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Startseite » Die schwarze Kapelle

Die schwarze Kapelle

6. Januar 2015 von Dieter Holtheuer

Im April 2014 berichtete WESTÖNNEN-ONLINE ausführlich über noch vorhandene Meßgewänder der Pfarrkirche St. Cäcilia aus dem Jahre 1842. Es sind nicht die einzigen Gewänder, die aus dieser Zeit stammen. Vorhanden sind zusätzlich eine schwarze Kasel (für den Priester) und eine schwarze Dalmatik (für den Diakon) aus dem Jahre 1844. Diese Paramente wurden – wie uns die Akten des Pfarrarchivs berichten – 1844 der Kirche geschenkt. Spenderin war die Witwe Schulte aus Ostönnen.

Auf dem Foto Nr.4 und 5 ist die Kasel, das Meßgewand des zelebrierenden Priesters abgebildet. Wie deutlich sichtbar ist die Vorderseite stark verkürzt und vor den Armen „bassgeigenähnlich“ ausgeschnitten. Aus diesem Grund ist das Wort „Bassgeige“, seit dem 19. Jahrhundert, die gebräuchliche Bezeichnung für diese barocke Kaselform.

Am 9. April 1844 schreibt der Westönner Kirchenvorstand an das Paderborner Generalvikariat und bittet um die Genehmigung dieser Schenkung. Gleichzeitig notiert Pfarrer Knickenberg (1802 – 1863) unter diesen Antrag, dass die geschenkten Gewänder bereits am 3. April 1844 bei einer Beerdigung benutzt wurden.

Der Text dieser Urkunde lautet wörtlich:

„Die Witwe Schulte zu Ostönnen hat der hiesigen Pfarrkirche eine schwarze, von dem Paramentenfabrikanten Düster zu Coeln für 130 rt. pr. Cour. gelieferte Kapelle von aus- gezeichneter Schönheit geschenkt. Wir fragen unterthänigst darauf an: Ein Hochw. General- Vikariat wolle uns zur Annahme der gedachten Kapelle hochgefällig ermächtigen.

Der Kirchenvorstand“

„P.M. Die oben erwähnte Kapelle ist bei der am 3. April vorgenommenen Beerdigung des Kolon Caspar Hagen aus Niederbergstraße zum ersten Male gebraucht , nachdem sie an den selben Tag von dem dazu bevollmächtigten Pfarrer benediciert (geweiht) wurde.

Pastor Knickenberg“ (siehe Foto Nr. 1)

Hierzu einige Erklärungen:

a. Kapelle = Bezeichnung für einen Satz Meßgewänder; bestehend aus Kasel,

Dalmatiken, Stola und Manipel.

b. 130 rt pr. Cour. = 130 Reichstaler in preußischer Währung

c. P.M. = Pro Memoria = Gedächtnisnotiz

Am 20. April 1844 antwortet das Generalvikariat wie folgt:

„Die Annahme der kostbaren Altar Paramente, welche nach dem Berichte vom 9. d. M. die Wittwe Schulte zu Ostönnen der Pfarrkirche zu Westönnen geschenkt hat, wird hierdurch mit ehrender Anerkennung des frommen Sinnes der Schenkgeberinn genehmigt.

Paderborn 20 Apr 1844

Das Generalvicariat“ (siehe Foto Nr. 2)

Am 26. Juli 1844 quittiert der Kölner Paramentenfabrikant Düster, die 130 Reichstaler vom Pastor Knickenberg „baar und richtig“ empfangen zu haben.

Wer war nun die Witwe Schulte zu Ostönnen? Es handelt sich hier um die zweite Frau des Caspar Adam Hohoff – Schulze zu Ostönnen – Maria Anna Brumberg. Nachdem die erste Frau des Schulzen, Maria Anna Schulte aus Oberbergstraße, am 11. Februar 1815 mit 31 Jahren im Wochenbett gestorben war, ehelichte er die Maria Anna Brumberg aus Bittingen. Sie war 1844 die Stifterin der schwarzen Paramente.

In St. Patroklus zu Soest wurde dieses Paar am 22. Juni 1815 getraut. Johann Heinrich Rinhoff und Henrich Mavick hatte das Paar zu Trauzeugen bestellt. Maria Anna stammte, wie schon erwähnt, aus Bittingen im Kirchspiel Bremen. Dort wurde sie am 19. April 1787 geboren und am folgenden Tag in Bremen getauft. Ihre Eltern, Johann Theodor Potthoff gt. Brumberg und Anna Maria Brumberg, wurden am 25. August 1785 in Bremen getraut.

Maria Annas Mann, Caspar Adam Hohoff – Schulze zu Ostönnen – stirbt am 5. Oktober 1829 in Ostönnen mit 48 Jahren durch einen Magenmundverschluss. Er hinterlässt die Ehefrau mit drei minorennen (minderjährigen) Kindern.

Trotz intensiver Forschung konnte der Sterbetag der Anna Maria noch nicht ermittelt werden. In den Kirchenbüchern von Ostönnen, Westönnen, Bremen und Soest ist ein Eintrag nicht verzeichnet.

Durch Einheirat war die Familie Hohoff 1775 auf den Schulzenhof zu Ostönnen gekommen. Jahrelang hatte die Familie Schwierigkeiten mit ihrer katholischen Religion in einem evangelischen Dorf wie Ostönnen. Hierzu ein Beispiel: Die Witwe des Adam Hohoff stellt einen Antrag an den Pastor zu St. Patroklus in Soest. Dieser antwortet wie folgt:

„Der Wittwe Adam Hohoff genannt Schulte zu Ostönne wird hiermit die Erlaubnis ertheilt, die österliche Beicht und Kommunion mit ihrem ältesten Sohne und ihren Dienstboten, nemlich 4 Knechten und drei Mägden in Westönne zu verrichten, weil Ostönne von ihrer Pfarre etwas weit entlegen ist. Dieser Erlaubnißschein muß dem Herrn Pastor zu Westönne vorgezeigt und Hochderselbe ersucht werden.

Soest 7. April 1830 Schmitt Pastor „(siehe Foto Nr. 3)

Nachzutragen sind noch Informationen zu der von Pastor Knickenberg erwähnten Beerdigung des Caspar Hagen am 3. April 1844. Hier handelt es sich um den Kolon Caspar Melchior Balthasar Kaiser gt. Hagen zu Niederbergstraße. Er starb am 31. März 1844 mit 62 Jahren am Brustfieber. Der Kolon hinterließ die Gattin Theresia, geb. Hennemann, und ein majorennes (volljähriges) Kind, sowie vier minderjährige Kinder.

Autor: Dieter Holtheuer

Brief an das Generalvikariat, 9. April 1844
Brief vom Generalvikariat, 20. April 1844
Antwort des Soesters Pastor, 7. April 1830
Kasel
Kasel
Dalmatik

Kategorie: Geschichte, Kirche Stichworte: Geschichte, Kirche

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