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Startseite » Archive für Klaus Hennemann » Seite 4

Alte Molkerei – Veränderungen in Bildern

23. März 2026 von Klaus Hennemann

Neben den Veränderungen der Molkerei in Bildern möchten wir zuvor noch den Anfang der Molkerei vervollständigen.

Im ersten Bericht zur Gründung der Westönner Molkerei haben wir mit der konstituierenden Sitzung der Molkereigenossenschaft am 29. Januar 1889 begonnen.

Heute können wir nachreichen, das schon am 11. Januar 1889 auf Einladung eines Herrn  G. Heuermann eine Besprechung zur Gründung einer Molkerei stattgefunden hat, auf die am 29.1. 1889 die Einladung zur Versammlung zur Gründung der Molkerei stattgefunden hat.  

Aus der Bekanntmachung zur Eintragung in das Genossenschaftsregister erfahren wir, das am 29. Januar in eben dieser Versammlung die Gründung stattgefunden hat und auch die Statuten festgelegt wurden.

Die alte Molkerei ist in den langen Jahren ihres Bestehens mehrfach erweitert worden. Besonders in den 1950er und 1960er Jahren. Das Titelbild und die beiden Zeichnungen zeigen den ursprünglichen Zustand der Molkerei.

Im Vergleich zum Bild li. die noch bestehende Einfahrt mit einer Doppeltür.

Dieses Bild (oben li) könnte Mitte der 1950er bis Ende der 1950er Jahre entstanden sein. Links im Bild sind bereits mehrere Umbauen erkennbar.  Ab 1954 begann der damalige Geschäftsführer Lampen die Vergrößerung der Molkerei mit großen und besonders erfolgreichen Schritten.  Der kleine Ausschnitt re zeigt ein Doppeltor, welches im großen Bild li. zugemauert ist.

Im Bild links ist noch der Balkon links vom Hauptgebäude zu sehen. Nach den Bauzeichungen wurde dieser Bereich der Molkerei um 1964 umfassend umgebaut.

Mit uns zur Verfügung gestellten Bauzeichnungen können wir in etwa die Veränderung der Molkerei in Jahren festlegen.

Bilder oben: Familie Lampen, Ansicht nach Süden. Erweiterung Heizöltank. (Im Bild der linke Teil) Der Anbau erfolge um 1965.

Im Bild oben re. ist die Südseite der Molkerei vor 1964 zu sehen, hier noch ohne den Anbau für den Heizöltank, der erst 1964 geplant wurde. Der Teil mit der Tür rechts und den beiden Fenstern war der Kühlraum mit den Kühlfächern. Erkennbar in den Bauzeichnungen 1961. Bild in Farbe u.li. der Zustand kurz vor dem Abriss.

Das Bild unten li. stammt aus der Hochzeit der Molkerei Mitte der 1960er Jahre mit der Dämpfanlage zur Nordseite. Das Gebäude selbst ist bis zu seinem Abriss im März 2026 nicht mehr verändert worden, während der Betrieb der Dämpfanlage Ende der 1960er Jahre eingestellt wurde und die Dämpfanlage Anfang der 1970er Jahre abgebrochen wurde. Die Aufstockung und der Umbau zu dieser Ansicht begannen 1961.

Im Hintergrund die weit bekannte Dämpfanlage der Westönner Molkerei. Bauzeit mitte der 1950er Jahre. Dazu später mehr. Im Bild re ist am linken Rand die Firma Wälter zu sehen. Heute Dreimeister.

Kategorie: Allgemein

Wechsel an der Spitze des Fördervereins – Mitgliederversammlung in Westönnen

22. März 2026 von Klaus Hennemann

m Mittelpunkt der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr, Löschgruppe Westönnen e.V., am Freitag, 20. März 2026, stand ein bedeutender personeller Wechsel im Vorstand. Nach mehreren Jahren engagierter Arbeit legte die 1. Vorsitzende Angela Steinkötter aus persönlichen Gründen ihr Amt nieder.
Bereits einige Wochen zuvor hatte sie den Vorstand über ihre Entscheidung informiert. In ihrer Amtszeit prägte sie den Förderverein nachhaltig: Neben der Weiterentwicklung bestehender Veranstaltungen setzte sie insbesondere mit der Einführung des beliebten Kinder-Halloweens im Stützpunkt Westönnen neue Akzente. Für ihr Engagement wurde sie von der Versammlung mit langanhaltendem Applaus verabschiedet.


