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Startseite » Archive für Klaus Hennemann » Seite 80

Einigkeit macht stark – 100 Jahre Musik und Freundschaft

1. Mai 2021 von Klaus Hennemann

Für dieses Jahr hatte die Einigkeit ein großes Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen geplant. Bedingt durch Corona mussten alle Veranstaltungen zu dem Jubiläum abgesagt werden. Mit einer Folge von Berichten möchte die Einigkeit hiemit auf die 100-jährige Geschichte zurück blicken.

Das Tambourcorps Einigkeit Westönnen e.V. 1946 – 1971

Nach dem Krieg waren glücklicherweise viele Spieler, zum Teil verspätet aus Gefangenschaft, nach Hause zurückgekehrt. Die Bestandsaufnahme durch den Verein zeigte, dass Instrumente und Uniformen in Kriegswirren verloren gingen oder beschlagnahmt wurden. Dies hielt die Spielkameraden nicht davon ab, den Verein mit dem schon immer vorherrschenden Motto „Einigkeit macht stark“ wieder aufzubauen. So war dieser bereits 1946 wieder in alter Stärke spielfähig und es wurde fleißig geprobt.

Das Tambourcorps Einigkeit 1949

Die ersten Auftritte fanden bereits 1947, mit dem Tambourmajor Theodor Luig statt, die auch dazu führten, dass zunehmend weitere junge Männer Interesse zeigten und nach Ausbildung die Reihen des Tambourcorps füllten. Auch auf Wettstreiten knüpften die Spielkameraden an alte Erfolge an. Zudem wurde neben den klassischen bekannten K&K Märschen schwierige moderne Märsche sowie auch Konzertstücke einstudiert.

Die erfolgreichsten Preise dieser Zeit waren:

1955 Höchstpreis in Milspe
1956 Erringung des Höchstpreises in Bentrop
1957 Erringung des Westfalenpokals
1957 Verteidigung des Westfalenpokals
1958 5. Platz beim Europapokalspiel in Köln
1959 mit weitem Abstand 1. Platz beim Parademarsch-Wettstreit in Beckum

Im benachbarten Mawicke spielte die Einigkeit 1950 das erste Mal auf dem Schützenfest und die dadurch entstandene Freundschaft hält bis zum heutigen Tage an.

Die Einigkeit 1951 auf dem Schützenfest in Mawicke

1951 wurde Franz Bömelburg Tambourmajor, der dieses Amt bis 1970 ausübte. In dieser Zeit durfte weiterhin ein Raum in der alten Schule als Probenraum genutzt werden.

Die Einigkeit bei der Parade auf dem Westönner Sportplatz…
und auf dem Westönner Schützenplatz mit Köngspaar

Ende der 60er Jahre wurden mit Marianne Hering, Renate Wegener, Birgit Gering und Ursula Preker die ersten Frauen in die Einigkeit aufgenommen.

Einige Jahre spielte das Tambourcorps Einigkeit auf dem großen Karneval des MGV Cäcilia. Damals noch mit den Fanfaren und in Karnevalskostümen.

Wie auf diesen Bildern von 1971 zu sehen ist.

Weitere Bereichte folgen.

Autorinnen: Angela Seifert, Sonja Keweloh, Dr. Petra Michel.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Einigkeit

Einigkeit macht stark – 100 Jahre Musik und Freundschaft

24. April 2021 von Klaus Hennemann

Der alte Kindergarten, die Gründungsstätte des Tambourcorps Einigkeit

Für dieses Jahr hatte die Einigkeit ein großes Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen geplant. Bedingt durch Corona mussten alle Veranstaltungen zu dem Jubiläum abgesagt werden. Mit einer Folge von Berichten möchte die Einigkeit hiemit auf die 100-jährige Geschichte zurück blicken.

Das Tambourcorps Einigkeit Westönnen e.V. 1921 – 1946

Im Frühling 1921 nahm alles seinen Anfang. Junge Handwerksgesellen aus Westönnen fanden sich zusammen, um ihre Freizeit der Musik zu widmen. Einige waren im Trommeln, andere im Flöten talentiert. So übten bis zu 35 junge Männer im alten Schwesternhaus ( heute der katholische Kindergarten St. Cäcilia) traditionelle Marschmusik und gründeten das Tambourcorps Einigkeit Westönnen.

Der Verein war geboren.

Die Einigkeit in den Anfangsjahren Mitte der 1920er.

Nicht nur die Musik, sondern auch das vom Verein seitdem ausgerichtete Sternsingen, sind fester Bestandteil des Vereinsengagements. Die jungen Spielmänner wollten den hier ansässigen Schwestern des Herz-Jesu-Ordens durch eine Spendenaktion bei ihrer Gemeindearbeit unterstützen. Hierfür waren die Schwestern sehr dankbar und gaben somit den Rahmen der Spendenaktion, die sich bis heute mit dem traditionellen Drei-Königssingen fortsetzt.

