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Startseite » Schuetzen » Seite 34

Schützenmesse unter dem Lindendom

28. Juli 2020 von Klaus Hennemann

Das Schützenfest musste dem Corona-Virus weichen, die Schützenmesse konnte jedoch unter Einhaltung der Auflagen stattfinden. Die Schützenbruderschaft hatte Sitzgelegenheiten über den gesamten Vorplatz entsprechend den Vorgaben so eingerichtet, dass viele Besucher an der Schützenmesse teilnehmen konnten. Propst Feldmann zelebrierte die feierliche Schützenmesse zusammen mit Vikar Hufelschulte, musikalisch umrahmt vom Musikverein Müschede.

Zum Abschluss der Schützenmesse hielt der Brudermeister C. Zeppenfeld eine kleine Ansprache, in der er sein Bedauern über den Ausfall des Schützenfestes zum Ausdruck brachte.

Ehrung für Müscheder Musiker

Auch ein erfreuliches Ereignis konnte er den Besuchern der Schützenmesse mitteilen. Der Musikverein Müschede hat in 2020 das 50-jährige Jubiläum in Westönnen. Die Ehrung hierfür wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die Besonderheit an diesem Jubiläum ist, das der Musiker Franz-Werner Schulte zum 50. Mal ununterbrochen in Westönnen zum Schützenfest dabei ist.

Hierfür überreichte C. Zeppenfeld zum Dank ein kleines Präsent an Franz-Werner Schulte.

Über weitere Begebenheiten rund um das ausgefallene Schützenfest werden wir noch berichten.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Totengedenken am Ehrenmal

28. Juli 2020 von Klaus Hennemann

Am Schützenfestsamstag nahm eine Abordnung der Schützenbruderschaft St. Sebastianus am Totengedenken am Ehrenmal teil. Wegen der Auflagen zum Corona-Virus konnte eine größere Teilnehmerzahl nicht zugelassen werden. Üblich findet das Totengedenken immer am Schützenfestmontag unter großer Anteilnahme der Schützenbruderschaft statt.

Nach der Ansprache von Brudermeister C. Zeppenfeld sprach Vikar Martin Hufelschulte zusammen mit den Schützen zwei Gebete. Zur Kranzniederlegung spielten die Musiker des Musikvereins Müschede das Lied vom guten Kameraden.

Kategorie: Avantgarde, BDSJ, Schuetzen

Das Jubelpaar vor 60 Jahren

27. Juli 2020 von L L

Adjutant Heinz Schlummer (li) und Brudermeister C.Zeppenfeld (re) gratulierten dem Jubelkönig Leo Goldstein

Leo Goldstein und Magarete Kreggenwinkel (seine spätere Ehefrau)

Sonnenwetter und beste Stimmung herrschte beim Schützenfest im Jahre 1960. Ein spannendes Vogelschießen, so der Jubelkönig in seiner Aussage, denn nicht nur er, sondern auch Siegfried Cremer und Alfons Grae feuerten mächtig ins „Schwarze“. Beim Ringen um das Federvieh, damals noch an der Vogelstange südlich der Bundesstraße, zeigte sich Leo letztendlich am treffsichersten und errang somit die Königswürde.

Als Königin erkor er seine spätere Ehefrau Margarete. Der Presse gegenüber versprach das frisch gekrönte Königspaar ein mildes Regiment zu führen. Leider verstarb Magarete Goldstein am 25.10.2016.

Als Pfeilspitze und hartnäckiger Kämpfer eines Protestes zeigte sich Leo Goldstein, anlässlich eines Schützenfestes, im Jahre 1977, als sich eine Gruppe unzufriedener Schützenbrüder zusammenschloss, um für die Abschaffung eines für sie nicht mehr akzeptablen Missstandes zu demonstrieren.

Viele Jahre floss Dortmunder Thierbier durch die Zapfhähne in der Schützenhalle.

In den Westönner Gaststätten wurde bereits die Sauerländer „Edelmarke“ Veltins angeboten. Auch in den meisten Westönner Kellern lagerten viele Flaschen der wohltuenden Sorte, auf die sich der Herr des Hauses den ganzen Tag freuen durfte.

