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Startseite » Erster Weltkrieg: Verwundete des 1. Kriegsjahres

Erster Weltkrieg: Verwundete des 1. Kriegsjahres

28. September 2011 von Ferdinand Newe

Am 1.August 1914 ordneten sowohl die französische Regierung als auch der Deutsche Kaiser die Mobilmachung ihrer Armeen an. In den beiden Tagebüchern des Chronisten und damaligen Schulleiters der Katholischen Volksschule Westönnen, Franz Asshoff, finden sich zahlreiche Berichte zu dem Krieg, der über 17 Millionen Menschenleben forderte. Insbesondere über die Mobilmachung ist viel enthalten. Die Bücher Asshoffs tragen den Titel „“Der Krieg v. 1914 – 18, die Schule und die Schulgemeinde“, und befanden sich viele Jahre im Besitz von Felix Kenter. „Übersetzt“ wurden sie nach Erhalt vom Online-Autor Ferdi Newe (Wir berichteten). Heute präsentieren wir einen Abschnitt, in dem Franz Asshoff eine Liste mit den Verwundeten des ersten Kriegsjahres notiert hat.

—– Die Verwundeten des ersten Kriegsjahres (Franz Asshoff) ———-

Im 1. Kriegsjahr sind aus der Schulgemeinde Westönnen (Westönnen mit Lohe u. Oberbergstraße) nachstehende Krieger verwundet worden :

  • 1. Telgenbüscher Wilhelm, (bei Landwirt Prünte) : Beinschuß, leicht verwundet.
  • 2. Schulte Fritz, Sohn des Sattlermeisters Schulte: Granatsplitter durch den Rücken, leicht verwundet.
  • 3. Schulte Heinrich, Sohn des Arbeiters Fritz Schulte vom Bruch,

    Schuß durch den Oberarm.

  • 4. Müller Eberhard, Sohn des Arbeiters Christian Müller : Streifschuß an der Schulter.

    (Im Lazarett zu Brüssel.)

  • 5. Langenhorst Franz, Schuhmacher, Sohn der Witwe Klara Langenhorst :

    Beinschuß, schwer verwundet, linkes Bein amputiert. (Im Lazarett zu Düsseldorf.)

  • 6. Kruse Franz, Brennereiarbeiter : Schuß ins Auge, mit einem Auge erblindet.
  • 7. Lange Fritz, Sohn des Gärtners Lange : Granatsplitter im Rücken, leicht verwundet.
  • 8. Fritze Theodor, Sohn des Schuhmachermeisters Bernard Fritze :

    Gewehrkugel durch die Schulter ( Im Lazarett zu Soest)

  • 9. Keweloh Joseph, aus Lohe : Granatsplitter im Fuß.
  • 10. Deitelhoff Theodor, aus Oberbergstraße : 5 Granatsplitter in den Beinen, schwer

    verwundet. (Im Lazarett zu Zeitheim in Sachsen). [Zeithain in Sachsen]

  • 11. Schmitt Heinrich aus Oberbergstraße : Kugelschuß durchs Bein.

    ( Im Lazarett zu Treuenbritzen.)

  • 12. Wittmers Anton, Maurer : Lungenschuß.
  • 13. Dreisbach Philipp, bei Landwirt H. Rienhoff : Schulterschuß
  • 14. Pielsticker Heinrich, Sohn des Gastwirt J. Pielsticker : leichter Streifschuß.
  • 15. Buchheister Karl, Sohn des Maurermeisters Buchheister : Armschuß.

    (Gefangener in England.)

  • 16. Post Heinrich, Müller in Lohe : Armschuß, leicht verwundet (Gefangener in England.)
  • 17. Fritze Heinrich, Sohn des Wegewärters Fritze : Beinschuß.
  • 18. Kausch Franz, Lehrer hierselbst : Schrapnellverwundungen am linken Arm, rechten

    Bein und über d. linken Auge, erhalten am 21. April bei Neuville.

    ( Im Res. Lazarett zu Neuenahr.)

  • 19. Pielsticker, Leutnant d. R. : am Kopf leicht verwundet.
  • 20. Vogelsang Adolf, Lehrer aus Oberbergstraße : durch einen Rohrzerschaller am

    12.6.15 schwer verwundet : Rechter Hüftknochen durchschlagen, Beinbruch u. leichte

    Verwundung am Auge. (Im Res. Lazarett zu Erlangen.)

  • 21. Müller Eberhard : zum 2. Male verwundet : Beinschuß. (Im Lazarett zu Görlitz.)
  • 22. Deitel Theodor : Armschuß. (Im Lazarett zu Baden.)

Autor: Ferdi Newe

Kategorie: Chronikbücher Franz Asshoff Stichworte: Erster Weltkrieg, Franz Asshoff, Geschichte

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