Westönner Wetterhahn in Mauke
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Ein Wetterhahn auf der Westönner Kirche? Ja, das gab es mal. Ein Foto dieses Wetterhahnes erhielten wir kürzlich von Stadtarchivar Heinrich Josef Deisting. Er hatte das Bild bereits 1983 von Wilhelm Luig erhalten. Doch woher stammt das Bild? Wer hat es fotografiert? Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es Helmuth Euler. In seinem Buch "Werler Zeitreise" schreibt er zu dem Hahn:

1978 erschien der katholische Pfarrer aus Welver mit einem Wetterhahn beim Autor Helmuth Euler im Geschäft und sagte: "Ich habe da etwas ganz Besonderes für ihre Heimatdokumentation. Fotografieren sie mal den Hahn." Hier ist seine Geschichte: "Gegen Ende des 17. Jahrhundert wurde in Westönnen eine neue Kirche gebaut. Im Jahre 1699 bekam die Turmspitze einen Wetterhahn aus Kupfer mit der eingestanzten Jahreszahl 1699. Gegen 1820 wurde erneut eine Kirche mit einem Turm gebaut.

Auch diesen Turm zierte der alte Wetterhahn von 1699. Das Turmdach war sehr flach wurde im Volksmund scherzhaft Westönner Kaffeemühle (Anm. WÖ: Zeichnung von Franz Sauer) genannt. 1877 wurde das alte Turmdach abgerissen und ein stolzer hoher Turm erbaut. die Arbeiten führte der Zimmermeister Johann Heinrich Luig aus. Der neue Turm erhielt auch einen neuen Wetterhahn. Den alten Hahn erwarb Zimmermeister Luig für ein 10 Mark Goldstück. Der Hahn befindet sich heute noch im Besitz der Familie Edmund Luig, Mawicke. Sie erfreut sich in fünfter Generation an ihm."


WestönnenOnline hat natürlich nochmal nachgefragt. Edmund Luig bestätigte uns: Ja, der Hahn ist noch hier.

Quellenangaben: Text aus "Werler Zeitreise" 1. Auflage 2005 S. 212 von Helmuth Euler, Bild des Hahnes mit freundlicher Genehmigung von Stadtarchivar Heinrich-Josef Deisting, Bild der Kaffeemühle Zeichnung von Franz Sauer (entnommen dem Heimatbuch von Heinrich Westhues)

Manfred Zeppenfeld