So waren es dann an vorderster Front Leo Goldstein als Sprecher und Organisator des Protestes, welcher den Bierwechsel bewirken sollte. Bereits zur Generalversammlung im darauffolgenden Jahr wurde dieser dann beschlossen.

Auf dem Fest im Jahre 1960 trat auch erstmalig die neu formierte Avantgarde in Erscheinung. Die Avantgarde konnte durch ihr Auftreten das Fest wesentlich verschönern. Aber nicht nur die Avantgarde, auch der Vorstand trat vor 60 Jahren zum ersten Mal mit neuen Uniformröcken zum Königsschießen an.

Kategorie: Schuetzen

Das Jubelpaar vor 50 Jahren

27. Juli 2020 von L L

Wenn die Westönner Schützen erst einmal in Stimmung sind kann ihnen so schnell nichts etwas anhaben

1970 wurde erstmalig an dem heute bekannten Standort des Schützenplatzes auf den Vogel angelegt. Bevor der Wettkampf um die Königswürde aber begonnen werden konnte, machten es sich die versammelten Schützenschwestern und Schützenbrüder auf dem Festplatz erst einmal gemütlich. Dabei ließen sie sich letztmalig vom Heeresmusikkorps aus Münster unterhalten. Währenddessen hatten die zahlreich anwesenden Kinder die Wiese zum Spielen in Beschlag genommen. Nur mit Mühe konnten die Vorstandsmitglieder die Kindeschar überzeugen, ihr wildes Treiben für das angedachte Vogelschießen zu unterbrechen.

Als Meisterschütze erwies sich der noch amtierende König Helmut Klenter, der gleich mit seinem ersten Schuss dem Vogel seiner Krone beraubte. Die gezielten Schüsse dauerten an. Kurze Zeit später fehlten dem anfangs so repräsentativen Tier auch Zepter, Apfel und Flügel.

Nach 30 Minuten Dauerfeuer gestatteten sich die Anwärter eine Pause, um für die Schlussphase mit Zielwasser gestärkt zu sein. Zwei Mitglieder des Tambourcorps Einigkeit eröffneten anschließend erneut das Spektakel. Nach Schuss 104 hielt es den Vogel nicht mehr im Kugelfang und Bernhard Schmidt nicht mehr auf den Beinen, wurde er doch unter Jubel von seinen Vereinskameraden auf Schultern getragen und als neuer König 1970 gebührend gefeiert. Als Königin an seiner Seite erkor er sich Bärbel Köhler.

Wegen des schlechten Wetters in den folgenden Tagen stand in der Zeitung „Wenn die Westönner Schützen erst einmal in Stimmung sind kann ihnen so schnell nichts etwas anhaben, auch nicht strömender Regen.“ So wurde mit aufgespannten Schirmen dem Wetter getrotzt. Die Parade oder im Schützenjahr 1970 „der Regenmarsch“ auf dem Sportplatz und an der Molkerei konnte auch durch eine noch so hohe Luftfeuchtigkeit nicht verhindert werden. Der Stimmung im Hofstaat und bei den feiernden Westönnern tat es allemal keinen Abbruch.

1974 konnte Berni Schmitt dann erneut seine Treffsicherheit unter Beweis stellen, als er im Jahr des 350-jährigen Jubiläums die Kaiserwürde der Westönner Schützenbruderschaft errang. Zur Kaiserin an seiner Seite erkor er sich damals Ehefrau Lieselotte.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Ehrungen für langjährige Schützenmitgliedschaften

27. Juli 2020 von Christoph Zeppenfeld

Gewöhnlich werden am Montagmorgen beim Schützenfrühschoppen die langjährigen Mitglieder geehrt. Diese Ehrungen werden zu einem späteren Zeitpunkt in einem entsprechenden Rahmen nachgeholt, bekannt geben möchten wir die verdienten Schützenmitglieder an dieser Stelle.

Seit 40 Jahren sind sie Schützenmitglied der St. Sebastianus-Schützenbruderscchaft:

Klemens Alscher, Bernhard Bohle, Thomas Hering, Peter Hörster, Siegfried Hupertz, Bernd Lichtenauer, Wolfgang Mertin, Friedrich Nieder, Josef Schmalenstroth, Jürgen Stache, Norbert Steinkötter, Rainer Wiemer und Stefan Wulf.

