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Startseite » Archive für Klaus Hennemann » Seite 91

Neuwahl des Westönner Gemeindevorstehers im August 1845

11. August 2020 von Klaus Hennemann

Der Amtmann Fickermann lädt in einer Zeitungsanzeige vom 11. 08.1845 die Meistbeerbten zur Wahl eines neuen Gemeindevorstehers ein. Aus Genwiki erfahren wir zu dem Begriff „Meistbeerbten“, das es sich hier um diejenigen handelt, die im Verhältnis zu den übrigen Beteiligten mehr besitzen und dadurch besondere Vorrechte und Pflichten halten.

Der Oeconom Sauer, der am 24. Januar 1844 durch Brustfieber u. Gelbfuß starb, war ein Bernhard Christoph Sauer ex Scheidingen, Landwirt und ehemaliger Schuldheiß. Er wurde 68 Jahre alt und hinterließ die Gattin und 4 ältere Kinder.    

Für Westönnen galt es, einen Nachfolger für den bisherigen Gemeindevorsteher Heinrich Ebell gt. Schulte zu Westönnen, Landwirt, zu wählen. Er war 49 Jahre, 8 Monate u. 22 Tage alt, als er am Werler Weg tod gefunden wurde. Er hinterließ die Gattin Franziska Sauer, 1 älteres Kind u. 9 minderjährige Kinder.

In einem Bericht von Dieter Holtheuer vom 15. April 2011 erfahren wir, das ein Johann Müller-Stratmann, geb. 1775 – gest. 1858 zu seinem Nachfolger gewählt wurde. Dieser bekleidete das Amt des Gemeindevorstehers von 1845-1849.

Mit freundlicher Unterstützung von Dieter Holtheuer.

Mit diesem Bericht, der vor 175 Jahren in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früher Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

 

Kategorie: Historie

Grillen bei der Einigkeit

1. August 2020 von Klaus Hennemann

Wie schon seit Jahren üblich, lädt das Tambourcorps Einigkeit seine Musiker/innen einige Tage vor Schützenfest zum Grillen ein. Gastgeber waren in diesem Jahr Ralf und Heidi Kleine, die die Einigkeit in Ihren gepflegten Garten für den Grillabend eingeladen hatte. In Ihrer Begrüßung bedankte sich die 1. Vors. Angela Seifert von der Einigkeit für Ihre nette Gastfreundschaft. Weiter betonte sie die langjährige enge Verbundenheit zum Musikverein Müschede.

Die Müscheder Musiker Andre und Thomas hatten sich wieder hervorragende Leckereien einfallen lassen, um die befreundeten Musiker/innen der Einigkeit vom Grill zu beköstigen.

Die 1. Vorsitzende Angela Seifert bedankte sich bei den beiden Grillmeistern mit einer netten Aufmerksamkeit, bevor die Musiker/innen den gemütlichen Abend gemeinsam bei guter Unterhaltung gesellig ausklingen ließen.

Kategorie: Allgemein, Einigkeit

Die Geschichte mit den Schmunzelsteinchen

30. Juli 2020 von Klaus Hennemann

Zum Ende der Schützenmesse gab Propst Feldmann das Wort an den Brudermeister C.Zeppenfeld, der nach einigen Worten dem Jubelkönig Theo Schriek das Mikrofon übergab.

Theo Schriek erzählte die Geschichte von den Schmunzelsteinchen, wie sie wirklicher in der Gegenwart nicht sein könnte. Daher geben wir an dieser Stelle allen noch mal die Möglichkeit, sich dieser Geschichte zu erfreuen und besonders, sich auf das Ende der Geschichte zu besinnen.

Die Schmunzelsteinchen

In einem verwunschenen Dörflein lebten vor langer, langer Zeit viele fröhliche Zwergenmenschlein. Immer, wenn sie einander begegneten oder dem anderen eine Freude bereiten wollten, schenkten sie ein Schmunzelsteinchen. Das beschenkte Menschlein freute sich, schmunzelte, weil ihn der Schmunzelstein so anschmunzelte, war fröhlich und wusste, der andere mag mich. So war es immer. Jeder Zwergenmensch schenkte dem anderen ein Schmunzelsteinchen und bekam auch immer wieder eines geschenkt. Und – die kostbaren Steinchen der Freude gingen niemals aus.

