Am 11. Juli kommt die Kommission

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Der Startschuss ist gefallen: Mit einer Informationsveranstaltung begannen die Vorbereitungen zu dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Bekanntlich nimmt Westönnen als Kreissieger am diesjährigen Landeswettbewerb teil.

Infos zum Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" gibt es unter www.dorfwettbewerb.de 

Ortsvorsteher Willi Sasse begrüßte hierzu Ralf Saathoff von der Kreisverwaltung Soest, der der Federführer des Kreises beim Kreiswettbewerb war.

Saathoff nannte den Termin für den Besuch der Kommission: Am 11. Juli, ein Freitag, wird die Landesbewertungskommission Westönnen besuchen, ca. 11.00 Uhr.  Mit den Worten "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man sich für ein solches Ereignis nicht einen halben Tag Urlaub nimmt!", appellierte Saathoff an die Westönner, zahlreich dem Besuch beizuwohnen.

Die Erhaltung der ortsbildprägenden Bausubstanz, Verbesserungen der Wohn- und Lebensqualität, die Förderung naturnaher Lebensräume, aber auch die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze seien einige Kriterien, die in die Bewertung einfließen würden. Im Zentrum stünden dabei gemeinschaftliche Initiativen des Dorfes, weniger Einzelmaßnahmen privater Bürger. 

Saathoff regte an, für die zwei Stunden der Bereisung von Westönnen konzentriert und gestrafft den Ablauf zu planen. Abschweifungen seien zu vermeiden, Namensschilder würden die Kontaktaufnahme erleichtern.

Ralf Saathoff wies insbesondere auf manche Kritikpunkte hin, die er auch in dem Bericht des Kreiswettbewerbes aufgeführt habe. Er ließ dabei durchblicken, dass er sich wohl einen anderen Kreissieger als Westönnen gewünscht hätte. So nannte er die Präsentation von Westönnen "operettenhaft" , welche die Gefahr berge zu vermuten, dass mit dieser "Show" Schwächen verheimlicht werden würden. Auch nannte er deutlich einige optische Schwachpunkte im Dorf, so die unbegrünte Hallenwand gegenüber des Kindergartens, oder Häuser, die mit Platten verblendet seien. Viel zu wenig Bäume gäbe es am Parkplatz des Sportplatzes, und auch die Zukunftsplanung des Dorfes sei nicht ersichtlich. Die Bezeichnung der Westönner Sauerkrautfabrikanten als "Sauerkrautfritzen" sorgte zwar für Lacher, war aber gewiss unglücklich gewählt. 

Ralf Saathoff vom Kreis Soest

Damit in Zukunft beim Kreiswettbewerb andere Ergebnisse herauskämen ("die Bewertungen der einzelnen Kommissionsmitglieder weichen erheblich voneinander ab") wolle er deshalb eine andere Bewertungsart durchsetzen. Er kritisierte dabei vor allem die "neuen" Bewertungskommissionsmitglieder des Kreises, die sich all zu oft vom äußeren Schein beeinflussen ließen.

Ein weiterer Kritikpunkt Saathofs an Westönnen war dabei die mangelnde dörfliche Maßnahme in Westönnen zur wirtschaftlichen Entwicklung bzw. zum Erhalt bestehender Arbeitsplätze. Auf Nachfrage, wie dies ein Dorf denn überhaupt bewerkstelligen könnte, wusste Ralf Saathoff allerdings auch keine Antwort." Schwierig, schwierig". Saathoff hatte in seiner Zusammenfassung darüber hinaus Westönnen empfohlen, einen Orts- oder Vereinsring zu gründen, um Aktivitäten zu bündeln. Auf die Anmerkung eines Westönners, ein positives Zeichen von Westönnen sei es ja gerade, dass diese Gemeinschaftsinitiativen  auch und gerade ohne einen Ortsring funktionierten, erwiderte Saathoff, dann sei es "ja in Ordnung". 

Trotz aller Kritik und Widersprüchlichkeit gab er dann aber doch am Schluss den Westönnern aufmunternde Worte mit auf den Weg: "Wenn auch viele Verbesserungsmaßnahmen kaum bis Juli umzusetzen sind, ich bin mir sicher, sie werden diesen Wettbewerb schon meistern!"

Bericht :  Franz Wegener;  Bilder: WESTFALENPOST WERL