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Startseite » Archive für Klaus Hennemann » Seite 74

Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung unter freiem Himmel

11. September 2021 von Klaus Hennemann

Auf dem Sportplatzgelände, nicht wie in den vergangenen Jahren in der Schützenhalle, fand die Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung statt.Der 1. Vorsitzende Matthias Gerke konnte 75 Mitglieder begrüßen.

Der erste Punkt der Tagesordnung war die Ehrung von verdienten Mitgliedern.

Reihe hi.vo. li: Paul Stewen, Ralf Rullich, Martin Heimann, Franz-Josef Schäfer und Heike Sasse. Reihe sitzend vo.li.: Georg Mertin, Willi Mertin, Heribert Bonnekoh, Philipp Peuler und Stephan Schroer.

Die Vereinsehrenplakette erhielten Martin Heimann und Willi Mertin. Die Vereinsehrennadel in Gold erhielten Georg Mertin, Philipp Peuler, Ralf Rullich und Stephan Schöer. Heiko Sasse bekam die Vereinsehrennadel in Silber überreicht. Die Verbandsehrennadel der FLVW in Silber erhielten Ralf Rullich und Franz-Josef Schäfer.

Trotz der durch Corona bedingten Einnahmeausfälle konnten der Kassierer Frank Becker über eine zufrieden stellende Kassenlage berichten. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Zur Zeit hat die Fußballabteilung 552 Mitglieder, davon 136 Kinder und 42 Damen, wie Ralf Rullich in seinem Geschäftsbericht anführte.

In den letzten Monaten wurde die Herrentoilette renoviert.

Am 12. Dezember soll wieder Adventsmarkt stattfinden.

Die Jugend- und Seniorenabteilung hatte auch unter Corona zu leiden, da es wegen des Saisonabbruchs kaum Spiele gab.

Kurse des Gesundheitsstudios fanden wegen Corona teilweise in der Schützenhalle statt. Im Moment normalisiert sich das Trainingsleben wieder.

Der 1. Vorsitzende Matthias Gerke, Kassierer Frank Becker und Geschäftsführer Ralf Rullich wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Alexander Becker, Mark Falkenhain, Jürgen Franke, Andreas Haiduk, Stefan Hennemann, Tomas Hein, Roman Luntscher, Philipp Peuler und Stefan Schwarze wurden einstimmig als Beisitzer wiedergewählt. Für den scheidenden Uwe Peuler wurde Roben Friese als Beisitzer gewählt.

Robin Friese (2. v. re.) wurde von Matthias Gerke, Jan Döbel, Franz Josef Schäfer und Ralf Rullich (v. li. n. re.) als neues Vorstandsmitglied begrüßt.

Kategorie: Fussball

Tambourcorps Einigkeit erhält Landesehrenteller

5. September 2021 von Klaus Hennemann

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Volksmusikerbundes NRW Kreis Soest wurde dem Tambourcorps Einigkeit zum 100-jährigen Bestehen der Landesehrenteller des Landesverbandes NRW überreicht.

Die Abordnung des Einigkeit-Vorstandes Birgit Reinold, Tim Dustert und Sonja Keweloh nahmen die Auszeichung des Landesverbandes entgegen.

Fotos: Tambourcorps Einigkeit Westönnen

Kategorie: Einigkeit

Versammlung der Einigkeit im Mawicker Schützenheim

24. August 2021 von Klaus Hennemann

Der Vorstand des Tambourcorps Einigkeit: Tambourmajor Stephan Schriek, Birgit Reinhold, die 1.Vors. Angela Seifert, Geschäftsführerin Sonja Keweloh, Übungsleiterin Dr. Petra Michel, Kassierein Julia Döringhoff und der 2. Vorsitzende Tim Dustert.

Die Generalversammlung des Tambourcorps Einigkeit Westönnen fand zum ersten Mal im Sommer und zum ersten Mal nicht in Westönnen fand. Corona macht es erforderlich. Aber diese Umstände konnten dem durchweg harmonischen Verlauf der Versammlung nichts anhaben. Im Gegenteil, der Vorstand um die 1. Vorsitzende konnte im Mawicker Schützensaal ein sehr positives Ergebnis präsentieren.

