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Startseite » Archive für L L » Seite 22

Königspaar vor 70 Jahren

24. Juli 2019 von L L

Als es 1949, im zweiten Schützenfest nach dem Krieg, darum ging, wer die Westönner St. Sebastianus Schützen bei dem anstehenden 325 jährigen Jubelfest regieren sollte, bewies Fritz Nieder, dass er am treffsichersten war.

Nach einem einstündigen Schießen, welches damals noch am Sportplatz durchgeführt wurde, holte Fritz, damals jugendliche 21 Jahre jung, den auch damals schon aus Holz gefertigten Vogel von der Stange. Eine besondere Herausforderung war sicherlich das freistehende Schießen mit der Armbrust, welches 1949 letztmalig durchgeführt wurde. Als erste Amtshandlung erkor der neue König Anni Deitelhoff (heute Langenhorst) aus Oberbergstraße als seine Mitregentin.

Anni Deitelhoff (heute Langenhorst), inzwischen stolze 87 Jahre alt, erinnert sich noch gut an das Schützenfest im Jahr 1949. Die damals 17-jährige Anni hatte zwar schon im Vorfeld von einer eventuellen Königinnenwürde erfahren. Als der Vogel dann fiel, konnte ihre Mutter zunächst nicht überzeugt werden. Vater Deitelhoff setzte dann mit „Das sagt man nicht ab“ der Diskussion ein Ende.

Vom Sportplatz ging es danach erstmalig wieder zur Schützenhalle. Hier konnten die Westönner endlich wieder, wie heute üblich, ihr Schützenfest feiern. Nach dem Krieg wurde die Schützenhalle durch die Veltrup-Werke und deren Dachziegelproduktion belegt und erst 1949 wieder für ihre eigentliche Bestimmung freigegeben. Auch wenn es damals an allem fehlte, konnte die Renovierung der Halle pünktlich zum Fest abzuschlossen werden.

Als Fritz Nieder 1949 den Vogel abschoss, legte er gleichzeitig den Grundstein für eine beispiellose Schützenkarriere. Mit insgesamt 42 Jahren Vorstandsarbeit, davon 12 Jahre als Adjutant und 25 Jahre als Brudermeister hat er die junge Geschichte der Bruderschaft wie kaum ein anderer geprägt. Seine Verdienste um die Schützenbruderschaft und das Schützenwesen im Allgemeinen wirken heute noch nach. 1991 verstarb Fritz Nieder überraschend und hinterließ eine Lücke die nur schwer geschlossen werden konnte. Jubelköniggin Anni Langenhorst wird am Samstag während der Königsproklamation den Ehrungen beiwohnen.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Königspaar vor 60 Jahren

23. Juli 2019 von L L

Da 1959 das 335 jährige Bestehen gefeiert werden sollte, beschloss der Vorstand, das Jubelfest durch ein zusätzliches Kaiserschießen aufzuwerten.

Hierzu waren 24 ehemalige Könige der Bruderschaft zur Teilnahme aufgerufen. Bevor das Spektakel aber beginnen konnte, musste noch der Schützenkönig für das Jahr 1959 ermittelt werden.

Gegen 15 Uhr traten die Schützenbrüder bei drückender Hitze an. Wiederholt mussten die Taschentücher auf dem Weg zur Vogelstange, welche sich noch oberhalb der Bundesstraße befand, in Tätigkeit treten „um den Schweiß aus den Augen“ zu nehmen. Die noch auf dem Weg zum damaligen Schießplatz einsetzende erste Gewitterfront verzögerte den Beginn der zwei Vogelschießen nur kurz, brachte aber die erhoffte Abkühlung. In den immer wieder vorhandenen Unwetterpausen gaben sich die Akteure unter der Vogelstange alle Mühe den Vogel schnell auf dem Boden zu befördern. Nach 184. Schuss kapitulierte dieser und Fritz Kiko war der neue König der St. Sebastianus Schützen. Als Mitregentin erkor er sich Franziska Göbel.

Die „Kaiserlichen“ hatten nicht so viel Wetterglück. Sie mussten schon nach den ersten Schüssen das Vogelstangenfeld räumen. Als die letzten Blitze verzuckt waren, zeigte man sich aber umso schießfreudiger. In kaum unterbrochener Reihenfolge donnerte Schuss auf Schuss auf den Kaiseradler, der sich entschieden zäher als sein „Königskollege“ erwies. Nach dem 226. Schuss war es dann soweit. Heinz Vogelsang war mit erst 25 Jahren neuer Schützenkaiser. Als Kaiserin erwählte er sich seine Frau Hildegard.

