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Startseite » Archive für L L » Seite 19

Das Jubelpaar vor 60 Jahren

27. Juli 2020 von L L

Adjutant Heinz Schlummer (li) und Brudermeister C.Zeppenfeld (re) gratulierten dem Jubelkönig Leo Goldstein

Leo Goldstein und Magarete Kreggenwinkel (seine spätere Ehefrau)

Sonnenwetter und beste Stimmung herrschte beim Schützenfest im Jahre 1960. Ein spannendes Vogelschießen, so der Jubelkönig in seiner Aussage, denn nicht nur er, sondern auch Siegfried Cremer und Alfons Grae feuerten mächtig ins „Schwarze“. Beim Ringen um das Federvieh, damals noch an der Vogelstange südlich der Bundesstraße, zeigte sich Leo letztendlich am treffsichersten und errang somit die Königswürde.

Als Königin erkor er seine spätere Ehefrau Margarete. Der Presse gegenüber versprach das frisch gekrönte Königspaar ein mildes Regiment zu führen. Leider verstarb Magarete Goldstein am 25.10.2016.

Als Pfeilspitze und hartnäckiger Kämpfer eines Protestes zeigte sich Leo Goldstein, anlässlich eines Schützenfestes, im Jahre 1977, als sich eine Gruppe unzufriedener Schützenbrüder zusammenschloss, um für die Abschaffung eines für sie nicht mehr akzeptablen Missstandes zu demonstrieren.

Viele Jahre floss Dortmunder Thierbier durch die Zapfhähne in der Schützenhalle.

In den Westönner Gaststätten wurde bereits die Sauerländer „Edelmarke“ Veltins angeboten. Auch in den meisten Westönner Kellern lagerten viele Flaschen der wohltuenden Sorte, auf die sich der Herr des Hauses den ganzen Tag freuen durfte.

So waren es dann an vorderster Front Leo Goldstein als Sprecher und Organisator des Protestes, welcher den Bierwechsel bewirken sollte. Bereits zur Generalversammlung im darauffolgenden Jahr wurde dieser dann beschlossen.

Auf dem Fest im Jahre 1960 trat auch erstmalig die neu formierte Avantgarde in Erscheinung. Die Avantgarde konnte durch ihr Auftreten das Fest wesentlich verschönern. Aber nicht nur die Avantgarde, auch der Vorstand trat vor 60 Jahren zum ersten Mal mit neuen Uniformröcken zum Königsschießen an.

Kategorie: Schuetzen

Das Jubelpaar vor 50 Jahren

27. Juli 2020 von L L

Wenn die Westönner Schützen erst einmal in Stimmung sind kann ihnen so schnell nichts etwas anhaben

1970 wurde erstmalig an dem heute bekannten Standort des Schützenplatzes auf den Vogel angelegt. Bevor der Wettkampf um die Königswürde aber begonnen werden konnte, machten es sich die versammelten Schützenschwestern und Schützenbrüder auf dem Festplatz erst einmal gemütlich. Dabei ließen sie sich letztmalig vom Heeresmusikkorps aus Münster unterhalten. Währenddessen hatten die zahlreich anwesenden Kinder die Wiese zum Spielen in Beschlag genommen. Nur mit Mühe konnten die Vorstandsmitglieder die Kindeschar überzeugen, ihr wildes Treiben für das angedachte Vogelschießen zu unterbrechen.

Als Meisterschütze erwies sich der noch amtierende König Helmut Klenter, der gleich mit seinem ersten Schuss dem Vogel seiner Krone beraubte. Die gezielten Schüsse dauerten an. Kurze Zeit später fehlten dem anfangs so repräsentativen Tier auch Zepter, Apfel und Flügel.

Nach 30 Minuten Dauerfeuer gestatteten sich die Anwärter eine Pause, um für die Schlussphase mit Zielwasser gestärkt zu sein. Zwei Mitglieder des Tambourcorps Einigkeit eröffneten anschließend erneut das Spektakel. Nach Schuss 104 hielt es den Vogel nicht mehr im Kugelfang und Bernhard Schmidt nicht mehr auf den Beinen, wurde er doch unter Jubel von seinen Vereinskameraden auf Schultern getragen und als neuer König 1970 gebührend gefeiert. Als Königin an seiner Seite erkor er sich Bärbel Köhler.

