermissten Personen.

Bereits kurz nach der Alarmierung machten sich zahlreiche Einsatzkräfte auf den Weg zur Einsatzstelle. Beim Eintreffen bot sich den ersten Einheiten ein realistisches Lagebild: Die Schützenhalle war bereits stark verraucht, was ein zügiges und koordiniertes Vorgehen erforderte.

Unmittelbar gingen die ersten Atemschutztrupps zur Menschenrettung in das Gebäude vor. Unter erschwerten Bedingungen suchten sie systematisch nach den vermissten Personen. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung im Innenangriff eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Auch das ELW-Team der Feuerwehr Werl war in die Übung eingebunden. Es unterstützte die Einsatzleitung bei der Koordination der Kräfte sowie bei der Kommunikation mit der Leitstelle.

Ebenfalls an der Übung beteiligt war der DRK Ortsverein Werl. So konnte realistisch die Versorgung sowie die Übergabe der Patienten an den Rettungsdienst geübt werden und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst weiter gefestigt werden.

Im weiteren Verlauf der Übung änderste sich die Lage: Das Feuer drohte auf einen angrenzenden Gebäudeteil überzugreifen. Um dies zu verhindern, wurde zusätzlich ein Löschangriff von außen vorgenommen. So konnte das Szenario realitätsnah weiterentwickelt und die Flexibilität der Einsatzkräfte erprobt werden.

Insgesamt waren über 70 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Solche Übungen sind für die Feuerwehr von hohem Wert, da sie nicht nur die Abläufe festigen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einheiten stärken.

Ein besonderer Fokus lag auf der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Werl und der Feuerwehr Soest. Diese wird seit vielen Jahren durch regelmäßige gemeinsame Übungen gefördert und weiterentwickelt. Die Übung in Westönnen reiht sich in eine lange Tradition ein und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig ein eingespieltes Zusammenspiel im Ernstfall ist.

Kategorie: Allgemein, Feuerwehr

Post ändert Öffnungszeiten

4. April 2026 von Klaus Hennemann

Die Postfiliale in Westönnen ändert ab dem 7. April die Öffnungszeiten. Bitte beachten.

Kategorie: Allgemein

Taschenlampenführung im Paderborner Dom

3. April 2026 von Christian Grümme

Ein ganz besonderes Erlebnis durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BdSJ Westönnen bei einer Taschenlampenführung im Paderborner Dom machen. Gemeinsam mit Diözesanjugendpfarrer Tobias Hasselmeyer erkundeten sie das beeindruckende Gotteshaus in der Dunkelheit.

Ausgestattet mit Taschenlampen erhielten die 41 Teilnehmenden einen völlig neuen Blick auf den Dom. In der besonderen Atmosphäre der Dunkelheit wurden Details sichtbar, die bei Tageslicht oft übersehen
werden. Die Führung bot nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur des Doms, sondern auch die Möglichkeit, den Raum auf eine ganz eigene, intensive Weise zu erleben.

Die außergewöhnliche Stimmung und die anschaulichen Erklärungen von
Domvikar Hasselmeyer machten den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis
für alle Beteiligten.

Kategorie: Allgemein, BDSJ Stichworte: Dom, Taschenlampenführung

Die Dämpfanlage der Molkerei

28. März 2026 von Klaus Hennemann

Zweifellos war den Überlieferungen nach die Dämpfanlage der Molkerei ein echtes Erfolgsmodell. Es war die erste Dämpfanlage im ganzen Kreis Soest zu der Zeit. Im März 1953 wurde während einer Versammlung noch über den Bau einer Dämpfanlage debattiert. Die Anlage sollte mit einem großen ausrangierten Kessel aus der Molkerei betrieben werden und im Jahr zwischen 20.000 und 100.000 Zentner verarbeiten können. Die Finanzierung der Anlage stand zu dem Zeitpunkt schon auf sicheren Beinen.

In Mengen von 30 Zentnern sollen die Kartoffeln durch die Waschanlage und anschließend nach dem Dämpfen wie eine Silage in ein Silo gepackt werden. Im Juni 1953 berichtete die Westfalenpost von begonnenen Bauarbeiten. Ende Oktober 1953 waren bereits 8.000 Zentner Kartoffeln gedämpft. Wie schon zu Beginn der Molkerei ging alles recht zügig.

Aus einem Zeitungsartikel von Oktober 1954 entnehmen wir den Ablauf des Dämpfens, der dort ausführlich beschrieben wird. Die Entlademulde konnte eine Menge von 100 dz in einem aufnehmen. Mit einem Transportband wurden die Kartoffeln zu einer Schnecke und damit weiter zur Waschanlage beförderte.

Von hier aus ging es auf ein turmartiges Gerüst, auf welchem die drei Dämpfbehälter befestigt waren. Der Dampf wurde über isolierte Rohre aus dem Kessel der Molkerei in die Dämpfkessel geleitet. Der eigentliche Dämpfvorgang dauerte nur 20 min. Die Dämpfbehälter wurden zum Schluss auf einer Rutsche entleert und die gedämpften Kartoffeln an dessen Ende durch eine Quetsche gepresst, wobei die Masse direkt wieder auf den Anhängern der Landwirte geladen wurde.  Zuhause wurde die Masse vom Landwirt in Silos umgeladen.

Aus den Überlieferungen von Michael Lampe, dem wir auch die Bilder verdanken, standen die Landwirte mit ihren Traktoren auf der alten B1 bis nach Werl und in der anderen Richtung bis nach Ostönnen.

Die tägliche Kapazität lag während der Kampagne bei einem täglichen Betrieb von 10 Std. bei 450 bis 500 dz. Für den Landwirt entstanden für das Dämpfen 0,40 DM pro 50 KG Kartoffeln. Da die Dämpfanlage steuertechnisch nicht zur Molkerei gehörte, wurde für die Dämpfanlage eine Anschlussgenossenschaft gegründet, zu der jeder Nutzer mit einem Genossenschaftsanteil von zwei DM bei einer Haftsumme von fünf DM beitreten musste.

In einer kleinen Feierstunde wurde der 100.000 Zentner Kartoffeln begossen.

Die Dämpfanlage wurde schon 1968 nach 15 erfolgreichen Jahren abgerissen. Zu hoch wären die Investitionen gewesen, um die Anlage weiter wirtschaftlich in Betrieb zu halten. Dazu ging in der Zeit der Kartoffelanbau stetig zurück.

Bilder und mündliche Überlieferung: Michael Lampen.

Quellen Texte: Zeitungsarchiv Alfred Risse, Herausgeber der Zeitungsartikel nicht mehr erkennbar.

Kategorie: Allgemein

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