Als ihr Nachfolger wurde Axel Horlbeck einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Auch die Position des Geschäftsführers konnte nahtlos neu besetzt werden: Die Mitglieder bestimmten ebenfalls einstimmig Max Horlbeck zu seinem Nachfolger.
Neben den Vorstandswahlen blickte die Versammlung ausführlich auf das Vereinsjahr 2025 zurück, das erneut von zahlreichen Aktivitäten geprägt war. Traditionell startete das Jahr mit der Karnevalsveranstaltung am 18. Januar unter dem Motto „Von der Südsee bis in die Börde“. Mit viel Liebe zum Detail verwandelte sich der Veranstaltungsort in eine tropische Kulisse. Ein abwechslungsreiches Programm mit Büttenreden, Tanzauftritten und musikalischen Beiträgen sorgte für beste Stimmung. Höhepunkt war unter anderem der Auftritt zu „Major Tom“, der das Publikum begeisterte. Auch die Ernennung des neuen Prinzenpaares Michael Nieder und Manuela Steinhoff gehörte zu den festen Programmpunkten.


Im weiteren Jahresverlauf folgte das Feuerwehrfest am 31. Mai, das bei sommerlichem Wetter zahlreiche Besucher anzog. Neben Vorführungen und Mitmachaktionen für Groß und Klein stießen insbesondere die Schauübungen und der Einsatz moderner Technik wie eines Löschroboters auf großes Interesse. 
Auch die Kameradschaft kam nicht zu kurz: Besuche bei befreundeten Feuerwehren, ein ungewöhnlicher, wetterbedingt improvisierter Wandertag sowie der traditionelle Floriansabend mit Gedenken an verstorbene Kameraden gehörten zum festen Bestandteil des Jahresprogramms.
Ein besonderer Höhepunkt war erneut die Halloween-Veranstaltung am 31. Oktober, die sich wachsender Beliebtheit erfreut. Mit großem Engagement wurde eine schaurige Kulisse geschaffen, die vor allem bei den jüngsten Gästen für Begeisterung sorgte.
Zum Jahresabschluss trafen sich die Partnerinnen und Partner der Feuerwehrangehörigen zum traditionellen „TTT mit Onkels“, bei dem neben geselligem Beisammensein auch humorvolle Rückblicke auf vergangene Ereignisse im Mittelpunkt standen.
Insgesamt blickt der Förderverein auf ein aktives und erfolgreiches Jahr zurück. Der Vorstand kam 2025 zu fünf offiziellen Sitzungen zusammen, hinzu kamen zahlreiche Treffen im Rahmen der Veranstaltungsorganisation. 

Mit Blick auf das laufende Jahr 2026 kündigte der neue Vorstand bereits eine Vielzahl an geplanten Veranstaltungen an und rief die Mitglieder dazu auf, sich weiterhin aktiv am Vereinsleben zu beteiligen.

Foto und Bericht: Kevin Teipel

Kategorie: Feuerwehr Stichworte: Förderverein Feuerwehr

Alte Molkerei weicht Wohnungsbau

18. März 2026 von Klaus Hennemann

In Westönnen ging es schon länger durch die Runden, die Alte Molkerei wird abgerissen, um für neue Wohnungen Platz zu schaffen.

In diesem Bericht möchten wir den Anfang der Molkerei schildern. Mit Hilfe einiger Zeitungsartikel aus dem Digitalarchiv „zeitpunkt.nrw“ können wir den Beginn der Molkerei chronologisch nahezu lückenlos nachzeichnen.

Zu der Zeit ein imposanter Schornstein, nach dem Kirchturm und dem Schornstein der Ziegelei Ebel-Schulte wohl das höchste Bauwerk zu der Zeit in Westönnen.

Nach allen vorliegenden Unterlagen ist dies wohl das älteste Foto der Molkerei und auch der ursprüngliche Bauzustand.

