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Startseite » Archive für Klaus Hennemann » Seite 3

Seltenes Jubiläum ehemaliger Avantgardisten

11. Juni 2026 von Klaus Hennemann

Am 9. Juni feierten „Die Ehemaligen“ in der Gaststätte Hagen ihr 60-jähriges Bestehen.

Der Club „Die Ehemaligen“ besteht aus 11 Mitgliedern und dürfte der älteste bestehende Club dieser Art in Westönnen sein. Seine Mitglieder sind: Udo Mayer, Friedhelm Preker, Peter Selinski, Peter Hirt, Herbert Bonnekoh, Alfons Preker, Paul Linnemann, Günter Düser, Bernhard Sögtrop, Willi Nottebaum und Johannes Müller.

Im Bild von oben li.: Matthias Plattfaut, 2.Brudermeister und Niklas Riemenschneider.

Mitte: Paus Linnemann, Peter Hirt und Peter Selinski.

Unten: Günter Düser, Friedhelm Preker und Bernhard Sögtrop.

Dieser Club gründete sich im Jahr 1966, als die Westönner Schützenbruderschaft unter dem damals neu gewählten Brudermeister Fritz Nieder die Neugründung einer Avantgarde organisierte. 

Bei dieser Neugründung traten 16 junge Männer zwischen 16 und 21 Jahren in die bis heute ohne Unterbrechung bestehenden Westönner Avantgarde ein. Sie trafen sich ab dieser Zeit alle 14 Tagen zum Kegeln. Erst nannte sich dieser Club „Eintracht“, schon kurze Zeit später wurde dieser Name auf Wunsch der Mitglieder auf „Schluckspechte“ geändert.

Zu den Neugründern der Avantgarde gehörten aus diesem Club Friedhelm Preker, Peter Selinski, Peter Hirt, Herbert Bonnekoh, Paul Linnemann, Günter Düser und Bernhard Sögtrop.  In den Jahren 1972 bis 1999 errangen Herbert Bonnekoh, Alfons Preker, Peter Hirt und Günter Düser die Königswürden der Westönner Schützenbruderschaft.

Im Dezember 1970 wurde zur Namensänderung ein passender Wimpel angeschafft, der auf der einen Seite einen Specht mit einem Kegel und auf der anderen Seite den Clubnamen zeigt. Dieser Wimpel existiert noch heute, er wurde lediglich einmal restauriert und mit dem neuen Clubnamen „Die Ehemaligen“ versehen.

In den ersten 25 Jahren ihres Bestehens wurde regelmäßig gekegelt, danach fanden die Treffen abwechselnd bei den Mitgliedern und in zahlreichen Lokalen zwischen Soest und Recklinghausen statt. Seit einigen Jahren trifft sich dieser Club zweimal im Monat in der Gaststätte Hagen und einmal monatlich im Kaffee Hosselmann zum Kaffeeklatsch. Im Sommer und in der Weihnachtszeit werden auch die Frauen zu den gemütlichen Abenden eingeladen.

Zum Jubiläum gab es das traditionelle Schützenfestessen, Currywurst mit Pommes. Und natürlich das gut gekühlte Bierchen bei Erinnerungen zu alten Geschichten und Ereignissen. Zu ihrem Jubiläum hatten die Ehemaligen den Vorstand der Westönner Schützen eingeladen, die durch den 2. Brudermeister Matthias Plattfaut und Niklas Riemenschneider vertreten waren.

Zweifellos stehen die Ehemaligen für Zusammenhalt und gelebte Gemeinschaft, so, wie es von den Schützenbruderschaften bei den verschiedenen Anlässen immer wieder beworben wird. 
Wir gratulieren den Ehemaligen zu ihrem 60-jährigen Bestehen und wünschen ihnen, dass sie auch das 70-jährige Bestehen bei bester Gesundheit zusammen feiern dürfen.

Kategorie: Allgemein, Avantgarde Stichworte: Jubiläum

Eine Ära geht zu Ende

1. Juni 2026 von Klaus Hennemann

Nach vorheriger Ankündigung wurde das Edeka-Geschäft Sauer am Freitag, den 30.05.2026 geschlossen. Damit endet eine über 100-jährige Geschäftstätigkeit der Familie Sauer in Westönnen.

Ein Abschiedsfoto zum Abschluss mit den Mitarbeitern der Filiale Westönnen, re. Max Sauer, der Geschäftsinhaber.

Familie Sauer bedankt sich mit seinem Westönner Team ganz herzlich bei ihrer langjährigen Kundschaft für ihre Treue und freut sich auf ein Wiedersehen in seinen Geschäften in Werl, Bönen und Welver.

Für alle, die keine Fahrtmöglichkeiten haben, bietet Edeka Sauer einen Lieferservice an.

Kategorie: Allgemein

Ein Milchwagen in Westönnen

9. April 2026 von Klaus Hennemann

Titelbild: Foto aus:“ Werler Zeitreise“ von Helmuth Euler 2005

Bei der Suche nach Material zur alten Molkerei fanden wir einen Zeitungsartikel aus 1929 zum 40-jährigen Bestehen der Westönner Molkerei.