Die Westönner Sternsinger ziehen seit Jahren immer mit großem Gefolge von Haus zu Haus.

Das diese Tradition noch immer ein fester Bestandteil des Dorflebens ist, macht die Einigkeit bis heute sehr stolz. In den ersten acht Tagen des Jahres werden die Haushalte besucht und Spenden für die Kinder des Dorfes und für ein Patenkind der Sternsingeraktion gesammelt.

Schnell wurde das Tambourcorps in den ersten Jahren von der Gemeinde unterstützt und durfte regelmäßig im eigenen Probenraum in der alten Schule üben.

Schon 1924 bestritt der Verein sehr erfolgreich seinen ersten von vielen Wettstreiten. Besonders im Parademarsch errangen die Spielleute oft den Sieg. Hierfür wurde oft sonntags in den Feldern oder im Steinbruch das Marschieren geübt.

Die Einigkeit mit ihren Siegespokalen

Gerade diesen Brauch der Parade hat das Tambourcorps bis heute beibehalten und präsentiert diesen jährlich in einigen Dörfern des Kreises Soest auf den Schützenfesten.

Der erste Tambourmajor war Adolf Klenter von 1921 bis 1923. Von 1923 bis zum Krieg war Franz Bömelburg Tambourmajor.

Im zweiten Weltkrieg ruhte das Musizieren. Nicht nur, weil Mitglieder in den Krieg ziehen mussten oder gefallen waren, sondern auch weil Musik dieser Art zum Teil durch die NSDAP verboten war.

Erst ab 1947 sollte die Einigkeit wieder aktiv werden.

Weitere Berichte folgen.

Autorinnen: Angela Seifert, Sonja Keweloh, Dr. Petra Michel.

Kategorie: Allgemein, Einigkeit

Ein Gemeindeprotokoll von 1879

21. April 2021 von Klaus Hennemann

Im letzten Jahr wurde an der Ecke Mummelstr. / Westönner Bachstr. eines der letzten alten Häuser aus unserer Ortsmitte abgerissen. Äußerlich war das Haus gar nicht in schlechtem Zustand, aber eine Renovierung auf den heutigen Standard und deren Erfordernisse war nicht mehr wirtschaftlich. Es gab also nur diese Lösung.

Aber wer wohnte dort früher? Elisabeth Tolles, die das Haus mit Ihrer Familie lange Zeit bewohnte, konnte uns hier mit einigen Unterlagen weiterhelfen.

Mit freundlicher Unterstützung von Dieter Holtheuer haben wir eine Kopie des Protokolls einer Gemeinderatssitzung vom 19. Januar 1879 übersetzen können und somit auch den Besitzer aus der Zeit herausgefunden.

Es handelte sich zu der Zeit um den Tagelöhner Bernhard Stoltefaut. Bernhard Stoltefaut hatte am 23.01.1862 die Elisabeth Kerkhoff geheiratet. Er war Knecht in Westönnen und Sohn der verstorbenen u. unverheirateten Catharina Stoltefaut; er war zur Heirat 36 Jahre, 10 Monate und 14 Tg alt. Seine Ehefrau Elisabeth war die Tochter des Tagelöhners Philipp Kerkhoff und der Maria Salome Michel, sie war 26 Jahre, 6 Monate u. 9 Tage alt.

In der Gemeinderatssitzung erklärte sich Bernhard Stoltefaut u.a. bereit, für die Anlage des Westönner Baches zu einem befahrbaren Wege den notwendigen Grund seines Gartens abzugeben.

Weiter entnehmen wir der Übersetzung von Dieter Holtheuer den Originaltext wie folgt:

Es erschien der Tagelöhner Bernhard Stoltefaut von hier und erklärte.

daß er bereit sei den bei Anlage des Westönner Baches zu einem fahrbaren Wege hierzu von seinem angrenzenden Garten nothwendigen Grund und Boden pro Quadr. Ruthen 6 Tha(ler) buchstäblich sechs Thr mit der Bedingung herzugeben, daß sein Garten auf Kosten der Gemeinde Westönnen mit einer neuen Weißdornhecke eingefriedigt und so lange unterhalten werde, bis dieselbe vollständsig zugewachsen resp(ektive) den zum Garten gegen Vieh notwendigen Schutz vollständig gewähren und ausserdem die Anlage des Weges so ausgeführt werde, daß seine beidennicht weit von der Grenze stehenden größten Birnbäume sten bleiben können.

Übersetzung des linken Teils vom Protokoll:

Die Gemeinde Westönnen wird durch den Vorsteher 6 Gemeinde Verortneten und 1 Rittergutsbesitzer vertreten.