In der Nähe der frohen, kleinen Menschen lebte aber ein finsterer Geselle, Griesgram und Neid waren seine treuen Weggefährten. Er konnte die Fröhlichkeit, die Freundlichkeit, das liebevolle Miteinander der kleinen Zwerge nicht nachvollziehen und gönnte aber auch den Zwergen ihre Unbekümmertheit nicht. Als nun ein Zwerglein durch den Wald marschierte, traf es den Kobold und überreichte ihm gleich ein Schmunzelsteinchen, damit er auch fröhlich sein könne. Doch der finstere Waldbewohner nahm das Steinchen nicht an, sondern flüsterte dem Zwerg ins Ohr: „Verschenke du nur deine Steinchen an alle und jeden, dann hast du bald selbst keine mehr.“ Das stimmte zwar nicht, denn wenn man etwas gab, bekam man auch wieder etwas zurück. So war das auch immer mit den Schmunzelsteinchen. Aber mit den Worten des Kobolds war die Saat ausgestreut und sie ging auf.

Die Schmunzelsteinchen wurden nicht mehr verschenkt, sondern im Beutel festgehalten, bald ging jeder seines Weges ohne nach dem anderen zu sehen, das Lachen verschwand, jeder kümmerte sich nur noch um das Anhäufen seines Besitzes. Missmut – Verschlossenheit – Freudlosigkeit – das waren nun die Merkmale eines einst so fröhlichen, liebenswerten Völkchens. Jahrzehnte gingen ins Land. Die Menschlein hetzten durch das Land. Sie schauten nicht nach rechts und nach links. „Hilf dir selbst und du hast ein gutes Werk getan“, das war ihre neue Lebensphilosophie.

Aber, irgendwo schlummerte noch die Geschichte von den fröhlichen Menschlein mit dem Schmunzelsteinchen. Ein alter „Narr“ hatte sie von seinem Vater, dieser wieder von seinem Vater… Und der erzählte „das Märchen von den guten Vorfahren“ seinem Enkel.

Nachdenklich machte dieser sich an das Werk. Er ging in seine Töpferstube, in der er sonst Krüge und Schalen herstellte, und formte kleine, lachende Tongesichter. In den nächsten Tagen verschenkte er an seine Freunde diese schmunzelnden Steinchen. Am Anfang wurde er belächelt und als netter, harmloser Spinner abgetan. Aber einigen gefiel die Idee. Die Schmunzelgesichter stimmten sie fröhlicher, auch wenn sie diese nur in der Tasche berührten. Und so wurden es immer mehr, die sich durch das Verschenken von Schmunzelsteinchen auch ihre Fröhlichkeit und Liebe zurück schenkten.

Nach dieser tollen Geschichte schob Theo Schriek eine lila Schubkarre zum Ausgang des Schützenplatzes, in der er zahlreiche Schmunzelsteinchen gelegt hatte. Er lud alle Besucher der Schützenmesse dazu ein, sich beim Verlassen des Schützenplatzes reichlich mit den Schmunzelsteinchen einzudecken.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Einigkeit bringt Schützenständchen

29. Juli 2020 von Klaus Hennemann

Das die Westönner trotz ausfallendem Schützenfest nicht die Füße still halten, war absehbar. So machte das Tambourcorps Einigkeit das, was sie sonst auf Schützenfest auch machen. Sie bringen ein Ständchen. Mit freundlicher Unterstützung vom Mawicker Brudermeister Theo Hünnies wurden zu Beginn dem Jugendspielmannszug und den ehemaligen Avantgardisten ein Ständchen gespielt.

