Die Senioren fuhren am 16.08.2006 nach Arnsberg - Bruchhausen

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Alte Magdalenenkapelle zu Rodentelgen

St. Magdalenenkirche zu Bruchhausen
Seit etlichen Jahren plant die Caritas Westönnen zwei Halbtagsausflüge in jedem Jahr. Der zweite Ausflug galt in erster Linie der St. - Magdalenenkirche in Bruchhausen.
Warum ging die Fahrt nach Bruchhausen? Da gibt es wohl mehrere Gründe: Agnes Wegener, die nun schon viele Jahre diese Ausflüge organisiert, stammt wie ihr Vetter, der Senior Johannes Müller, aus diesem Ort. Ihr Bruder Heinz Hecking, der sich in der Gemeinde Bruchhausen besonders für die Kirche einsetzt, war uns sachkundiger Führer. Den Anstoß gab aber wohl der Propst Michael Feldmann, der davon berichtete, dass die Renovierung der Magdalenenkirche so gut gelungen sei.
Doch der Reihe nach: Pünktlich um 14.15 Uhr setzte sich der gut gesetzte Bus in Bewegung. Gleichzeitig setzte auch ein Gewitterschauer ein, aber die Reisenden hatten alle den Bus trocken erreicht. Über Neheim und Hüsten erreichten wir Bruchhausen.
Da wurde zuerst die Alte Magdalenenkapelle im Ortsteil Rodentelgen angesteuert, wo uns Herr Hecking erwartete.

Die sagenumwobenen Lind vor der Kapelle

Erläuterungen in der Kapelle zu Rodentelgen
Aufmerksame Zuhörer


Von Rodentelgen aus hat sich Bruchhausen entwickelt. "Roden" soll auf die Ruhr hinweisen und "telgen" bedeutet soviel wie kleine Siedlung. Bruchhausen muss lange Zeit eine kleine ländliche Gemeinde gewesen sein.
Da wo heute die Kapelle steht, gab es ursprünglich nur eine Einsiedelei, die aber schon 1424 bezeugt ist. Eine Sage berichtet, dass ein heimkehrender Kreuzritter seine Frau und ihren Verleumder erschlagen habe. Zur Sühne soll er sich im heutigen Bruchhausen in einer Klause niedergelassen haben, um dort auch eine Kapelle zu errichten. Unter einer Linde von der noch große neue Austriebe vorhanden sind wollte er begraben werden.
Die Kapelle, die eine wechselvolle Geschichte erlebte, war bis vor 80 Jahren auch das Gotteshaus für die Gemeinde Bruchhausen, Das Gebäude steht heute zwar unter Denkmalsschutz, ist aber in einem schlechten baulichen Zustand. Das Mauerwerk ist völlig durchnässt.

Bruchhausen erhielt erst 1897 einen eigenen Geistlichen. Von da an kämpften die Einwohner um eine neue größere Kirche. Die alte Kapelle war einfach zu klein. Aber erst 1926 konnte die neue Magdalenenkirche konsekriert werden.
Dafür hatte man aber ein besonderes Gotteshaus, das in lupenreinem Neobarock erstellt worden ist. Es gab auch bis heute keine stilverändernden Umbauten.
Ein Romanisches Kreuz aus dem 12. Jhd.,
das früher in der alten Kapelle verehrt wurde.
Bei der gründlichen Renovierung der Kirche von 2003 bis 2004 wurde besonderer Wert auf die Farbgebung gelegt. Helle Farben und weiß überwiegen. Vor diesen Farben kommen die Altäre und die Bilder besonders zur Geltung.

Der Hauptaltart der Magdalenenkirche
 
Und heute: Das Pfarrhaus steht seit 2004 leer. Die Gemeinde hat keinen eigenen Priester mehr. Sie bildet mit Hüsten und Müschede einen Pfarrverbund.
Zwischen den Führungen durch die Kapelle und die Kirche blieb noch Zeit, um im Pfarrheim Kaffee zu trinken.
Kaffeepause im Pfarrheim in Bruchhausen
Auf dem Rückweg wurde in Ense - Höingen im Cafe Berghof der Familie Schleimer ein Abendbrot gereicht.
Friedrich Schleep