In der Begrüßung durch Angela Seifert, in der sie die wenigen, aber recht wirksamen Höhepunkte noch mal Revue passieren ließ, wurden die Verleihung des Heimatpreises, die erste digitale Nikolausfeier, aber auch die jeweiligen Übungsabende hervorgehoben. Mit diesen und einigen weiteren Maßnahmen wurden die Gemeinschaft und der gute Zusammenhalt der Aktiven weiter aufrecht erhalten. Einziger Wermutstropfen ist und bleibt, dass das 100-jährige Bestehen der Einigkeit in 2021 wegen der Corona-Pandemie ausfallen mußte.

Die Protokolle und Geschäftsberichte wurden von der Geschäftsführerin Sonja Keweloh verlesen und ebenso von den Aktiven einstimmig bestätigt wie der positive Kassenbericht von Julia Döringhoff. Die Kassenprüfer konnten eine einwandfreie Kassenführung bestätigen und baten die Versammlung um Entlastung, die natürlich einstimmig erfolgte. Als weitere Kassenprüferin wurde Gabi Pieper einstimmig gewählt.

Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurden die 1. Vorsitzende Angela Seifert (li.) und die Geschäftsführerin Sonja Keweloh (re) erwartungsgemäß unter großem Applaus einstimmig wieder gewählt. Beide dankten den Musikern für die Wiederwahl und ihre großartige Unterstützung und Zusammenarbeit in der Einigkeit.

Als nächstes fanden die Ehrungen statt, die eigentlich während der 100-Jahr Feier in einer feierlichen Runde hätten stattfinden sollen.

Geehrt wurden für 10-jährige aktive Mitgliedschaft Gabi Pieper, für 20-jährge Mitgliedschaft Stephan Schriek, für 25 Jahre Monika Schleep und Jürgen Jennebach, 30 Jahre sind Silvia Keweloh und Martin Wulf dabei. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Elisabeth Risse und Birgit Reinhold geehrt.

Im Bild von li., Silvia Keweloh, Stephan Schriek, Gabi Pieper, Jürgen Jennebach, Elisabeth Risse, Klaus Bettenbrock, Martin Wulf, Birgit Reinhold und Monika Schleep

Die herausragende Ehrung erhielt Klaus Bettenbrock. Seit 50 Jahren ist er als aktiver Musiker in den Reihen der Einigkeit aktiv. Urkunde, Ehrennadel und eine Fotocollage wurde ihm unter dem stehenden Applaus der Anwesenden von der 1. Vorsitzenden Angela Seifert überreicht, mit der Hoffnung, ihn noch einige Jahre als aktiven Musiker in den Reihen der Aktiven zu haben.

Angela Seifert (li) und Sonja Keweloh (re) gratulierten Klaus Bettenbrock für 50-jährige aktive Mitgliedschaft,

Als weiteres wurden die anstehenden Termine für 2021 und für 2022 besprochen. Diese jedoch allesamt unter Vorbehalt und besonders der weiteren Ungewissheit durch Corona.

Weitere Themen und Anliegen konnten unter Punkt Verschiedenes ebenfalls zufriedenstellend abgehandelt werden, so das die Versammlung schon kurz nach 22:00 Uhr geschlossen werden konnte. Abschließend blieben die Musiker wie gewohnt noch einige Zeit gemütlich zusammen.

Kategorie: Allgemein

Trecker Open Air mit Live-Band und Schäfer Heinrich

15. August 2021 von Klaus Hennemann

Das Trecker Open Air am Samstag auf Schriek´s Feld erfüllte die Erwartungen der Party-hungrigen Gäste durch und durch. Das Wetter war optimal dafür und die Partyband Querbeat aus Hamm spielte ein sehr gutes Musikprogramm samt Choreographie-Einlagen der Musiker.

Auch „Schäfer Heinrich“ mit seinem gut 45-minütigen Programm hielt die Gäste gut auf den Beinen. Und das nicht nur bei der Polonaise durch die Besucherreihen.