Ein weiterer Höhepunkt des 1959 gefeierten Schützenfestet war die Fahnenweihe und feierliche Übergabe der noch heute bei jedem Umzug getragenen Bruderschaftsfahne. Sonntagsmorgens, noch in der Schützenmesse geweiht, wurde diese nachmittags auf dem Sportplatz in Anwesenheit zahlreicher Gäste von Kreisbrudermeister Heinrich Cordes übergeben. Um die Kosten der in eine Krefelder Fahnenfabrik gefertigten Fahne tragen zu können wurde zu Jahresbeginn auf der Generalversammlung eine Spende von 2 DM von jedem Schützenbruder beschlossen. Durch zusätzliche freiwillige Mitgliederspenden in Höhe von 300 DM war die Finanzierung gesichert worden.

Leider ist as Königspaar von 1959 bereits verstorben. Die beiden Jubilare kamen aus zwei echten Westönner Schützenfamilien. Fritz Kiko war von 1957 – 72 im Vorstand aktiv. Paul Göbel, der Ehemann von Königin „Zissi“ war von 1954-60 im Vorstand aktiv. In den letzten drei Jahren seiner Tätigkeit für die Bruderschaft sogar als deren Geschäftsführer. Auch auf seine Initiative hin wurde 1959 die Avantgarde gegründet.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Jubelpaar vor 50 Jahren

22. Juli 2019 von L L

Als die Bruderschaft St. Sebastianus Westönnen vor 50 Jahren den Auftakt zum Vogelschießen gab, herrschte an der Kreisstraße zwischen Westönnen und Heideröschen schnell Hochbetrieb, wurde dort doch das Vogelschießen ausgetragen.

Schon zu Beginn des Schießens waren zahlreiche Gäste erschienen um sich den Wettkampf anzusehen. Schnell wurde klar, dass alle Teilnehmer, die kein „Zufallskönig“ werden wollten, unter der Vogelstange nichts mehr zu suchen hatten. Durch gezielte Schüsse war der Vogel in zwei Teile gespalten, sodass praktisch jeder erneute Treffer das Aus für den stolzen Adler bedeuten konnte.

Helmut Klenter erzielte nach 105 Schuss genau diesen. Das ganze Spektakel ging so schnell, dass die Schützen es noch nicht einmal geschafft hatten, den Vogel von seiner Krone zu befreien. Zusammen mit seiner Königin Helma Mertin und dem Hofstaat wurde in den nachfolgenden Tagen fröhlich und stimmungsvoll gefeiert. So stand, wie auch heute noch üblich, neben der Parade und dem Frühshoppen der Besuch des Kindergartens auf dem Programm. Genauso war es in diesen Jahren eine gute Tradition, am Montagabend mit der gesamten Festgemeinschaft eine Polonäse durch das Dorf zu machen.

Helmut Klenter, leider schon vor Jahren verstorben, war aktiver Schützenbruder. Von 1972 bis 1982 war er im Vorstand der Schützenbruderschaft aktiv.

Auch Jubelkönigin Helma Mertin hat ihren Bezug zum Schützenwesen seitdem nie verloren. Viele nachfolgende Schützenfeste haben ihren Anfang in der Gaststätte Bömelburg genommen. Bevor die Schützen am Samstag den amtierenden König abholten, traf man sich dort zu einem ersten Bier. Wirtin der Gaststätte in all den Jahren war Helma Mertin. Und bevor 1971 erstmalig ein Festwirt verpflichtet wurde, hatten dies die Gastwirte des Dorfes übernommen, so auch die Gastwirtschaft Bömelburg. Jubelkönigin Helma Mertin wird am Samstag während der Königsproklamation den Ehrungen beiwohnen.

Kategorie: Allgemein

Das Westönner Schützenfest wird nicht nur drei Tage gefeiert

21. Juli 2019 von L L

Bevor das dreitägige Festprogramm des Westönner Schützenfestes am kommenden Samstag, 27.06. startet, haben die aktiven Schützen schon einige arbeitsreiche Tage hinter sich, der Festplatz muss schließlich auf Hochglanz gebracht werden.