Begonnen hatte alles mit der konstituierenden Sitzung der Molkereigenossenschaft am 29. Januar 1889 mit Wirkung zum 1. Februar 1889. Am 4. Februar 1889 gibt das königliche Amtsgericht Werl die Eintragung der Meierei Westönnen eingetr. G. bekannt. Im Wortlaut:

Bekanntmachung.
In das Genossenschaftsregister des unterzeichneten Amtsgerichts ist unter Nr. 4 folgender Eintrag erfolgt: Firma der Genossenschaft: Meierei Westönnen  eingetr.  G.
Sitz der Genossenschaft: Westönnen.  Rechtsverhältnisse der Genossenschaft: Die Genossenschaft hat sich nach den Statuten vom 29. Januar 1889 am 1. Februar 1889 constituirt. Zweck des Unternehmens ist die höchst möglichste Verwerthung der Milch der Kühe aller Genossenschafter durch gemeinsamen Betrieb und Kredit. Der Vorstand besteht aus 7 Mitglieder:
dem Oekonom Caspar Kerkhoff zu Westönnen als Vorsitzender
dem Oekonom Josef Holthoff daselbst als Stellvertreter
dem Oekonom Philipp Müller daselbst
dem Oekonom Heinrich Wellie zu Oberbergstraße
dem Oekonom Fritz Schulte daselbst
dem Oekonom Wilhelm Kook zu Niederbergstraße und
dem Oekonom Adam Topp zu Mawicke.
Die Mitglieder des Vorstandes werden auf 3 Jahre gewählt, bleiben aber nach Ablauf dieser Zeit so lange im Amte, bis ihre Nachfolger in den Vorstand eingetreten sind. In den ersten zwei Jahren scheiden jedes Jahr zwei Mitglieder durch das Loss aus und nach Ablauf des dritten Jahres die 3 übrigen Mitglieder. Die rechtsgültige Zeichnung für die Genossenschaft geschieht durch den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, welche zu der Firma der Genossenschaft ihre Unterschrift hinzufügen. Die Bekanntmachungen der Genossenschaft werden unter deren Firma in dem Soester Kreisblatt und in dem Central-Volksblatt erlassen. Eingetragen zufolge der Verfügung vom 4. Februar 1889 am 5.Februar 1889 (Genossenschaftsregister Land IV Blatt 1)
Borries Gerichtsschreiber  Das Verzeichnis der Genossenschafter kann jederzeit bei dem Amtsgericht auf der Gerichtsschreiberei II eingesehen werden.

Werl, den 4. Februar 1889 königliches Amtsgericht

Am 11.2.1889 wurden in einem Zeitungsinserat im Soester Kreisblatt die Mitglieder aufgerufen, den Beitrag ihrer Anteile an den Rendanten der Genossenschaft Herrn Kaufmann Fantini zu zahlen. Bis zum 1.April 1889 wurden neue Mitglieder pro Anteil zu 10 Mark aufgenommen.

Die Genehmigung des Bauplatzes wurde in der Versammlung vom 9. Februar 1889 beschlossen, kurze Zeit später werden die Mitglieder ersucht, ihren Betrag auf ihre Anteile beim Kaufmann Fantini zu zahlen.

Das ursprüngliche Gebäude entstand scheinbar zwischen Februar 1889 und November 1889, nachdem in einer außerordentlichen Generalversammlung am 9. Februar 1889 u. a. der Bauplatz genehmigt wurde. Wie der Bau der Molkerei innerhalb so kurzer Zeit von der Hand ging, ist nicht überliefert. Lt. Einladung zur ordentlichen Generalversammlung am 20. September 1890 wird in der ersten Bilanz die Eröffnung des Betriebes am 25. November 1889 erwähnt, obwohl der Bauplatz erst am 4. Februar 1889 beschlossen wurde.

Recht beeindruckend, in welch kurzer Zeit alle Formalitäten abgearbeitet wurden. Beginn der Genossenschaft am 1. Februar, am 9. Februar Genehmigung des Bauplatztes und schon am 25. November Aufnahme des Geschäftsbetriebes. (s. weiter unten, erste Bilanz) Nach heutigen Erfordernissen schlicht undenkbar.

Mit Eintragung vom 8. November 1889 erhielt die Genossenschaft mit Wirkung zum 1. Oktober 1889 den Zusatz „mit unbeschränkter Haftpflicht“. (Bild re.) In der Versammlung vom 27. Oktober 1889 wird über das Gehalt des Verwalters und über die Entschädigung für den Geschäftsführer entschieden. (Bild li.)