Ab 18:00 Uhr kamen die ersten Besucher, und wie die Veranstaltung schon sagt, recht viele Gäste kamen mit ihren Traktoren, wobei die grüne Farbe deutlich im Vorteil war.

Punkt 19:00 Uhr begann „Querbeat“ mit dem Bühnenprogramm, bei denen viele Stück vom Original kaum zu unterscheiden waren. „Querbeat“ stand aber nicht nur einfach auf der Bühne, deren Frontleader kam einige Male von der Bühne und nahm die Besucher mit in sein Programm. Gut bekannte Hit´s aus den 80er, den 90er aber auch aktuelle Hits bekamen die Besucher in enger Folge zu hören.

Nach einer kurzen und auch der einzigen Pause in dem gut 4-stündigen Programm kam „Schäfer Heinrich“ zum Zuge, der mit zügigen Schritten die Bühne betrat, die Gäste begrüßte und kurzum mit seinem Programm loslegte.

Die Polonaise wurde nur kurz angesagt – und die Gäste ließen sich nicht lange bitten.

Aber nicht auf der Bühne, nein, auch ihn lockte es in die Besucherreihen. Eben Mittendrin, statt nur davor. Er gab seine bekannten Lieder zum Besten und begeisterte besonders die jüngeren Gäste. Leider ließ die Technik Schäfer Heinrich öfters verstummen, was der Stimmung zum Glück nichts weiter anhaben konnte. Zum Abschluss seines Auftrittes stellte er sich den Gästen für zahlreiche Selfies zur Verfügung.

Danach übernahm wieder „Querbeat“ die musikalische Unterhaltung und fügte sich nahtlos der ersten Serie von Stücken an. Ebenso wie der Frontleader konnte auch die Sängerin von Querbeat mit ihren Songs die Besucher begeistern. Mit einem durchgehenden Programm bis 23:00 Uhr mit Zugaben wurden die Gäste mit einem gut gelungenen und gut organisierten Trecker Open Air bestens bedient. Diese Veranstaltung hätte mehr Besucher verdient gehabt. Hoffen wir auf eine Wiederholung und behalten besonders die Partyband Querbeat bis dahin in guter Erinnerung.

Kategorie: Allgemein

Zum Wietborn – ist der Straßenname des neuen Baugebietes

5. August 2021 von Klaus Hennemann

Diese Wiese vor den 3 Reihenhäusern ist das Baugebiet, welches zukünftig „Zum Wietborn“ heißt. Die Scheue oben rechts im Bild wurde durch ein Feuer vollständig zerstört.

Das neue Baugebiet an der oberen Weststraße bekommt den Straßennamen „Zum Wietborn“.

Auf Vorschlag des Heimatvereins in Abstimmung mit dem Orstvorsteher Martin Beudel und Ortsheimatpfleger Werner Wanders wurde der neue Straßenname dem zuständigen Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur vorgeschlagen.

Was es mit dem Wietborn zu tun hat, schrieb unser verstorbenes Ehrenmitglied Friedrich Schleep in seinen Bericht aus dem Jahr 2001, den wir aus Anlass der Straßenbenennung noch einmal in Erinnerung rufen wollen.

Der Wietborn und der Opferteich – Friedrich Schlepp 01.09.2001

Diese beiden Quellteiche haben bei der früheren Besiedlung des heutigen Dorfes Westönnen ganz sicher eine bedeutende Rolle gespielt. Auch in der jüngeren Vergangenheit waren sie wichtiger als heute. Man denke in diesem Zusammenhang nur daran, dass unser Dorf erst ab 1970 an eine Wasserleitung angeschlossen wurde. Auch war die Menge des Quellwassers früher eindeutig größer. Das kann durch Schriftquellen, aber auch durch eigene Beobachtungen bestätigt werden.

