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Startseite » Schuetzen » Seite 41

Goldener Stern für Friedel Grümme

18. September 2019 von L L

Eine der höchsten Auszeichnungen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

Als am Samstag, 31.08. die Schützen das in diesem Jahr von der St. Hubertus Schützenbruderschaft aus Scheidingen ausgerichtete Bezirksschützenfest besuchten, ging es diesmal nicht nur um den dort ausgetragenen Wettkampf um die Bezirkskönigswürde.

Der für 13:00 Uhr bestellte Bus brachte alle zur Westönner Schützenfamilie gehörenden Gruppierungen, ausgenommen die BdSj Schülerschützen, zum Festplatz nach Scheidingen. Dort angekommen wurde nach einer kurzen Begrüßungsphase der gemeinsame Wortgottesdienst gefeiert. Im Rahmen dieses durch Bezirkspräses Pastor Christoph Severin abgehalten Festaktes, wurde der Westönner Ehrenbrudermeister und Ehren-Bezirksbrudermeister Friedel Grümme mit dem Goldenen Stern zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet.

Der stellv. Bundesschützenmeister Walter Finke stellte in seiner an Friedel Grümme gerichteten Ansprache den Werdegang da:

„Schon in jungen Jahren kamst Du zu den Schützen, übernahmst bald Verantwortung und brachtest Dich und Deine Fähigkeiten in die Schützengemeinschaft ein.

1972 wurdest Du bereits in den Vorstand der SBS Westönnen gewählt. Von 1980 – 1992 warst Du Geschäftsführer der Bruderschaft, bevor Du nach dem plötzlichen Tode des damaligen Brudermeisters Fritz Nieder an die Spitze der Westönner Schützen gewählt wurdest.

In deine Amtszeit fielen viele wichtige Projekte. Bei den vielen Baumaßnahmen, insbesondere die größte nach dem Hallenbau, dem Parkplatz, war seine umsichtige Art einer der Garanten für das Gelingen. Der BdSJ und damit das Ferienlager, wären ohne Friedel nicht das was sie heute sind. Hier war er der Motor, die treibende Kraft. Und die Terminabsprache der Verein des Kirchspiels Westönnen, die er ins Leben rief, dokumentiert seine integrativen Fähigkeiten. Die Mitgliederzuwächse in seiner Amtszeit sind sicherlich auch ein Ergebnis seiner modernen Interpretation des Schützenwesens, die sich auszeichnet durch den immerwährenden Blick über den Tellerrand auf die Säulen des Schützenbundes „Für Glaube, Sitte und Heimat“. Der Umweltpreis für die Schützenbruderschaft im Jahre 2007 steht exemplarisch dafür.

Von 1995-2005 war Friedel Grümme Bezirksbrudermeister des Bezirksverbands Werl-Ense, deren Ehren-Bezirksbrudermeister er heute ist. Im Jahre 1995 bestand der Bezirksverband noch aus dem ersten Bezirksbrudermeister und einem Schriftführer. Friedel Grümme war es zu Beginn seiner Amtszeit klar, dass er zunächst wieder einen arbeitsfähigen Bezirksvorstand implementieren muss. Aufgrund seines schon damals großen Ansehen gelang ihm dieses sehr zügig umzusetzen und der Vorstand konnte komplementiert werden. Der damalige Präses seiner Heimatbruderschaft in Westönnen, Herr Pastor Spannenkrebs, übernahm nach Vorlage von Friedel seinem Konzept, das letzte noch frei gewordene Amt des Bezirkspräses.