Der Kugelfang wird auf seine Funktion geprüft, die Ausschankwagen positioniert und die Halle geschmückt. Aber auch das Dorf bereitet sich in teils langer Tradition auf das Wochenende vor. So gibt es in einigen Straßen ein Nachbarschaftliches zusammenkommen um gemeinsam die Straßen mit Fahnen und Wimpeln zu schmücken. Hierzu treffen sich teils seit Generationen Alt und Jung und feiern schon einmal unter den Namen Fahnenweihe oder Straßenschützenfest ein kleines Einstimmen auf das Schützenfest.

Wurde 1990 noch im Blumenweg für die dort wohnende Königin die Straße geschmückt, ist aus diesem Schmücken eine schöne Tradition entstanden. So trifft sich seit dem die Nachbarschaft jeden Freitag vor Schützenfest um gemeinsam eine Fahnenweihe zu feiern und das Schützenfest einzuläuten. Auch in Kleegarten, am krummen Rücken oder im Wiesenweg beginnt das Schützenfest freitags. Natürlich wurden hier alle Fahnen schon vor Jahren feierlich geweiht, was die Anwohner aber nicht daran hindert, sich immer noch für ein paar Stunden zu versammeln und die Gemeinschaft zu pflegen.

Besonders Mühe gibt sich aber sicherlich die Gemeinschaft im Ringweg. Hier wird seit 1994 ein großes Straßenschützenfest gefeiert. Jedes Jahr wird zu beginn auf eine Kohlrabi geschossen, der Schütze dei dem die Kolrabi zu boden fällt, darf sich bis zum nächsten Straßenschützenfest „Kohlrabikönig vom Ringweg“ nennen. In einem extra aufgebauten Zelt feiert die lebendige Nachbarschaft anschließend bis spät in die Nacht. Neben dem Kohlrabikönig hat sich auch das 25 jährige Jubelkönigspaar Klaus und Maria Wegener angekündigt. Ihr Königsbaum steht im Ringweg und so ist es toller passender Anlass diesen noch einmal zu begießen.

In der Oststraße wird das Schützenfest am Donnerstag vor dem Großen Fest eingeläutet. So wird bei guten Wetter einfach eine lange Tafel auf der Straße aufgebaut und zusammen gegessen. Jeder steuert seinen Teil zum gelingen des Festes bei. Auch in der Oststraße feiern dieses Jahr zwei Jubelköniginnen mit. Die 70 jährige Jubelkönigin Anni Langenhorst sowie die 50 jährige Jubelkönigin Helma Mertin leben in der Oststraße und werden es sich nicht nehmen lassen, am Donnerstag vor Schützenfest, interessierten Nachbarn von „Ihren Schützenfest“ zu erzählen.

Kategorie: Allgemein

Fahnen und Wimpel für Schützenfest im Verkauf

12. Juli 2019 von L L

Vom 27. bis zum 29. Juli wird in  Westönnen das Fest des Jahres gefeiert. Traditionell werden nicht nur die Schützenhalle und der Vorplatz festlich geschmückt, auch das ganze Dorf zeigt sich von seiner schönsten Seite.

Die Westönner Schützenfahne

Für alle alteingesessenen und neu zugezogenen Westönner gibt es wieder die Möglichkeit ihre Verbundenheit zum Dorf und zum Schützenfest zu zeigen und während der Festtage die Schützenfahne zu hissen oder nachbarschaftlich die Straßen mit Wimpeln zu schmücken.

Die Schützenfahnen und Wimpel können bei Norbert Stratmann Tel.: 0159 012 72075 erworben werden.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Feldgottesdienst im Schatten der Linden

8. Juni 2019 von L L

Am Sonntag, 02.06., fand bei bestem Wetter der jährlich an der Schützenhalle gefeierte „Feldgottesdienst unter den Linden“ statt. Die vor dem Haupteingang aufgebauten Bänke sorgten für ausreichend Sitzmöglichkeiten für die zahlreichen Gäste.

Der Liturgiekreis hatte mit Kindern aus dem Kirchspiel einen Beitrag über die Gleichheit von Lebewesen vorbereitet der in der Messe vorgetragen wurde. Um dem ganzen auch musikalisch einen besonderen Rahmen zu geben, stellte der Jugendspielmannszug einmal mehr sein Können unter Beweis. Im Anschluss konnte man sich an dem extra aufgebauten Bierwagen bei kühlen Getränken stärken. Mit einer Bratwurst oder einer Schale Erbsensuppe ging bei herrlichem Sonnenschein das Frühshoppen für so manchen Besucher bis in den späten Nachmittag.

sdr

Kategorie: Allgemein, Kirche

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