Weltgebetstag der Frauen

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Der diesjährige Weltgebetstag der Frauen wird am Freitag, den 05.03.2004 gebetet. Die Gebete stammen in diesem Jahr von den Frauen aus Panama und stehen unter dem Thema: "Informiert beten - betend handeln".
"Seid gegrüßt und willkommen in der Republik Panama - dem Mittelpunkt der Welt, dem Herzen des Universums" so begrüßen uns die Frauen Panamas. Ein Blick auf die Weltkarte verdeutlicht uns, was sie meinen:

Panama verbindet Kontinente und Meere und hat in seiner Geschichte immer wieder aufs Neue Menschen verschiedener Ethnien, Sprachen, Religionen und Kulturen miteinander in Verbindung gebracht. Viele denken zuerst an den berühmten Panamal-Kanal, so schreiben auch die Frauen aus Panama. Dabei hat Panama viele Schönheiten zu bieten:
die Landschaften und die unglaublich artenreiche Pflanzen und Tierwelt. "Vielfalt" gibt es auch in der Bevölkerung: Hispano-Indigenas, Weiße, Schwarze, Mulatten, Asiaten und Ureinwohner, die alle ihre eigene Sprache und Kultur pflegen.


Den Frauen Panamas liegen die Probleme des Landes und auch ihre eigenen am Herzen und bitten alle Frauen auf der Welt mit und für sie zu beten.
Fast ein fünftel der Bevölkerung lebt in extremer Armut, Arbeitsplätze, angemessene Wohn- und Gesundheitsversorgung fehlen. Die Korrution, mangelnder Umweltschutz, unsichere Grenzen zu Kolumbien und Drogenhandelsind drängende Probleme. Weltmarktfirmen planen Niederlassungen in denen Arbeiterinnen billig und ohne soziale Absicherung für den Weltmarkt produzieren sollen. Die Frauen Panamas wollen aktiv an der Zukunft ihres Landes mitgestalten. Sie ermutigen die Frauen weltweit, die Erfolge der Frauenbewegung zu würdigen, das Erreichte zu sichern und gegen Missstände wie z. B Gewalt gegen Frauen vorzugehen.

Die Aktivitäten der Panama-Frauen werden in der Gebetesordnung deutlich. Sie thematisieren, das Frauen Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Glaubens und der Kirchen gestaltet haben und gestalten.

In der biblischen Geschichte haben die 5 Töchter des Zelofhad erstmals als Frauen ihr Erbrecht eingefordert, als ihr Vater ohne einen Sohn verstarb.

In der Erzählung von Maria von Magdala und dem auferstandenen Jesus werden die Fauen beim Namen gerufen und mit der Verkündigung beauftragt.
So übernehmen Frauen Verantwortung dafür, dass die Frohe Botschaft immer wieder aufersteht und lebendig erfahrbar bleibt. Der Apostel Paulus schreibt in seinem zweitem Brief an die Gemeinde von Korinth über den Schatz des Glaubens. So erfahren wir von der großen Bedeutung von Tonwaren und der Töpferkunst in Panama.
In der hl. Messe werden wir eingeladen, ein Tongefäß weiterzureichen und uns daran zu erinnern, dass wir in Gottes Händen Geformte, von seinem Geist erfüllte und zugleich selbst Formende sind.
In Westönnen wird die hl. Messe am Freitag, 07.03.2004 um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche gehalten und anschließend zu einem Beisammensein ins Christophorusheim eingeladen.

Bericht: Angelika Post / Franz Wegener