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Startseite » Elwieden

Neues Baugebiet Elwieden

13. August 2025 von Tobias Baumann

Nach dem Baugebiet „Zum Wietborn“ plant die Stadt Werl bereits das nächste Wohngebiet in Westönnen. Am östlichen Dorfrand, östlich der Straße „Elwieden“, soll auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar ein neues Baugebiet entstehen. Eine Nachverdichtung im Ortskern wird derzeit nicht verfolgt, da es aktuell kaum freie Baulücken gibt. Stattdessen soll das neue Gebiet den Ortsrand nach Osten hin abrunden und die Infrastruktur des zweitgrößten Ortsteils stärken.

Geplant ist vor allem die Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Ergänzend sollen auch wenige Mehrfamilienhäuser entstehen, um ein vielfältigeres Wohnangebot zu schaffen. Außerdem besteht die Möglichkeit, kleinere Dienstleister oder sogar ein Ärztehaus anzusiedeln. Dadurch könnte Westönnen nach längerer Zeit wieder einen Hausarzt oder eine Hausärztin bekommen.

Das Baugebiet wird in einen nördlichen und einen südlichen Teil gegliedert sein. Der nördliche Bereich wird über die Straße „Auf’m Hackenfeld“ erschlossen, der südliche über den „Mawicker Weg“. Die Straßen werden jeweils 6,5 Meter breit sein und als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen. Ein Fußweg verbindet beide Teile und führt an einer Multifunktionsfläche vorbei. Diese soll nicht nur als Treffpunkt dienen, sondern auch bei Starkregen überschüssiges Wasser aufnehmen können, welches in den verbreiterten, naturnah gestalteten Graben in den Elwieden geleitet wird. Dieser gibt es langsam und kontrolliert an die Kanalisation.

Für das Gebiet sind zwölf öffentliche Parkplätze vorgesehen. Insgesamt sollen hier 70 bis 75 Wohneinheiten entstehen, verteilt auf die verschiedenen Bauformen. Die Grundstücke werden, nach derzeitiger Planung, zwischen 343 und 1.095 Quadratmeter groß sein.


Verkehrszählungen auf der ehemaligen B1 haben ergeben, dass täglich mehr als 9.000 Fahrzeuge, darunter rund 350 LKW und landwirtschaftliche Maschinen, Westönnen auf Höhe der Westönner Schützenstraße passieren. In der Lärmbewertung wurde jedoch lediglich die Schützenhalle als relevanter Lärmverursacher eingestuft. Sie liegt etwa 200 Meter vom neuen Baugebiet entfernt.


Das Abwasser der künftigen Wohn- und Geschäftseinheiten wird in die bestehende Kanalisation im Hackenfeld eingeleitet und wie der Rest des Ortsteils in die Kläranlage Werl-Westönnen geführt. Grundstücksbesitzer müssen bei der Gestaltung ihrer Gärten darauf achten, dass Oberflächenwasser entweder in eine natürliche Mulde oder in den Abwassergraben geleitet wird. Alternativ kann eine Ableitung über Rohre erfolgen.

Auf der Fläche des geplanten Baugebietes wurden Bodendenkmäler von hohem kulturellem Wert entdeckt. Derzeit führt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe dort Ausgrabungen durch. Wie lange diese noch andauern und welche Funde dabei ans Tageslicht kommen, ist derzeit noch nicht bekannt. Wir von WTÖ-Online versucht hierzu weitere Informationen zu erhalten.

Quelle: Stadt Werl

Kategorie: Baugebiete Stichworte: Baugebiet, Elwieden

E L W I E D E N

23. Januar 2024 von Dieter Holtheuer

Seit der kommunalen Neuordnung am 01. Juli 1964 gehört Westönnen zur Wallfahrtsstadt Werl. Mit dieser Zusammenlegung mussten auch alle gleichlautende oder doppelt vorkommende Straßennamen erneuert werden.

Da es nun in Westönnen und Büderich einen „Prozessionsweg“ gab, musste eine Straße umbenannt werden. Am 26. Januar 1971 beschloss der Haupt – und Finanzausschuss der Stadt Werl den Westönner PROZESSIONSWEG in ELWIEDEN umzubenennen.

Elwieden ist heute eine ca. 500 m lange Straße im östlichen Teil Westönnens. Leider ist bei der Namensgebung den Experten ein Fehler unterlaufen

Man hatte das seit Jahren bekannte Flurstück AN DEN EHWIEDEN – am Prozessionsweg gelegen – zur neuen Namensgebung bestimmt und sich dann für ELWIEDEN entschieden.

Also: ELWIEDEN müsste eigentlich EHWIEDEN heißen.

Vielleicht hatten die Leser der alten Flurkarten mit der damaligen Deutschen Schrift ihre Probleme.

Das gleiche Schicksal erfuhr auch die Westönner Straße „Auf’m Hackenfeld“. Sie müsste eigentlich „Auf’m Mahenfeld heißen.

Siehe beiliegenden Flurkartenausschnitt von 1901.

Burkard Feldmann und Josef Lefarth haben 2003 in ihrem Werk: „Straßennamen der Stadt Werl“ folgendes zu diesem Thema geschrieben:

„Elwieden ist eine Flurbezeichnung, die übersetzt wird mit *El* = Erle und *Wiede*= Weide, Wiese. Hier befanden sich früher Wiesen mit Erlen. Der Volksmund nennt diese Straße auch Prozessionsweg.“

Kategorie: Allgemein, Gemeinde, Geschichte, Historie Stichworte: Elwieden, Straßennamen

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