Als Dank gab es für die Einigkeit vom Jugendspielmannszug einen kleinen Umtrunk

Danach ging es zur Familie Willi Mertin nach Oberbergstraße. Willi und Anettte Mertin stellen seit einigen Wochen der Einigkeit ihre geräumige Tenne für Registerproben zur Verfügung. Dies hilft der Einigkeit ganz besonders bei den Vorbereitungen für das 100-jährige Bestehen im nächsten Jahr.

Anette und Willi Mertin waren zusammen mit ihren Gästen sichtlich überrascht, als die Einigkeit in lang gezogener Reihe aufmarschierte und mit Schützenfestmärschen die passenden Melodien zu ihrer Feierlichkeit beisteuerte. Als Dank gab es für die Musiker ein gut gekühltes Bierchen.

Angela Seifert, 1. Vorsitzende der Einigkeit, nutzte die Gelegenheit, sich im Namen aller Musiker bei der Familie Mertin für die freundliche Unterstützung zu bedanken.

Anschließend ging es weiter zum Vorstand der Schützenbruderschaft, der sich bei ihrem Brudermeister C. Zeppenfeld mit Ehefrauen eingetroffen hatte. Auch hier war die Überraschung gelungen. Christoph Zeppenfeld dankte der Einigkeit für diesen Überraschungsbesuch und lud die Musiker zum Umtrunk ein.

Keine offizielle Meldung an den Brudermeister, aber eine
herzliche Begrüßung zur gelungenen Überraschung.

Als letzte Station wurde das Königspaar und Hofstaat besucht. Auch hier wurde die Überraschung mit großer Freude aufgenommen. In großer Runde wurden dem Königspaar zünftige Märsche gespielt, abschließend die „Westönner Hymne“ Mars der Medici.

Kategorie: Einigkeit

Schützenmesse unter dem Lindendom

28. Juli 2020 von Klaus Hennemann

Das Schützenfest musste dem Corona-Virus weichen, die Schützenmesse konnte jedoch unter Einhaltung der Auflagen stattfinden. Die Schützenbruderschaft hatte Sitzgelegenheiten über den gesamten Vorplatz entsprechend den Vorgaben so eingerichtet, dass viele Besucher an der Schützenmesse teilnehmen konnten. Propst Feldmann zelebrierte die feierliche Schützenmesse zusammen mit Vikar Hufelschulte, musikalisch umrahmt vom Musikverein Müschede.

Zum Abschluss der Schützenmesse hielt der Brudermeister C. Zeppenfeld eine kleine Ansprache, in der er sein Bedauern über den Ausfall des Schützenfestes zum Ausdruck brachte.

Ehrung für Müscheder Musiker

Auch ein erfreuliches Ereignis konnte er den Besuchern der Schützenmesse mitteilen. Der Musikverein Müschede hat in 2020 das 50-jährige Jubiläum in Westönnen. Die Ehrung hierfür wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die Besonderheit an diesem Jubiläum ist, das der Musiker Franz-Werner Schulte zum 50. Mal ununterbrochen in Westönnen zum Schützenfest dabei ist.

Hierfür überreichte C. Zeppenfeld zum Dank ein kleines Präsent an Franz-Werner Schulte.

Über weitere Begebenheiten rund um das ausgefallene Schützenfest werden wir noch berichten.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Totengedenken am Ehrenmal

28. Juli 2020 von Klaus Hennemann

Am Schützenfestsamstag nahm eine Abordnung der Schützenbruderschaft St. Sebastianus am Totengedenken am Ehrenmal teil. Wegen der Auflagen zum Corona-Virus konnte eine größere Teilnehmerzahl nicht zugelassen werden. Üblich findet das Totengedenken immer am Schützenfestmontag unter großer Anteilnahme der Schützenbruderschaft statt.

Nach der Ansprache von Brudermeister C. Zeppenfeld sprach Vikar Martin Hufelschulte zusammen mit den Schützen zwei Gebete. Zur Kranzniederlegung spielten die Musiker des Musikvereins Müschede das Lied vom guten Kameraden.

Kategorie: Avantgarde, BDSJ, Schuetzen

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