Anwesend sind: 1.Vorsteher und Beigeordneter Kerkhoff

Gem.-Verord. Schulte 3. „ Pieper 4. „ Gordes 5. „ W. Stewen 6. „ Plattfaut 7. für Gut Lohe Verwalter Schulte

Im rechten Teil des Protokolls:

In der heutigen durch Currende vom 13. t(en) d(es) M(onats) vorschrift mäßig zusammenberufenen Gemeinde – Versammlung wurde folgendes verhandelt und beschlossen:Nr. 483 Die von dem Tagelöhner abgegebene Erklärung betreffend der zur Anlage des Baches von seinem Garten erforderlichen Grund und Boden, wurde genehmigt und bewilligt, daß derselbe pro Preus. Quadr. Ruthen 6 rt. erhalten, sowie der Graben wie verlangt eingefaßt und unterhalten werde.

Für die Unterstützung zu diesem Bericht danken wir Elisabeth Tolles für die Leihgabe und Einsicht in die Unterlagen und Dieter Holtheuer für die Übersetzung der Urkunden und der Findung des B. Stoltefaut.

Kategorie: Allgemein, Alte Bilder, Aus alten Tagen, Historie

Erweiterte Vorstandssitzung von RWW 1971

5. April 2021 von Klaus Hennemann

Über diese Sitzung berichtete die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 5. April 1971. Im Mittelpunkt dieser Sitzung stand die Ehrung von verdienten Mitgliedern. Christian Bock und Hans Szerement wurden mit der Vereinsehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Der zweite Vorsitzende Rudi Kliemt würdigte die Verdienste der beiden Geehrten. Die Vereinsehrennadel in Silber erhielten Dr. Bruno Bell, Friedel Grümme, Horst Hupertz und Josef Holthoff.

1972 feierte der Sportverein sein 50jähriges Bestehen. Hierzu soll eine Festschrift erscheinen.

Auch sportlich lief es in diesem Jahr für den Verein. Die erste Mannschaft war Tabellenführer der ersten Kreisklasse und peilte in Aufstieg in die Bezirksklasse an.

Kategorie: Allgemein, Aus alten Tagen, Fussball, Historie

Frohe Ostern

3. April 2021 von Klaus Hennemann

Wir wünschen dem ganzen Kirchspiel Westönnen ein frohes und besonders gesundes Osterfest, in der Hoffnung, das wir uns in absehbarer Zeit wieder in größerer Runde treffen dürfen.

Das Osterfeuer stammt aus unserem Fotoarchiv.

Kategorie: Allgemein

Orts- und Schützenflaggen hissen

31. März 2021 von Klaus Hennemann

Als Zeichen der Hoffnung und Zuversicht sollen auch in diesem Jahr wieder von Karsamstag bis Ostermontag die Orts- und Schützenflaggen gehisst werden.

Mit den besten Wünschen zum Osterfest bittet Brudermeister Christoph Zeppenfeld zusammen mit den Bruderschaften des Bezirkes Werl-Ense um zahlreichte Beteiligung an der Aktion Flaggen der Hoffnung und Zuversicht.

Auch 2020 beteiligten sich die Westönner an dem Aufruf zur Aktion Flagge zeigen.

Auszugsweise geben wir hier ein Schreiben zu dieser Aktion des Diözesanbundesmeister Mario Kleinemeier wieder.

Liebe Schützenfamilie in unserem Diözesanverband Paderborn

Seit zwölf Monaten bestimmt die Corona-Pandemie unser Privatleben und auch unser gesamtes Schützenleben.
Der Kontakt mit Mitmenschen ist stark eingeschränkt und das gesamte Schützenleben, was für Gemeinschaft und Füreinander steht, ist zum größten Teil zum Erliegen gekommen. Sind es doch die persönlichen Kontakte und der gegenseitige Austausch auf den Veranstaltungen in unserem Diözesanverband und natürlich darüber hinaus.

Nach der überwältigenden Resonanz auf die Oster-Aktion 2020 „Flagge zeigen“, an der sich auch weit über die Hochstiftgrenzen hinaus unzählige Bruderschaften/Vereine/Gilden beteiligt haben, wird auch in diesem Jahr eine Aktion stattfinden, die 2021 unter dem Motto steht

Flaggen der Hoffnung und Zuversicht

Daher sprechen wir eine Einladung zur Teilnahme an alle aus, die sich dem Schützenwesen verbunden fühlen und in diesen schwierigen Zeiten ein deutliches Zeichen des Miteinanders senden möchten.

Die Fahnen sollen ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhaltes in den Städten, Gemeinden und Dörfern symbolisieren.

Der Diözesanvorstand wünscht Euch allen und Euren Familien bereits jetzt–trotz dieser widrigen Umstände – ein frohes und gesundes Osterfest. Schauen wir hoffnungsvoll nach vorne und machen im Kleinen, das möglich, was in der jeweiligen aktuellen Lage der Corona Pandemie machbar ist. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen in den Kreisen unserer großen Schützenfamilie.

Für den Diözesanvorstand

Mario Kleinemeier

Diözesanbundesmeister

Kategorie: Allgemein

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