Fest zu Ehren der Heiligen St. Cäcilia
Zurück

Gemütlicher Abschluss im Christophorusheim




Zu Ehren der Pfarrpartronin der Westönner, der Heiligen Cäcilia, feierten die Westönner am gestrigen Abend das alljährliche Patronatsfest. Erinnert wurde auch an den Weihetag der Westönner Kirche, den 20. November 1823.

Der Legende nach wuchs die Patronin in einer angesehenen römischen Familie um das Jahr 200 zur Zeit der Christenverfolgung auf. Sie wurde christlich erzogen und schon früh war ihr klar, daß sie ihr Leben Christus widmen wolle.

Als sie den jungen heidnischen Römer Valerianus heiraten sollte, war sie unentschlossen. Erst am Hochzeitstag erzählte sie ihm von ihrem Glauben. Schon bald bekannte sich auch ihr Mann und dessen Bruder Tiburtius öffentlich zum Christentum, wodurch beide einen Märtyrertod starben. Die Heilige Cäcilia wurde ebenso zum Tode verurteilt.

Die Henker kamen zu ihr nach Hause und erstickten sie in der Sauna. Doch Cäcilia überlebte. Anstatt Rom zu verlassen blieb sie bei ihren Eltern. Als die Richter davon erfuhren, schickten sie einen weiteren Henker, der die junge Frau enthaupten sollte. Als mehrere Versuche mißlangen, wandte sich der Scharfrichter mit Grausen ab und suchte das Weite. Cäcilia war allerdings so schwer verletzt, daß sie, nachdem sie ihr Gut den Armen vermacht hatte, drei Tage später starb.


Stefano Maderna (?): Marmorfigur, nach 1665, in der Kirche S. Cecilia in Trastevere

Heute liegen ihre sterblichen Überreste in der Kirche St. Cecilia in Travestere. Als eine Westönner Delegation 1978 Rom besuchte, konnte Organist Martin Schlummer eine Reliquie mit nach Hause bringen. Der Knochensplitter befindet sich heute in einer Monstranz unter dem Altar.

Jedes Jahr feiern die Westönner am 22. November das Fest zu Ehren ihrer Patronin. Am gestrigen Abend ging man danach zu einem gemütlichen Ausklang nach nebenan ins Christoporusheim.
MZ

Fotogalerie (Auf die Bilder klicken!)