Innerhalb des Berichtes taucht der Name Ludmann auf. Zitat: „Für die Werler Bevölkerung ist es vielleicht erwähnenswert, dass seit nunmehr 30 Jahren die Familie Ludmann den Milchwagen fährt“. In der Zeit ein Milchwagen. Es kann in den Jahren eigentlich nur ein Fuhrwerk gewesen sein. Und dann ein Milchwagen?

Das wirft Fragen auf. Der Name Ludmann ist für die älteren in Westönnen nicht unbekannt. Bei der Suche stoßen wir im Archiv Westönnen Online auf zwei Berichte, einmal von unserem verstorbenen Ehrenmitglied Friedrich Schleep – Die Breite Straße – Ihr Anfang, und in einem weiteren Bericht von Dieter Holtheuer, Theater 1908 in Westönnen.

In beiden Berichten wird von Herrn Ludmann berichtet. In erstem berichtet F. Schleep vom „Pourierufer“. Es war das steile Stück Breite Straße vom Hellweg bis zu ehemaligen B1.

„Schlimm wurden diese Probleme, wenn die Straße im Winter glatt wurde. Schon wenig Schnee war oft in kurzer Zeit durch die mit Eisen bereiften Ackerwagen zu Eis geworden. Dann war das Hindernis nur zu überwinden, wenn die Pferde scharf gemacht worden waren. Was bedeutete das?

Die Hufeisen für den Sommer wurden von den Hufen der Pferde gerissen und durch schwerere Eisen ersetzt, in die man spitze Stollen schrauben konnte. Das war teuer und gefährlich. Die Schmiede bekamen Arbeit; wir hatten immerhin drei davon im Dorf. Bei glatten Straßen ließ man die Pferde gerne im Stall, aber das ging nicht immer. So holten drei Milchwagen bei jedem Wetter die Milch von den Bauern und lieferten sie bei der Westönner Molkerei ab“.

„Ich weiß, dass die Wagen in Schneewehen stecken blieben. Sie mussten dann erst freigeschaufelt werden. Die bearbeitete Milch wurde teilweise von zwei kleinen geschlossenen Milchwagen, die nur von einem Pferd gezogen wurden, von Büderich und von Westönnen in die Stadt Werl geliefert. Von Westönnen aus besorgte das die Familie Ludmann vom Opferteich“.

Bild li.: Das Haus am rechten Bildrand ist das Haus, in dem die Familie Ludmann gewohnt haben. Sie brachten die Milch mit dem abgebildeten Milchwagen (im Bild re.) von der Molkerei nach Werl.

Es war zu der Zeit mit den Straßenverhältnissen gar nicht so einfach, das kostbare Gut zu von einem zum anderen Ort zu bringen. Schließlich sollte die Menge am Entladeort gleich der geladenen Menge sein.

In dem Bericht von D. Holtheuer erfahren wir von Herr Ludmann etwas mehr. Am 6. August 1908 stellt der Milchhändler Bernhard Ludmann aus Westönnen folgenden Antrag bei der Amtsverwaltung in Werl.

Als Ausschnitt: „Es erscheint der Milchhändler Bernhard Ludmann aus Westönnen und erklärt: Der Dilletanten Verein „ Frohsinn“ Westönnen beabsichtigt am 16. August er (Sonntag) in Werl im Germaniasaale einen Theaterwettstreit zu veranstalten. Die Feier dauert von Nachmittags 3 Uhr bis Nachts 2 Uhr. Auch findet ein Festzug statt und wird derselbe folgende Straßen passieren: Bachstr.,Kemperstr.,und Steinerstr.„

Der Milchhändler Ludmann wohnte am Opferteich in Westönnen und war scheinbar ein Verantwortlicher des Westönner Dilletantenverein Frohsinn Westönnen. So nannten sich früher mehrere Laientheatergruppen.

Mit freundlicher Unterstützung von Dieter Holtheuer erfahren wir über die Familie Ludmann mehr.

Johann Bernhard wurde am 04.04.1870 in Westönnen als 3.Kind u. 3. Sohn geboren

die Eltern waren: Bernhard Ludmann, von Beruf Steinhauer und Anna Maria Wichard gen. Rehbein

2. Trauung:

Bernhard Ludmann, Milchhändler in Westönnen, heiratete am 26.11.1902 Westönnen

Sophia Brune aus Herdringen -geb.: 23.04.1881

3. gestorben:

Bernhard Ludmann starb als Invalide am 25.03.1949  Westönnen als Ehemann der Sophie Brune

am  07.10.1962  verstarb Sophia Ludmann , geb.  Brune,  Witwe in Westönnen

   

 

   

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Arbeiten, Aus alten Tagen, Berufe, Geschichte, Gewerbe, Historie Stichworte: Milchwagen, Molkerei

Post ändert Öffnungszeiten

4. April 2026 von Klaus Hennemann

Die Postfiliale in Westönnen ändert ab dem 7. April die Öffnungszeiten. Bitte beachten.