In der Versammlung vom 16. Januar 1890 wurde ein Mitglied zum Aufsichtsrat gewählt und neue Mitglieder aufgenommen. Wozu mag die Anleihe gedacht gewesen sein? Nach der konstituierenden Sitzung vom 29. Januar 1889 ist mit Wirkung zum 1. Februar 1889 nun Josef Holthoff neuer Vorsitzender der Molkereigenossenschaft. (S. weiter unten)

Am 3. März werden die Interessenten per Zeitungsanzeige darüber informiert, das sie ihren Antrag zum Beitritt zur Genossenschaft bis zum 15. März 1890 schriftlich beim Vorsitzenden des Vorstandes einzureichen haben. Am 30. September 1890 fand die Ordentliche Generalversammlung der Meierei Westönnen e.G. mit unbeschränkter Haftpflicht statt. Hier wurde über das erste Ergebnis des Geschäftsbetriebes vom 25. November 1889 /90 bis zum 31. März 1890 berichtet.

Wir werden in der nächsten Zeit weiteres zur alten Molkerei zu berichten.

Quellnachweise: Foto Molkerei – Dieter Holtheuer

Zeitungsausschnitte: zeit.punktNRW

Kategorie: Allgemein, Geschichte, Gewerbe, Häuser / Gebäude, Historie, Historisches Allgemein, Infrastruktur Stichworte: Alte Molkerei

Wer kann uns weiter helfen?

14. März 2026 von Klaus Hennemann

Im Fundus von Dieter Holtheuer befindet sich ein Bild, zu dem wir gerne erfahren möchten, um welche Familie es sich hier handelt.

Wir freuen uns über jeden Hinweis, der uns den Namen der gezeigten Familie führt.

Eure Hinweise sendet bitte direkt an Dieter.Holtheuer@web.de

Kategorie: Allgemein, Historie

Elisa Plattfaut – eine erfolgreiche Team-Kampfsportlerin

14. März 2026 von Klaus Hennemann

Im Bild v. .li.: Vater Matthias Plattfaut, Elisa Plattfaut, Teampartner Jamie den Ridder und Mutter Jutta Plattfaut. Deutsche Meisterschaft 2024 in Erlangen. (Foto: Privat)

Es gibt viele Sportarten, die mehr oder weniger bekannt sind. Dessen Sportler/innen bleiben trotz ihrer beachtlichen Erfolge meist im Verborgenen, zu Unrecht.

Wir sprechen mit Elisa Plattfaut aus Mawicke, 19-jährige Judoka vom Werler TV, die von vielen unbemerkt, etliche deutsche und europäische Titel zusammen mit ihrem Teampartner Jamie den Ridder im Kata, einer Nichtolympischen Sportart gewonnen hat.

Kata ist eine Unterart des Judo, bei der es darauf ankommt, die Abfolge der Techniken möglichst genau und präzise mit dem Teampartner durchzuführen.

Ihr Teampartner ist der 20-jährige Jamie den Ridder aus Olsberg, von Beruf Erzieher. Elisa und Jamie müssen nun aufgrund von Jamie´s 21. Geburtstag in diesem Jahr auch international in der Seniorenklasse antreten.

Aber wie ist das überhaupt, Athletin auf einem Niveau zu sein, um an einer Europameisterschaft oder gar einer Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen?

Foto privat. Nach der Siegerehrung bei den Europameisterschaften 2024

Irgendwann 2012 wurde Elisa von einer Freundin eingeladen, mal beim Judo vorbeizusehen. Schnell hatte sie den Sport für sich entdeckt. Dank der Unterstützung ihrer Eltern, die sie unter dem Vorbehalt schulischer Leistungen erhielt, konnte sie sich dem lieb gewordenen Sport widmen.

Die ersten Jahre verbrachte sie beim JC Welver, seit 2017 ist sie beim Werler TV in der Judoabteilung aktiv. Seit 2019 trainiert sie aktiv Kata und verbessert mit intensivem Training und einer beispiellosen Disziplin und Zielstrebigkeit diese Jahr um Jahr.