Wegen des schlechten Wetters in den folgenden Tagen stand in der Zeitung „Wenn die Westönner Schützen erst einmal in Stimmung sind kann ihnen so schnell nichts etwas anhaben, auch nicht strömender Regen.“ So wurde mit aufgespannten Schirmen dem Wetter getrotzt. Die Parade oder im Schützenjahr 1970 „der Regenmarsch“ auf dem Sportplatz und an der Molkerei konnte auch durch eine noch so hohe Luftfeuchtigkeit nicht verhindert werden. Der Stimmung im Hofstaat und bei den feiernden Westönnern tat es allemal keinen Abbruch.

1974 konnte Berni Schmitt dann erneut seine Treffsicherheit unter Beweis stellen, als er im Jahr des 350-jährigen Jubiläums die Kaiserwürde der Westönner Schützenbruderschaft errang. Zur Kaiserin an seiner Seite erkor er sich damals Ehefrau Lieselotte.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Das Jubelpaar vor 40 Jahren

26. Juli 2020 von L L

Johannes Keweloh und Ursula Keweloh – Feuerwehr stellt Westönner König

Bevor 1980 das Schützenfest beginnen konnte, mussten die laufenden umfangreichen Vorbereitungen und Renovierungsarbeiten an der Halle abgeschlossen werden. Unaufschiebbare Instandsetzungsarbeiten an Küche und Speisesaal waren durchzuführen. Mit einem festen Ziel vor Augen schafften es zahlreiche Helfer die zu erledigenden Arbeiten pünktlich zu beenden. Sicher wurde in den Arbeitspausen auch über das wichtige Thema: „Wer wird in diesem Jahr Schützenkönig“ diskutiert, denn eins stand im Vorfeld fest: „Es gibt mehrere Bewerber“.

Und so kam es dann am ersten Augustwochenende auch. Drei ernsthafte Bewerber lieferten sich ein spannendes Wettschießen unter der Vogelstange, aus dem nach 145 Schuss Johannes „Hennes“ Keweloh als würdiger Sieger hervorging. Die Frage, wer an der Seite des aktiven Feuerwehrmanns regieren sollte stellte sich nicht. Natürlich seine Ehefrau Ursula.

Das Königspaar Johannes und Ursual Keweloh mit dem
damaligen Brudermeister Fritz Nieder

Bei strahlendem Sonnenschein feierten hunderte Gäste ein tolles Fest unter den Linden. Und auch am Schützenfest-Sonntag und Montag ließ das Wetter das neu gekrönte Regentenpaar bei der Parade auf dem Sportplatz nicht im Stich. Das Fazit nach drei Schützenfesttagen war erfreulich. Die gelungene Renovierung der Schützenhalle, welche einladender als früher war sowie das Ende der Schulferien führten zu einem wie in der Zeitung geschriebenen „enormen Bierumsatz“.

König „Hennes“, einmal Gefallen daran gefunden an der Spitze der Schützenbruderschaft zu stehen, setze drei Wochen später beim Bezirksschützenfest in Sönnern noch einmal einen drauf. Beim Wettkampf um die Bezirkskönigswürde konnte sich Johannes Keweloh gegen 14 Mitbewerber, alles amtierende Könige aus den Nachbarbruderschaften, durchsetzen. Endlich stellten die Westönner ein Bezirkskönigspaar. Der doppelten Regentschaft nicht genug, gelang Johannes 1999 das „Triple“. Zum 375-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft ging er erneut bei einem Vogelschießen mit 31 Konkurrenten als Sieger hervor. Von nun an durfte er sich Kaiser der Westönner Schützen nennen. Wie auch schon 19 Jahre zuvor regierte seine Frau Ursula an seiner Seite.

