Veränderungen im Dorf
und seiner Umgebung
Alte Messtischblätter

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Aus dem Urkataster von 1829 wissen wir, wie die Grundstücke und Wege in unserem Dorfe angelegt waren oder verliefen. Die Kataster sind das amtliche Verzeichnis der Grundstücksverhältnisse. Aus diesen Verzeichnissen ging das Grundbuch hervor, in dem auch heute noch jede Veränderung genau eingetragen wird.
Interessant sind aber auch die so genannten Messtischblätter. Das älteste Messtischblatt von Werl, die preußische Uraufnahme, wurde in den Jahren 1840/1841 gezeichnet. Es heißt auf dem Blatt:
"Aufgenommen und gezeichnet durch von Gagern R. Lieut. 1 tes G. Regts . zu F."
Das könnte wohl heißen: von Gagern - "Reserve Lieutenant 1. Garde Regiment zu Fuß."
Es trägt schon die Nummer 4413 wie auch die späteren Messtischblätter von Werl.
Die Blattnummern und die Namen entsprechen der heutigen
Topographischen Karte 1:25 000 (TK 25).
(Topographie = Ortsbeschreibung, Darstellung der Erdoberfläche).
Das Original des hier benutzten farbig gezeichneten Kartenblattes befindet sich im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz - Unter den Linden 8 Berlin.
Zu meiner Schülerzeit wurde gerne mit Messtischblättern gearbeitet. Da war es wichtig zu wissen, dass 1cm auf der Karte 250 Meter in der Natur entsprach oder 4cm auf der Karte einem Kilometer in der Natur entsprachen.
Aber was bedeutet die Bezeichnung Messtischblatt?
Diese Karten wurden mit Hilfe eines transportablen Zeichentisches, des Messtisches,
in mühsamer Kleinarbeit erstellt. Der Messtisch war auf einem Stativ waagerecht feststellbar und mit einem Fernrohr, einem Lineal und anderen Hilfsmitteln verbunden.
Die Karten wurden aber von Hand gezeichnet.
Ein Ausschnitt dieser Karte soll hier gezeigt werden:
Unser Dorf hat sich seit 1840 doch wesentlich verändert.

Zur genaueren Betrachtung der Karte möge man hier klicken.
Ein neueres Messtischblatt von 1978 soll dem ersten gegenübergestellt werden. Da findet man die Bahnlinie und auch die Autobahn A 44.
Wer die Karte genauer studieren möchte, der kann hier klicken,
um ein größeres Bild zu erhalten.
Friedrich Schleep