Der Wietborn (gesprochen „Wuitborn“) liegt auf dem ehemaligen Hofe Kerkhoff und war früher von einem gepflegten Park umgeben. Von dem Park ist nichts geblieben. Die halbe Fläche dieser Anlage gehört heute zum Hofe Luig-Hünnies und wurde teilweise bebaut. Der Opferteich befindet sich westlich der Kirche. Über die Bedeutung der Namen oder ihre Herkunft ist nichts bekannt. Aber vielleicht ist dieses von Interesse: Der erste Nachbar des Wietborn, Herr Kleine, der in der Hohle Straße wohnte, wurde allgemein Wuithoff genannt. Wahrscheinlich ist die Bezeichnung uralt.

Lageplan vom Wietborn und vom Opferteich

Über Generationen hinweg lernten die Kinder unseres Dorfes, dass der Westönner Bach auf Kerkhoffs Hof im Wietborn entspringt. Das Wasser findet dann seinen Weg durch den Anfang des Westönner Baches zwischen den Höfen Luig-Hünnies, Hesse-Kaune und Kerkhoff (heute: Schulze-Brünning). In den sechziger Jahren wurde der Bach bis zur Kirchstraße verrohrt (Bild links).
Wer heute den Wietborn sucht, wird ihn kaum finden, aber es gibt ihn noch. Er ist lediglich mit einem Kanaldeckel verschlossen.

Der Wietborn speist aber nicht nur den Westönner Bach, sondern in den dreißiger und vierziger Jahren versorgte er auch einen gepflegten Teich mit Wasser, in dem zeitweise Karpfen und zu einer anderen Zeit Forellen schwammen. Die Lebensbedingungen waren aber wohl nicht optimal für die Fische. Dieser Teich wurde später zugeschüttet, nachdem die Familie Kerkhoff 1979 den Hof verkauft hatte. Von dem Gewässer blieb nur eine nasse Wiese übrig (Bild rechts). (Anmerkung der Redaktion: Der Teich sollte vom Nachbesitzer noch mal frei gelegt werden, dazu ist es leider nicht mehr gekommen.)

Dies ist ein Lageplan des Hofes Kerkhoff aus dem Jahre 1955 (digital aufbereitet).

Franz-Josef Schulze-Brünning, der das Wohnhaus Kerkhoff und die dazugehörigen Gebäude 1999 erwarb, versicherte dem Autor, dass er den Teich wieder freilegen will, zumal die Bodenplatte des alten Teiches noch erhalten sein soll. Wer sich auskennt und den Boden genau betrachtet, kann auch heute noch die Lage des ehemaligen Teiches erkennen.

Ein anderer Teil des Quellwassers wurde bergauf zur Sauerkrautfabrik gepumpt, die zum Hofe Kerkhoff gehörte. Die Saugleitungen sind noch vorhanden. Der Betrieb Kerkhoff hatte noch zwei zusätzliche Brunnen. Einer lag südlich der Fabrik. Ein zweiter Brunnen, der sehr ergiebig ist, liegt auch heute noch unter einem der Stallgebäude. Dieser Brunnen wurde vor wenigen Tagen gereinigt und liefert heute wieder sauberes Wasser.

Andreas Kerkhoff, der auf dem Hofe Kerkhoff aufwuchs, weiß zu berichten, dass es bis in die zwanziger Jahre eine Pferdeschwemme gab, die auch vom Wietborn gespeist wurde. An heißen Tagen konnten die Knechte mit den Pferden in das Wasser reiten, damit sich die Tiere nach der Arbeit abkühlen konnten. Der Duden sagt zur Schwemme: „Flache Stelle eines Gewässers als Badeplatz für das Vieh“.

Und nun zum Opferteich:

Das Wasser des Opferteiches fließt ein Stückchen in den Johann–Kettler-Park hinein, wo man gut beobachten kann, wie es dann durch ein Eisengitter in den Kanälen unter dem Rasen verschwindet, um den Westönner Bach zu erreichen.