Johannes Keweloh war von 1981 bis 2005 im Schützenvorstand tätig. Ab 1992 bekleidete er das Amt des Adjutanten. Mit viel Einsatzbereitschaft und dem nötigen Überblick wurden unter seiner Regie zahlreiche Umbaumaßnahmen in und an der Halle umgesetzt. So sind insbesondere die Umgestaltung der Schützenhalle zur Gemeinschaftshalle, sowie der Neubau des Parkplatzes und der unterkellerten Garage zu nennen. Auch der freiwilligen Feuerwehr, für die er 1980 den Vogel von der Stange schoss, blieb er treu.

Ihr widmeten die beiden Regenten sogar ihre Medaille an der Königskette. Diese zeigt das Emblem der Feuerwehr mit der Inschrift „Feuerwehr 1980“. Leider verstarb er am 26.09.2013.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Das Jubelpaar vor 25 Jahren

26. Juli 2020 von L L

Nach unerlaubtem Schusswaffengebrauch König Theo in Handschellen gelegt

Atemlose Stille herrschte 1995 auf dem Schützenplatze in Westönnen. Sogar das Bierholen wurde eingestellt, denn jedem aufmerksamen Zuschauer war klar, dass der von Schreinermeister Winfried Ahrens gebaute stolze Adler jeden Moment zu Boden stürzen würde. Gegen 18:18 Uhr gab Theo Schriek dann den entscheidenden 187. Schuss ab. Nach einem nur 35 Minuten andauernden Wettkampf konnte die St.-Sebastianus Schützenbruderschaft Westönnen der Bevölkerung ihren neuen König präsentieren. Als erste Gratulanten zählten nicht nur Präses Gotthard Spannenkrebs und der damalige Brudermeister Friedel Grümme, sondern auch seine Familie. Neben den Kindern Anna, Hannelore, Alexandra und Burkhard war auch Ehefrau und frisch gekrönte Mitregentin Beate stolz.

Der Entschluss, den Vogel abzuschießen, entstand während des Schützenhochamtes sehr kurzfristig. Bemerkenswert dann auch sein Kommentar nach dem letzten Schuss: „Es gibt sehr viele Dinge über die braucht man nicht zu reden, die muss man nur tun“.

Nach zwei durchgefeierten Tagen sorgte dann ein Zwischenfall beim traditionellen Frühshoppen erst für Verwunderung und dann für Heiterkeit. Neun JVA-Beamte kamen mit Blaulicht und Martinshorn angefahren und legten König Theo kurzerhand Handschellen an. Der Tatvorwurf: „unerlaubter Schusswaffengebrauch“. Mit der Abführung des Regenten war es dann aber doch nicht so ernst. Arbeitskollegen von Theo Schriek, damals Ausbildungsleiter der JVA Werl, hatten sich einen gelungenen Spaß erlaubt.

Theo Schriek war von 1990 bis 2000 im Schützenvorstand unter anderem als Fahnenoffizier aktiv. Dort übernahm er als gelernter Heizungsbaumeister die Wartung der Heizungs- und Lüftungsanlage der Schützenhalle, die unter seiner Leitung grunderneuert wurde.

Vorbildlich setzte er sich über viele Jahre für das BdSJ-Ferienlager ein, an welchem er in der Anfangszeit auch als Helfer teilnahm.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Der Ausfall des Schützenfestes – selten – aber nicht Einmalig

22. Juli 2020 von L L

Das in diesem Jahr das Westönner Schützenfest nicht gefeiert werden kann ist für viele Schützenbrüder eine ungewohnte Situation, freut man sich doch lange im Voraus auf das gemeinsame Feiern unter den Linden.

Ältestes vorhandenes Foto vom Königspaar mit Hofstaat aus dem Jahre 1899.

Obwohl es in der fast 400-jährigen Geschichte der Westönner Bruderschaft selten zu dieser Ausnahme kam, so ist der Ausfall des Schützenfestes kein Einzelfall. In den noch erhaltenen Überlieferungen wird erwähnt, dass am 30 Juli 1827 das erste Fest seit 17 Jahren gefeiert werden konnte. Demnach wurde wegen „Preußens Unglücksjahren und Preußens Erhebung“ von 1810 – 1826 kein Schützenfest gefeiert. Aufgrund des Krieges zwischen Preußen und Österreich waren die Westönner im Sommer 1866 ebenfalls nicht in Feierstimmung. Auch 1874 und 1875 wurde wegen „des Kulturkampfes“ und in den Kriegs- sowie Nachkriegsjahren 1915 sowie 1919 die so beliebte Veranstaltung abgesagt.