Das Besondere am Judo ist für Elisa die Atmosphäre aus einer guten Teamfähigkeit, der gesunden Konkurrenz auf und neben der Matte und der respektvolle Umgang untereinander, obgleich der Konkurrenz. Jeder wünscht jedem das sportlich Beste im Team und spornt an.

Der Judosport ist für sie der Ausgleich für ihr Tagesleben. Einfach den Kopf frei bekommen und den Körper fit halten. Das Training mit ihrem Teampartner Jamie, den Spaß am Judosport mit all seinen Fassetten. Das alles bedarf für sie keiner besonderen Motivation. Dabei trainiert Elisa nicht nur mit ihrem Teampartner zweimal die Woche, sondern ist in der Judoabteilung zusätzlich an zwei Tagen als Trainerin tätig. Wurftechniken, Haltegriffe und die Formalitäten des japanischen Sports müssen ständig trainiert werden.

Foto Quelle IJF (International Judo Federation) 

Vor Wettkämpfen wird die Intensität des Trainings gesteigert, um auch kleinste Fehler auszuschließen. Bei all der Intensität sind sie und ihr Teampartner von Verletzungen, von kleineren Blessuren abgesehen, bisher verschont geblieben.

Einmal im Jahr kommen die Veranstaltungstermine. Dann gehen die Planungen für Elisa und Jamie los. An welchen Wettkämpfen und Veranstaltungen können sie unter Berücksichtigung auf Studium / Beruf und Familie und dessen Interessen teilnehmen?

Es folgen die Reiseplanungen für Flüge, Fahrten und Hotelbuchungen zu den größeren Wettkämpfen in Sarajewo, Paris, Riga, Brüssel, in Slowenien und in der ganzen Bundesrepublik. Nicht zu vergessen die Fortbildungen und Lehrgänge. Bei all diesen „Nebenaufgaben“ kann sie sich auf ihre Eltern verlassen. Sie sind in die Planungen stets mit eingebunden. Vater Matthias ist nicht nur der 2. Brudermeister der Westönner St. Sebastianus Schützenbruderschaft, sondern auch Kassierer der Judoabteilung des Werler TV.

Besonders in der Zeit vor ihrem 18. Geburtstag. Da hat die ganze Familie Plattfaut die Familieninteressen hinter den sportlichen Zielen gestellt. Allein im Jahr 2025 wurden über 5.000 KM für Wettkämpfe, Lehrgänge, etc. zurückgelegt.

An Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft für jeweils 2 oder 3 Personen kommen etliche Euros zusammen. Die jeweiligen Prüfungskosten für den nächsten Dan liegen zwischen 300 und 400 Euro. Nicht zu vergessen, die Sportkleidung. Hier ist der Sportausrüster des Judoverbandes verpflichtend, Sportdress, Trainingsanzug, etc., schlagen schnell mit gut 200 Euro und mehr zu Buche. Bei einem Ausrüsterwechsel kommt die gleiche Summe obenauf. Auch der Nationaldress wird aus eigener Tasche gezahlt. Das Aufsticken des Bundesadlers muss man zusätzlich bezahlen.

Zum Glück gibt es Fahrtkostenzuschüsse vom Werler TV und in gleicher Höhe Zuschüsse von der Sportförderung der Stadt Werl. Hier lobt Elisa und Vater Matthias ausdrücklich die hervorragende Unterstützung und die Zusammenarbeit durch die Sportförderung der Stadt Werl. Vom Judoverband selbst gibt es sehr wenig Unterstützung.

Bei so umfangreichen Trainingsfleiß und der dazugehörigen Disziplin sowie der elterlichen Unterstützung sind die Erfolge umso erfreulicher. Die Siege und Platzierungen des Teams Plattfaut / den Ridder der letzten Jahre sind beeindruckend.