Friedel Grümme schaffte es innerhalb von 2 Jahren, dass der Bezirk Werl-Ense endlich auf Diözesan- und Bundesebene wahrgenommen wurde. Diese Bestrebungen und vor allen Dingen auch sein Einsatz für ein gerechtes und bezahlbares Beitragssystem, für die von Ihm zu vertretenden Bruderschaften brachten Ihm höchste Anerkennung. In enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen aus der Diözese, war er immer bestrebt Zukunftsgerichtet den Bezirk Werl-Ense zu vertreten und zu repräsentieren. Die vorbildliche Arbeit in seiner Bruderschaft mit der Förderung und Akzeptanz für die Jungschützen übertrug er in den Bezirk und es war der Anfang von einer bis heute großen Beteiligung an unseren Bezirksfesten.“

Walter Finke lobte auch die menschliche Seite:

„Friedel Grümme schaffte in seiner Vorstandstätigkeit, als Brudermeister in Westönnen und auch als Bezirksbrudermeister im Bezirksverband Werl-Ense, immer ein vertrauensvolles Miteinander, weil er den Austausch förderte und andere und ihre Meinung gelten lies. Seiner Menschlichkeit, Ruhe und Zielstrebigkeit ist es zu verdanken, dass der Bezirk Werl-Ense bis zum heutigen Tag, eine lebendige und Mitgliederwachsende Gemeinschaft ist.

Nicht selten musste für die Ausübung deiner Ämter die Familie zurückstecken, Freiwilliges Engagement schließt oftmals den Verzicht auf eigene Freizeitaktivitäten mit der Familie mit ein. Mein Dank, der am heutigen Tage nicht nur Friedel Grümme, sondern auch seiner Familie, insbesondere seiner Frau Rita gilt, kann somit gar nicht groß genug sein.“

Nach der Übergabe dieser außergewöhnlichen Auszeichnung gab es zahlreiche Gratulanten die unter Applaus ihre Glückwünsche überbringen konnten.

Während des dann stattfinden Bezirksschießens, an dem auch der Westönner Schützenkönig Steffen Hünnies, leider mit wenig Erfolg, teilnahm stand der Rest des Schützenvorstandes bei herrlichem Wetter zusammen und stieß mit dem geehrten auf diese tolle Auszeichnung an.

Nachdem die Bezirkskönigswürde an Michael Melcher aus der Nachbarbruderschaft Holtum gegangen war, wurde wie üblich eine Parade durch die Scheidingen Straßen durchgeführt. Der ereignisreiche Tag endete für die Meisten Schützen mit der für 21:30 Uhr angesetzten Heimreise.

Kategorie: Allgemein, Gemeinde, Schuetzen

Schützenfest Montag – Ein Nachmittag mit Besonderheit

20. August 2019 von Klaus Hennemann

Zum Abschluss eines sehr gut gelungenen Schützenfestes traten die Schützenbrüder ein letztes Mal zum Abholen des Königspaares an. Eine Besonderheit gab es diesmal.

In der langjährigen Schützengeschichte war es das erste Mal, das der Schützenumzug einen Stopp einlegte. Bei der Jubiläumskönigin Anne Langenhorst hielt der Schützenumzug für ein Ständchen und einen anschließenden kleinen Umtrunk an, bevor es weiter zur großen Parade ging.

Unser Dank geht an Hubert Kaluza, der uns diese Bilder zur Verfügung gestellt hat.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen, Schützenfest

Schützenfest Westönnen – die Ehrungen am Montag

19. August 2019 von Klaus Hennemann

Beim traditionellen Frühschoppen werden in jedem Jahr die Jubilare ausgezeichnet.

Eine besondere Ehrung konnte Willi Schlummer entgegen nehmen, er ist seit 70 Jahren in der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen.

  • 70 Jahre in der Schützenbruderschaft: Willi Schlummer
  • 60 Jahre in der Schützenbruderschaft und Mitbegründer der Avantgarde: Ferdinand Henze

Für 60 Jahre wurden Heinz Kiko und Ferdinand Henze – Mitbegründer der Avantgarde – geehrt.

Auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken können Clemens Weber, Wigbert Schulte, Udo Mayer, Klaus Kienz, Wolfgang Balz, Heinz Böhmer, Friedhelm Weber und Franz-Josef Nentwig.

