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Startseite » Archive für Alfred Risse » Seite 16

Schweine auf dem Kirchhof (Friedhof)

5. Januar 2021 von Alfred Risse

Das war dem Central Volksblatt am 7. November 1870 eine entrüstete Meldung in Form einer Anzeige wert. Anscheinend trieben sich zu der Zeit Schweine aus der Nachbarschaft des Kirchhofes zur Futtersuche auf diesem herum und haben dabei ihrem Trieb folgend den Boden aufgewühlt.

Dieser Zustand muss einige Monate schon gedauert haben. Der Autor fürchtet sogar eine Revision (Überprüfung) der Särge durch die Schweine. Die Gemeinde wird angemahnt für eine Einfriedung des Gottesackers zu sorgen. Eine Möglichkeit die Schweine vom Kirchhof fernzuhalten wurde nicht in Betracht gezogen.

Westhues schreibt im Heimatbuch des Kirchspiels zur Lage des damaligen Friedhofs: Erst 1845 oder1846 wurde ein neuer Friedhof angelegt, und zwar auf der Stätte des früheren Menze´schen Bauernhofes. Dieser Friedhof wurde begrenzt im Norden von dem Rienhof´schen Garten, im Osten von Menze-Sträßchen, im Süden von von der früheren Kenter´schen Besitzung (jetzt Kiko) und im Westen von dem Vikariegarten.

Der Kirchhof war also dort, wo heute das Ehrenmal ist.

Kategorie: Allgemein

Müllkippe zum 1. 1. 1971 geschlossen

4. Januar 2021 von Alfred Risse

Das Titelbild zeigt uns die Zufahrt zur ehemalige Müllkippe Ri. Mawicke am Bahndamm entlang. Heute ein belebter Spazierweg durch „Müller´s Wäldchen“.

Zum 1. Januar 1971 wurde die Müllkippe am Bahndamm im Bereich des Sportplatzes geschlossen. Die Bürger wurden aufgefordert ihren Müll zur Deponie an der Scheidinger Straße in Werl zu bringen. Müllreste wurden beim Bau des Mini-Spielfeldes gefunden. Wie lange die Kippe existierte, wissen wir noch nicht. Aber wo blieb der Unrat der Westönner früher?

Aus Berichten unseres verstorbenen Ehrenmitgliedes und langjährigen Autor Friedrich Schleep erfahren wir, das in früheren Jahren aller Unrat in Sassen Steinbruch abgeladen wurde.

Aus einem seiner Berichte vom 16.11.2003 lesen wir:

Für die Westönner Bürger hatte der Steinbruch eine besondere Bedeutung. Da konnte man kostenlos alles abkippen, was nicht mehr gebraucht wurde. Es war erlaubt, und Umweltbedenken gab es noch nicht. Der Besitzer, Heinrich Sasse, wurde nur ärgerlich, wenn der Müll nicht ordentlich abgekippt wurde oder sogar auf dem neuen Acker landete.
Er versuchte mit der Gemeinde Westönnen eine Regelung zu erreichen. Die Gemeinde sollte für Ordnung sorgen. Er bot Westönnen auch den ganzen Bruch an für die Zeit bis zur Verfüllung. Für diese Zeit sollte die Gemeinde ihm anderes Land zur Verfügung stellen.
Man wurde sich nicht einig, und die Westönner wussten nicht mehr, wohin sie mit ihrem Müll sollten. Hinter dem Sportplatz wurde eine provisorische Müllkippe geschaffen. Da konnte man nur schlecht abkippen, und der Platz war bald voll (heute Tennisplätze). Dann erwarb man ein Schachtloch der Eisenbahn an den Schienen nach Mawicke. Dort hatte man Erde ausgehoben, um den Bahndamm errichten zu können. Die Kippe taugte auch nicht. Heute wächst da das „Müller Wäldchen“. Gut, dass bald darauf Westönnen an eine geregelte Müllentsorgung angeschlossen wurde.
Quelle: Friedrich Schleep, Sassen Steinbruch / Sassen Kuhle v. 16.11.2003

Diese besagte geregelte Müllentsorgung ist die heutige ESG an der Scheidinger Straße in Werl. Gerne würden wir die Jahresangaben der beiden Deponien am Bahndamm Richtung Mawicke und am Sportplatz erfahren. Ebenso wünschen wir uns weitere Angaben über die Hilfe der Kanadischen Pioniere beim Sportplatzbau.

