Nach dem Baugebiet „Zum Wietborn“ plant die Stadt Werl bereits das nächste Wohngebiet in Westönnen. Am östlichen Dorfrand, östlich der Straße „Elwieden“, soll auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar ein neues Baugebiet entstehen. Eine Nachverdichtung im Ortskern wird derzeit nicht verfolgt, da es aktuell kaum freie Baulücken gibt. Stattdessen soll das neue Gebiet den Ortsrand nach Osten hin abrunden und die Infrastruktur des zweitgrößten Ortsteils stärken.
Geplant ist vor allem die Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Ergänzend sollen auch wenige Mehrfamilienhäuser entstehen, um ein vielfältigeres Wohnangebot zu schaffen. Außerdem besteht die Möglichkeit, kleinere Dienstleister oder sogar ein Ärztehaus anzusiedeln. Dadurch könnte Westönnen nach längerer Zeit wieder einen Hausarzt oder eine Hausärztin bekommen.
Das Baugebiet wird in einen nördlichen und einen südlichen Teil gegliedert sein. Der nördliche Bereich wird über die Straße „Auf’m Hackenfeld“ erschlossen, der südliche über den „Mawicker Weg“. Die Straßen werden jeweils 6,5 Meter breit sein und als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen. Ein Fußweg verbindet beide Teile und führt an einer Multifunktionsfläche vorbei. Diese soll nicht nur als Treffpunkt dienen, sondern auch bei Starkregen überschüssiges Wasser aufnehmen können, welches in den verbreiterten, naturnah gestalteten Graben in den Elwieden geleitet wird. Dieser gibt es langsam und kontrolliert an die Kanalisation.
Für das Gebiet sind zwölf öffentliche Parkplätze vorgesehen. Insgesamt sollen hier 70 bis 75 Wohneinheiten entstehen, verteilt auf die verschiedenen Bauformen. Die Grundstücke werden, nach derzeitiger Planung, zwischen 343 und 1.095 Quadratmeter groß sein.
Verkehrszählungen auf der ehemaligen B1 haben ergeben, dass täglich mehr als 9.000 Fahrzeuge, darunter rund 350 LKW und landwirtschaftliche Maschinen, Westönnen auf Höhe der Westönner Schützenstraße passieren. In der Lärmbewertung wurde jedoch lediglich die Schützenhalle als relevanter Lärmverursacher eingestuft. Sie liegt etwa 200 Meter vom neuen Baugebiet entfernt.
Das Abwasser der künftigen Wohn- und Geschäftseinheiten wird in die bestehende Kanalisation im Hackenfeld eingeleitet und wie der Rest des Ortsteils in die Kläranlage Werl-Westönnen geführt. Grundstücksbesitzer müssen bei der Gestaltung ihrer Gärten darauf achten, dass Oberflächenwasser entweder in eine natürliche Mulde oder in den Abwassergraben geleitet wird. Alternativ kann eine Ableitung über Rohre erfolgen.
Auf der Fläche des geplanten Baugebietes wurden Bodendenkmäler von hohem kulturellem Wert entdeckt. Derzeit führt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe dort Ausgrabungen durch. Wie lange diese noch andauern und welche Funde dabei ans Tageslicht kommen, ist derzeit noch nicht bekannt. Wir von WTÖ-Online versucht hierzu weitere Informationen zu erhalten.
Quelle: Stadt Werl