Deutsche Meisterschaft der U18 im Jahr 2021 Elz: Platz 1

Deutsche Meisterschaft der U18 im Jahr 2022 Hamburg: Platz 1

Westdeutsche Meisterschaft der Senioren im Jahr 2023 in Bochum: Platz 2

Deutsche Meisterschaft der Senioren im Jahr 2023 in Bad Ems: Platz 5

Westdeutsche Meisterschaft der Senioren im Jahr 2024 in Bochum: Platz 2

Europameisterschaft U21 im Jahr 2024 in Sarajevo: Platz 1

Deutsche Meisterschaft der Senioren im Jahr 2024 in Erlangen: Platz 2

Maintal (Internationales Turnier) U21 2024: Platz 1

Belgien (Internationales Turnier) U21 2025: Platz 1

Westdeutsche Meisterschaft der Senioren 2025 in Werl: Platz 1

Europameisterschaft der U21 im Jahr 2025 in Riga: Platz 2

Deutsche Meisterschaft der Senioren 2025 in Dresden: Platz 3

Maintal (Internationales Turnier) U21 2025: Platz 2

Weltmeisterschaft der U21 im Jahr 2025 in Paris: Platz 6

Die Trophäensammlung in ihrem Zimmer zu Hause in Mawicke. (Foto privat)

Wohlgemerkt, diese Erfolge erreichten Elisa und ihr Teampartner auf dem Weg zum bestandenen Abitur und nun im laufenden Studium im Bereich Design- und Projektmanagement.

Alle diese Erfolge erfordern auch Entbehrungen. Bei Überschneidungen zu Feiern und anderen Annehmlichkeiten in ihrem jugendlichen Leben erhalten Lehrgänge, Training und Wettkämpfe den Vorzug. „Für den Sport bin ich jedes zweite Wochenende unterwegs, da bleibt wenig Freizeit, da müssen Veranstaltungen auch mal abgesagt werden, nur das Studium geht vor allem immer vor!“

Dennoch schafft sie es öfters, den Jungschützinnen in Westönnen aktiv treu zu bleiben, um den Draht in die Heimat nicht zu verlieren.

Zurzeit steht sie in den Trainingsvorbereitungen zur Europameisterschaft im Mai in Sarajewo, wo sich beide den Einzug ins Finale wünschen. 

Wir wünschen Elisa und ihrem Teampartner Jamie bei der kommenden EM den größtmöglichen Erfolg, auf das der Einzug ins Finale Wirklichkeit wird und besonders, dass beide von Verletzungen verschont bleiben.

Kategorie: Allgemein Stichworte: Europapeisterin, Kampfsportlerin, Sportathletin

Christoph Zeppenfeld mit der silbernen Ehrennadel der Stadt Werl ausgezeichnet

10. März 2026 von Klaus Hennemann

„Die Verleihung der Ehrennadel der Stadt Werl ist Ausdruck und verdiente Anerkennung für vielfältiges und langjähriges Engagement, mit der Christoph Zeppenfeld in Westönnen das Gemeinschaftliche Leben nachhaltig geprägt, bereichert und gestärkt hat.“ So die Worte des Bürgermeisters Torben Höbrink.

In seiner Laudatio sagte der Bürgermeister Torben Höbrink weiter: „Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Stadtgesellschaft. Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, und die Bereitschaft, Gemeinschaft aktiv zu gestalten“.

Christoph Zeppenfeld war 15 Jahre Brudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Westönnen und hat in dieser Zeit zahlreiche Schützenfeste und weitere Vereinsveranstaltungen durchgeführt. Er war hierbei gleichzeitig Organisator, Moderator und Impulsgeber zugleich. Er gehörte viele Jahre zu den Hauptorganisatoren zu dem alle zwei Jahre stattfindenden BDSJ-Ferienlager.

Heute ist C. Zeppenfeld Beisitzer im Bezirksvorstand der Schützen und seit 2023 deren Stellv. Bundesmeister. Im Bezirksverband Werl-Ense ist er Mitbegründer der Sozialkasse des Bezirksverbandes. In all diesen Aufgaben hat er die Solidarität konkret werden lassen.

Er ist Autor bei Westönnen Online, war einige Jahre aktiver Feuerwehrmann und Mitbegründer und Initiator des Vereins Gemeinsam für Westönnen.

In all seinem Wirken hat er stets leise und beständig Strukturen geschaffen, koordiniert, vernetzt und mit großer Verlässlichkeit gewirkt. Besonders die Jugendarbeit hatte er dabei im Blick.

Westönnen Online gratuliert zu dieser Ehrung recht herzlich.

Bildmaterial: Stadt Werl, Presseamt.

Kategorie: Allgemein

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