20 Bewerber unter der Vogelstange
Das Königsschießen beim Schützenfest 1976 versprach von Beginn an Spannung. 20 Schützen bewarben sich um die Königswürde. So viele Anwärter hatte es in Westönnen unter der Vogelstange nur selten gegeben. Schuss für Schuss verlor der Adler zunächst seine Insignien und später seine Schwingen. Mit dem 172. Schuss fiel schließlich die Entscheidung. Nach dem langen Ringen löste sich die spürbare Anspannung, ehe Günter Nagel unter dem Beifall der Zuschauer die Glückwünsche seiner Schützenbrüder entgegennahm und gefeiert wurde. Nach dem entscheidenden Treffer wurde der neue Schützenkönig auf den Schultern seiner Schützenbrüder gefeiert. Die Freude war groß, denn hinter den Teilnehmern lag ein langes und spannendes Ringen um die Königswürde.
Zur Königin erkor er seine Ehefrau Erika, welche 10 Jahre später ein zweites Mal an der Spitze der Westönner Schützen stehen durfte.
Für Günter Nagel war es zugleich ein ganz besonderes Familienereignis. Sein Vater Rudolf Nagel feierte im selben Jahr sein 25-jähriges Königsjubiläum und nahm selbst noch einmal am Königsschießen teil. Dabei stellte er einmal mehr seine Treffsicherheit unter Beweis.