1923 war die Notlage des Volkes ebenfalls zu groß, es fehlte an allem, sodass keine Möglichkeit bestand gemeinsam zu feiern. Umso erfreulicher kann man nachlesen, dass im anschließenden Jahr der Bau der heutigen Schützenhalle beschlossen und 1925 mit der Grundsteinlegung sicher eines der wichtigsten Ereignisse der letzten 100 Jahre für die Bruderschaft stattfand.

In der Zeit des zweiten Weltkriegs war ebenfalls nicht die richtige Zeit für Schützenfeste. Erst 1948 hatte sich auch die wirtschaftliche Situation wieder gebessert. Zwar war die Halle noch durch die Veltrup-Werke und deren Dachziegelproduktion belegt aber Bauer Luig-Hünnies stellte seine Scheune als Festplatz zur Verfügung und es konnte endlich wieder ein tolles Fest zelebriert werden.

Königspaar 1948 mit Hofstaat

In den kommenden 71 Jahren wurde der Westönner Schützenplatz wieder drei Tage im Sommer ein Anlaufpunkt für die Dorfbevölkerung. Das aufgrund der Corona Pandemie 2020 kein Schützenfest gefeiert werden kann, ist sicher wieder ein Ereignis, welches in der Schützenchronik einen besonderen Platz bekommen wird.

Eine weitere herausragende, wenn nicht sogar einmalig Historie, ist die Regentschaft des Königspaares Steffen und Sophie Hünnies. Ohne Zögern haben sich die beiden entschlossen ein weiteres Jahr an der Spitze der Westönner Schützen zu stehen. In der Westönner Schützenchronik konnte sich kein Eintrag finden lassen, der eine über das normale Schützenjahr andauernde Regentschaft belegt.

Auch wenn es im Moment weitaus wichtigere Dinge als ein Schützenfest gibt, werden die Schützen ihr Fest vermissen. Umso mehr freuen sich Schützenvorstand, Avantgarde, Jungschützinnen und Jungschützen auf eine tolle, hoffentlich stattfindende, Schützenfest-Saison 2021.

Kategorie: Allgemein, Schuetzen

Feldgottesdienst zum Westönner Schützenfest

20. Juli 2020 von L L

Auch die Schützenbruderschaft Westönnen wird ihr Fest in diesem Jahr nicht im gewohnten Umfang feiern können. Ganz verzichten soll die Westönner Dorfbevölkerung aber nicht auf einen wichtigen Festakt. Die einzigen offiziellen, von den Schützen durchgeführten Programmpunkte sind die Kranzniederlegung am Ehrenmal sowie ein Feldgottesdienst unter dem Lindendom an der Schützenhalle.

Zum Feldgottesdienst am Samstag 25.07. zur gewohnten Zeit der Vorabendmesse um 17:30 Uhr sind alle herzlich eingeladen. Zur besseren Rückverfolgbarkeit der anwesenden Gäste, wird bei Betreten des Festplatzes darum gebeten, seine Kontaktdaten anzugeben.

Wie die weiteren Schützenfesttage im Anschluss genutzt werden, ist jedem selber überlassen. Sicher wird mit Nachbarn oder Freunden im kleinen Kreis angestoßen oder eine Bratwurst gegrillt. Auch die sonst in Westönnen zahlreich gefeierten Fahnenweihen wird es sicher in einigen privat organisierten Feiern wieder geben.

Traditionell werden nicht nur die Schützenhalle und der Vorplatz festlich geschmückt, die Schützen rufen auch in diesem Jahr dazu auf das ganze Dorf zu beflaggen.

Für alle alteingesessenen und neu zugezogenen Westönner gibt es die Möglichkeit ihre Verbundenheit zum Dorf und zum Schützenfest zu zeigen und die Schützenfahne zu hissen oder nachbarschaftlich die Straßen mit Wimpeln zu schmücken. Die Schützenfahnen und Wimpel können bei Ludger Schmalenstroth Tel.: 01747792621 erworben werden.

Kategorie: Schuetzen

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