Kategorie: Allgemein

Die Dämpfanlage der Molkerei

28. März 2026 von Klaus Hennemann

Zweifellos war den Überlieferungen nach die Dämpfanlage der Molkerei ein echtes Erfolgsmodell. Es war die erste Dämpfanlage im ganzen Kreis Soest zu der Zeit. Im März 1953 wurde während einer Versammlung noch über den Bau einer Dämpfanlage debattiert. Die Anlage sollte mit einem großen ausrangierten Kessel aus der Molkerei betrieben werden und im Jahr zwischen 20.000 und 100.000 Zentner verarbeiten können. Die Finanzierung der Anlage stand zu dem Zeitpunkt schon auf sicheren Beinen.

In Mengen von 30 Zentnern sollen die Kartoffeln durch die Waschanlage und anschließend nach dem Dämpfen wie eine Silage in ein Silo gepackt werden. Im Juni 1953 berichtete die Westfalenpost von begonnenen Bauarbeiten. Ende Oktober 1953 waren bereits 8.000 Zentner Kartoffeln gedämpft. Wie schon zu Beginn der Molkerei ging alles recht zügig.

Aus einem Zeitungsartikel von Oktober 1954 entnehmen wir den Ablauf des Dämpfens, der dort ausführlich beschrieben wird. Die Entlademulde konnte eine Menge von 100 dz in einem aufnehmen. Mit einem Transportband wurden die Kartoffeln zu einer Schnecke und damit weiter zur Waschanlage beförderte.

Von hier aus ging es auf ein turmartiges Gerüst, auf welchem die drei Dämpfbehälter befestigt waren. Der Dampf wurde über isolierte Rohre aus dem Kessel der Molkerei in die Dämpfkessel geleitet. Der eigentliche Dämpfvorgang dauerte nur 20 min. Die Dämpfbehälter wurden zum Schluss auf einer Rutsche entleert und die gedämpften Kartoffeln an dessen Ende durch eine Quetsche gepresst, wobei die Masse direkt wieder auf den Anhängern der Landwirte geladen wurde.  Zuhause wurde die Masse vom Landwirt in Silos umgeladen.

Aus den Überlieferungen von Michael Lampe, dem wir auch die Bilder verdanken, standen die Landwirte mit ihren Traktoren auf der alten B1 bis nach Werl und in der anderen Richtung bis nach Ostönnen.

Die tägliche Kapazität lag während der Kampagne bei einem täglichen Betrieb von 10 Std. bei 450 bis 500 dz. Für den Landwirt entstanden für das Dämpfen 0,40 DM pro 50 KG Kartoffeln. Da die Dämpfanlage steuertechnisch nicht zur Molkerei gehörte, wurde für die Dämpfanlage eine Anschlussgenossenschaft gegründet, zu der jeder Nutzer mit einem Genossenschaftsanteil von zwei DM bei einer Haftsumme von fünf DM beitreten musste.

In einer kleinen Feierstunde wurde der 100.000 Zentner Kartoffeln begossen.

Die Dämpfanlage wurde schon 1968 nach 15 erfolgreichen Jahren abgerissen. Zu hoch wären die Investitionen gewesen, um die Anlage weiter wirtschaftlich in Betrieb zu halten. Dazu ging in der Zeit der Kartoffelanbau stetig zurück.

Bilder und mündliche Überlieferung: Michael Lampen.

Quellen Texte: Zeitungsarchiv Alfred Risse, Herausgeber der Zeitungsartikel nicht mehr erkennbar.

Kategorie: Allgemein

Osterfeuer am Sportplatz in Westönnen

26. März 2026 von Klaus Hennemann

Der Sportverein Rot-Weiß Westönnen und die Avantgarde der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen laden zum gemeinsamen Osterfeuer am Sportgelände am Westönner Bahndamm ein. Diese zur Tradition gewordene kooperative Veranstaltung, findet am Sonntag, den 5. April ab 18:00 Uhr am Sportgelände statt.

Dank eines großen Zeltes dürfen sich die Gäste an dieser familiär gehaltenen Veranstaltung auch bei schlechten Wetterbedingungen ausgiebig erfreuen.

Wie in den Vorjahren, ist die Unterhaltung für Jung und Alt bestens organisiert. Die jüngeren Besucher dürfen sich an der Hüpfburg vergnügen und anschließend gemeinsam Stockbrot am Lagerfeuer backen, während die Erwachsenen sich in geselliger Runde mit kühlen Getränken und Grillwürstchen, auch in vegetarischer Variante, am Osterfeuer erfreuen.

Für weitere abwechslungsreiche Unterhaltung wird der Mini-Kicker für ausgiebiges Kicken bereitstehen.

Zum Ausklang dieses geselligen abends wird DJ Stefan Cordes mit guter Musik für einen gelungenen Abschluss auflegen.

Der Sportverein Rot-Weiß und die Avantgarde freuen sich bei freiem Eintritt auf ein paar gesellige Stunden mit zahlreichen Gästen bei wohligem Feuer in guter Gesellschaft.

Kategorie: Avantgarde, Fussball, RW Westönnen, Schuetzen

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