Brandprozessionen
1963 und 1969

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Von den Brandprozessionen wurde schon öfter berichtet. Ich fand unter meinen alten Dias einige, die von allgemeinem Interesse sein könnten.
An der Prozession selber hat sich nicht viel geändert. Die Teilnehmer, die man erkennen kann, sind natürlich leicht gealtert.
Interessant finde ich den Wandel der Straßen Auf`m Hackenfeld und Elwieden (damals noch Prozessionsweg).
1963 waren die Wege noch nicht befestigt. 1969 hatten sie schon eine einfache Asphaltdecke. Diese Wege, und viele andere im Dorf und in den Feldern, wurden aus dem so genannten "Grünen Plan" finanziert. Die Wege hatten nur eine geringe Breite, und die Kanten duften nicht mit Steinen oder Beton befestigt werden. Man wollte der Landwirtschaft die Arbeit erleichtern. Immerhin entstand so etwa ein durchgehender Weg zwischen Westönnen und Mawicke, der bei jedem Wetter befahrbar war. Die Gräben blieben offen; das Gras wurde noch genutzt.
Besonders gut kann man auf einigen Bildern noch die alten Gärten erkennen, die damals noch nicht bebaut waren. Da gab es noch Obstbäume und Gemüsebeete. Die Saaten waren am Himmelfahrtstage bereits aufgegangen.
Das Bild des Dorfes war besonders schön während der Obstbaumblüte und wenn die jungen Saaten die Gärten zierten. Ein Freund aus dem Schwarzwald, der mich damals besuchte, blieb am Abhang des Haarstranges stehen und sagte: "Auch so ein Dorf, das sich zwischen Bäumen versteckt." Er dachte an den heimischen Bodensee.

 
Brandprozession 1963 Straße unasphaltiert
 
Blick nach Hünnies und nach Mawicke 1963
   
Brandprozession 1969 Straße asphaltiert
Gepflegte Gärten und Beete 1969
Friedrich Schleep