Seit 40 Jahren in der Schützenbruderschaft sind Heinrich Mertin, Alfred Newe, Willy Schulte, Hans-Georg Kemper, Christian von Papen, Wolfgang Pieper, Friedrich von Brühl, Michael Post, Rainard Keweloh, Eugen Michel, Meinolf Westerhoff, Dirk Schulte, Rainer Wittmers, Heinz-Josef Schulte, Albert Nacke, Friedel Drees, Thomas Hempert, Theo Deitelhoff, Siegfried Schlummer, Michael Rocholl, Matthias Nentwig, Martin Kenter, Frank Düser, Michael Bonnekoh und Martin Fritze. (s. Beitragsbild oben)

Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von Hubert Kaluza.

Text: Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Schützenfest Westönnen – Montag

17. August 2019 von Klaus Hennemann

Der Schützenfestmontag begann mit dem Antreten zum Abholen des geistl. Präses, der Gefallenenehrung sowie dem Besuch des Kindergarten und der Kita. Im Anschluss daran folgte der Frühschoppen mit den Ehrungen.

Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von Hubert Kaluza

Kategorie: Schuetzen

Ein Schützenfest mit vielen Höhepunkten und Überraschungen

1. August 2019 von Klaus Hennemann

Das war ein Schützenfest, welches alle Erwartungen in vielerlei Hinsicht übertroffen hat. Wir haben wirklich bis zur letzten Stunde ein tolles Schützenfest erleben dürfen, welches noch lange in Erinnerung bleibt, besonders aber mit Sicherheit einen festen Platz in der Schützengeschichte finden wird.

Da war der Samstag mit dem spannenden Vogelschießen, welches der Kommandeur der Avantgarde Steffen Hünnies passend zum 60-jährigen Jubiläum seiner Avantgarde für sich entscheiden konnte.

Das Köngispaar Steffen Hünnies und Sophie Oehler bei der Abholung, in der Schützenhalle überraschte der König seine Königin mit dem Heiratsantrag.

Besonders aber der Sonntag hatte es in sich. Ein aussergewöhnlich langer Festzug, bei dem die Gastvereine aus Oberense, Recklingsen und Werl ihren Beitrag leisteten. Seit einigen Jahren kommen die Westönner/innen, die ausserorts zu Königswürden kommen, mit Ihrem Gefolge nach Westönnen zum Schützenfest. So war es Franz Hagen, der als amtierender König aus Recklingsen mit Gefolge antrat. Dazu kamen die Schützenbruderschaft Oberense mit Ihrer aus Westönnen gebürtigten Königin Alexandra Frieling, geb. Schriek. Und nicht zuletzt die Werler St. Seb. Schützenbruderschaft mit ihrem Königspaar und Stadtschützenkönig Stefan Dümpelmann und Bettina Dümpelmann mit Gefolge.

Ein weiterer Grund für die zahlreichen Teilnehmer im Festzug war das 60-jährige Bestehen der Avantgarde, welches auf dem diesjährigen Schützenfest gefeiert wurde. Zu diesen Feierlichkeiten waren etliche Avantgarden der Einladung zur Teilnahme am Festzug mit anschließendem Festakt gefolgt. Bei diesem Festakt konnte Brudermeister C. Zeppenfeld mit Josef Wulf und Ferdi Henze noch 2 Gründer der Avantgarde begrüßen.

Nach dem Schützenumzug mit großer Parade begrüßte der Brudermeister Christopf Zeppenfeld die Gäste, ließ das Königspaar, das Schützenvolk und die Musik hoch leben und gab das Wort an den Schützenkönig Steffen Hünnies.

Nach seinen Grußworten machte der Schützenkönig Steffen Hünnies seiner Königin Sophie Oehler einen Heiratsantrag im Beisein seiner gesamten Schützenbruderschaft. Das hatte noch keiner der großen Schützenfamilie bis dahin live miterleben dürfen. Der Jubel in der Halle kannte keine Grenzen. Da konnte einfach nur noch das „JA“ kommen.

Am Abend folgte der große Zapfenstreich. Der anschließende Tanzabend ließ einen aussergewöhnlichen Schützentag ausklingen.

Fotos: mit freundlicher Unterstützung von Hubert Kaluza

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Die letzte große Westönner Schützen-Revolution

28. Juli 2019 von Christoph Zeppenfeld

Proteste oder Demonstrationen gelten in unserem Dorf eigentlich als verpönt. Unter dem Dach der Bruderschaft ja sogar als verboten.