Immerhin brachten die Quellen so viel Wasser, dass sie auch noch die Gräfte um das alte Pfarrhaus speisen konnten. Das ist ziemlich genau die Fläche des heutigen Kettlerparkes. Rudolf Preising schreibt dazu in seinem Buche „Westönnen – Geschichte eines Kirchspiels“ von 1977 auf der Seite 256:„Das Pfarrhaus , ein altes schönes Fachwerkhaus, ist heute im städtischen Besitz—-. In alten Zeiten waren Haus und Garten von einer breiten Gräfte umgeben, so dass das ganze Anwesen wie ein alter Gräftenhof wirkte. Der Zugang über die Gräfte lag an der östlichen Seite des Hauses. Unter Pfarrer Schütze (1864 – 1871) wurde die Gräfte zugeschüttet“. Warum das geschah, ist unbekannt.

Aber da waren noch andere Personen an der Nutzung des Wassers der Quellen interessiert. Heinrich Westhues bringt dazu einen interessanten Artikel in seinem “ HEIMATBUCH DES KIRCHSPIELS WESTÖNNEN“ von 1966. Es geht zunächst gar nicht um Wasser und seine Nutzung. In den Jahren von 1823 bis 1837 wurden „unkultivierte“ Gebiete nördlich der heutigen Bahnlinie neu erschlossen, verteilt und verkauft. Dabei spielten die Nutzung des Wassers und der Wasserrechte offensichtlich auch eine bedeutende Rolle. So heißt es auf der Seite 86: “ Laut Vertrag erklärt sich Frau von Papen —-bereit, zu gestatten, “ diejenigen Theile des Westönner Bruchs, welche den neuen Eigentümern zufallen werden und sich zur Wiesencultur eignen, jedes Jahr vier Wochen lang, vom 15. März bis zum 15. April, durch Benutzung des Westönner Baches zu bewässern“. Nur für den wahrscheinlich seltenen Notfall bei Wassermangel sollte das Bewässern der Wiesen entfallen, damit der Lohmühle genügend Wasser zur Verfügung stand.

Die Quellen stellten also in der Kalkulation der Lohmühle einen fester Posten dar. Wie wichtig unseren Vorvorderen dieser Vertrag war, mag man daraus ersehen, dass die Urkunde ihre letzte Anerkennung noch am 09.01.1837 in Münster fand.

Der Autor weiß aus eigener Anschauung, dass die Teiche hin und wieder von der Feuerwehr bei Übungen benutzt wurden. Frauen aus der Nachbarschaft spülten ihre Wäsche im Opferteich klar. Im dem Teiche lebten auch Stichlinge (kleine Fische bis 7 cm Länge, die drei Stacheln ausfahren können). Diese Fische wurden gerne von den Jungen des Dorfes gefangen.

Zu den Stichlingen gibt es eine lustige Geschichte. Dazu muss man wissen, dass die Osterliturgie in den dreißiger Jahren in manchen Teilen anders gefeiert wurde als heute. So wurde das Weihwasser schon am Karsamstag in aller Frühe geweiht. Da damals in allen Familien Weihwasser vorrätig war, und es auch regelmäßig benutzt wurde, war der Verbrauch groß. Vom Küster wurde ein Holzfass neben der Kirche aufgestellt und mit Wasser aus dem Opferteich gefüllt. Die Kirche hatte keine eigene Wasserversorgung. Ich denke, das Fass hatte etwa einen Durchmesser von 1,20 m und eine Höhe von 0,70 m. Nach der Weihe des Wassers rückten die Kinder des Dorfes mit Flaschen und Kannen an, um von dem Wasser zu schöpfen. In einem Jahr schwammen Stichlinge in dem geweihten Wasser. Wir Kinder kamen zu einer unerwarteten Freude. Wie die Fische in das Wasser kamen, blieb ein Rätsel.

Als in den sechziger Jahren die Straßen des Dorfes nach und nach asphaltiert wurden, bekam auch die Kirchstraße, die in einem Bogen um den Opferteich herumführt, eine neue Teerdecke. Da konnte man noch einmal die Kraft des Quellwassers sehen. Immer wieder brach an verschiedenen Stellen die Straßendecke auf, und das Wasser quoll zwischen den Steinen hervor.