Seit 50 Jahren gehören Sie der St. Sebastianus Schützenbruderschaft an:

Franz Brand, Heinrich Brand, Josef Düser, Windfried Göbel, Hans-Jürgen Jennebach, Hans-Gerd Kenter, Reinhold Kerkhoff, Reinhard Kiko, Heinz Köhler, Manfred Nentwig, Heinz Rademacher, Franz Sauer und Werner Wanders.

Seit 60 Jahren halten sie der St.Sebastianus Schützenbruderschaft die Treue:

Franz Hufelschulte, Paul Hupertz, Theodor Rufaut, Wilhelm Sasse, Wilhelm Topp, Heribert Weber und Wilhelm Wiemhöfer.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Das Jubelpaar vor 40 Jahren

26. Juli 2020 von L L

Johannes Keweloh und Ursula Keweloh – Feuerwehr stellt Westönner König

Bevor 1980 das Schützenfest beginnen konnte, mussten die laufenden umfangreichen Vorbereitungen und Renovierungsarbeiten an der Halle abgeschlossen werden. Unaufschiebbare Instandsetzungsarbeiten an Küche und Speisesaal waren durchzuführen. Mit einem festen Ziel vor Augen schafften es zahlreiche Helfer die zu erledigenden Arbeiten pünktlich zu beenden. Sicher wurde in den Arbeitspausen auch über das wichtige Thema: „Wer wird in diesem Jahr Schützenkönig“ diskutiert, denn eins stand im Vorfeld fest: „Es gibt mehrere Bewerber“.

Und so kam es dann am ersten Augustwochenende auch. Drei ernsthafte Bewerber lieferten sich ein spannendes Wettschießen unter der Vogelstange, aus dem nach 145 Schuss Johannes „Hennes“ Keweloh als würdiger Sieger hervorging. Die Frage, wer an der Seite des aktiven Feuerwehrmanns regieren sollte stellte sich nicht. Natürlich seine Ehefrau Ursula.

Das Königspaar Johannes und Ursual Keweloh mit dem
damaligen Brudermeister Fritz Nieder

Bei strahlendem Sonnenschein feierten hunderte Gäste ein tolles Fest unter den Linden. Und auch am Schützenfest-Sonntag und Montag ließ das Wetter das neu gekrönte Regentenpaar bei der Parade auf dem Sportplatz nicht im Stich. Das Fazit nach drei Schützenfesttagen war erfreulich. Die gelungene Renovierung der Schützenhalle, welche einladender als früher war sowie das Ende der Schulferien führten zu einem wie in der Zeitung geschriebenen „enormen Bierumsatz“.

König „Hennes“, einmal Gefallen daran gefunden an der Spitze der Schützenbruderschaft zu stehen, setze drei Wochen später beim Bezirksschützenfest in Sönnern noch einmal einen drauf. Beim Wettkampf um die Bezirkskönigswürde konnte sich Johannes Keweloh gegen 14 Mitbewerber, alles amtierende Könige aus den Nachbarbruderschaften, durchsetzen. Endlich stellten die Westönner ein Bezirkskönigspaar. Der doppelten Regentschaft nicht genug, gelang Johannes 1999 das „Triple“. Zum 375-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft ging er erneut bei einem Vogelschießen mit 31 Konkurrenten als Sieger hervor. Von nun an durfte er sich Kaiser der Westönner Schützen nennen. Wie auch schon 19 Jahre zuvor regierte seine Frau Ursula an seiner Seite.

Johannes Keweloh war von 1981 bis 2005 im Schützenvorstand tätig. Ab 1992 bekleidete er das Amt des Adjutanten. Mit viel Einsatzbereitschaft und dem nötigen Überblick wurden unter seiner Regie zahlreiche Umbaumaßnahmen in und an der Halle umgesetzt. So sind insbesondere die Umgestaltung der Schützenhalle zur Gemeinschaftshalle, sowie der Neubau des Parkplatzes und der unterkellerten Garage zu nennen. Auch der freiwilligen Feuerwehr, für die er 1980 den Vogel von der Stange schoss, blieb er treu.

Ihr widmeten die beiden Regenten sogar ihre Medaille an der Königskette. Diese zeigt das Emblem der Feuerwehr mit der Inschrift „Feuerwehr 1980“. Leider verstarb er am 26.09.2013.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

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