In manchen Fällen, insbesondere zu Diensten einer guten Sache, werden sie dann aber hin und wieder doch geduldet.

So war es auch in den 70er Jahren, anlässlich eines Schützenfestes, vermutlich im Jahre 1977, als sich eine Gruppe unzufriedener Schützenbrüder zusammenschloss, um für die Abschaffung eines für sie nicht mehr akzeptablen Missstandes zu demonstrieren.

So waren es an vorderster Front Leo Goldstein als Sprecher und Organisator des Widerstandes, sowie Lothar Klose, der für die kurzfristige Erstellung eines Transparentes in der Schulmöbelfabrik Hering zuständig war(siehe Foto).

Zur Sache: Sehr lange schon, vermutlich seit 1949 wurde auf allen Westönner Festen Thier Bier verzehrt. Als sich die damaligen Entscheidungsträger zu diesem wichtigen Schritt entschieden, spielte nicht nur die kurze Entfernung zur nahegelegenen Bierstadt Dortmund eine Rolle. Unsere Halle befand sich nach den schweren Kriegsjahren in einem schlechten Zustand. Die für die Renovierung dringend benötigten Finanzmittel fehlten. Nur durch die Bereitstellung eines Darlehens von der Thier-Brauerei wurden die Renovierungsarbeiten fortgeführt. So konnte nach einem außergewöhnlichen Kraftakt vieler Schützenbrüder die Halle schon zum Schützenfest 1949 wieder bezogen werden.

Bei einer zufälligen Recherche eröffnete sich für mich aber noch ein weiterer interessanter Hintergrund, der bei der damaligen Entscheidungsfindung sicherlich auch berücksichtigt wurde. Unter dem Titel“ Hopfen und Malz, der Pott erhalt`s“, beschreibt der Dortmunder Journalist Jens Witte die Situation um die Bierstadt Dortmund. So zitiert er in seinem Artikel die Worte eines Dortmunder Lokalpatrioten, der die Dortmunder Bierkultur der Nachkriegszeit, begleitet von Kohle und Stahl, folgendermaßen schildert:

„Die ganze Stadt roch nach Bier. Rund siebeneinhalb Millionen Hektoliter füllten die Brauereien dort jährlich ab, so viel wie nirgendwo sonst in Europa. Es gab Arbeiterbier(Hansa), Sonntagsbier(Kronen) protestantisches Bier(Union) und auch katholisches Bier(Thier).“ Soll mir doch keiner erzählen, dass dieser Zusammenhang für die Westönner Bierkultur keine Bedeutung gefunden haben soll. Und so tranken die Westönner zunächst mit großer Freude Thier-Bier.

Nun ja, aber nur so lange bis sich in den 70er Jahren gegen die besagte Sorte Protest regte. In vielen Westönner Gaststätten wurde bereits die Sauerländer „Edelmarke“ Veltins angeboten. Auch in den meisten Westönner Kellern lagerten viele Flaschen der wohltuenden Sorte, auf die sich der Herr des Hauses den ganzen Tag freuen durfte. Und eben dieses äußerst leckere Getränk forderten nun die Westönner Protestler um Leo Goldstein auch für unser Schützenfest ein.

Damit diese Forderung auch wirklich Beachtung fand, wurde diese durch einen Westönner Schützenbruder vom Hackenfeld auf der Jahreshauptversammlung am 25.02.1978 nochmals bekräftigt. Bei einer sich anschließenden Abstimmung entschieden sich die Versammlungsteilnehmer zu einem Wechsel der Biersorte. Mit diesem Beschluss sah sich der damalige Vorstand um Brudermeister Fritz Nieder aufgefordert, den Wechsel in die Wege zu leiten. Seitdem wird auf dem Schützenfest nur noch Veltins gezapft. Übrigens wurde Thier-Bier weiterhin noch bis Anfang der 80er Jahre zum „Tanz in den Mai“ angeboten.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

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