Zum Schluss noch eine Anekdote, die mein Vater (geb. 1884) gerne erzählte: Sein Lehrer Fritz Flashar, der von 1866 bis 1902 in Westönnen wirkte, hatte folgende Erziehungsmethode. Wenn ein Schüler gar zu dreckig in die Schule kam, erhielt er einen Pfennig vom Lehrer geschenkt. Dafür hatte er Schmierseife beim Kaufmann Kappen, gleich neben der Kirche, zu erwerben. Bis zum Opferteich, wo dann die Wäsche zu erfolgen hatte, war es nicht weit.

Westönnen Online vom 01.09.2001 – Text + Fotos: Friedrich Schleep

Kategorie: Allgemein

Avantgarde zum Schützenfest

2. August 2021 von Klaus Hennemann

In einem umfangreichen Bericht schildert unsere Avantgarde über ihren Kommandeur Janis Hennemann, wie sie das „Schützenfest“ gefeiert haben. Vielen Dank für euren Bericht.

Ablauf der Schützenfestwoche 2021 – Avantgarde Westönnen

Da das Schützenfest aus bekannten Gründen nicht unter normalen Bedingungen ablaufen konnte, sah sich auch die Avantgarde Westönnen 2021 erneut gezwungen, ihren gewohnten Wochenablauf zu verändern. Um Ihnen/Euch zu zeigen, wie intensiv unsere Abteilung das Schützenfest begleitet, mitgestaltet und prägt, skizzieren wir für euch einmal unseren diesjährigen Wochenablauf:

Am Montag, den 19.07.2021, stand zunächst sportliche Ertüchtigung auf unserem Plan. So begannen wir unsere Woche mit dem liebgewonnen „Boßeln“. Hier bestritten wir einen Wettstreit durch die Westönner Flur, bei dem zwei zuvor festgelegte Teams versuchen, mit möglichst wenig Würfen eine bestimmte Strecke mit Boßelkugeln zurückzulegen. Auch wenn das gelbe Team den Wettstreit schlussendlich für sich entscheiden konnte, so konnten sich beide Mannschaften über schönes Wetter und den Anblick schöner Feldfluren freuen.

Am Dienstag, den 20.07.2021, freuten wir uns über das -inzwischen vergessen geratene- „Maschieren-Üben“. Mit unserem Trainer Marcel Seifert gingen wir unsere Kommandos durch und versuchten uns im Paradeschritt auf der Paradewiese. Auch wenn hier noch Verbesserungspotential besteht, war es doch für sämtliche Beteiligten ein willkommener Schritt in Richtung Normalität. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Grillen mit dem Vorstand der Bruderschaft an der Schützenhalle.

Am Mittwoch, den 21.07.2021, wurde die Avantgarde zum sogenannten „Glücksschießen“ an der Halle eingeladen. Da der Schießsport eine elementare Säule unseres Vereinslebens darstellt, findet auch dieser Wochentag bei uns helle Begeisterung. Organisiert von unserem Schießleiter Lars Bettenbrock durfte jeder Avantgardist nach vorherigen Übungsdurchgängen drei Schuss mit dem Luftgewehr auf eine verdeckte Glückskarte mit Punktefeldern abgeben. Hierbei entschied Kommandeur Janis Hennemann den Wettbewerb für sich. Das Schlusslicht bildete Tim Gerke, welcher für seine „Leistung“ mit der „roten Laterne“ honoriert wurde. Doch mit der roten Laterne gab sich Tim nicht zufrieden, wie sich am Ende der Woche noch zeigen sollte ….

Am Donnerstag, den 22.07.2021, unterstützte die Avantgarde den Vorstand beim Vorbereiten der Schützenhalle, sowie beim Hissen der Schützenfahnen im Kirchturm. Der Gemeinschaftsraum der Avantgarde wurde beispielsweise vom Staub befreit, gewischt und für die kommenden Festtage auf Vordermann gebracht. Der Abschluss des Donnerstages fand gemeinsam mit dem Vorstand in der Gaststätte Hagen statt, bei belegten Schnittchen, verschiedensten Kaltgetränken und netten Gesprächen.