Dieser Bericht wurde aus einem Zeitungsbericht vom 4.1.1971 aus dem Zeitungsarchiv von Alfred Risse herausgearbeitet.

Kategorie: Historie

Interessanter Vortrag für die Westönner Siedler 1970

18. Dezember 2020 von Alfred Risse

Die Westfalenpost berichtete in ihrer Ausgabe vom 17. 12. 1970 über einen Vortag der Siedlergemeinschaft Westönnen. Vorsitzender Herbert Kilian konnte an diesem Abend den Fachberater Even begrüßen.

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Er kam von der Geschäftsstelle des Siedlerbundes in Dortmund. Sein Thema, eigentlich heute wieder sehr aktuell: Gesundheit aus dem Garten. Im Laufe von 50 Jahren haben die Gemüsegärten den Rasenflächen Platz machen müssen.

Zum Abschluss des Abends berichtete der damalige Kreisvorsitzende Rüther über das Versicherungswesen, da an einige Versicherungen an eine Mitgliedschaft im Siedlerbund gekoppelt sind.

Kategorie: Historie

Langjährige Ministranten geehrt

15. Dezember 2020 von Alfred Risse

Auch im Gottesdienst am Sonntag wurden, wie auch so in den beiden Wochen zuvor, langjährige Messdiener geehrt.

Geehrt wurde für seine 7 jährige Tätigkeit Justus Kohlmann. Bereits seit 10 Jahren versehen die folgenden Ministranten ihren Dienst: Niklas Schlummer, Max Horlbeck und Jonathan Elsner. Wie auch in den Gottesdienst zuvor honorierten die Besucher/innen die Tätigkeit der Messdiener mit Applaus.

Kategorie: Kirche, Messdiener

Besuch der Allerheiligenkirmes 1920

13. November 2020 von Alfred Risse

Am 13. 11. 1920 berichtet das Centralvolksblatt vom einen jungen Mann, der 1200 Mark entwendet hat. Dieses Geld verjubelte er mit einem Gesinnungsgenossen auf der Allerheiligenkirmes.

1200 Mark hört sich nach einer gewaltigen Summe an. Theoretisch hätte er mit so einer Menge Geld in der damaligen Zeit ein Fahrgeschäft oder ähnliches kaufen können. Doch nach dem verlorenen Krieg litt das Reich z. B. unter den Reparationszahlungen an die Siegermächte. Es war der Beginn der deutschen Inflation, die 1923 ihren Höhepunkt erreichte. Im Januar hatte die Mark gegenüber dem US-Dollar noch ein Zehntel ihres Wechselkurswertes von 1914. Am 31. 1. 1920 war das Briefporto 0,20 Mark, schon am 31. 1. 1921 0,40 Mark und am 7. 9. 1923 75000 Mark. Und das war noch nicht das Ende.

Mit diesem Bericht, der vor 100 Jahren in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früherer Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kategorie: Allgemein, Historie

Gründung des Pachtschutzvereins vor 100 Jahren

6. November 2020 von Alfred Risse

Die Lokalzeitung berichtete vor 100 Jahren von der Gründung eines Pachtschutzvereins im Saale Hagen. Es entstand der „Hellweger Pachtschutzverein“ mit Hilfe des Ostönners Topp.

Von 80 Anwesenden ließen sich gleich 48 als Mitglieder des Hellweger Pachtschutzvereins einzeichnen.

Mit diesem Bericht, der vor 100 Jahren in der Lokalzeitung erschien, setzen wir die Serie fort, mit der wir an Ereignisse erinnern, die in früherer Zeit in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Zeitungsberichte wurden uns dankenswerterweise von Alfred Risse zur Verfügung gestellt, der schon seit einiger Zeit in den bekannten Zeitungsarchiven nach Berichten aus dem Kirchspiel sucht und umfangreich fündig geworden ist.

Kategorie: Historie

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