Am Freitag, den 23.07.2021, stand zum Abschluss unserer Vorbereitungswoche nochmals körperliche Ertüchtigung an. So trafen wir uns am Spätnachmittag mit verkehrssicherem Fahrrad an der Schützenhalle, um zunächst das Testangebot an der Schützenhalle wahrzunehmen. Im Anschluss fuhren wir über Oberbergstraße in Richtung Welver-Borgeln, wo wir nach einigen Steigungen und schwierigem Untergrund in der Gaststätte Kilp unverletzt einkehren durften. Nach unterschiedlichsten Stärkungen ging es zurück in uns-bekannte Gefilde, in welchen wir schließlich in großer Runde den Abend im Landgasthof Luigsmühle bei zünftigem Essen gesellig beendeten.

Am Samstag, den 24.07.2021, war schließlich der lang ersehnte Tag gekommen. So kamen wir nachmittags an der Schützenhalle in unserer Schützenuniform zusammen, um gemeinsam dem Gottesdienst in der Schützenhalle beizuwohnen. Im Anschluss an die Ehrungen und den Abschied von Pater Shijo freuten sich die aktiven Mitglieder auf einen feuchtfröhlichen Abend in der Schützenhalle Westönnen, bei welchem wir unsere Liederfibel wiederbelebten und der Gemeinschaft der Avantgarde intensiv frönten. So mancher Avantgardist konnte sich den ganzen Abend über das Lächeln nicht verkneifen. (S. Titelbild)

Am folgenden Sonntag, den 25.07.2021, trafen wir uns bereits um 11:00 Uhr, um die Aufräumarbeiten des Vorstands tatkräftig zu unterstützen. Im Anschluss an eine kleine Nachbereitung des vorherigen Abends, ging es für die Avantgarde zum Frühschoppen bei unserem Trainer Marcel und seiner Ehefrau Angela. Als Beweis, wie eng die Zusammenarbeit zwischen „Ehemaligen“ und aktiven Avantgardisten ist, versprach Marcel, in Zukunft regelmäßig das Frühshoppen auf seinem Anwesen auszurichten. Angela stimmte diesem Anliegen im Verlauf des Frühschoppens begeistert zu. Hierfür gilt dem Ehepaar ein besonderer Dank. Den Abschluss unseres Sonntages verlebten wir auf dem Anwesen von Haus Lohe, bei welchem wir uns auch über die Anwesenheit des „Primo Taxis“ freuen konnten.

Am Montag, den 26.07.2021, trafen wir uns abermals um 11:00 Uhr, um unsere Feierstätten besenrein zu hinterlassen. Daraufhin wurde die Festwiese der Fassschützen aufgesucht, um das Schützenfest in Ruhe ausklingen und Revue passieren zu lassen. Höhepunkt unseres „Mukkentags“ war das Vogelschießen. Nach einem intensiven Wettstreit gab sich Tim Gerke nicht nochmals (wie bereits am Mittwoch beim Glücksschießen) die Blöße und holte den Vogel schließlich mit ruhiger Hand und treffsicherem Auge von der Vogelstange. Tim nahm unsere weitere Neuaufnahme Justus Kohlmann zur Mukkenkönigin und beide durften sich im Anschluss über tolle Verkleidungen freuen. Das Abmelden des Schützenfestes verlief in diesem Jahr ungewohnt kurz und leise. Wir versprechen unserem Adjutanten jedoch, für das kommenden Jahr lediglich Anlauf zu nehmen….

Schlusswort

Über die gesamte Vorbereitungswoche konnte sich der Vorstand der Avantgarde über eine rege Beteiligung sämtlicher Mitglieder freuen. Auch wenn ein normales Schützenfest jedem besser gefallen hätte, so blicken wir trotz Corona auf eine tolle und intensive Gemeinschaft aus 44 aktiven Mitgliedern, welche durch jeden einzelnen von uns geprägt und ausgestaltet wird. Wir freuen uns auch für die Zukunft, mit euch gemeinsam Feste zu feiern und das Dorf sowie unsere Bruderschaft tatkräftig zu unterstützen.

Kategorie: Allgemein, Avantgarde, Schuetzen

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